Dieses Blog durchsuchen

Samstag, 31. Januar 2026

Januar Updates

 Restaurant Besuche

Neukäufe

Reviews

RIP

Gifthüttli

Adresse: Schneidergasse 11, 4051 Basel


Ende Januar zog es mich nach Basel. Der Kollege hatte Geburtstag und wir feiern das immer mit einem Restaurantbesuch, wahlweise in Basel oder Bern. Der Kollege entschied sich für das Restaurant Gifthüttli. Dieses sei für seine Cordons bleus bekannt. Etwas, was ich in Restaurants sehr selten esse. Daher freute ich mich. Das Restaurant liegt nahe an zwei anderen Restaurants, die wir bereits in der Vergangenheit besucht haben (Restaurant Schnabel und Beef7 Premium Steakhouse & Bar). Ich hatte aktuell nur 1.5 freie Tage, da insgesamt sechsmal auf Arbeit eingesprungen. Ich schaute mir Game of Death an, danach noch eine Doku (The Final Game of Death) und beendete die sehenswerte BBC-Serie The North Water, ehe ich mit der 1. Staffel von Teheran. Eigentlich war ich noch an der neuen Spartacus Serie dran (Spartacus: Das Haus Ashur), aber da muss ich zuwarten, bis die letzten zwei Episoden zur Verfügung stehen (die Serie lohnt für Fans der vorherigen Staffeln).

Am Freitag sah mir die ersten Folgen von Teheran an, ehe es mich in die Stadt zog. Ich hatte am Vorabend zwei Spartickets für nach Basel gekauft (16 sowie 14 CHF) und dann das: Zugausfälle, Umleitungen, unbestimmte Verspätungen zwischen Bern und Olten. Auch meine Zugverbindung war betroffen. Wir hatten um 17.00 Uhr in Basel abgemacht. Ich nahm einfach die nächste Verbindung nach Basel, was vom Kontrolleuer auch genehmigt wurde. So kam ich statt 16.45 um 16.55 Uhr in Basel an mit Umsteigen in Olten. Ich hatte zwei Bücher dabei, las aber nur wenig (Jenseits des Bösen habe ich bald beendet, wohl in den nächsten Nächten auf der Arbeit). Wir liefen vom Bahnhof zum Restaurant, waren aber noch zu früh und gingen noch in den Starbucks. Ich war sehr müde inklusive Schwindel. Mein Körper wollte schlafen gehen. Aber als wir danach im Restaurant ankamen, verschwand der Schwindel und die Müdigkeit. Bei der Reservation wurde uns schon mitgeteilt, dass der Tisch nur bis 19.30 Uhr freigehalten wird. Daher studierte ich die Speisekarte schon im Voraus und bestellte als…

 

…als Hauptgang

Cordon Bleu von Kälbern aus der Region

Jenzer-Natura-Qualität

Kalb

Trüffel

Gefüllt mit Trüffel, Vorderschinken und Käse, paniert

41.00 CHF

 

Beilage:

Kartoffelgratin

9.50 CHF

 

…als Dessert

2x Crème Brûlée Gifthüttli – Feine Crème mit karamellisierten Zucker

2x 11.50 CHF

 

 

