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Freitag, 30. November 2018

Brave Young Girls Review


Brave Young Girls

Story:

China Festland Girl wird durch Gangster (Shing Fui-On) in die Prostitution gezwungen. Ein Cop aus Japan (Yukari Oshima) versucht sie zu retten und dem Gangsterboss und seinen Komplizen (u.a. Leung Kar-Yan, Dan Mintz) das Handwerk zu legen…

Meine Meinung:

Solider HK-Actionfilm von 1990 wie es sie zu viele gab. Die Story um Frauenhandel und Zwangsprostitution geben nicht viel her und dienen nur als Mittel zum Zweck. Durch einige Nebenplots und diverse Schicksale von Opfern, die beleuchtet werden, lassen das Gefühl entstehen, einen Zusammenschnitt aus mehreren Filmen zu schauen.

Hier und da machen sich also Längen breit und die Story ist etwas konfus. Einige der genannten Stars kommen auch nur kurz oder stossen erst spät dazu. Die Actionszenen sind aber sehr gut – es gibt blutige Shoot-Outs, paar kleinere Stunts und vor allem harte Kampfszenen zu sehen, die mir gefallen haben. Für Fans des Girls with Guns Sub-Genre lohnt Brave Young Girls allemal. Und nur schon wegen dem sehenswerten Finalkampf oder den Kampfszenen allgemein von Yukari Oshima (Devil Cat) oder Kara Hui (Mrs K) lohnt sich der Film.

Yukari Oshima kommt ab der ca. 40 Minute vor und bietet danach mehrere spektakuläre Kampfszenen. Vor allem der lange Finalkampf gegen Shaw Brothers Star Leung Kar-Yan (Eagle’s Claw) war erste Sahne. Nur schon dieser Kampf alleine macht den Film sehen- und empfehlenswert. Leung Kar-Yan, den ich als Bösewicht immer gerne sehe, kommt wirklich nur am Ende vor. Wird quasi eingeflogen und nimmt es zusammen mit seiner rechten Hand, einem Gweilo (Dan Mintz), gegen Yukari Oshima auf – zuerst der Gweilo und danach Leung Kar-Yan selbst. Shing Fui-On, natürlich auch als Bösewicht und Gangsterboss, hat nebst den diversen Mädels, die zum Anschaffen gezwungen werden, die Hauptrolle. Überraschend war, dass er auch einen kurzen Kampf bekommt gegen Yukari Oshima. Auch wenn seine Stimme durch die Synchronisation in Mandarin weniger markant klingt als im Original. Am meisten enttäuschen werden dürften Fans von Shaw Brothers Legende Kara Hui – sie hat nur eine einzige Szene bekommen!!! Aber: diese lohnt sich – sie kämpft gegen mehrere Gangster in einer Autowerkstatt und diese Kampfszenen sind auch von höchster Qualität aber lassen den Zuschauer auch wehmütig zurück: warum nicht mehr Szenen mit ihr?

Fazit: Für alle Yukari Oshima Fans sehenswert, nur schon wegen dem Finalkampf! Kara Hui Fans sollten zudem ihre Erwartungen anpassen (nur eine Szene im Film).

Infos:

O: Hei hai ba wang hua

HK 1990

R: Kam Bo

D: Shing Fui-On, Yukari Oshima, Leung Kar-Yan, Dan Mintz, Margaret Lee Din-Long, Ha Chi-Chun, Jo Jo Ngan Lai-Yue, Kara Hui

Laufzeit der chinesischen VCD: Ca. 87 Min.

