Zu Ehren von Sonny Yue, der am 30.12.25 verstarb, gibt es ein neues Review:
RIP
Film Reviews zu Filmen aus den Genres Horror, asiatischem Kino, Action etc. Alte Reviews & Berichte der HP www.reviews.ch.vu werden nach und nach auch hochgeladen und wenn nötig komplett überarbeitet.
36 Super Kids
Story:
Zwei Erwachsene (Stanley Hsiang Yun-Peng und Sonny Yue) sind im Shaolin Temple für 36 Kinder zuständig und trainieren diese in der Kunst des Kung Fu. Der Shaolin Temple ist einigen Bösewichten (Chu Ben-Ke, Choi Sui-Tak, Ma Chang) ein Dorn im Auge. Am Ende versuchen die Bösewichte, den Tempel einzunehmen. Doch die Kinder und ihre Meister sagen den Bösewichten den Kampf an…
Meine Meinung:
36 Super Kids wurde zu Ehren von Sonny Yue gesehen. Laut Kung Fu Film und Eastern Experte Toby Russell ist Sonny Yue am 30.12 verstorben. Sonny Yue hat zwar nur in vier Filmen mitgewirkt, davon waren aber mind. zwei echte Kracher und absolute Must See Titel (= The Shanghai 13 und Raiders of the Shaolin Temple). Duel of the Masters war schwächer, trotz wunderschönem Artwork der japanischen VHS. Da ich diese drei Filme mit Sonny Yue schon auf meinem Blog besprochen habe, kam es heute zur Erstsichtung von 36 Super Kids.
Es handelt sich um eine First Films Produktion (Ma Su Chen, The Dumb Ox, Shaolin Death Squads). Für einen Film mit Kindern ist der sehr erträglich und kaum nervend. Regie führte Sun Jung-Fa, der (laut Datenbanken) nur ganz wenige Filme realisiert hat. Warum der Film, trotz Klamauk und Kindern erträglicher ist als in anderen Filmen dieser Art? Wegen den Shaolin Kloster Setting. Die Kinder, dessen Namen mir nicht bekannt sind, sind wahrscheinlich echte Shaolin Schüler. Das sieht man ihren akrobatischen Künsten an. Daher gab es trotz Klamauk genug Spektakel zu sehen, was den Film aufgewertet hat.
Der Plot hingegen ist dünn. Zu 70-80% geht es um das Training der Kinder in Shaolin Tempel. Die lustigen Szenen kennt der Fan aus anderen Filmen dieser Art und beinhaltet auch ein Mädchen oder der Verzehr von Fleisch (erinnert etwas an The Shaolin Temple, wenn Jet Li Hundefleisch verzehrt). Der Rest des Plots besteht darin, dass Bösewichte, die aus einem Comic entsprungen sein könnten (Kleidung, Waffen, Overacting), den Shaolin Tempel einnehmen und/oder zerstören wollen. Da kann ich, da keine englischen Untertitel, nur mutmassen. Und die Kinder und zwei Erwachsenen sagen diesen am Ende den Kampf an.
Die zwei Erwachsenen Kämpfer werden von Stanley Hsiang Yun-Peng und Sonny Yue gespielt. Stanley Hsiang Yun-Peng (Calamity of Snakes, Haunted House Elf, The Challenge of the Lady Ninja) scheint der offizielle Meister zu sein. Er liefert sich im Finale einige tolle Kämpfe gegen die Bösewichte. Sonny Yue, der nur im Finale spricht, ist mehr «das Mädchen für alles». So hat er auch keine Glatze wie die Shaolin Schüler oder Meister, sondern zeigt seine Haarpracht und ist auch Mal in der Küche beim Zubereiten von Speisen zu sehen. Zwischendurch trainiert er die Kids aber auch und er scheint der strengere Meister zu sein. Im Finale ist es dann er, der zusammen mit den Kindern die Bösewichte besiegt. Er trägt fast die gleiche Kleidung wie in Raiders of the Shaolin Temple. Nebst Humor gibt es doch auch einige überraschende Härten (schade, dass das Mädchen z.B. stirbt) im Film zu sehen und im Finale wird der Trash-Sektor erhöht, wenn der Bösewicht in einer gigantischen Dreidel angreift.
Fazit: Solide. Kung Fu Fans können einen Blick riskieren!
Infos:
O: Shao Lin san shi liu ban deng
Taiwan 1982/1983 (je nach Quelle)
R: Sun Jung-Fa
D: Stanley Hsiang Yun-Peng, Sonny Yue, Chu Ben-Ke, Choi Sui-Tak, Ma Chang
Laufzeit der südkoreanischen VHS: 95:02 Min.
Gesehen am: 31.12.25
Fassungen: Gesehen als Vollbild-VHS aus
Südkorea von Sam Hwa = Sah Uncut aus, O-Ton Mandarin mit koreanischen Subs.
Andere Fassungen (VHS aus der Türkei oder die US-DVD) sind auch nur in
Vollbild. Letztere nur Englisch Dubbed. O-Ton mit englischen Subs Fassungen
sind mir nicht bekannt. Es gibt keine deutsche Fassung und keine Blu-Ray
(Stand: Dez. 2025). Es gibt noch eine jap. VHS. Da wäre es spannend zu wissen,
ob diese in Mandarin und Widescreen wäre.
