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Donnerstag, 2. September 2021

Brother of Darkness Review

Brother of Darkness

Story:

 

Wah (William Ho Ka-Kui), der regelmässig im Knast sitzt, Drogen konsumiert und Schulden hat, macht seiner Familie (Chang Gan-Wing, Lai Suen) und Frau (Chan Pooi-Kei) das Leben zur Hölle. Eines Tages kann Wahs Bruder (Hugo Ng Doi-Yung) nicht länger zusehen und schlägt zurück, mit tödlichen Folgen…

 

Meine Meinung:

 

Im Gegensatz zu Daughter of Darkness (praktisch gleicher Cast) hat mir Brother of Darkness zu wenig gut gefallen, um in der Sammlung zu bleiben. Die Neusichtung hat der Film nicht mehr bestanden. Der Film ist ein Mix aus CAT. III Film, Soft-Sex, schwarzer Komödie, Drama und Gerichtsfilm. Vor allem William Ho Ka-Kui (Diary of a Serial Killer) ist im ersten Viertel für einige Lacher gut (Ehefrau verkaufen).

 

Leider wird der Film danach durch den lahmen Mittelteil gestört: William Ho Ka-Kui verschwindet erst Mal lange von der Bildfläche und taucht erst kurz vor dem Finale wieder auf und Lily Chung Suk-Wai steht nicht im Mittelpunkt sondern ihr "impotenter Freund" gespielt von Hugo Ng. Er verhält sich gegenüber seiner Freundin wie ein Arschloch (z.B. reagiert er gegen sie ungehalten und aggressiv, weil sie sich selbst befriedigt) und ist deshalb unsympathisch.

 

Hugo Ng Doi-Yungs Figur hat sehr genervt und war schlecht gespielt. Nebst dem lahmen und uninteressanten Mittelteil (Gerichtsverhandlung) ist Hugo Ngs Schauspiel der Hauptgrund, warum der Film aus der Sammlung fliegt. Im Vergleich zu Daughter of Darkness ist der Film auch deutlich zahmer. Ich hätte lieber mehr von William Ho Ka-Kui oder Lily Chung Suk-Wai (Red to Kill) gesehen. Zusätzlich zu sehen sind: Chang Gan-Wing (bekannt aus Story of Ricky) und Anthony Wong (Ebola Syndrome). Regie führt CAT. III Spezialist Billy Tang (Run and Kill).

 

Fazit: Geschmackssache – wer sich an Hugo Ng Doi-Yungs Darbietung und Figur nicht stört, wird den Streifen vermutlich klar besser finden. Daher: Fans von CAT. III Filmen aus der Zeit können sicher einen Blick riskieren…

 

Infos:

 

O: Ti tian xing dao zhi sha xiong

 

HK 1994

 

R: Billy Tang

 

D: William Ho Ka-Kui, Hugo Ng Doi-Yung, Chan Pooi-Kei, Lily Chung Suk-Wai, Chang Gan-Wing, Lai Suen, Anthony Wong

 

Laufzeit der HK-DVD: 84:13 Min.

 

Neusichtung am: 10.06.21

 

Fassungen: Mir lag die HK-DVD von Universe vor = zensiert, Canto mit englischen Subs, gute Bild- und Tonqualität. Zwei der Schnitte sollen in der HK-LD zu sehen sein, dafür fehlen dort andere Szenen. Mir selbst fielen beim Schauen zwei sichtbare Schnitte auf (Mord an Mutter, Hugo Ng verprügelt William Ho). Eine wirkliche Uncut-Fassung gibt es ebenso wenig wie eine Deutsche oder eine Blu-Ray Disc (Stand: Juni 2021).

Guinea Pig: Devil's Experiment Review

Guinea Pig: Devil's Experiment

Story:

 

Drei Männer entführen eine Frau und foltern sie für ein Experiment: wie lange dauert es, bis der Mensch und deren Wille gebrochen und zerstört sind?

 

Meine Meinung:

 

Guinea Pig: Devil's Experiment könnte man als Art Mutprobe während der Jugendzeit erklären. So à la Sichtung von Gesichter des Todes und Co. Der Horrorfilm-Fan ist jung, will Grenzen ausloten und schaut sich die bösen Filme an, über die man so viel gehört und gelesen hat. Genau so wars bei mir und der berühmt berüchtigten Sicko-Reihe Guinea Pig (die Beschreibung der deutschen DVD suggeriert dem Kunden sogar, eine Kunstfilm-Reihe erworben zu haben = natürlich lächerlich).

 

Die Reihe startet in der deutschen DVD-Gesamtbox mit Guinea Pig: Devil's Experiment. Der Kurzfilm läuft ca. 40 Minuten und ist kurzweilig. Von einem richtigen «Film» zu sprechen fällt jedoch schwer. Es handelt sich mehr um eine in Kapitel gegliederte Ansammlung von Folter-Szenen. Der Film gaukelt dem Zuschauer vor, ein Snuff-Video zu sehen. Teilweise ist es nicht Mal schlecht vorgetäuscht und frech, aber im Grossen und Ganzen doch lächerlich und klar ersichtlich, dass alles nur gespielt und gestellt ist (was ja auch gut so ist).

