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Freitag, 15. April 2022

Gang Master Review


Webmaster mit Chen Kuan-Tai in Amsterdam (2011)

Gang Master

Story:

 

Die Mongolen unter der Führung von General Mang Yi Tu (Chen Kuan-Tai) machen es sich zur Aufgabe, die Han-Chinesen auszulöschen. Die Rebellen (u.a. Yuen Tak, Ku Feng, Bruce Leung Siu-Lung) planen zum Angriff über zu gehen, als deren neuer Anführer Fu Zhong Yuan (Austin Wai Tin-Chi) ins Exil geschickt wird, da Mongole (und Chen Kuan-Tais Sohn, was beide zu dem Zeitpunkt noch nicht wissen). Später gelingt es internen Verrätern (Jason Pai Piao, Lau Nga-Lai) Fu Zhong Yuan zwei Morde anzuhängen…

 

Meine Meinung:

 

Gang Master gefiel mir sogar noch besser bei der Erstsichtung vor 12 Jahren. Der Unterschied bestand darin, dass mir nun noch viel mehr der Figuren und Stars im Film auffielen, welche ich vor 12 Jahren einfach noch nicht kannte. So viele bekannte Gesichter in einem Shaw Brothers Film, der mehr Plot bietet als üblich, zu sehen, macht viel Spass!

 

Zudem mag ich die Shaw Brothers Arbeiten zwischen 1980-1985 sehr. Gang Master vereint bereits modernere Sujets im Film und daher ist es nicht verwunderlich, dass einige Szenen z.B. ans Kino eines Jackie Chan oder Yuen Woo-Ping erinnern. Die Kampfszenen haben mir, wie auch der Plot oder den Cast, sehr gut gefallen.

 

Geschichtliche Interessen, Kriege, Rassenhass, Verräter, Twists (Fu Zhong Yuan stellt sich als Mang Yi Tus Sohn heraus = ethisches Dilemma) inklusive vieler spektakulärer Kampfszenen machen Gang Master zu einer überdurchschnittlich tollen Shaw Brothers Arbeit. Da hat Regisseur Tsui Siu-Ming (Mirage) ganze Arbeit geleistet.

 

Was die Kampfszenen angehen gefielen mir vor allem das Finale (Bruce Leung & Austin Wai Tin-Chi Vs. Jason Pai Piao), allgemein die Kampfszenen von Bruce Leung (z.B. der Tötungsversuch von Chen Kaun-Tai) und der Kampf von Austin Wai Tin-Chi Vs. Yuen Tak.  Letzterer war fast das irre, heimliche Martial-Arts-Highlight des Filmes.

 

Chen Kuan-Tai (Challenge of the Masters) und Jason Pai Piao (Shaolin Prince) sehe ich als Bösewichte immer gerne. Austin Wai Tin-Chi fehlt es zwar etwas an Charisma, aber dafür macht er in den Kampfszenen eine gute Figur. Tai Liang-Chun spielt Lau Nga-Lai an die Wand, was die weiblichen Stars angehen. Ku Feng (Kuan - Der unerbittliche Rächer) bringt viel Erfahrung mit, was man seiner Rolle ansieht.

 

Yuen Tak (Iron Angels 2) ist nur in einer längeren Kampfszene zu sehen, die dank der innovativen Ideen und dem Comic-Charakter aber definitiv in Erinnerung bleibt. Sehr überrascht war ich von Bruce Leung Siu-Lung (Kidnap in Rome). Mir war gar nicht bewusst, dass er auch in Shaw Brothers Werken mittat und all seine Kampfszenen sind absolut spektakulär geworden!

 

Fazit: Must See Titel für Shaw Brothers Fans!

 

Infos:

 

O: Bong Ju

 

HK 1982

 

R: Tsui Siu-Ming

 

D: Chen Kuan-Tai, Ku Feng, Jason Pai Piao, Bruce Leung Siu-Lung, Austin Wai Tin-Chi, Tai Liang-Chun, Yuen Tak, Tai Liang-Chun, Lau Nga-Lai

 

Laufzeit der HK-DVD: 84:52 Min.

 

Neusichtung am: 05.03.22

 

Fassungen: Mir lag die HK-DVD von IVL vor, die von Chen Kuan-Tai persönlich in Amsterdam signiert wurde (siehe Bild). Zur Disc: Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, O-Ton, englische Subs. Es gibt keine deutsche Fassung und keine Blu-Ray (Stand: März 2022).

The Debt Collector 2 Review

The Debt Collector 2

Story:

 

Nach dem Ende von Teil 1 geht es wie folgt weiter:

 

Sue und French (Louis Mandylor und Scott Adkins) dürfen erneut Geld eintreiben. Diesmal bei drei Personenhaushalten. Einfacher gesagt, als getan. Dumm nur, dass Sues und Frenchs Auftraggeber (Vladimir Kulich) von einem Gangster (Ski Carr) dazu gezwungen wird…

 

Meine Meinung:

 

Um ehrlich zu sein kann ich mich an Teil eins, der in Deutschland unter dem Titel Pay Day veröffentlicht wurde, nicht mehr erinnern Ich kann daher nicht sagen, ob diese Fortsetzung besser oder schlechter geraten ist. Wenn ich das Review zum ersten Teil studiere tönt dies relativ schwach, da damals zu viel erwartet.