The Masks
Story:
Du Rong (Chen Hung-Lieh) ist auf der Suche nach einem Schatz. Es gibt zwei Münzen. Werden diese vereint, führen sie den Besitzer zum Schatz. Du Rong geht sogar so weit, seine Ehefrau (Wang Li) und Tochter zu töten. Doch auch weitere Personen wie Xin Xin (Kuo Li-Ling) oder Lin Da (Ma Sha) sind hinter dem Schatz her. Durch List und Täuschungen versuchen sie, sich gegenseitig zu täuschen und zu ermorden…
Meine Meinung:
The Masks ist ein unbekannter und seltener Film. Der englische Titel The Masks ist dabei auch besser gewählt als der Originaltitel ins Englische übersetzt (= Women's Forbidden Zone). Der Film, der in vielen Datenbanken gar nicht erst gelistet wird (ofdb, imdb, LB und auch in Douban ist er nur ohne englischen Titel gelistet), scheint es nur als VHS in Südkorea zu geben. Immerhin wird dort sogar der englische Titel auf dem Artwork erwähnt und sogar die Bilder, sowohl Front- wie auch Backcover, stammen vom eigentlichen Film.
Trotz den englischen Subs, die die Videokassette bietet, war dem wirren Plot nicht immer gut zu Folgen. Natürlich, die nicht gerade umwerfende Bildqualität und die Tatsache, dass die englischen Subs an den Seiten stark beschnitten sind inklusive dem Spielt mit Doppelgängern und Masken tragenden Personen, halfen auch nicht unbedingt dazu, die Sache einfacher und verständlicher zu machen. Und trotz Namen wie Chen Hung-Lieh und Ma Sha, die ich beide immer gerne als Bösewichte sehe, war der Film relativ lahm, abstrus und hanebüchen.
Chen Hung-Lieh (The Lantern Street, The Devil, Come Drink with Me) spielt eine der Hauptfiguren und quasi den Bösewicht, der auch über Leichen geht (die Szene im Spital bzw. der Irrenanstalt waren durch das Overacting der Frauen jedoch nervend). Er spielt hier mit Schnauz und bekommt im Finale die beste Szene spendiert, wenn eine Mumie (!!!) erscheint, welche via telepathische Kräfte dafür sorgt, dass sich Chens Herz (!!!) aus dessen Brustkorb befreit und der Mumie in die Hand fliegt, welche davon genüsslich ein Stückl frisst (auch eine der Bilder auf dem Backcover der VHS). Unpassende, aber coole Szene. Wohl eine Illusion.
Ma Sha (Golden Fists of a Duo, Make a Right Decision, Mad Rose) spielt die zweite grosse (männliche) Hauptrolle. Ihn sah man in der Zeit in vielen Taiwan Black Movies. Hier spielt er nicht per se einen Bösewicht, auch wenn er eine Frau foltert, um an Hintergrundinfos zu gelangen. In einer Nebenrolle (als Grossvater in der Höhle im Finale) ist noch Wang Hsieh zu sehen, der auch öfters in Taiwan Black Movies (Fury of a Virgin) oder sogar in Shaw Brothers Filmen (Queen Hustler) zu sehen war. Die Figuren werden jedoch von einem verwirrenden Drehbuch und einer unlogischen Szenenabfolge im Stich gelassen. Es wird übrigens bis am Ende nie geklärt, um was für einen Schatz es denn eigentlich gegangen wäre (und gefunden wird der auch nicht).
Fazit: Trott bekanntem Cast Mittelmass. Hat aber seine Momente und die Szene mit der Mumie war köstlich und amüsant! Warum gabs nicht mehr davon?
Infos:
O: 女人禁地
Taiwan 1983
R: Liu Yang
D: Chen Hung-Lieh, Ma Sha, Kuo Li-Ling, Wang Li, Wang Hsieh, Sung I-Fang, Chin Po
Laufzeit der koreanischen VHS: Ca. 85 Min.
Gesehen am: 30.12.25
Fassungen: Gesehen als südkoreanische VHS in
Mandarin mit englischen, chinesischen und koreanischen Subs. Statt 2,35:1 in
Vollbild. Die Bildqualität ist mittelmässig bis akzeptabel. Oft sind die
englischen Untertitel da weisser Hintergrund oder zu unscharf, nicht lesbar (und
natürlich an den Seiten stark beschnitten). Machte einen unzensierten Eindruck.
Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Dez. 2025).
The Cat Beast
Story:
Eine schwangere Frau wird von einer Gruppe von Gangstern vergewaltigt. Ihr gelingt es danach noch, das Kind zu gebären, ehe sie stirbt. Das Kind wird von einer schwarzen Katze grossgezogen. Später wird daraus Banno (Shehnaz Begum), eine junge Frau, die nachts für Gerechtigkeit sorgt und sich in eine Katzenfrau verwandelt, um den Gangstern das Fürchten zu lehren. Die Polizei und ein Macho (Asif Khan) sind ebenfalls auf der Suche nach den Vergewaltigern…
Meine Meinung:
Auf The Cat Beast wurde ich durch das Buch Meow!: Cats in Horror, Sci-Fi, and Fantasy Movies aufmerksam. Ich hätte nicht erwartet, in dem Buch solch bizarre Raritäten an Filmen vorzufinden (Titel wie Hausu, Men Behind the Sun, A Remodelled Beauty oder A Haunted Turkish Bathhouse). Natürlich nur vereinzelt, aber dennoch positiv überraschend. Im Buch sah ich auch das Plakat zum Film, welches sehr schön aussieht. Zudem wurde der Film auch positiv besprochen und als ich hörte, dass mein Kumpel den Film als pakistanische (!!!) Videokassette in der Sammlung stehen hat, planten wir eine Sichtung. Kurz vor Neujahr war es so weit. Nach Maula Jat meine 2. Film-Erfahrung aus Pakistan (Hell's Ground zähle ich nicht mit, da, wenn ich nicht irre, die NIFFF Vorstellung vorzeitig verlassen).
