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Freitag, 12. Juli 2024

Jakt Review

NIFFF 2024

Jakt

Story:

Alex begleitet seinen Chef Greger zu einem Jagd-Wochenende in die Wildnis. Alex erhofft sich dadurch in der Arbeit Vorteile. Doch auch Greger Jugendfreund Henrik ist mit von der Partie. Es kommt zwischen Henrik und Alex zu Spannungen. Als plötzlich das ganze Wild im Wald spurlos verschwunden scheint, nimmt der Ausflug unerwartete Formen an…

Meine Meinung:

Aka Hunters on a White Field. Regiedebüt der Regisseurin Sarah Gyllenstierna, die bisher nur Kurzfilme realisierte. Sie war am NIFFF vor der Vorführung anwesend, wollte aber auf der grossen Bühne nichts sagen und würdigte das NIFFF Publikum mit keinem Blick. Sie sagte nur «nö», als sie gefragt wurde, etwas zum Film zu sagen und ging dann wieder. Dass machte sie nicht wirklich sympathisch, auch wenn sie nach dem Film Stellung zum Film bezog.

Jakt wird als Film über toxische Männlichkeit beschrieben. Ob es das ist und/oder auch eine Kritik an der Jagd und Fleischkonsum, ich weiss es nicht. Ich empfand den Inhalt nämlich als sinnlos. Es gibt viele Momente, die surreal anmuten und offene Fragen werden nicht erklärt (was sollte die super eklige Szene mit dem Wurm?). Der Film driftet ins Arthouse-Nirvana ab, wo vielleicht nicht Mal Sarah Gyllenstierna wusste, was sie damit bezwecken wollte. 

Der Film ist auch etwas zu lang und mit Längen versehen. Das Ende verstand ich nicht. Ich verstand auch nicht, warum sich die Männer in 1-3 Szenen wie Frauen aufführten, statt wie Männer. Natürlich spreche ich von Stereotypen, aber in einzelnen Momenten würden sich Männer, so wie im Film charakterisiert, nie so aufführen wie gezeigt, sondern Frauen.

Die Stärken des Filmes sind das überzeugende Schauspiel, die Stimmung, zuerst auch der Plot und die damit verbundene Spannung und die Cinematography. Die Bilder sind traumhaft eingefangen worden und die Wälder sind sehr stimmungsvoll. Und am Anfang ist man inhaltlich noch interessiert, was passieren wird, ehe es dann immer abstruser und unglaubwürdiger wird. Schade. Ein weiterer mässiger Film am NIFFF. Regie-Neulingen eine Bühne zu bieten ist das eine, aber dann muss damit gerechnet werden, dass auch Flops darunter sind.

Fazit: Nicht wirklich zu empfehlen!

Infos:

O: Jakt

Schweden 2024

R: Sarah Gyllenstierna

D: Ardalan Esmaili, Magnus Krepper, Jens Hultén

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 100 Min.

Gesehen am: NIFFF 2024

Fassungen: Gesehen am NIFFF 2024 im O-Ton mit englischen Subs, Uncut. Es gibt noch keine DVD, Blu-Ray, UHD oder eine deutsche Fassung (Stand: Juli 2024).

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