Gesehen am: 14.08.18 / 2. Sichtung: Mitte Dez. 2024

Fassungen: Als «HK VCD» gekauft, eine VCD aus China erhalten. Kein englischer Titel. Nur Mandarin Dubbed, kein O-Ton dafür immerhin scheinbar Uncut und englische und chinesische Subs. Die Synchronisation fällt nicht negativ ins Gewicht und merkt man höchstens der Stimme von Shing Fui-On an (der eine sehr markante Stimme und Aussprache hat, wenn er spricht). Alternativen sind mir kaum bekannt (gäbe eine HK VHS im O-Ton mit englischen Subs). Die deutsche Fassung (nur VHS) ist Uncut und es fehlt ca. zehn Min. an Handlung (= internationale Version). Eine dt. DVD oder Blu-Ray gibt es nicht (allgemein gibt es keine DVD). Stand: Aug. 2018). Das Cover der VCD aus China ist mit Bildern aus anderen Filmen erstellt (Shing Fui-Ons Motiv stammt aus Wonderful Killer (1993). Label unbekannt (alles nur in Chinesisch). Nachtrag Mitte Dez. 2024: Für eine 2. Sichtung lag mir die neue deutsche DVD von T&G Vision Film / Cargo Records vor = Wendecover, Deutsche Kinofassung und Uncut HK-Fassung als Bonus (wohl eine VHS oder LD-Kopie im O-Ton mit festen englischen und chinesischen Subs). Da meine VCD aus China nur Mandarin Dubbed war, wurde diese Fassung jetzt mit der deutschen DVD ersetzt, da hier eine O-Ton Canto Fassung vorliegt. Der Film aus dem Jahr 1990 hat die 2. Sichtung bestanden. Zwar ist der Film nach anfänglichen Action-Szenen (= paar blutige Shoot-Outs, Cameo von Kara Hui = sie kämpft) eher Mal lahm und der Plot wirr, doch am Ende läuft alles zusammen und im Finale und auch zuvor gibt es einmal mehr sehenswerte Kampfszenen zu sehen, vor allem von Yukari Oshima (taucht erst zwischen ca. 40-50 Minuten auf), Leung Kar-Yan als Endgegner (taucht erst kurz vor dem Finale auf). Shing Fui-On spielt eine der Hauptrollen. Es geht vor allem um Zwangsprostitution. Im Mittelteil muss man sich daher auch auf Längen einstellen. Vom Hörensagen soll in Zukunft auch eine HD-Fassung folgen. 

The Strangers Review

The Strangers

Story:

James (Scott Speedman) und dessen Freundin (Liv Tyler) erlebt in ihrem Ferienhaus eine höllische Nacht, als unbekannte Besucher das Paar zu terrorisieren beginnen…

Meine Meinung:

The Strangers, dessen Cover ich schon oft gesehen habe, hat mir nicht schlecht gefallen. Zwar bin ich kaum zusammengezuckt und die Figuren stellen sich mehr als nur einmal dumm und unglaubwürdig an und eine Story ist eigentlich kaum vorhanden, trotzdem schafft es der Film, nahezu komplett zu unterhalten, da Spannung gegeben ist.

The Strangers ist ein Terrorfilm à la Mother’s Day und/oder The Kidnapped. Passen alle ins gleiche Muster und sind nicht harmlos anzusehen – auch das Ende nicht, bezogen auf The Strangers. Das war schon nicht ohne. Man ist am Zuschauer natürlich interessiert: wer sind die maskierten Unbekannten? Hat es mit dem Telefonat zu tun, welches James führt? Rache, weil seine Freundin den Heiratsantrag ablehnte? Was sind die Motive der Maskierten? Einige Dinge sind aber auch vorhersehbar (ich sage nur Schrotflinte und Opfer).

Das Tempo entwickelt sich zunächst langsam, aber die Bedrohung ist immer spürbar. Ab einem Zeitpunkt herrscht bis zum Ende Terrorfeeling ohne Pause. Ein Film, der nicht viel Budget braucht, um zu fesseln und den Zuschauer zu fürchten. Der Film schien so erfolgreich, dass dieses Jahr (also zehn Jahre Nach Teil eins) Teil zwei, The Strangers – Die Opfernacht, in die Kinos kommt (wird auch in der Schweiz laufen ab 16.08.18). Ob der das Niveau von Teil eins wird halten können? Ob der nach dem gleichen Stickmuster verfahren wird? Oder geht man in eine völlig andere Richtung…

Fazit: Fans von Mother’s Day und The Kidnapped sollten sich The Strangers nicht entgehen lassen! Unterhaltsames und spannendes Terrorkino, das den Zuschauer mit einem unguten Gefühl zurücklasst. So muss es sein! 