Filme aus Pakistan werden nach ihren sprachlichen Regionen unterschieden. Es handelt sich um einen Pashtu-Film. Das wird vor allem im konservativen Pakistan und auch in Teilen Afghanistans gesprochen. Umso überraschter war ich zu hören, dass angeblich Shehnaz Begum, die die weibliche Hauptrolle spielt, auch Regie geführt haben soll (wobei sich auch andere Namen dafür finden lassen). Der Inhalt wirkt modern (nicht die Inszenierung = der Film sieht aus, als wäre er in den 70ern entstanden). Eine weibliche «Superheldin» sagt in einem Rape & Revenge Film den Männern den Kampf an und bereits in den ersten zehn Minuten bekommt ein Vergewaltiger einen Ast in den Anus gerammt und stirbt dabei.
The Cat Beast ist ein Rape & Revenge Film mit Charme, Unterhaltungswert und viel Overacting. Letzteres gilt vor allem für die skurril gekleideten Bösewichte. Die Bösewichte könnten direkt aus einem Troma-Film stammen und die Heldin verwandelt sich in eine Katze, um Vergewaltiger zur Strecke zu bringen. Das war schon sehr fantastisch und auch trotz fehlenden englischen Untertitels verständlich. Der örtliche Polizist und der Macho (eine Art «Boss» oder «Bürgermeister») sorgen hingegen für eine Art "legaler Gerechtigkeit" und Kampfszenen. Der Film ist ein Genremix aus Action, Rape & Revenge, Klamauk und Tanz/Gesang. Von 117 Minuten wird ca. 40 Minuten gesungen und getanzt (meist mollige Frauen).
Fazit: Hat Spass gemacht!
Infos:
O: Da Khwar Lasme Spogmay (Sawala Same Sapogale, je nach Quelle)
Pakistan 1997
R: Shehnaz Begum (Arif Khan, je nach Quelle)
D: Shehnaz Begum, Umar Daraz, Kamran, Asif Khan
Laufzeit der pakistanischen VHS: 117:09 Min.
Gesehen am: 30.12.25
Fassungen: Ich sah den Film beim Kumpel. Der bekam die VHS aus Pakistan von Omar Ali Khan (Regisseur von Hell's Ground, der früher einen Shop führte). Jedoch nur die Kassette ohne Artwork. Mein Kumpel hat selbst ein Artwork gebastelt. In Paschtu ohne Untertitel, Uncut, solide Bild- und Tonqualität. Ansonsten gibt es auch noch eine VHS-Version mit Cover-Artwork. Diese befindet sich in Besitz eines amerikanischen Filmsammlers. Siehe Bild unten. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Dez. 2025).
Purana Mandir - The Haunted Temple
Story:
Suman (Arti Gupta) verliebt sich in Sanjay (Mohnish Bahl) und umgekehrt. Doch die Liebe wird durch Sumans Vater gestört. Grund: seit 200 Jahren liegt ein Fluch auf der Familie. Als Suman und Sanjay darüber aufgeklärt werden, machen sie sich zur Ursprungsstätte der Tragödie auf. Keine gute Idee…
Meine Meinung:
Purana Mandir war 1984 für das Gebrüder-Regie-Gespann Shyam Ramsay und Tulsi Ramsay ein grosser Erfolg und zeitgleich markierte der Film das Debüt von Darstellerin Arti Gupta, die zuvor vor allem als Modell gearbeitet hatte. Sie spielte danach noch in den Ramsay Gruselfilmen Tahkhana sowie 3D Saamri mit. Purana Mandir - The Haunted Temple ist für Fans des «Bollywood Horror» Genre zu empfehlen. Der Film hat mir seinem Inhalt eine Welle ähnlich gelagerter Gruselfilme in Indien ausgelöst.
Ein Kracher ist Purana Mandir - The Haunted Temple dennoch nicht geworden. Warum nicht? Das Finale war eine grosse kleine Enttäuschung. Für die Laufzeit von über zwei Stunden gibt es eigentlich auch nur wenige Gruselparts zu sehen. Von Effekt-Arbeiten ganz zu schweigen. Die können an einer Hand abgezählt werden. Der grösste Kritikpunkt ist aber der Sub-Plot mit den Dorf- und Dschungelbewohnern (vor allem im Mittelteil). Dort setzt auch störender Klamauk ein und die Szenen haben den Plot immer wieder ausgebremst und wirkten unpassend.
Das ist etwas schade, da der Film ansonsten wirklich nicht schlecht ist. Die Gruselparts sind stimmungsvoll. Das gilt für Musik, Inszenierung und Ideen (selbst fahrender Rollstuhl, die Blutdusche, viel Einsatz von Nebenschwaden). Die wenigen Kampfszenen sind auch solide und fast die (überraschend) blutigsten Parts des Filmes. Der Cast gefällt. Vor allem die Frauen haben stark agiert, allen voran die damalige Debütantin Arti Gupta. Sie hat einen tollen Job gemacht und als früheres Modell wusste sie ihren Körper gekonnt und (auch sexy) einzusetzen. Etwas, was die Regisseure auch gekonnt integriert haben.
Fazit: Fans der Ramsay Gruselfilme können einen Blick riskieren. Mein persönlicher Favorit aus der Collection ist noch immer Veerana: Vengeance of the Vampire.
