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Freitag, 14. Januar 2022

100 Monsters Review

 
Japanuary 2022

100 Monsters

Story:

Ein örtlicher Magistrat will ein Wohnhaus und einen Schrein abreisen lassen, um ein Bordell zu bauen. Ihm sind alle Mittel Recht (Bestechen, Erpressen, Mord…) bis am Ende die Yokai für Gerechtigkeit sorgen…

Meine Meinung:

100 Monsters ist der Yokai-Klassiker von Daiei Film, die leider im Gegensatz zur Konkurrenz (Toei, Toho, Nikkatsu) nicht überlebt haben. Der Film war zwar ein Erfolg, aber ich wurde leider sehr enttäuscht. 100 Monsters kann mit anderen Film-Reihen von Daiei Film (Gamera, Daimajin) definitiv nicht mithalten.

Der Film beginnt zwar ansprechend mit einem stimmungsvollen Intro und Vorspann und auch ab und zu gibt es eine stimmungsvolle Szene zu sehen, mehrheitlich ist der Film aber total langweilig. Obwohl der Film nur 79 Minuten läuft, kam es mir deutlich länger vor. Der Plot und die Figuren sind total uninteressant.

Ich wurde nicht gefesselt, kaum unterhalten und eine Spannung war nie vorhanden. Die Yokai kommen nur sporadisch vor. Vielleicht fünf Minuten, wenn überhaupt. Das ist schade. Es geht mehr um die Menschen als um die Yokai. Der Film wirkt wie ein Film für Kinder, der diesen den Umgang mit Moral beibringen soll.

Die Effekte-Szenen um die Yokai waren die wenigen Highlights des Filmes. Da fühlte ich mich an diverse SNES Spiele erinnert (The Legend of the Mystical Ninja, Pocky & Rocky oder Gegege no Kitarou: Fukkatsu Tenma Daiou) und ich hatte fast am meisten Freude am «Regenschirm»-Yokai, auch wenn der Mensch, der in den Szenen präsent ist, nervt. Hier und da fühlte ich mich ab dem Finale an den Film Viy erinnert.

Ich hoffe sehr, dass die Fortsetzungen besser werden. Ansonsten ist ein Fehlkauf vorprogrammiert!

Gefolgt von: Spook Warfare

Infos:

O: Yôkai hyaku monogatari

Japan 1968

R: Kimiyoshi Yasuda

D: Shinobu Araki, Jun Fujimaki, Ryutaro Gomi, Jun Hamamura, Tatsuo Hananuno, Shozo Hayashiya

Laufzeit der UK-Blu-Ray: Ca. 79 Min.

Gesehen am: Jan. 2022

Fassungen: Mir lag die UK-Blu-Ray Box Yokai Monsters Collection vor. In dieser sind folgende Filme enthalten: 100 Monsters, Spook Warfare, Along with Ghosts und der Miike-Film The Great Yokai War plus Poster und Booklet. Die Filme kommen in einer schicken & stabilen Box daher. Hervorragende Bild- und Tonqualität, O-Ton, englische Subs und diverse Extras runden das Set ab. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Jan. 2022).

Donnerstag, 13. Januar 2022

Graveyard of Honor Review

 
Japanuary 2022

Graveyard of Honor

Story:

Barkeeper Rikuo Ishimatsu (Goro Kishitani) rettet einen Yakuza-Boss vor einem Attentäter (Takashi Miike) und steigt schnell zum hohen Tier innerhalb der Yakuza auf. Doch sein Temperament und Gewaltausbrüche sorgen dafür, dass er für fünf Jahre ins Gefängnis muss. Als er wieder freikommt, hat er sich nicht geändert und zieht den Zorn seines Bosses auf sich. Nach und nach rutscht Ishimatsu in die Drogensucht ab, mit fatalen Folgen…

Meine Meinung:

Graveyard of Honor ist eine Art Remake und Neuinterpretation des gleichnamigen Filmes aus dem Jahr 1975 von Meister-Regisseur Kinji Fukasaku (Battle Royale), während bei der 2002er Version der fleissige Takashi Miike (Fudoh: The New Generation, Visitor Q, Ichi the Killer) seine Finger im Spiel hatte. Nicht nur führte er Regie, sondern legte er auch vor der Kamera eine Gastauftritt als Attentäter hin.

Während ich bereits leicht vom Kinji Fukasaku Film enttäuscht war (erreicht keine Battles Without Honor and Humanity Qualitäten), so gefiel mir Miikes Version leider sogar noch weniger. Wäre der Film nicht in einer schicken Box mit dem Fukasaku veröffentlicht worden, würde ich den Miike-Film sogar verkaufen. Dabei fängt die Neuinterpretation durchaus stimmig, fesselnd und spannend an.

Der Film hat ein gleiches Problem wie die 70r Jahre Variante: es gibt praktisch keine positiven Charaktere, zu denen man eine Beziehung aufbaut und/oder mit ihnen mit fiebert. War im Original Tetsuya Watari (Terror – Die Rocker von Japan) bereits in seiner Darstellung unsympathisch, so ist dies leider auch hier mit Goro Kishitani der Fall. Zwar spielt Goro Kishitani (wie auch alle anderen) absolut grossartig, aber ich wurde mit ihm als Mensch und Figur nicht warm.

