The Legend of All Men Are Brothers
Story:
Ru Zi-Sun (Lin Hsieh-Wen) wird von Offizieren verhaftet. Tattooed
Dragon (Leung Kar-Yan) befreit ihn. Ru Zi-Sun trifft auf seinem Weg auf Lin
Chong (Tien Peng). Dieser wird zu Unrecht eines Verbrechens beschuldigt und
verhaftet. Als sich daraufhin seine Frau suizidiert, planen Ru Zi-Sun und Lin
Chong Rache an den Hintermännern. Doch bevor sie an diese kommen, gilt es, eine
ganze Gruppe von aussergewöhnlichen Kämpfern auszuschalten…
Meine Meinung:
The Legend of All Men Are Brothers war ein Blindkauf während
meinem Urlaub in Südkorea (2019). Ich wusste nichts über den Film. Als ich den
Film vor paar Jahren digitalisiert habe, staunte ich nicht schlecht, als im
Finale sogar ein Monster-Baby auftauchte! Ich wurde neugierig. Leider hat die Videokassette
Bildstörungen und das ausgerechnet im Finale, wo der Film seine besten Szenen beinhaltet.
Nun sah ich mir den Film an und wurde vor allem dank dem Finale belohnt. Muss
man gesehen haben um es zu glauben.
Bei The Legend of All Men Are Brothers handelt es sich um
einen Mitte der 80er Jahre Film aus Taiwan von und mit Tien Peng (The Swordsman of All Swordsmen, The Shaolin Kids, Love and Sword). Dieser kommt im Film jedoch
erst nach ca. 43 Minuten vor. Zuvor geht es um den Mönch, gespielt von Lin
Hsieh-Wen (Lucky Seven 2, Wandering Swordsman, A Heroic Fight). Dieser spielt
auch die Hauptrolle. Andere Namen wie Leung Kar-Yan (Profile in Anger) oder Shaw
Brothers Star Jason Pai Piao (Twins of Kung Fu) haben nur kurze Gastauftritte.
Der Hauptplot kommt daher spät zum Tragen. Zuvor sind es
mehr in sich abschliessende «Episoden», die den Film ausmachen. Die
Hauptpersonen sind Tien Peng und Lin Hsieh-Wen. Die tun sich zusammen, trennen
sich aber immer wieder, um später wieder zusammen zu finden und sich gegenseitig
zu retten. Der Film soll angeblich auf dem Water Margin/All Men Are Brothers
Geschichte basieren. Keine Ahnung, ob das stimmt. Auf jeden Fall handelt es sich um
einen schrägen Film.
Der Film weiss durch einen überraschend überdurchschnittlich
hohen Ekel-Faktor (bzw. Humor) zu gefallen (Sputum, stinkende, schmutzige
Füsse, Exkremente, Schweine-Kopf, lebende Maden werden in Gesichter und Münder des
Gegners befördert etc.). Der Film dreht im Finale auf, wenn unser
Helden-Gespann gegen diverse innovative Bösewichte wie einen Krüppel, einen
Schwulen, eine Leiche und dessen Monster-Baby und gegen einen «Drunken Master» kämpfen
müssen (der Schwule wird dabei politisch unkorrekt getötet).
Die Make-Up Effekte der
kämpfenden Leiche (Fratze mit lebenden Maden darauf) und dem Monster-Baby sind
genau nach meinem Geschmack. Das Monster-Baby wird in gewissen Kommentaren
sogar als Alien tituliert. Es kann auch sprechen. Da fühlte ich mich an
Critters und Gremlins erinnert. Die Kampf-Qualität, Kampf-Choreographie, der Einsatz
von unterschiedlichen Waffen und Gimmicks sticht in den Kampfszenen im Finale
positiv hervor. Ein Finale, welches einen Film positiv aufwertet!
Fazit: Allein aufgrund des Finales sehenswert!
Infos:
O: Shui Xu Wai Zhuan
Taiwan 1984
R: Tien Peng
D: Tien Peng, Lin Hsieh-Wen, Leung Kar-Yan, Jason Pai Piao
Laufzeit der südkoreanischen VHS: 85:18 Min.
Gesehen am: 21.02.26
Fassungen: Mir lag das VHS von Seo Jin Trading Co., Ltd. aus
Südkorea vor = Vollbild und ggf. noch gezoomt, um eventuelle englische und
chinesische Untertitel aus dem Bild zu stossen, Mandarin O-Ton mit koreanischen
Subs, sehr gute Bildqualität. Leider in den letzten zehn Minuten (ausgerechnet
beim Kampf mit dem Monster-Baby) mit Bildstörungen. Die US-Fassungen (DVD, VHS)
unter dem Titel Secret of the Water Technique sollen in Mandarin mit schlecht
lesbaren englischen Subs sein. Die Bildqualität soll gemäss LB-Kommentaren
nicht sonderlich toll sein. Das VHS aus Taiwan ist in Mandarin mit englischen Subs
(auch Vollbild) und soll eine gute Bildqualität haben. Andere Fassungen sind
mir nicht bekannt (Stand: Feb. 2026).