Infos:
O: Purana Mandir
Indien 1984
R: Shyam Ramsay, Tulsi Ramsay
D: Mohnish Bahl, Arti Gupta, Puneet Issar, Sadashiv Amrapurkar, Ajay Agarwal
Laufzeit der US-Blu: Ca. 145 Min.
Gesehen am: 29.12.25
Fassungen: Gesehen als US-Blu-Ray von Mondo
Macabro (Bollywood Horror Collection) = sehr gute (auch wenn es einige
Beschädigungen und Verschmutzungen im Master gibt) Bild- und Tonqualität,
O-Ton, englische Subs, Uncut, keine nennenswerten Extras. Es gibt keine
deutsche Fassung (Stand: Dez. 2025).
The True Story of the Nun of Monza
Story:
Sister Virginia (Zora Kerova) wird Nonne. Nach ihrem Eintritt hat sie erotische Alpträume. Sie von später von einem Mann (Mario Cutini) bezirzt. Nach einer Weile lässt sie dies zu und steigt später zur Oberschwester auf. Danach folgen sexuelle Ausschweifungen…
Meine Meinung:
The True Story of the Nun of Monza ist der letzte Film aus Severin Films Nasty Habits: The Nunsploitation Collection. Wie die anderen Filme (Cristiana Devil Nun, Images in a Convent, Story of a Cloistered Nun) ist auch The True Story of the Nun of Monza kein Kracher. Was Nonnen und Sleaze angehen, empfehle ich daher andere Werke wie Nonnen bis aufs Blut gequält, Nuns That Bite, Die Liebesbriefe einer portugiesischen Nonne, School of the Holy Beast, Immaculate oder Benedetta.
Der Film ist von Bruno Mattei (Rats: Night of Terror, Robowar, Zombi 3) und es wurde am gleichen Ort gedreht, wie auch sein The Other Hell, der ein Jahr später entstehen sollte. Der Film wartet mit bekannten Namen wie Franco Garofalo (Die Hölle der lebenden Toten, Sex of the Witch) und Zora Kerova auf. Von Franco Garofalo gab es weniger zu sehen, als ich dachte und Zora Kerova war zu der Zeit ein gefragter Star. Sie spielte in Filmen wie Anthropophagous, Cannibal Ferox oder The New York Ripper mit. Filme, die in Deutschland z.T. früher verboten waren und/oder es noch sind.
The True Story of the Nun of Monza soll auf einer wahren Geschichte beruhen. Zora Kerova schlüpft dabei in die Rolle von Marianna de Leyva, die eine verbotene Affäre mit einem Adeligen gehabt haben soll. Soweit der geschichtliche Ursprung, der für das Drehbuch diente. Der Film ist allgemein schick anzusehen, schön gefilmt und auch die Musik passt. Und es gibt Sex. Jede Menge Sex. Aber halt kaum was Anderes. Zudem ist der Film sehr harmlos und somit auch sehr langweilig.
Fazit: Kein Must Have Titel!
Infos:
O: La Vera Storia della Monaca di Monza
Italien 1980
R: Bruno Mattei
D: Zora Kerova, Paola Montenero, Leda Simonetti, Mario Cutini, Franco Garofalo
Laufzeit der US-Blu: Ca. 93 Min.
Gesehen am: 28.12.25
Fassungen: Gesehen via US-Blu Ray (Nasty
Habits: The Nunsploitation Collection) von Severin Films = Uncut, hervorragende
Bild- und Tonqualität, Ital. O-Ton mit englischen Subs. Als Extras gibt es zwei
exklusive Interviews. In Deutschland heisst der Film Das Süsse Leben der Nonne
von Monza. Gibt es als DVD von X-Rated.
The Dragon, the Hero
Story:
Tu Wu Shen (John Liu) ist ein Agent. Er ist hinter einem Gangster und Schmuggler (Phillip Ko Fei) her. Auf seinem Weg trifft Tu Wu Shen auf Tang (Tino Wong Cheung). Dieser sieht in Tu Wu Shen zuerst einen Feind, ehe sie sich später mit einem weiteren Verbündeten (Dragon Lee) auf den Weg machen, die Gangster zu besiegen…
Meine Meinung:
The Dragon, the Hero ist einer der besten Filme von Godfrey Ho (Ninja Terminator, Lethal Panther, Secret Ninja Roaring Tiger). Der taiwanesische Film von Asso Asia Films (Hard Bastard, Fury in Shaolin Temple, The Blazing Ninja) bietet zwar einen sehr dünnen und auch leicht wirren Plot, dafür gibt es bekannte Namen und jede Menge spektakuläre Kampfszenen zu sehen. Es wird sicherlich fast alle fünf Minuten gekämpft. Daher überrascht es nicht, dass es kaum einen Plot gibt.
Schon das Intro in den Film, das diverse Kämpfer vor rotem Hintergrund Kampfdemonstrationen vorführen lässt, dazu gibt es gestohlene Italo-Western Musik aus dem Film Der Gehetzte der Sierra Madre (Musik von Ennio Morricone = La resa dei conti: Run Man Run), ist eine Klasse für sich. Italo-Western Musik in Eastern liebe ich. Das gibt schon Pluspunkte. Leider war das Stück jedoch im Film weniger oft zu hören, als ich es erwartet hätte. Dafür gibt es auch gestohlene Goblin-Musik zu hören (aus Dawn of the Dead). Auch cool.
