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Montag, 11. Januar 2021

Devilman Volume 2: Demon Bird

Japanuary 2021

Devilman Volume 2: Demon Bird

Story:

 

Held Devilman bekommt es erneut mit Dämonen (u.a. Demon Bird) zu tun, die ihn heimsuchen und ihn und seine Angehörigen angreifen…

 

Meine Meinung:

 

Drei Jahre nach dem ersten Film und Manga-Verfilmung wurde die Story fortgesetzt. Der Film liess zwischen den Ereignissen eine unbekannte Zeit verstreichen. Der Zeichenstil wirkt identisch, so dass man gar nicht auf die Idee kommt, dass die Fortsetzung paar Jahre später entstanden ist. Wieder geht es um Akira als Devilman, den von Dämonen angegriffen und sich gegen diese zur Wehr setzen muss.

 

Die Fortsetzung hat mir aufgrund zwei Faktoren leicht besser gefallen als Teil eins:

 

1. Es gibt keine Längen. Im ersten Film nahm ich, trotz kurzer Laufzeit von ca. 50 Minuten, Längen wahr. Dies war in Teil zwei nicht der Fall. Und die Fortsetzung läuft sogar leicht länger (Laufzeit) als Teil eins. Vor allem die 1. Hälfte des Filmes ist klasse, spannend und abwechslungsreich.

 

2. Im ersten Teil war mir Figur Ryo nicht sympathisch. Dieser spielt in der Fortsetzung nur noch eine Randnotiz. Es geht um Akira und eine Familie bestehend aus Vater, der Tochter (die auf Akira abfährt = kommt es zu einigen schlüpfrigen und humorvollen Szenen) und dem kleinen Sohn. Ryo kommt zum Glück kaum vor, wirkt aber in seinen wenigen Szenen diesmal auch sympathisch.

 

Ansonsten ist alles beim Alten: nebst kurzweiliger Unterhaltung gefällt der Animationsstil, die englische Sprachfassung ist sehr ansehnlich (schade, dass sie so damals keine Eastern synchronisiert haben!), der Gewalt- und Fantasy-Level ist sehr hoch (und es gibt viele sehenswerte und coole Monster und Verwandlungen zu sehen). Ein grosses Plus war, wie schon beim Vorgänger, die Musik! Sehr geil und immer passend!

 

Der Film ist stellenweise gar richtig spannend und unheimlich. Vor allem zu Beginn und wenn Akira sonderbare Träume hat, bietet der Film Bilder, die direkt aus einem Horrorfilm stammen könnten. Als Horrorfilmfan fand ich diese Szenen natürlich absolute Klasse!

 

Fazit: Wer Teil eins mochte kann bedenkenlos zugreifen!

 

2000 gefolgt von: Amon: Apocalypse of Devilman

 

Infos:

 

O: Debiruman: Kaichou shireinyu hen

 

Japan 1990

 

R: Tsutomu Iida

 

D: -

 

Laufzeit der US-DVD: Ca. 60 Min.

 

Gesehen am: Juli 2006 / Review überarbeitet am: Jan. 2021

 

Fassungen: Siehe Teil 1! Gibt es in Japan auf Blu-Ray (Nicht Englisch freundlich).

Sonntag, 10. Januar 2021

Battle of the Japan Sea Review

Japanuary 2021

Battle of the Japan Sea

Story:

 

Erzählt wird der Krieg zwischen Japan und Russland 1904-1905. Der Kampf findet sowohl auf dem Lande wie auch auf dem Meer statt.

 

Meine Meinung:

 

Battle of the Japan Sea ist, wie es der Titel bereits vermuten lässt, ein Kriegsfilm. Ein japanischer Kriegsfilm. Der Film erzählt vom echten Krieg, der sich zwischen Japan und Russland 1904-1095 zugetragen hat. Ob ich der Film genau an die geschichtlichen Vorgaben hält, ist mir nicht bekannt. Nach dem Schauen habe ich nur kurz mit dem Wiki Eintrag verglichen und ich würde meinen, dass man sich, mehr oder weniger, an die Vorgaben hielt.

 

Der Film ist, wie nicht anders zu erwarten, sehr patriotisch. Darauf muss man gefasst sein. Mir hat Battle of the Japan Sea zwischenzeitlich gut gefallen, aber im Grossen und Ganzen kommt der Film an andere japanische Kriegsfilme (z.B. Tora! Tora! Tora!) nicht heran. Dazu war der Film zu unspektakulär. Es gab viele Füllszenen und Längen (welche eben die Hintergründe erklären oder japanische Personen nationalistisch darstellen).

 

Vor allem die Landschlachten waren sehr mässig in Szene gesetzt. Besser und interessanter waren die Schlachten auf dem Meer. In dieser Hinsicht punkten auch die starken Spezialeffekte von Eiji Tsuburaya, der nach seinen Effekten in Godzilla ein gefragter Mann war. Es folgten Arbeiten an Filmen und Serien wie Half Human, Latitude Zero, The War of the Gargantuas, Varan the Unbelievable oder Ultraman: Monster Big Battle.