Das Restaurant erinnerte mich von der Aufmachung her an das Restaurant Schnabel. Auch die Zeit ist dieselbe: bald steht in Basel in Fasnacht an, was dem Inneneinrichtung anzumerken war. Es hatte schon viele besetzte Tische und Touristen, aber viele Tische, die reserviert waren, waren um die Uhrzeit noch nicht besucht. Es war etwas eng, am Ende auch laut, aber während dem Essen ging es. Die Enge hat mich nicht gestört. Die Stühle waren hart. Im Gegensatz zu meinem Kumpel hatte ich jedoch ein Kissen auf meinem Stuhl. Das Essen wurde sehr schnell zubereitet. Zehn Minuten nach Bestellung wurde es schon gebracht. Vorspeisen haben mich leider nicht angesprochen, aber ich dachte mir auch, dass das nicht störend ist, da das Cordon bleu sicherlich ein grosses Stück sein würde. Und so war es auch. Meins sah auch grösser aus als das von meinem Kumpel. Ich nahm die Kalb-Variante wegen dem Trüffel. Der Trüffel machte es aus. Das Cordon bleu war sehr gut und fein. Ich war überrascht, wie schnell ich es verschlungen hatte, obwohl ich am Mittag zu Hause noch (Reste) ass. Meine Beilage war ok (Kartoffelgratin). Ich versuchte die Pommes vom Kumpel, und die waren super lecker. Hätte ich besser auch Pommes bestellen sollen. Beim Dessert blieb ich mir treu (sie hatten eine toller Dessertkarte) und bestellte, da Lust, gleich zwei Crème Brûlée. Die war ein absoluter Traum. Es waren noch Apfel-Schnitzchen dabei. Das zweite Mal, dass ich im aktuellen Jahr eine Frucht ass. Danach liefen wir in die Markthalle, die total überfüllt war. Daher gingen wir noch in den McDonald's, wo ich mir ein Kaffee gönnte und wo wir gute Gespräche führten, ehe es mich nach 21.00 Uhr wieder nach Bern zog.

 


Fazit:

 

Hervorragend

Sehr gut

Gut und solide

Enttäuschend












Donnerstag, 29. Januar 2026

Update

Zu Ehren von Ji Han-Jae, der am 28.01.26 starb, gibt es ein neues Review zu:


- Game of Death




RIP

Game of Death

 

Game of Death

Story:

Billy Lo (Bruce Lee, Kim Tae-Jeong, Chen Yao-Po) wird während Dreharbeiten von mafiösen Gangstern (Hugh O'Brian, Dean Jagger) erpresst. Um diesen entkommen zu können, täuscht Billy seinen Tod vor. Doch die Gangster lassen nicht locker und entführen Billys Freundin (Colleen Camp), ehe es in einem Restaurant zum Finale mit den Endgegnern (Dan Inosanto, Kareem Abdul-Jabbar, Ji Han-Jae) der Gangster kommt…

Meine Meinung (Alternate Mandarin Version):

Game of Death wurde zu Ehren von Ji Han-Jae angesehen, der am 28.01.26 verstorben ist. Ji Han-Jae war ein Hapkido-Meister und wurde daher von Bruce Lee auserwählt, in seinem nie zu Ende gestellten Game of Death einen der Endgegner zu spielen. Ji Han-Jae spielte zu der Zeit auch in der Golden Harvest Produktion Hapkido an der Seite von Angela Mao mit. Game of Death wurde nicht zu Ende gedreht, da Bruce Lee unerwartet verstarb. So gibt es nur ca. 15 Minuten an Filmmaterial mit Bruce Lee zu sehen. Der Film wurde durch Golden Harvest und dank der Mithilfe von Robert Clouse (Regisseur von Enter the Dragon) sowie Sammo Hung (Der kleine Dicke mit dem Superschlag) fertig gestellt.

In den chinesischen Fassungen werden nebst Bruce Lee auch Sammo Hung sowie Robert Clouse als Regisseure gelistet. Die Kampf-Choreographie besorgte nach dem Ausscheiden von Bruce Lee auch Sammo Hung, der zudem im Film auch als Ringkämpfer (Kampf gegen Robert Wall) zu sehen ist. Ein gelungener Kampf. Sammo Hung hat allgemein eine gute Arbeit verrichtet. Natürlich sind die Szenen mit dem echten Bruce Lee, die praktisch alle nur im Finale vorkommen und die Kämpfe gegen Ji Han-jae, Danny Inosanto sowie Kareem Abdul-Jabbar zeigen, am besten und allein deshalb ist der Film schon sehenswert. Chuck Norris hingegen ist nur in Archiv-Szenen aus The Way of the Dragon zu sehen. Roy Chiao (Killer Wears White) fehlt in der alternativen Mandarin-Fassung (in meinen Augen kein Verlust).