Gefolgt von: The Strangers - Die Opfernacht

Infos:

O: The Strangers

USA 2008

R: Bryan Bertino

D: Liv Tyler, Scott Speedman, Glenn Howerton, Gemma Ward

Laufzeit der deutschen DVD: 83:56 Min.

Gesehen am: 14.08.18

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Kinowelt vor = Unrated Fassung, sehr gute Bild- und Tonqualität, Deutsch/Englisch mit deutschen Subs.

Innocent Prey Review

Innocent Prey

Story:

Cathy Wills (P.J. Soles) Ehemann Joe (Kit Taylor) stellt sich als mörderischer Psychopath heraus. Als er eine Prostituierte tötet und danach Cathy attackiert, wird er von der Polizei (u.a. Martin Balsam) festgenommen. Doch ihm gelingt die Flucht und er jagt Cathy erneut. Diese zieht derweil nach Australien, wo sie an einen verrückten Vermieter (John Warnock), der alle im Haus heimlich via Kamera überwacht und Fallen eingebaut hat, gerät. Als dann eines nachts auch noch Joe auftaucht, eskaliert die Situation…

Meine Meinung:

Innocent Prey betrachte ich als Gratis-Bonusfilm, da dieser als zweiter Film auf einem Double Feature zusammen mit Kadaicha aufgespielt wurde. Zwei australische Horrorfilme. Innocent Prey ist ein Psychothriller, der jedoch in der ersten Hälfte einem Slasher gleicht inklusive Backwood- und Terrorfilmmotiven. Das tut dem Film gut – der Film ist intensiv, nicht harmlos und Kit Taylor gibt einen wunderbaren Psychopathen ab.

P.J. Soles war auch überzeugend, auch wenn ihre 80er Jahre Frisur für heutige Verhältnisse sehr ins Auge sticht. Martin Balsam, auch oft im Italo Kino zu sehen, hat eine Nebenrolle als Sheriff. Balsam kennt der Fan u.a. aus Die wilde Meute, Tote pflastern seinen Weg oder dem Klassiker Tora! Tora! Tora!.

Mit dem Wechsel nach Australien und dem Auftauchen des nächsten Irren, John Warnock als irrer Stalker, der die ganze Behausung mit Kameras und Fallen eingerichtet hat, schwindet die Qualität des Filmes. John Warnock ist leider nämlich als Psychopath nicht überzeugend. Zwar war das Thema dazumal nebst Crawlspace mit Klaus Kinski noch relativ neu (später sollten Filme mit ähnlichen Inhalten erneut vorkommen wie z.B. Sleep Tight oder The Tenants Downstairs), doch die Spannung und Intensität des ersten Viertels erreicht der Film zu keiner Sekunde mehr. 

Zu unlogisch, zu abstrakt und zu konstruiert wirkt der Inhalt inklusive mangelnder Action, billigen Settings / Gadgets (alte Computer und Kameras) und einem schwachen John Warnock in Kombination mit einem immer mehr in den Hintergrund gedrängten Kit Taylor.

Fazit: 1. Filmhälfte top, 2. Filmhälfte Flop.

Infos:

O: Innocent Prey

Australien 1984

R: Colin Eggleston

D: P.J. Soles, Kit Taylor, Grigor Taylor, Martin Balsam, John Warnock

Laufzeit der australischen DVD: Ca. 77 Min.

Gesehen am: 14.08.18

Fassungen: Siehe Kadaicha – auch hier: nur durchschnittliches VHS Master, O-Ton (zum Teil schwer verständliche Dialoge, gerade von den texanischen Figuren), keine Subs, wahrscheinlich Uncut. In D nur auf VHS zu haben (Stand: Aug. 2018).