Der Film ist unterhaltsam. Längen gibt es eigentlich keine. Die Helden sind John Liu (Eine Prise für tödliche Pfeifen) und Tino Wong Cheung (The Butterfly Murders). Beide beeindrucken. Dragon Lee (Muscle of the Dragon) spielt eine kleinere Rolle. Er taucht hier und da auf, um aus der Patsche zu helfen, hat aber deutlich weniger Screentime als die anderen beiden. Die Bösewichte sind Phillip Ko Fei (The Club) und Chan Lau (Crocodile Evil). In einem kleinen Gastauftritt ist noch Bolo Yeung (Bolo) zu sehen und in einer Nebenrolle darf Fatty Chiang Kam (Ghosts Galore) noch etwas Klamauk in den Film bringen.
Die Kampfchoreographie stammt von Tang Tak-Cheung. Er war als Darsteller (meist nur sehr kurze Rollen) und Martial Arts Director (My Heart Is That Eternal Rose, Super Power, Ambitious Kung Fu Girl) tätig. Sogar auf den Regiestuhl hat er es geschafft, wobei er nur zwei Filme realisierte (u.a. Demon of the Lute). Seine Arbeit für The Dragon, the Hero ist der Wahnsinn. Bei den Stars, die zur Verfügung standen, aber auch wenig überraschend. Vor allem Fans von John Liu und Phillip Ko Fei werden voll auf ihre Kosten kommen. Am Ende wird es zwar etwas übertrieben trashig, dennoch sehr sehenswert.
Fazit: Für Eastern Fans Pflichtprogramm!
Infos:
O: Za Jia Gao Shou
Taiwan 1979
R: Godfrey Ho
D: John Liu, Tino Wong Cheung, Phillip Ko Fei, Bolo Yeung, Dragon Lee, Chiang Kam, Mars
Laufzeit der US-DVD: Ca. 93 Min.
Gesehen am: März 2009 / Neusichtung am: 28.12.25
Fassungen: Gesehen via US-DVD von Crash Cinema
= Uncut, solide Bild- und Tonqualität (in einigen Nachtszenen etwas zu dunkel),
O-Ton und englische Subs. Nicht anamorph. Zudem liegt mir die deutsche Fassung
(Todesgrüsse aus Shanghai aka Todesgrüsse von Bruce Lee) in der John Liu
Eastern Box Vol. 1 von MIG vor sowie die neue US-Blu-Ray von Severin Films (The
Game Of Clones: Bruceploitation Collection - Volume 1). Letztere wird jedoch
nie geschaut werden da nur Englisch Dubbed. Zudem ist das Master auch nicht
Uncut. Alleine im Finale fehlen zwei Minuten an Kämpfen. Zudem soll Severin
Films nicht die Rechte am Film haben. Diese liegen bei Toby Russell, der mit
Severin Films vor Gericht steht («IFD Films and Services Ltd. v. Severin Films,
Inc. (2:24-cv-10904). District Court, C.D. California»). Der Fall, der am
18.12.24 eröffnet wurde, ist noch immer offen und wird weiterhin vor Gericht
behandelt.
Vendetta
Story:
Stunt-Frau Laurie Collins (Karen Chase) begeht Straftaten, damit sie ins Gefängnis kommt. Dort will sie den Tod ihrer jungen Schwester (Michelle Newkirk) rächen, die einer Frauengang (u.a. Sandy Martin) zum Opfer fiel…
Meine Meinung:
Vendetta sah ich mir nur an, da ich den Film auf einer Double Feature Disc hatte. Ansonsten wäre es kein Film gewesen, der auf meiner Wunschliste gestanden wäre. Die Disc kaufte ich aufgrund Naked Vengeance. Nun sah ich mir Vendetta an. Ich erwartete nicht viel und fand den Film leicht besser als erwartet. Kein Kracher, aber doch schwer unterhaltsam und kurzweilig.
Mit einer Laufzeit von nur knapp etwas mehr als 80 Minuten und einem simplen Rache-Plot fiel es Vendetta leicht, anspruchslos zu unterhalten. Es gibt Rape & Revenge Motive im Film wie auch WIP-Inhalte. Hier und da war der Film sogar leicht sleaziger, als erwartet. Der Plot ist 08/15 und kann nicht ernst genommen werden. Das Overacting und die Darstellung der Figuren laden zum Fremdschämen ein. Die Frauengang könnte direkt aus einem Troma-Film stammen.
Die 80er Jahre Friseuren sind furchtbar, wie auch das Auftreten der meisten Figuren im Film. Als Anführerin der Frauengang wurde ein Mannsweib gecastet. Sandy Martin kann als robuste Anführerin im Knast, die alle terrorisiert, eigentlich nicht ernstgenommen werden. Aber genau dieser Trash-Faktor macht den Film am Ende auch so zugänglich und unterhaltsam. Auf eine Art sympathisch. Karen Chase spielt die Heldin. Eine Stunt-Frau. Somit werden ihre Kampfkünste erklärt.
Im Knast beginnt sie einen Rachefeldzug, nachdem sie herausgefunden hat, was mit ihrer jüngeren Schwester passierte und wer dafür verantwortlich ist. Der Film ist nicht wirklich blutig. Die Rache-Szenen beschränken sich meist auf Prügeleien. Daraus resultiert der Tod der Gegnerinnen. Im Finale gibt es dann sogar noch eine Massenszene (sehr trashig, vor allem die zuvor gezeigte Musikeinlage im Knast) inklusive eines saftigen blutigen Shoot-Out. Karen Chase macht in den Actionszenen eine gute Figur (aber sie hat die wohl schlimmste Frisur von allen).
Fazit: Als gratis Trash-Bonusfilm okay!
