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Mittwoch, 12. Juli 2023

Night of Open Sex

Night of Open Sex 

Story:

Cabaret Tänzerin Moira (Lina Romay) gerät zwischen die Fronten von Agenten auf der Suche nach verstecktem Gold. Sie und Agent Al Crosby (Antonio Mayans) tauschen sich nicht nur im Bett aus, sondern planen auch, das Gold zusammen für sich einzustecken, sobald gefunden…

 

Meine Meinung:

 

Night of Open Sex ist ein solider aber auch relativ zahmer und wenig schockierender Film von Jess Franco (Die Liebesbriefe einer portugiesischen Nonne), dessen Gastauftritt ich im Film nicht Mal bemerkte. Night of Open Sex war ein bis vor kurzem unbekannter da kaum veröffentlichter Jess Franco Film. Das lag aber wohl daran, dass andere Franco Filme einfach besser sind und sich besser haben verkaufen und vermarkten lassen (z.B. Titel wie Greta – Haus ohne Männer, A Virgin Among the Living Dead, The Bloody Judge).

 

Night of Open Sex ist per kein Must See Titel und wirklich nur ultimativen Fans von Jess Franco zu empfehlen. Der Film hat einen dünnen Plot. Aus anderen Franco Filmen kehren Jess Franco Muse Lina Romay (Two Female Spies with Flowered Panties, The House of Lost Women) und Stammgast Antonio Mayans (Cries of Pleasure, Black Boots, Leather Whip) zurück. Der Film wirkt mehr wie ein surrealer Traum als ein Film, der eine echte Geschichte erzählt.

 

Viel nackte Haut, minutenlange Musik und Frauenkörper, die sich vor der Kamera räkeln inklusive Zoom-Einsatz und verwackelter Kamera à la Franco. Das bekommt man hier präsentziert. Trotz viel Fleisch ist der Erotikfaktor jedoch sehr klein. Das liegt daran, dass der Film hauptsächlich lustig gestimmt ist. Ja, lustig. 

 

Night of Open Sex ist ein Mix aus Erotik-, Agentenfilm und vor allem Komödie. Jess Franco hat ja nicht nur Erotikfilme gedreht, sondern war in diversen Genres tätig. Lina Romay gibt in den Sexszenen alles. Der heimliche Star des Filmes ist aber rauchende Antonio Mayans mit Schnauz als Agent. Zum Brüllen komisch wie auch das Ende des Filmes!

 

Fazit: Durchschnittlicher Jess Franco Film!

 

Infos:

 

O: Noche de los sexos abiertos

 

Spanien 1983

 

R: Jess Franco

 

D: Lina Romay, Hemy Basalo, Antonio Mayans, Juana de la Morena, Antonio Rebollo

 

Laufzeit der US-Blu: Ca. 90 Min.

 

Gesehen am: 13.05.23

 

Fassungen: Mir lag die Region All US-Blu-Ray von Severin Films vor. Wie die meisten ihrer Franco Vös besticht die Vö durch ein nicht gerade sehr schönes Artwork, wobei dieses hier mehr gelungen ist als dieses von anderen Vös. Uncut, O-Ton (Spanisch) mit englischen Subs, exklusive Extras, hervorragende Bild- und Tonqualität. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Mai 2023).

Dienstag, 11. Juli 2023

Blade II

Blade II 

Story:

 

Blade (Wesley Snipes) und Co. (Kris Kristofferson, Norman Reedus) tun sich mit den Vampiren (Ron Perlman, Leonor Varela, Thomas Kretschmann, Danny John-Jules, Donnie Yen) zusammen um eine neue Spezies (Luke Goss), welche sowohl für Vampire wie auch Menschen gefährlich sind, zu eliminieren…

 

Meine Meinung:

 

Dass Blade II die Filmsammlung nach Neusichtung verlassen würde, hätte ich nicht erwartet. Blade II ist in allen Belangen deutlich schlechter als der erste tolle Film der dreiteiligen Blade-Reihe mit Wesley Snipes und gefällt mir aktuell gar nicht mehr. Trotz Namen wie Wesley Snipes, Guillermo del Toro (Regie), Donnie Yen (Nebenrolle und Kampf-Choreograph) oder Michael Woods (Stunts und Gastauftritt als Vampir).