 

Trotzdem gelingt es dem Werk, eine sonderbare Stimmung und einen gewissen Reiz zu generieren. Das Gezeigte ist jedoch abgesehen davon völlig sinnfrei, repetitiv, langweilig und auch völlig krank. Auch das Argument, man schaue sich diese Filme wegen den sehenswerten Effekten an, lässt sich zumindest auf den ersten Teil der Reihe nicht überragen, da der Film bis auf das Finale mit Spezialeffekten gänzlich verzichtet (dafür kommen Würmer und echte Innereien vor). Das «Schauspiel» (vor allem vom Opfer) war unglaubwürdig (vor allem am Anfang und Mitteilteil). Der Make-Up Effekt im Finale ist natürlich stark getrickst. Aber das Warten darauf lohnt sich nicht wirklich…

 

Fazit: Die Reihe wird, wie vor kurzem auch die Harakiri Kurzfilme, neu geschaut und dann anschliessend aus der Sammlung entsorgt, da nicht wirklich zu empfehlen – zumindest Teil eins hat die Neusichtung (wie erwartet) nicht mehr bestanden & flog bereits aus der Sammlung.

 

Gefolgt von: Guinea Pig: Flowers of Flesh and Blood

 

Infos:

 

O: Guinea Pig: Ginî piggu - Akuma no jikken

 

Japan 1985

 

R: Satoru Ogura

 

D: ?

 

Laufzeit der deutschen DVD: 42:43 Min.

 

Gesehen am: Jugendzeit / Neusichtung: 09.06.21

 

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD-Box von Devil Pictures vor (würde mich nicht wundern, wenn ein Synonym oder Bootleg-Label) = alle Teile plus ein Making of zu Teil zwei nebst einem T-Shirt in einer Box. Limitiert auf 3000 Stück. Inzwischen gibt es mehrere Alternativen (über Österreich von XT Video oder aus den USA von Unearthed Films).

Dragon Tiger Gate Review

Dragon Tiger Gate

Story:

 

Zwei Brüder (Donnie Yen, Nicholas Tse) und ihr Kumpel (Shawn Yu Man-Lok) wollen ihren Meister (Yuen Wah) rächen…

 

Meine Meinung:

 

Dragon Tiger Gate sah ich seit seinem Release als HK-DVD nicht mehr. Den Film nun aufgefrischt und festgestellt, dass mir dieser gar nicht mehr zusagt. Bei Dragon Tiger Gate handelt es sich um eine Comic-Verfilmung. Dementsprechend fällt die Action aus, wobei mir einzelne unrealistische und gekünstelte Kampfszenen doch missfallen (plus mieses CGI hier und da).

 

In der Regel bin ich da bei Comic-Verfilmungen gnädiger, da die Action und Effekte eben auch gekünstelt sein dürfen, aber in Dragon Tiger Gate passt es leider zum Gesamtbild. Der Film als Ganzes überzeugt mich nicht (mehr). Zum wichtigsten Punkt: es gibt viel zu wenig Action und diese rockt eigentlich kaum bis nie.

 

Beispiel: in den ersten 50 Minuten gibt es z.B. nur ganze zwei Action-Szenen. Diese sind sehr Wirework lastig. Cool war, dass viel kaputt geht und Gegner in Gegenstände gekickt werden. Das gefiel mir. Der Kampf von Donnie Yen gegen das Duo Xing Yu und Yan Hua war die einzige Szene wo ich sagen konnte: ja, diese Kampfszene war wirklich sehenswert!

 

Interessant ist, dass Donnie Yen in der Zeit und danach sehr oft mit den beiden (Xing Yu und Yan Hua) zusammengearbeitet hat: Wu Xia, Special ID, Iceman 3D, The Monkey King, Kung Fu Jungle, Enter the Fat Dragon, Chasing the Dragon, Legend of the Fist: The Return of Chen Zhen, The Lost Bladesman, Sha Po Lang, Flashpoint, Bodyguards and Assassins oder Ip Man. Da waren mir frühere Zusammenarbeiten mit Namen wie Yuen Woo-Ping (Tiger Cage), Michael Woods (In the Line of Duty 4, Cheetah on Fire) oder John Salvitti (Tiger Cage 2) lieber.

 

Weder Donnie Yen noch Nicholas Tse oder Shawn Yu (The Brink) können den Film retten. Yuen Wah (Kick Boxer) und Chen Kuan-Tai (Killer Constable) als Beigemüsse (wohl nur aufgrund der Namen geholt) sind total verschenkt. Die Mädels, alles uninteressante Mainland-China Charaktere, sind ebenso uninteressant und dienen nur als lahme Füllszenen wie auch die immer wiederholenden Kinder-Rückblenden = unnötige Längen und Gefühlsduselei. Der Film war nach 50 Minuten so lahm, dass ich danach alles Uninteressante weggespult habe.

 

Nur eins war richtig cool: der Soundtrack!

 

Fazit: Hat mir persönlich leider gar nicht mehr gefallen und somit fliegt Wilson Yips (Bio Zombie) Film aus der Sammlung! Donnie Yen Fans können trotzdem einen Blick riskieren. Wer gerne Mainstream-Action-Comicverfilmungen mag, wird den Film sicherlich mögen…

 

Infos:

 

O: Lung Fu Mun

 

HK 2006

 

R: Wilson Yip

 

D: Donnie Yen, Nicholas Tse, Yuen Wah, Chen Kuan-Tai, Shawn Yu Man-Lok, Xing Yu, Yan Hua

 

Laufzeit der HK-DVD: 94:12 Min.

 

Neusichtung am: 09.06.21

 

Fassungen: Mir lag die limitierte HK-DVD von Deltamac vor = Uncut, hervorragende Bild- und Tonqualität (Canto in DTS und englische Subs). Die Box kommt mit Diversem Schnickschnack daher. In Deutschland von Splendid zu haben (DVD und Blu-Ray in Deutsch/Canto mit deutschen Subs).