Infos:
O: Vendetta
USA 1986
R: Bruce Logan
D: Karen Chase, Michelle Newkirk, Sandy Martin, Kin Shriner, Roberta Collins
Laufzeit der US-Blu: 89:47 Min.
Gesehen am: 28.12.25
Fassungen: Gesehen als Double Feature
US-Blu-Ray von Shout Factory (der zweite Film im Set ist der sehenswerte Naked
Vengeance) = Uncut, Englischer O-Ton, englische Subs, hervorragende Bild- und
Tonqualität. In Deutschland nur als VHS unter dem Titel Frauengefängnis USA zu
haben.
Man on the Brink
Story:
Der junge Cop Ho Wing-Chui (Eddie Chen) willigt ein, sich für zwei Jahre für eine Undercover-Mission zur Verfügung zu stellen. Er soll eine Gruppe Triaden (u.a. Mak Ho-Man, Leung Siu-Wah) infiltrieren. Seine Schwester und seine Freundin (Ada Fung Oi-Tsz) darf er nicht einweihen. Die Mission geht nicht spurlos an Ho Wing-Chui vorbei…
Meine Meinung:
Man on the Brink ist ein New Wave Hong Kong Film von Alex Cheung Kwok-Ming, dessen Cops and Robbers für mich ein echtes Juwel darstellt. Daher war ich gespannt auf den Film. Es ist schade, dass Alex Cheung Kwok-Ming (Framed, Chatter Street Killer, Twinkle Twinkle Little Star) nur wenige Filme realisiert hat. Darunter auch zwei Shaw Brothers Filme, u.a. Danger Has Two Faces. Der Film stammt aus dem Jahr 1981 und war ein voller Erfolg. 1982 gewann der Streifen am Golden Horse Film Festival mehrere Preise.
Man on the Brink hat mir zwar nicht ganz so gut wie der düstere Cops and Robbers Gefallen, dennoch mag ich diese nihilistischen New Wave Crime-Streifen im modernen Setting. Daher sehe ich The Man on the Brink noch weit über dem Durchschnitt. Der Film ist ruhig und versucht, realistisch zu sein. Der junge Eddie Chan spielt das toll. Der Film ist ein Mix aus Crime-Streifen und Drama. Es gibt mehrere spannende Szenen, die intensiv wirken und toll inszeniert sind. Es gibt nur wenige Action- und Gewaltmomente. Diese haben jedoch viel Power und Kraft.
Auch die Musik und Kameraarbeit waren toll. Der Cast aus mir wenig bekannten Namen war auch stark gewählt. Eddie Chen spielte zu der Zeit in mehreren interessanten Filmen wie Bad Boys (habe ich ungesehen als US-VHS), The Beasts, The Security, He Lives by Night, The Accident, Devil Fetus oder Law with Two Phases. Meist spielte er Polizisten. Die Co-Stars werden von Ga Lun (Jumping Ash), Ada Fung Oi-Tsz (Söldner kennen keine Gnade), Kam Hing-Yin (0.38), Leung Siu-Wah (The Clones of Bruce Lee) und Mak Ho-Man (The Saviour) gespielt.
Fazit: Nicht ganz so stark wie Cops and Robbers, aber definitiv sehenswert!
Infos:
O: Bin Yuen Man
HK 1981
R: Alex Cheung Kwok-Ming
D: Eddie Chen, Mak Ho-Man, Leung Siu-Wah, Tang Yuk-Wing, Ada Fung Oi-Tsz, Ga Lun, Kam Hing-Yin, Leung Hon-Fai
Laufzeit der HK-Blu: 101:00 Min.
Gesehen am: 28.12.25
Fassungen: Mir lag die HK-Blu-Ray von CN
Entertainment vor = Schuber, hervorragende Bild- und Tonqualität, O-Ton und
englische Subs, Uncut. Leider sind die Extras nicht Englisch untertitelt. Das
Special «Movie Talk: Alex Cheung» sah nämlich interessant aus (und dauert über
60 Minuten). Gibt es in Deutschland als Mann ohne Ausweg auf DVD. Die neue
US-Blu-Ray hat mehr Extras als die HK-Disc und ist zudem auch, was das
Bonusmaterial angeht, Englisch untertitelt.
Folgende elf VHS habe ich aus Südkorea
bekommen. Ich hatte 13 VHS als Bestellung in Auftrag gegeben, es waren davon aber
nur elf VHS erhältlich. Ein Film habe ich selbst storniert und durch einen
anderen ersetzen lassen da ich den schon habe, was ich beim Bestellen aber
nicht (mehr) wusste (zu viele ungesehene Filme). 3-4 der Titel waren nach der Bestellung
nicht lieferbar aber der Betreiber fand mir jeweils Alternativen in anderen
Cover-Motiven oder statt grossen Boxen in kleinen Boxen oder umgekehrt (daher
kaufte ich leider auch eine VHS, welche ich vor einigen Monaten schon bekam). Am 19.12 aus Südkorea verschickt und am 24.12 bei mir angekommen:
Two Great Cavaliers
Aka Deadly Duo. Aka The Two Great Cavaliers.
Taiwan 1978. Den gibt es zwar als US-DVD, aber nur Englisch Dubbed. Eastern mit
John Liu, Angela Mao, Leung Kar-Yan und Chan Sing. Den Film werde ich
sicherlich mögen. In Mandarin mit koreanischen Subs.
Tiger Force
Aka Die Stunde der tödlichen Fäuste. Den sah ich
vor einigen Monaten als deutsche VHS (Review). Ich wusste nicht, dass es davon
eine VHS in Südkorea gibt. Durch meinen London-Dealer wurde ich darauf aufmerksam.
