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Samstag, 17. Juli 2021

Bastard Swordsman Review



Bastard Swordsman

Story:

 

Die zwei Kung Fu Clans Wu Dang und Invincibles bekämpfen sich alle zehn Jahre. Chief Dugu Wu Di (Alex Man), Anführer der Invincibles, hat auch im dritten Duell die Nase vorn und gewinnt. Er lässt seinen Gegner (Wang Yong) jedoch bewusst leben, da er hinter der geheimen Kampftechnik Silkworm Style her ist. Ein dritter Clan unter Führung von Fu Yu Shu (Lau Wing) gelingt es, die zwei Clans gegeneinander auszuspielen und Yun Fei Yang (Norman Tsui), einem Koch und Hausmann des Wi Dang Clans, der heimlich im Kampf ausgebildet wurde, den Mord am Wu Dang Chief anzuhängen. Yun Fei Yang entkommt und plant seine Rache…

 

Meine Meinung:

 

Bastard Swordsman gefiel mir bei 2. Sichtung besser als vor ca. zehn Jahren. 1983 nahte das Ende was Shaw Brothers Kinofilme angehen. Dennoch mag ich viele der 80er Jahre Produktionen sehr. Da sind Kracher dabei wie:

 

Danger Has 2 Faces, This Man Is Dangerous, Pursuit of a Killer, The Master Strikes Back, Hong Kong Godfather, Martial Arts of Shaolin, I Will Finally Knock You Down, Dad, Secret Service of the Imperial Court, The Eight Diagram Pole Fighter, Ghosts Galore, Shaolin Prince, Demon of the Lute, Seeding of a Ghost oder Men from the Gutter.

 

Auch Bastard Swordsman, ein Wuxia, gehört in diese Kategorie. Der Story kann trotz vieler Figuren, Intrigen, Überraschungen, offenem Ende und drei Clans gut gefolgt werden, sofern man die Darsteller kennt. Ich kannte nun mehr der Darsteller als noch bei Erstsichtung. Dass z.B. mehrere Venom Stars (Lo Meng, Sun Chien), Wilson Tong (Dirty Ho, Daggers 8) oder Alex Man (The Daring Kung-Fu Refugee, Misfire), den ich sonst eigentlich wenig mag, mitwirken, wusste ich bis zur 2. Sichtung nicht (oder habe es vergessen).

 

So viele bekannte Gesichter zu sehen, macht Spass! Die Story fand ich auch fesselnd und spannend, da ich die Einzelheiten nach der 1. Sichtung nicht mehr wusste. Ich mag es, wenn vermeintliche Schwächliche zum Helden aufstiegen. Und genau dies ist die von Norman Tsui (Dream Home, The Pier, Blood Ritual, Ghost Nursing) dargestellte Figur. Ich mag ihn und in Bastard Swordsman zeigt er tolle und fantasievolle Kampfszenen.

 

Die Action-Szenen waren allgemein cool, sehenswert und abwechslungsreich. Nicht nur Norman Tsui macht in diesen eine gute Figur, sondern auch Alex Man, Wilson Tong und der mir auch wenig sympathische Lau Wing. Vor allem die «Schüler» von Lau Wings Figur mit den farbigen Perücken (erinnerten an taiwanesische Filme à la Child of Peach und Co.) machten in den Kampfszenen auch eine gute Figur und hatten coole Waffen.

 

Fazit: Jedem Shaw Brothers Fan zu empfehlen! Bin schon sehr auf die Neusichtung der Fortsetzung gespannt!

 

Gefolgt von: Return of Bastard Swordsman

 

Infos:

 

O: Tin Chaam Bin

 

HK 1983

 

R: Lu Chin-Ku

 

D: Alex Man, Lau Wing, Norman Tsui, Wang Yong, Lo Meng, Wilson Tong, Sun Chien, Leanne Lau Suet-Wah, Chan Shen

 

Laufzeit der US-DVD: 93:01 Min.

 

Gesehen am: Dez. 2010 / Review überarbeitet am: 27.03.21 / 3. Sichtung (UK-Blu): 31.01.25

 