 

Teil zwei empfand ich als absolut okay, solide und kurzweilig. Kein Kracher, aber für Fans des Vorgängers und von Scott Adkins (Universal Soldier: Day of Reckoning) sicherlich zu empfehlen. Diesmal ging ich auch mit richtigen Erwartungen an den Film, so dass ich nicht enttäuscht wurde. Aus Teil eins kehrten nebst Scott Adkins auch Louis Mandylor, Vladimir Kulich & Regisseur Jesse V. Johnson zurück. Tony Todd wird durch eine neuen Endgegner (Ski Carr) ersetzt.

 

Teil zwei unterhält kurzweilig. Es ist immer was los und der Film macht vor allem aufgrund seiner amüsanten Buddy-Motive und dem Paar Scott Adkins und Louis Mandylor Spass. Die zwei harmonieren prächtig miteinander. Die Action-Szenen sind ebenso ok und solide. Alles in allem ist der Film oder die Action nicht auf dem hohen «Kracher» Sektor angesiedelt, aber absolut ok in Szene gesetzt. Es wird ab und zu geprügelt, verfolgt oder auch geschossen, wobei das Finale, ähnlich wie im Vorgänger, billig in Szene gesetzt wurde.

 

Nebst miesem Finale überzeugt der dünne und hohle Plot ebenso wenig wie die neuen Bösewichte oder die Nebenfiguren, die allesamt billig und austauschbar wirken. Mittel zum Zweck. Das Ende wird offengelassen, damit ein möglicher dritter Teil folgen könnte. Dann aber bitte mit besserem Finale…

 

Fazit: Guter Durchschnitt und zumindest für Scott Adkins Fans zu empfehlen, auch wenn kein Kracher…

 

Infos:

 

O: Debt Collectors

 

USA 2020

 

R: Jesse V. Johnson

 

D: Scott Adkins, Louis Mandylor, Vladimir Kulich, Ski Carr

 

Laufzeit der Netflix Fassung: Ca. 97 Min.

 

Gesehen am: 05.03.22

 

Fassungen: Gesehen via Netflix Schweiz = Uncut, O-Ton, deutsche Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. In Deutschland von Koch Media auf DVD oder Blu-Ray raus.

Cyst Review

Cyst

Story:

 

Durch einen verrückten Arzt mutiert eine Zyste zu einem menschenfressenden Monster. Die Angestellten und Kunden kämpfen ums Überleben…

 

Meine Meinung:

 

Als ich 2021 den Trailer zu Cyst sah war ich voller Vorfreude und Begeisterung, bis ich die ersten Berichte, unter anderem von meinem Kumpel, dazu las und meine Erwartungen massiv nach unten schraubte. Ein Kauf war nicht mehr geplant, dafür gabs die Disc vom Kumpel geborgt. Und was soll ich sagen? Cyst lohnt sich leider gar nicht!

 

Der Film soll eine charmante Hommage ans klassische Monster- und Sci-Fi Kino aus vergangenen Zeiten darstellen inklusive Mad Scientist Motiven. Das erkennt der Fan auch. Aber leider ist die Umsetzung und Darstellung in jeder Weise schlecht geworden. Die Monsterkomödie ist nämlich trotz 70 Minuten Laufzeit stinklangweilig. Im Mittelteil und Finale musste ich in den Füllszenen gar spulen, da fast eingeschlafen.

 

Der Humor und die Figuren nerven alle total und sind unlustig. Eine Qual, dem Treiben der Figuren zuzusehen. Null Stimmung oder Spannung. Dazu kommt, dass der Film, und das ist der schlimmste Part, nicht Mal in Sachen Effekte oder Gore zu überzeugen weiss. In Deutschland dürfte man Gremien bestochen haben, um eine FSK18 zu bekommen, damit sich Mediabücher zum Film besser verkaufen lassen. Das Ding hätte man locker ab 12 Jahren freigeben dürfen.

 

Kaum Gore und die wenigen Monster-Effekte sind nur schnell zu sehen, wenig vorhanden und sehr repetitiv. Da bietet ein The Deadly Spawn aus dem Jahr 1983 und mit weitaus weniger Budget 100x bessere, spektakulärere und blutigere Effekte- und Monstersequenzen als Cyst.

 

Fazit: Cyst versagt auf ganzer Linie und taugt nicht Mal als Trash-Film. Schrott!  

 

Infos:

 

O: Cyst

 

USA 2020

 

R: Tyler Russell

 

D: Eva Habermann, George Hardy, Greg Sestero, Jason Douglas, Gene Jones, Darren Ewing

 

Laufzeit der franz. DVD: Ca. 70 Min.

 

Gesehen am: 05.03.22

 

Fassungen: Mir lag die franz. DVD vor = Uncut, Englischer O-Ton, franz. Subs (nicht fest), hervorragende Bild- und Tonqualität. Gibt es in Deutschland Uncut von B-Spree Pictures auf DVD oder Blu-Ray.