Laut diesem läuft der Film in Südkorea 89 Minuten und somit über zehn Minuten
länger als die deutsche VHS. In Mandarin mit koreanischen Subs.
Kung Fu of Drunk Shrimp
Taiwan 1979. Kung Fu Komödie. Durch meinen
London-Dealer auf das VHS aufmerksam geworden. In einigen Datenbanken nicht
gelistet. In Mandarin mit englischen, koreanischen und chinesischen Subs. Tolles
Artwork!
Broken Sword
Taiwan 1969 (je nach Quelle 1971). Der
Vorspann und die Credits unterscheiden sich im Vergleich zur YouTube Version. Den
Film gibt es, wie ich jetzt gesehen habe, auch als US-DVD in Mandarin mit
englischen Subs. Da hätte ich besser recherchieren sollen. Das VHS ist in
Mandarin mit koreanischen Subs.
Unparallelled Judo Knife
Das ist der Film, den ich vor einigen Wochen schon
als VHS aus Südkorea bekam (siehe Neukauf). Aber der hat Bildprobleme und da
bestellte ich eine andere VHS-Version mit anderem Cover. Da aber mehrere
Fassungen nicht lieferbar waren d.h. nur mit alternativen Artworks, bekam ich
das genau gleiche VHS erneut und erneut hat es die gleichen Bild-Probleme. Nun
habe ich den Film und das VHS doppelt. Eines werde ich verkaufen. Da hatte ich
etwas die Übersicht verloren.
Killer in the Dark
Aka Der Mann mit dem Karateschlag. HK/Thailand
(je nach Quelle) 1973. Mix aus Kung Fu, Giallo und Krimi. Durch meinen London-Dealer
auf dieser VHS aufmerksam geworden. Mit Bolo Yeung in einer Nebenrolle. In
Mandarin mit englischen, chinesischen und koreanischen Subs. Die deutschen DVDs
sind nur in Deutsch. O-Ton wäre, zumindest laut hkmdb, Kantonesisch.
Shaolin Heroes
Taiwan 1979. Den habe ich schon als Betamax
aus Indonesien (Englischer Dub). Review = HIER KLICKEN. Ich wolle aber noch
eine Mandarin Ausgabe haben und die bekam ich mit diesem VHS (plus koreanische
Subs).
Green Killer
HK 1982. Den hatte ich als Englisch Dubbed VHS
(Review). Dieses habe ich verkauft, da die Synchro unglaublich mies war. Ich
habe davon aber noch eine Kopie. Gemäss Reviews sollen O-Ton Fassungen zensiert
sein (zumindest YouTube Prints). Ich bin gespannt. Das VHS ist in Canto oder Mandarin. Bei dem Titel (Tonqualität)
habe ich grosse Mühe, es klar heraus zu hören. Mit koreanischen Subs.
Shaolin Death Squads
Den habe ich als VHS aus Holland (Review). In
Widescreen aber nur Englisch Dubbed. Mit der Vollbild-VHS aus Südkorea holte
ich mir nun eine Mandarin Ausgabe (plus englische, chinesische und koreanische
Subs).
Chinese Kung Fu
Taiwan 1974. Überraschungsfilm. Ich hoffte bei
dem Kauf auf den Film Magnificent Natural Fist und bekam stattdessen Chinese
Kung Fu (1974). Macht nichts, da ich diesen auch nicht kenne oder habe. In
Mandarin mit koreanischen Subs. Gibt es scheinbar auch auf DVD, aber der
Englische Dub soll «pretty terrible» sein.
Heroic Sword aka The Daring Sword
HK 1969. In Mandarin mit koreanischen Subs.
Once Upon a Time in China and America
Story:
Als Wong Fei-Hung (Jet Li) und Co. (Rosamund Kwan, Xiong Xinxin) von Indianern angegriffen werden, verliert Wong Fei-Hung sein Gedächtnis. Er landet bei den Indianern (u.a. Daniel Luján, Jason De Hoyos, Chrysta Bell Zucht), während sich Aunt Yee (Rosamund Kwan) auf die Suche nach ihm macht. Derweil planen Gangster (u.a. Ryon Marshall, Joseph Sayah) einen Raub. Aunt Yee wird vom neuen Hilfssheriff (Jeff Wolfe) unterstützt…
Meine Meinung:
Den Film sah ich bisher nur ein einziges Mal als alte HK-DVD. Das war irgendwann zwischen 2002-2006. Ich wusste praktisch nichts mehr über den Film. Ich wusste nur noch, dass es eine Mischung aus Wong Fei-Hung und Western ist inklusive Indianer. Jackie Chan bediente sich kurz darauf eben dieser Mischung und wurde mit seinen zwei US-Komödien Shang-High Noon und Shanghai Knights sehr erfolgreich. Etwas, was Jet Li und Sammo Hung vom sechsten und letzten Teil der Once Upon a Time in China-Reihe nicht behaupten konnten.
Nachdem Jet Li (Martial Arts of Shaolin, Hitman, Fong Sai Yuk II) nach dem dritten Teil der Reihe ausstieg, kehrten er und Rosamund Kwan (Undeclared War, The Assassin, Long Good Bye) wieder zurück. Aus den Vorgängern blieb nebst Tsui Hark (als Produzent) nur noch Xiong Xinxin (Forced Nightmare, Hero Among Heroes, Wonder Seven) übrig. Neu kommen viele Ausländer dazu, die in die Rollen der Amerikaner oder Indianer schlüpfen. Mir sind die Namen um Jeff Wolfe, Joseph Sayah oder Chrysta Bell Zucht unbekannt. Die Actionszenen besorgte Regisseur Sammo Hung (Bruce, Hong Kong Master, Shaolin Traitorous, Twilight of the Warriors: Walled In).