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Funimation vor = Uncut, O-Ton, englische Subs, erstklassige Bild- und Tonqualität. Gibt es auch als HK-DVD. Eine deutsche Fassung gibt es nicht. In Frankreich auf Blu-Ray angekündigt, wenn ich mich nicht irre (Spectrum films). Nachtrag Okt. 2025Sehenswerter Wuxia mit fantasievollen Kampfszenen und Effekten. Ich glaube basierend auf einer damaligen TV-Serie mit Norman Tsui, der dann auch gleich die Titelfigur im Film spielt. Er gefällt vor allem in der 2. Hälfte. Die Bösewichte mochte ich. Da sind Namen wie Lau Wing, Alex Man oder Lo Meng zu sehen. Herrlich fiese Figuren. Der 2. Venom im Film, Sun Chien, ist wenig erwähnenswert. Wilson Tong habe ich fast nicht erkannt und Yuen Tak, der auch die Choreo besorgte, ist in einer coolen Nebenrolle als Killer zu sehen (wirkt wie aus einem der Child of Peach Filme). Abgefahrener und rasanter, als ich das in Erinnerung hatte. Die Bildqualität der neuen (UK) Blu-Ray war fast zu gut. Hier und da sind jetzt Drahtseile zu sehen, welche ich in der US-DVD zuvor nicht wahrgenommen habe. Ansonsten hat die Disc selbst ausser AK und Trailer keine Extras. Allerdings hat das Set (Shawscope Volume Three) von Arrow Video noch eine ganze Bonus-Disc mit Allerlei Extras und Interviews. Mal schauen, ob es dort noch spezifische Extras zu Bastard Swordsman zu sehen gibt.

Sonntag, 11. Juli 2021

NIFFF 2021 Spezial

 - Vorarbeit/Gedanken

- 1. NIFFF Tag

- 2. NIFFF Tag

- 3. NIFFF Tag

- 4. NIFFF Tag

- 5. NIFFF Tag

- 6. NIFFF Tag

- 7. NIFFF Tag

- Letzter NIFFF Tag inklusive Fazit

 

 

NIFFF 2021 Reviews:

 

- Post Mortem

- In the Earth 

- Midnight in a Perfect World 

- Get the Hell Out 

- Shock Wave 2

- The Spine of Night 

- The Feast 

- Gaia

- Frank & Zed

- Censor 

- Coming Home in the Dark 

- Son 

- Teddy

 

Teddy Review

NIFFF 2021 Spezial

Teddy

Story:

Der junge Teddy (Anthony Bajon), der in einem Massage-Salon arbeitet, wird eines Tages von einer unbekannten Kreatur verletzt – mit fatalen Folgen…

Meine Meinung:

Teddy ist ein französischer Genre-Film und Mix aus Coming of Age und Werwolf-Film.  Der Trailer war auf eine Art auch interessant. Es gibt allgemein zu wenig gute Werwolf-Filme. Da kommen mit spontan nebst einigen Paul Naschy Filmen (The Werewolf and the Yeti) vor allem Klassiker wie Das Tier, Werwolf von Tarker Mills oder An American Werewolf in London in den Sinn.

Natürlich boten auch andere Filme starke Werwolf-Szenen (z.B. I Tre volti del terrore, Dog Soldiers, Howling 3, Howling 4) und/oder müssten Neusichtungen bestehen (Bad Moon, Ginger Snaps Reihe), aber wirklich viele tolle Werwolf-Filme gibt es nicht, vergleichen mit anderen Sub-Genres des Horrorfilmes (Slasher gibt es z.B. jeder Menge Sehenswerte).

Teddy lässt sich eigentlich gut mit erwähntem Ginger Snaps oder der franz. Produktion Raw vergleichen, wobei letzterer auch am NIFFF gezeigt wurde. Teddy ist quasi ein Coming of Age Film und die männliche Variante von Raw, in dessen Story eine Frau die Hauptperson war. Die Coming of Age Anteile in Teddy wiegen mehr. Viele Werwolf-Szenen dürfen nicht erwartet werden.

Trotzdem mochte ich den Film irgendwie. Der Film hat einen sonderbaren Humor und ich mochte die Kleinstadt-Stimmung. Jeder kennt hier jeden, und Teddy und Familie sind bei den anderen Einwohnern nur wenig beliebt. Das sorgt natürlich (nebst mysteriösen Attacken von einem Wolf) für Spannungen.

Teilweise sind der Film und manche Szenen auch herrlich naiv-dramatisch wie seine Figuren. Abgerundet wird der Film von wenigen sehenswerten Effekten (bis vielleicht eine CGI Szene im Finale, die man aber fast nicht erkennt, wurde gut kaschiert).

Teddys Körper beginnt sich nach dem Biss zu verändern. Dass sorgt für 3-4 eklige Szenen (Zeh, Zunge, Auge, Fingernagel), die wirklich gut getrickst wurden und wo viele NIFFF Zuschauer den Blick abgewandt haben. Ich hatte stattdessen Freude. Das Ende war dramatisch und traurig.

Fazit: Wer Coming of Age Filme mit sonderbarem Humor und Horrorzuschlag mag, kann sich Teddy gut ansehen!

Infos:

O: Teddy

Frankreich 2020

R: Ludovic Boukherma, Zoran Boukherma

D: Anthony Bajon, Christine Gautier, Ludovic Torrent 

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 88 Min.

Gesehen am: NIFFF 2021

Fassungen: Gesehen am NIFFF im O-Ton mit englischen. Subs. Es gibt noch keine DVD/Blu-Ray (Stand: Juli 2021).