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Sonntag, 10. Januar 2021

Battle of the Japan Sea Review

Japanuary 2021

Battle of the Japan Sea

Story:

 

Erzählt wird der Krieg zwischen Japan und Russland 1904-1905. Der Kampf findet sowohl auf dem Lande wie auch auf dem Meer statt.

 

Meine Meinung:

 

Battle of the Japan Sea ist, wie es der Titel bereits vermuten lässt, ein Kriegsfilm. Ein japanischer Kriegsfilm. Der Film erzählt vom echten Krieg, der sich zwischen Japan und Russland 1904-1095 zugetragen hat. Ob ich der Film genau an die geschichtlichen Vorgaben hält, ist mir nicht bekannt. Nach dem Schauen habe ich nur kurz mit dem Wiki Eintrag verglichen und ich würde meinen, dass man sich, mehr oder weniger, an die Vorgaben hielt.

 

Der Film ist, wie nicht anders zu erwarten, sehr patriotisch. Darauf muss man gefasst sein. Mir hat Battle of the Japan Sea zwischenzeitlich gut gefallen, aber im Grossen und Ganzen kommt der Film an andere japanische Kriegsfilme (z.B. Tora! Tora! Tora!) nicht heran. Dazu war der Film zu unspektakulär. Es gab viele Füllszenen und Längen (welche eben die Hintergründe erklären oder japanische Personen nationalistisch darstellen).

 

Vor allem die Landschlachten waren sehr mässig in Szene gesetzt. Besser und interessanter waren die Schlachten auf dem Meer. In dieser Hinsicht punkten auch die starken Spezialeffekte von Eiji Tsuburaya, der nach seinen Effekten in Godzilla ein gefragter Mann war. Es folgten Arbeiten an Filmen und Serien wie Half Human, Latitude Zero, The War of the Gargantuas, Varan the Unbelievable oder Ultraman: Monster Big Battle.

 

In oben genannter Hinsicht hätte ich mir aber deutlich mehr versprochen. Der Film ist teilweise sehr dialoglastig (wahrscheinlich auch der Grund, warum der Film z.B. in Deutschland so stark verkürzt wurde). Die Darsteller machen ihre Sache zwar sehr gut (z.B. Star Toshirô Mifune, u.a. bekannt aus Filmen wie The Three Treasures), aber im Grossen und Ganzen ragt in der Kriegs-Story niemand aus der Masse hervor da ich die Figuren nur als Mittel zum Zweck empfand, obwohl man, zumindest den japanischen Charakteren, Zeit und Tiefe gab, diese zu charakterisieren (teilweise, auch wenn nur zu oberflächlich).

 

Fazit: Kann man sich, sofern man alte, klassische Kriegsfilme mit viel Pathos, langer Laufzeit und vielen Füllszenen mag, anschauen.

 

Infos:

 

O: Nihonkai daikaisen

 

Japan 1969

 

R: Seiji Maruyama

 

D: Toshirô Mifune, Tatsuya Nakadai, Yûzô Kayama, Susumu Fujita, Mitsuko Kusabue

 

Laufzeit des holländisches VHS: 122:03 Min.

 

Gesehen am: Jan. 2021

 

Fassungen: Mir lag das VHS aus Holland von Eagle 6 vor = Uncut, gute Bild- und Tonqualität, englische Synchro (gut), feste holländische Subs. In Deutschland unter dem Titel Port Arthur - Die Schlacht im Chinesischen Meer stark gekürzt auf VHS erhältlich. In Japan nebst VHS auch auf DVD, LD und Blu-Ray zu haben (nix Englisch). Deutsche Fassung = 78 Minuten, Uncut = 122 Minuten.

Samstag, 9. Januar 2021

Zeiram Review

Japanuary 2021

Zeiram

Story:

 

Kopfgeldjägerin Iria (Yûko Moriyama) reist auf die Erde, um ein Alien (Mizuho Yoshida) zu fangen. Sie bekommt unerwartet Hilfe durch zwei Mechaniker (Kunihiro Ida, Yukijirô Hotaru)…

 

Meine Meinung:

 

Zeiram, ein japanischer Science-Fiction-Film, hat mir nach der 2. Sichtung besser als früher gefallen. Der Film, der laut Thomas Weisser und dessen Buch auf einem Adult Gekiga basiert und eine Animationsserie und Fortsetzung nach sich zog, erinnert zwar phasenweise an Filme wie The Terminator, Das Ding aus einer anderen Welt, Aliens oder Carnosaur 1 + 2, bietet aber genug Eigenständigkeit, um zu unterhalten.

 

Was ich nach der Erstsichtung vor ganz langer Zeit (Jan. 2007) nicht mehr in Erinnerung hatte, waren die sensationellen und charmanten Kostüme und Effekte, die viel Charme bieten und genau meinem Geschmack entsprechen. Es gibt mehrere Gummimonster und das Alien (Zeiram) nimmt im Film diverse Gestalten an. Es gibt auch Tentakel, die z.B. an Urotsukidōji erinnert, oder auch Mutationen à la Das Ding aus einer anderen Welt inklusive Stop-Motion Einsätze (etwas, was im jap. Kino selten ist – mir kommen da die TV-Serie Demon Hunter Mitsurugi und die Filme Hellywood und Diva the Netherworld in den Sinn).