Der Film ist zwar nicht langweilig, aber auch nicht sonderlich toll. Eigentlich empfehle ich aus der Once Upon a Time in China Reihe nur drei Teile. Den ersten, den zweiten und den fünften (mit den Piraten). Die anderen Teile sind uninteressant und können getrost links liegen gelassen werden. Zwar wurde Sammo Hung und sein Team für die Action-Szenen nominiert (Hong Kong Film Awards), aber die Kampfszenen kommen nicht an jene der Vorgänger ran. Unterhaltsam wars hier und da trotzdem. Aber die ganze Machart des Filmes wirkte irgendwie «billig».
Der Humor funktionierte meist kaum und praktisch alle Figuren sind stereotypische 08/15 Klischees. Auch die Musik wirkte meistens billig. Das bekannte Theme des Filmes gibt es nur noch selten und oft in abgewandter Form zu hören. Einige «lustigen» Szenen haben Fremdscham-Charakter. Zudem mag ich solche Plots nicht, wenn die Hauptfiguren ihr Gedächtnis verlieren und dann erstmal weg vom Fenster sind. Das hat so Dean Shek (A Better Tomorrow 2) oder Chow Yun-Fat (God of Gamblers) Vibes. Jet Li Fans empfehlen ich den ein Jahr zuvor gedrehter Black Mask.
Fazit: Unnötiges Comeback!
Infos:
O: Wong Fei-Hung: Chi Sai Wik Hung See
HK 1997
R: Sammo Hung
D: Jet Li, Rosamund Kwan, Xiong Xinxin, Jeff Wolfe, Richard Ng, Ryon Marshall, Joseph Sayah, Daniel Luján, Jason De Hoyos, Chrysta Bell Zucht
Laufzeit der US-Blu: Ca. 102 Min.
Gesehen am: Vor 2006 / Neusichtung am: Dez. 2025
Fassungen: Gesehen via US-Blu-Ray von
Criterion (Once Upon a Time in China: The Complete Films) = sehr gute Bild- und
Tonqualität, O-Ton, englische Subs, Uncut, Extras (Making of und Behind the
Scenes Special). Gibt es auch in Deutschland auf Blu-Ray.
Sex of the Witch
Story:
Diverse Familienangehörige (u.a. Camille Keaton) werden nach dem Tod des Vaters (Simone Santia) zu Erben. Dann beginnt ein mysteriöser Killer die Familienmitglieder zu töten. Die Polizei (Donald O'Brien) ermittelt…
Meine Meinung:
Der zweite Film aus Vinegar Syndromes Box Camille Keaton in Italy nach dem relativ langweiligen Tragic Ceremony hat mir besser gefallen. Zwar ist der Film noch immer kein wirkliches Highlight, aber er hat seine Momente. Camille Keaton, Star aus I Spit on Your Grave, spielt hier einer der Familienangehörigen (Erbin), die zum einen zum Opfer eines Killers werden, und zum anderen unter Verdacht geraten, die Täterschaft zu sein. Regie führt der mir unbekannte Angelo Pannacciò. Er arbeitete mir einigen der Darstellerinnen schon in Holocaust II zusammen.
Inhaltlich gibt es einen ermittelnden Cop und jede Menge Sexszenen als Füllszenen zu sehen. Laut Blu-Ray Back-Cover gibt es hier erstmals zehn Extra-Minuten zu sehen, die bisher wohl als verschollen galten. Was mir am Film, vor allem zu Beginn, sehr gefiel waren Jess Franco Vibes. Der Film wirkt sehr traumhaft und psychedelisch. Positiv hervorheben, praktisch in jeder Szene, war dabei auch die immer passende und sehr stimmungsvolle Musik. Hat mir gut gefallen. Das waren die stärksten Momente des Filmes.
Der Plot selbst ist jedoch dünn und kaum vorhanden. Ab einer gewissen Zeit vergeht die zunächst entstandene Faszination und es kommt zu Längen. Diese werden immerhin mit vielen Nacktszenen (Sexszenen) aufgefüllt. Könnte also schlimmer sein. Wirklich blutig wird es praktisch nur in einer Szene und etwas übernatürlicher Schnickschnack kommt auch vor. Die weiblichen Darstellerinnen um Susanna Levi, Marzia Damon (The Hand That Feeds the Dead) und Lorenza Guerrieri sind hübsch anzusehen, Donald O'Brien erinnerte mich jedes Mal an seine irre Mad scientist Rolle aus Zombi Holocaust und Franco Garofalo (Star aus Hell of the Living Dead) wird von den Frauen umgarnt.
Fazit: Euro-Cult Fans können einen Blick riskieren!
Infos:
O: Il Sesso della strega
Italien 1973
R: Angelo Pannacciò
D: Susanna Levi, Jessica Dublin, Sergio Ferrero, Camille Keaton, Franco Garofalo, Donald O'Brien, Simone Santia
Laufzeit der US-Blu: 95:17 Min.
Gesehen am: 27.12.25
Fassungen: Gesehen via US-Blu-Ray von Vinegar
Syndrome (Camille Keaton in Italy) = drei Filme in einer Box, Uncut, hervorragende
Bild- und Tonqualität, Ital. O-Ton mit englischen Subs. Es gibt keine deutsche
Fassung (Stand: Dez. 2025).
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