 

Wesley Snipes ist noch der beste im Film. Aber er alleine kann das Werk nicht retten oder besser machen. Seine Blade Darbietung war aber in meinen Augen, auch wenn ich das (oder die?) Comics (Marvel) nicht kenne, perfekt. Guillermo del Toro hat später eine tolle Vampir-Serie ins Leben gerufen, die es bis auf vier Staffeln brachte: The Strain! Schade, dass Blade II nicht daran heranreicht. Donnie Yen ist vielleicht die grösste Enttäuschung.

 

Ich hatte das schon verdrängt, dass er bereits vor John Wick 4 und Co. einmal versuchte, in Hollywood Fuss zu fassen. Dass war 2002 zu Blade II Zeiten der Fall. Da war Donnie Yen noch jünger als heute. Seine Szenen beschränken sich vielleicht auf eine Minute Screentime. Seine Figur verschwindet einfach. Sein Film-Tod soll entfernt worden sein. Donnie Yen war auch für die Kampfszenen zuständig, die nichts Besonderes sind. Donnie Yen bemängelte später, dafür nur paar Stunden und nicht wie in Hong Kong üblich, paar Wochen Drehzeit bekommen zu haben.

 

Pure Enttäuschung. Aus dem HK-Kino ist in einem Gastauftritt noch Donnie Yens (Drunken Tai Chi) Kollege Michael Woods (Crystal Hunt, In the Line of Duty 4, Cheetah on Fire, Tiger Cage, Tiger Cage 2, Ballistic Kiss) zu sehen. Er fiel mir nicht auf, allerdings wusste ich es nicht während dem Schauen. Dieser war zusätzlich für die Stunts zuständig. Den restlichen Cast kann man knicken. Peinliches Kanonenfutter. Das gilt für neue Sidekicks (Norman Reedus), Vampire (Guillermo del Toro Liebling Ron Perlman) und die neuen Bösewichte. Vor allem letztere haben sehr enttäuscht. Kein Charisma à la Stephen Dorff.  Thomas Kretschmann dank Make-Up auch nicht zu erkennen. Die Liebesgeschichte mit dem kitschigen Ende oder die Tatsache, dass man Kris Kristofferson trotz Tod im ersten Film in die Story einbaute, sind ebenfalls klischeehaft und unnötig.

 

Das Ostblock Setting wirkt billig. Es wirkt so, als wäre der Film dort gedreht worden. Auch die Musik gefiel mir gar nicht und die Action-Szenen waren auch nichts Besonderes. Im Gegenteil: sehr Fake und zuweilen miserable CGI-Arbeit was mehrere Sprünge angehen oder der Kampf vor den Scheinwerfern. Und warum kann eigentlich jeder Martial Arts? Vor allem der Hauptbösewicht? Das war auch irgendwie doof. Cool waren nur die Szenen, in denen die Vampire schmelzen und ein-zwei Make-Up- und Gummikostüme (die Autopsie-Szene).

 

Fazit: Schwache, nicht empfehlenswerte Fortsetzung!

 

Gefolgt von: Blade: Trinity

 

Infos:

 

O: Blade II

 

USA, Deutschland 2002

 

R: Guillermo del Toro

 

D: Wesley Snipes, Kris Kristofferson, Norman Reedus, Ron Perlman, Leonor Varela, Thomas Kretschmann, Danny John-Jules, Donnie Yen, Luke Goss, Michael Woods

 

Laufzeit der deutschen DVD: 112:02 Min.