 

In oben genannter Hinsicht hätte ich mir aber deutlich mehr versprochen. Der Film ist teilweise sehr dialoglastig (wahrscheinlich auch der Grund, warum der Film z.B. in Deutschland so stark verkürzt wurde). Die Darsteller machen ihre Sache zwar sehr gut (z.B. Star Toshirô Mifune, u.a. bekannt aus Filmen wie The Three Treasures), aber im Grossen und Ganzen ragt in der Kriegs-Story niemand aus der Masse hervor da ich die Figuren nur als Mittel zum Zweck empfand, obwohl man, zumindest den japanischen Charakteren, Zeit und Tiefe gab, diese zu charakterisieren (teilweise, auch wenn nur zu oberflächlich).

 

Fazit: Kann man sich, sofern man alte, klassische Kriegsfilme mit viel Pathos, langer Laufzeit und vielen Füllszenen mag, anschauen.

 

Infos:

 

O: Nihonkai daikaisen

 

Japan 1969

 

R: Seiji Maruyama

 

D: Toshirô Mifune, Tatsuya Nakadai, Yûzô Kayama, Susumu Fujita, Mitsuko Kusabue

 

Laufzeit des holländisches VHS: 122:03 Min.

 

Gesehen am: Jan. 2021

 

Fassungen: Mir lag das VHS aus Holland von Eagle 6 vor = Uncut, gute Bild- und Tonqualität, englische Synchro (gut), feste holländische Subs. In Deutschland unter dem Titel Port Arthur - Die Schlacht im Chinesischen Meer stark gekürzt auf VHS erhältlich. In Japan nebst VHS auch auf DVD, LD und Blu-Ray zu haben (nix Englisch). Deutsche Fassung = 78 Minuten, Uncut = 122 Minuten.

Samstag, 9. Januar 2021

Zeiram Review

Japanuary 2021

Zeiram

Story:

 

Kopfgeldjägerin Iria (Yûko Moriyama) reist auf die Erde, um ein Alien (Mizuho Yoshida) zu fangen. Sie bekommt unerwartet Hilfe durch zwei Mechaniker (Kunihiro Ida, Yukijirô Hotaru)…

 

Meine Meinung:

 

Zeiram, ein japanischer Science-Fiction-Film, hat mir nach der 2. Sichtung besser als früher gefallen. Der Film, der laut Thomas Weisser und dessen Buch auf einem Adult Gekiga basiert und eine Animationsserie und Fortsetzung nach sich zog, erinnert zwar phasenweise an Filme wie The Terminator, Das Ding aus einer anderen Welt, Aliens oder Carnosaur 1 + 2, bietet aber genug Eigenständigkeit, um zu unterhalten.

 

Was ich nach der Erstsichtung vor ganz langer Zeit (Jan. 2007) nicht mehr in Erinnerung hatte, waren die sensationellen und charmanten Kostüme und Effekte, die viel Charme bieten und genau meinem Geschmack entsprechen. Es gibt mehrere Gummimonster und das Alien (Zeiram) nimmt im Film diverse Gestalten an. Es gibt auch Tentakel, die z.B. an Urotsukidōji erinnert, oder auch Mutationen à la Das Ding aus einer anderen Welt inklusive Stop-Motion Einsätze (etwas, was im jap. Kino selten ist – mir kommen da die TV-Serie Demon Hunter Mitsurugi und die Filme Hellywood und Diva the Netherworld in den Sinn).

 

Die Effekte sind der Hit und nur schon deshalb ist Zeiram zu empfehlen! Die Story an sich ist dünn, der Plot bietet keine richtige Spannung und/oder Überraschungen und das Setting ist leicht eindimensional und lahm. Der Nebenplot und die Nebenfiguren (die zwei Mechaniker als Sidekicks) ist Mittel zum Zweck und die einzige richtige Schwäche des Filmes. Ansonsten gefällt phasenweise die Musik sehr und auch Lead Yûko Moriyama (Moon Over Tao) als Alien-Jägerin war super in dem Film von Regisseur Keita Amemiya, der viele Filme mit Monstern, Robotern oder Ninjas realisiert hat.

 

Fazit: Wer das japanische «Superhelden»-Genre mit Gummikostümen mag, macht mit Zeiram alles richtig! Tolle Effekte und nur deshalb schon sehenswerte Unterhaltung!

 

Gefolgt von: Zeiram 2

 

Infos:

 

O: Zeiramu

 

Japan 1991

 

R: Keita Amemiya

 

D: Yûko Moriyama, Kunihiko Iida, Yukijirô Hotaru, Sachi Kashino, Naobi Kônara

 

Laufzeit der US-DVD: 98:26 Min.

 

Gesehen am: Jan. 2007 / Review überarbeitet am: Jan. 2021

 

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Tokyo Shock vor = Special Edition mit Schuber, Uncut, O-Ton, englische Subs, Making of und Trailer als Bonus. In Deutschland nur auf DVD zu haben (Deutsch/Jap. ohne Subs). Mind. in Japan auf Blu-Ray erschienen.