 

Die Effekte sind der Hit und nur schon deshalb ist Zeiram zu empfehlen! Die Story an sich ist dünn, der Plot bietet keine richtige Spannung und/oder Überraschungen und das Setting ist leicht eindimensional und lahm. Der Nebenplot und die Nebenfiguren (die zwei Mechaniker als Sidekicks) ist Mittel zum Zweck und die einzige richtige Schwäche des Filmes. Ansonsten gefällt phasenweise die Musik sehr und auch Lead Yûko Moriyama (Moon Over Tao) als Alien-Jägerin war super in dem Film von Regisseur Keita Amemiya, der viele Filme mit Monstern, Robotern oder Ninjas realisiert hat.

 

Fazit: Wer das japanische «Superhelden»-Genre mit Gummikostümen mag, macht mit Zeiram alles richtig! Tolle Effekte und nur deshalb schon sehenswerte Unterhaltung!

 

Gefolgt von: Zeiram 2

 

Infos:

 

O: Zeiramu

 

Japan 1991

 

R: Keita Amemiya

 

D: Yûko Moriyama, Kunihiko Iida, Yukijirô Hotaru, Sachi Kashino, Naobi Kônara

 

Laufzeit der US-DVD: 98:26 Min.

 

Gesehen am: Jan. 2007 / Review überarbeitet am: Jan. 2021

 

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Tokyo Shock vor = Special Edition mit Schuber, Uncut, O-Ton, englische Subs, Making of und Trailer als Bonus. In Deutschland nur auf DVD zu haben (Deutsch/Jap. ohne Subs). Mind. in Japan auf Blu-Ray erschienen.

Freitag, 8. Januar 2021

All Night Long 2 Review

Japanuary 2021

All Night Long 2

Story:

 

Der Otaku Shinichi (Masashi Endô) mit pädophilen Neigungen gerät ins Visier einer sadistischen Homosexuellen Bande. Als seine Freunde und Shinichi der Bande zum Opfer fallen werden durch die sadistischen Taten alle Hemmschwellen abgebaut: Shinichi schlägt tödlich zurück, unterscheidet aber in dem Fall auch nicht mehr zwischen Feind und Freund…

 

Meine Meinung:

 

All Night Long 2 hat mir gar nicht mehr gefallen. Dies überrascht, da mir vor einem Jahr zumindest der erste Teil der inzwischen sechsteiligen Reihe noch gefallen hat (was mich aber auch überraschte). All Night Long 2 konnte mich aber nicht mehr überzeugen. Ich musste teilweise gar spulen. Wo Teil eins noch eine Art Story und eine gewisse Figurenzeichnung plus Stimmung zu kreieren vermochte, fällt die Fortsetzung komplett durch.

 

Es wird für die Schockwirkung nur auf Schocks und Tabubrüche gesetzt. Man will nur provozieren und schockieren, ohne Sinn und Verstand. Das Problem ist, dass die Figurenzeichnung viel zu klischeehaft und übertrieben ist. Das Gezeigte lässt einem kalt. Man fiebert nicht mit. Eine Spannung oder Atmosphäre sind nie vorhanden.

 

Dies lässt den Zuschauer gleichgültig vor der Scheibe hocken. Da das ganze zudem todernst umgesetzt wurde, gefällt der Gewaltlevel, die derben Momente und/oder Effekte nicht (obwohl gerade die Effekte besser waren als erwartet, auch wenn der Film laut Thomas Weissers Buch vor dem Kinostart zensiert wurde, um den Film in die Kinos bringen zu können = was kein Erfolg war, der Film wurde stattdessen als Direct to Video veröffentlicht).

 

Wo Teil eins irgendwo nachvollziehbar war (zuvor angestaunte Gewalt entlädt sich à la Straw Dogs), ist Teil zwei der Reihe hingegen sadistischer und menschenverachtender Scheissdreck, der von einem Extrem ins andere fällt. Dazu billigste 08/15 Klischees in der Figurenzeichnung:

 

vom Computer-Nerd (und/der Otaku) und Pädo bis hin zu Frauen die nur zum Vergewaltigen existieren bis hin zur Darstellung, dass Homosexuelle Perverse und Sadisten sind. Und am Ende wird einfach jeder niedergemetzelt – sinnloses Blutvergiessen, welches weder erfreut noch amüsiert noch schockiert, sondern einfach eines ist: belanglos langweilig = gespult und schnell war der Spuk vorbei!

 

Fazit: Kann ich leider nicht mehr empfehlen! Besser Teil eins nochmal schauen…

 

Gefolgt von: All Night Long 3

 

Infos:

 

O: Ôru naito rongu 2: Sanji

 

Japan 1995

 

R: Katsuya Matsumura

 

D: Masashi Endô, Ryôka Yuzuki, Masahito Takahashi, Takamitsu Okubo, Miroku Igarashi, Keiichi Mano

 

Laufzeit der holländischen DVD: 75:29 Min.

 

Gesehen am: Jugendzeit / Review überarbeitet am: Jan. 2021

 

Fassungen: Mir lag die DVD aus Holland von Japan Shock vor = Uncut, O-Ton, englische Subs, gute Bild- und Tonqualität. Gibt es nur über Österreich in Deutsch (von ILLUSIONS). Laut dem Buch Japanese Cinema Encyclopedia (von T. Weisser) wurde der Film vor dem Kinostart zensiert, in der Hoffnung, dass der Film in die Kinos kommen durfte (Eirin verweigerte dem Film nämlich den Kinostart) – was nicht gelang. Es folgte ein Release direkt auf Heimmedium. Ob es sich schlussendlich um die zensierte oder unzensierte Fassung handelt, ist mir nicht bekannt. Schnitte fielen mir zumindest keine auf. Eine Blu-Ray gibt es nicht (Stand: Jan. 2021).