 

Gesehen am: 2002 im Kino / Neusichtung am: 12.05.23

 

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Warner vor = Uncut, Deutsch/Englisch mit Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. Die deutsche Sprachfassung ist gelungen. Gibt es inzwischen in Deutschland auch auf Blu-Ray.

Montag, 10. Juli 2023

The Stand – Das letzte Gefecht

The Stand – Das letzte Gefecht 

Inhalt:

 

Zitat Back-Cover:

 

«Ein tödliches Virus entvölkert Amerika. Eine Handvoll Überlebende versucht die Zivilisation zu retten. Ihr Gegenspieler ist eine mythische Gestalt, die man den dunklen Mann nennt, eine Verkörperung des absolut Bösen.

 

Stephen Kings postapokalyptischer Klassiker in der ungekürzten, vom Autor restaurierten Monumentalfassung. »

 

Meine Meinung:

 

The Stand – Das letzte Gefecht lag als Roman länger rum. Der Roman konnte mich zuerst nicht fesseln bzw. ich konnte mich lange nicht motivieren, es überhaupt zu lesen zu versuchen, da so viele Seiten (1711). Zudem sah ich erst vor kürzerem die neue TV-Serie dazu und das hat mich wenig angesprochen (und Whoopi Goldberg mag ich einfach nicht). Die Mini-Serie (glaub von 1994), sah ich Mal als Kind/Jugendlicher und weiss nichts mehr. Die sieht aber, vom Trailer zu urteilen aus, sehr Low-Budget aus = auch nicht interessant.

 

Nun habe ich zuletzt aber Gas gegeben und den Roman zu Ende gelesen. Vor allem auf der Arbeit und am NIFFF/im Zug. Stephen King wird oft mit Es in Verbindung gebracht. Ich muss sagen, dass ich The Stand – Das letzte Gefecht epischer und spannender fand. Spannend deshalb, weil ich eben von den TV-Fassungen nicht mehr viel wusste und/oder natürlich auch nicht alles filmisch umgesetzt werden konnte. Es hingegen kenne ich als Film (den TV-Film) praktisch in- und auswendig. Der heilige Gral ist aber noch immer Der Dunkle Turm plus Fortsetzungen.

 

The Stand – Das letzte Gefecht ist äusserst vielseitig und tiefgründig. Es gibt mehrere Genres in dem Roman: Horror, Fantasy, Endzeit, Road-Movie, Drama. Das Buch beschreibt gut, und ich nehme an, auch realistisch, wie es wäre, wenn ein solches Szenario eintreffen würde. Der Roman hätte sogar ohne die mystischen (Sinn)Fragen und/oder den Kampf Gut gegen Böse funktioniert. Zudem wirkte der Roman, auch durch Covid, aktueller denn je. Ich mochte die langsame Bedrohung im Roman, als die Menschen mehr und mehr krank werden und meinen, "nur" eine Erkältung oder Grippe zu haben, bis das Unausgesprochene passiert.

 

Nicht alles im Roman hat mir gefallen. Aber bei der Hülle und Fülle ist das auch verständlich. Einzelne Momente finde ich hingegen sehr amüsant, dramatisch oder spannend. Einige Beschreibungen waren zu lang, zu lahm oder zu repetitiv. Aber auch das gehört in einen Roman, der so viele Seiten beinhaltet. Stephen Kings Art und Weise, wie es schreibt, beschreibt und einen Roman angeht, packt und fesselt einfach. Es dauerte nicht lange und ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen. Wer die Romane von Stephen King mag, sollte sich dieses Epos nicht entgehen lassen. Von der Anzahl Seiten sollte man sich dabei nicht abschrecken lassen.

 

Fazit: Für Stephen King Fans lesenswert!

 

Infos:

 

In Deutschland erschienen: Ja

 

Sprache: Deutsch

 

 Verlag: Heyne

 

Anzahl Seiten: 1711

 

Roman/Sachbuch: Roman

 

Art: Taschenbuch

 

Autor: Stephen King

 

Erschienen: 4. Auflage 2015