Vor allem die zweite Filmhälfte, in welche es mehr um die Drogen und Folgen geht statt um den eigentlichen Plot, wurde das Interesse immer geringer, auch wenn Miike-Stammschauspieler Goro Kishitani (One Missed Call) wirklich herausragend spielt. Er war danach noch in viele anderen Miike-Filmen zu sehen (Crows 0, Like a Dragon, Crows Zero II, Wara no tate - Die Gejagten). Weiter negativ: die Laufzeit von über zwei Stunden war zu lang. Diesbezüglich gab es auch zu wenig Action.

Nebst interessanter erster Filmhälfte, spannenden Yakuza-Szenen und der Leistung von Cast und Crew haben ansonsten die Musik und der Blutgehalt gefallen. Zwar gibt es, wie bereits erwähnt, nur wenig Action und Gewalt, wenn, dann aber total überzeichnet und übertrieben blutig. Immerhin in diesem Punkt wird dem Kino von Kinji Fukasaku gehuldigt.

Fazit: Durchschnitt und kein Must See Takashi Miike-Titel!

Infos:

O: Shin jingi no hakaba

Japan 2002

R: Takashi Miike

D: Goro Kishitani, Narimi Arimori, Yoshiyuki Daichi, Hirotarô Honda, Harumi Inoue, Renji Ishibashi, Takashi Miike

Laufzeit der UK-Blu-Ray: 130:35 Min.

Neusichtung am: Jan. 2022

Fassungen: Siehe Graveyard of Honor! Den Miike-Film gibt es in D auf DVD von REM.

Mittwoch, 12. Januar 2022

Urotsukidōji 2 Review

 
Japanuary 2022

Urotsukidōji 2 (= OVA 4 + 5)

Story:

Münchhausen Junior, der von seinem Nazi-Vater Münchhausen während des 2. Weltkrieges die schwarze Magie lehrte und so Macht über Dämonen enthält, plant in der Gegenwart Kyo-O zu erwecken, um der Herrscher über die drei Welten zu werden und um mit Kyo-O Chojin zu vernichten. Um Nagumo (bzw. Chojin) zu brechen, benützt Münchhausen Junior den Dämon Kohoki und Nagumos Jugendfreund Takeaki…

Meine Meinung:

Die Episoden 4 + 5 wurden in diversen Ländern, u.a. den USA oder eben auch Deutschland, zu einem Film zusammengeschnitten. Mit Teil eins kann die Fortsetzung leider nicht mehr ganz mithalten. Dennoch kann man seinen «Spass» damit haben. Es sind aber Abstriche zu machen. Der Hentai-Klassiker baut auf Figuren aus dem Vorgänger auf.

Die Vorgeschichte wird jedoch in Nazi-Deutschland erzählt mit dem Klischee der bösen Deutschen und Chojins neuem Feind: Münchhausen bzw. dessen Sohn Münchhausen Junior. Der Vater, eine Art Mad Scientist, wäre mir jedoch optisch lieber gewesen. Herrlich amüsant-irre Darstellung und Animation.  Allgemein ist der Film schön animiert. Da gibt es nichts zu meckern.

Im Vergleich zu Teil eins ist die Fortsetzung aber leider deutlich weniger episch ausgefallen. Dass Münchhausen Junior und sein Helfer, Dämon Kohoki, die Welt zerstören könnten, wird kaum als echte Bedrohung für den Zuschauer wahrgenommen und eine richtige Endzeit-Stimmung will sich nicht so recht aufbauen.

Dazu kommt, dass es auch deutlich weniger Gewalt, Splatter, und Monster/Dämonen zu sehen gibt. Und somit natürlich auch weniger Dämonen-Verwandlungen. Da konnte der Vorgänger aus dem vollen schöpfen und punkten. Es ist an sich etwas schade, dass es quasi nur zwei richtige Bösewichte gibt. Dazu kommt, dass die Hauptfiguren (Nagumo und seine Freundin Akemi) arg in den Hintergrund geraten.

Dasselbe gilt für Amao, der erst im Finale so richtig mitmischen darf. Davor geht es vor allem um Megumi (die gute Dämonen-Frau) und Nagumos Jugendfreund Takeaki, der als Dämon missbraucht wird, um Chojin zu vernichten. Und vor allem um die Liebesgeschichte zwischen Takeaki und Megumi, wobei in der Hinsicht auch Klischees und vorhersehbare Szenen aufwarten (Dämon Kohoki liebt Megumi auch).

Das war mir fast etwas zu viel Gefühlsduselei in einem Erwachsenen Anime. Und Münchhausen Junior ist in den Action-Szenen relativ schwach, da er immer nur rumfliegt und alles mit schwarzer Magie erledigt. Dennoch kann die Fortsetzung gut angesehen werden. Man darf einfach nicht mehr die epische Grösse und Qualität des Vorgängers erwarten, dann klappt es mit dem Unterhaltungswert ganz gut, sofern man sich an den Sex-Szenen nicht stört.

Fazit: Schwächer als der Vorgänger, aber noch gut und sehenswert!

Gefolgt von: Urotsukidōji 3

Infos:

O: Shin chôjin densetsu Urotsukidôji: Mataiden

Japan 1993

R:     Hideki Takayama

D: -

Laufzeit der deutschen DVD: 88:13 Min.

Neusichtung am: Jan. 2022

Fassungen: Siehe Teil eins. Es fand eine digitale Zensur statt, um Geschlechtsteile unkenntlich zu machen. Die Hell on Earth-Box US-Box soll diesbezüglich die bessere Wahl sein da a) eine bessere Bildqualität und b), die zensierten Szenen nachgezeichnet wurden und somit unzensiert zu sehen sind. Ob dort auch jap. Ton vorliegt, ist mir hingegen nicht bekannt.