Aber auch die anderen Actionszenen, choreographiert von Sammo Hung (Ringkampf, Lagerhallen Kämpfe, Teehaus Kampf), sind lohnenswert. In der Lagerhalle gibt es viele Motorrad-Stunts und Zeitlupenaufnahmen zu sehen. Auch der gelbe Anzug, den Bruce Lee im Finale tragen sollte und in unzähligen Filmen als Hommage verwendet wurde (Jacky Cheung in High Risk oder Uma Thurman in Kill Bill: Vol. 1), kommt vor. Stark war auch der besagte Teehaus-Kampf mit Casanova Wong (Master Killers), der dann auch in der nicht offiziellen Fortsetzung Game of Death II Verwendung finden sollte. Eine tolle Sequenz, in der auch Kicker Casanova Wong zeigen kann, was er draufhat.

Fazit: Einer der besten Bruceploitation-Filme und nur schon alleine wegen den echten Bruce Lee Aufnahmen sehenswert!

Gefolgt von: Game of Death II

Infos:

O: Siwang youxi (Mandarin Titel)

HK, USA 1978

R (Alternate Mandarin Version): Bruce Lee, Sammo Hung, Robert Clouse

D: Bruce Lee, Kim Tai-chung, Colleen Camp, Robert Wall, Sammo Hung, Casanova Wong, Ji Han-jae, Danny Inosanto, Chuck Norris, Kareem Abdul-Jabbar, James Tien, Hugh O'Brian, Dean Jagger

Laufzeit der UK-Blu (Alternate Mandarin Version): 90:20 Min.

Gesehen am: Mai 2008 (Internationale Fassung) / Neusichtung (Alternate Mandarin Version): 29.01.26

Fassungen: Die Neusichtung wurde als UK-Blu-Ray via Bruce Lee at Golden Harvest Set von Arrow Video durchgeführt. Im Set sind unzählige Fassungen zu Game of Death enthalten: Internationale Fassung (nur in Englisch), Alternative jap. Fassung, die chinesische Fassung, eine alternative Kantonesische Fassung, eine alternative Mandarin Fassung sowie die legendäre The Final Game of Death Fassung (223 Min.) Version mit allem Material, welches Bruce Lee selbst drehte inklusive der legendären, zuvor nie gesehen «log fight» Kampfsequenz. Für die Neusichtung schaute ich mir die alternative Mandarin Fassung an. Diese ist bis auf die entschärften Nunchakus (im Kampf Bruce Lee gegen Danny Inosanto) sehenswert da anderer Vorspann, anderes Ende und sowohl die Teehaus Kampfszene mit Casanova Wong sowie die Kampfszene mit Ji Han-jae sind in der Fassung enthalten. Mandarin Audio passt zu den Filmen aus der Zeit auch am besten. Auch die Musik ist passend (ich ziehe den Joseph Koo Track dem US-Soundtrack vor). Es gibt dazu Unmengen an Extras auf der Disc (Interviews etc.). Die The Final Game of Death Fassung werde ich demnächst auch noch schauen. In Deutschland bisher (als Mein letzter Kampf) nur als internationale Version zu erwerben.

Dienstag, 27. Januar 2026

Primate


Primate

Story:

Affe Ben (Miguel Torres Umba) infiziert sich mit Tollwut. Eine Gruppe von Jugendlichen (u.a. Gia Hunter, Johnny Sequoyah, Victoria Wyant, Benjamin Cheng, Jess Alexander) kämpfen in einem Haus ums Überleben…

Meine Meinung:

Als ich den Trailer zum Tierhorrorfilm Primate sah, war ein Kinobesuch für mich beschlossene Sache. Auch 2026 stehen einige interessante Kinobesuche an. Filme wie 28 Years Later: The Bone Temple und The Housemaid wurden bereits gesichtet. Andere Filme, die nebst Primate interessant sein könnten sind Send Help (Sam Raimi), No Other Choice (neuer Park Chan-wook), Scream 7 (vielleicht…) They Will Kill You (Trailer im Kino gesehen), Ready or Not 2: Here I Come (dito), Lee Cronin's The Mummy (neue The Mummy Verfilmung), Whistle, Obsession, Scary Movie 6 (vielleicht), Resident Evil (vom Weapons Regisseur) oder Werwulf (der neue Robert Eggers). Insgeheim hoffe ich noch auf einen Kinotermin der A24-Produktion Undertone. Allerdings wurden 2025 auch einige Kinofilme, die offizielle Kinostart-Termine hatten, nachträglich gestrichen (HIM oder Keeper).

Leider kam es, obwohl geplant und voller Vorfreude, zu keiner Kinosichtung von Primate. Warum? Der Film wurde leider nicht im Original gezeigt, daher wurde der Kinobesuch gestrichen. Daher schaute ich mir den Film Online via Stream an. Primate stammt von Regisseur Johannes Roberts, der schon Erfahrungen im Tierhorrorfilm gesammelt hat. Und zwar mit seinen beiden Shark Tierhorrorfilmen 47 Meters Down sowie dessen Fortsetzung 47 Meters Down: Uncaged. Der Film war überraschend gut und im Vergleich zu seinen früheren Tierhorrorfilmen geht es in Primate praktisch humorlos und kompromisslos zur Sache. Es gibt einige spannende Momente (die Szene mit dem Schrank à la Halloween), die ich so nicht erwartet hätte. Das gleiche gilt für die Effekte und den Gewaltgrad.

Der Inhalt mag zwar nur klischeehaft, 08/15, wenig originell und an US-Slasher erinnern (10 kleine Negerlein Prinzip), aber der Affe war wirklich scary und fieser, als ich dies erwartet hätte (und das, obwohl ich Affen nicht mag). Teilweise scheint wohl ein echter Affe (ggf. mit sehr gutem CGI) und ein Darsteller in einem Kostüm (durch Miguel Torres Umba) für den Film verwendet worden zu sein plus Masken und Animatronics für Close-Ups. Die menschlichen Figuren sind zwar wenig interessant und der Anfang des Filmes relativ lahm, wer aber zuwartet, wird danach mit tollem Horror bis zum Ende belohnt.

Fazit: Für Tierhorrorfans zu empfehlen. Primate landet auf meiner Wunschliste!

Infos:

O: Primate

USA, UK, Kanada, Australien 2025

R: Johannes Roberts

D: Gia Hunter, Johnny Sequoyah, Victoria Wyant, Benjamin Cheng, Jess Alexander, Troy Kotsur, Miguel Torres Umba

Laufzeit der Kinoversion: Ca. 89 Min.

Gesehen am: 27.01.26

Fassungen: Läuft in der Schweiz, wie es scheint, nur synchronisiert in den Kinos d.h. auf Ital., Franz. oder Deutsch. Keine O-Ton Vorstellung gefunden. Daher wurde der Film via Stream Uncut und in Englisch angesehen. Eine DVD, Blu-Ray und UHD sind noch nicht angekündigt (Stand: Jan. 2026).

Tough Duel

Tough Duel

Story:

China in den 30ern:

Ein Undercover-Cop (Tien Peng) nimmt den Kampf gegen eine Diebesbande (u.a. Shan Mao, Lung Fei, Chen Hung-Lieh) auf…

Meine Meinung:

Hsiung Ting-Wu, der kurz im Shaw Brothers Universum schnupperte (vor allem als Assistant Director in Filmen von Chang Cheh), drehte Angang der 70er Jahre diesen soliden Basher. Der Plot scheint zunächst simpel und mehr in die 08/15 Fraktion zu verfallen. Doch mit der Bruderschaft des Helden und Bösewichts, die vom selben Meister ausgebildet wurden, kommen noch so was die sehr früher «Heroic Bloodshed» Motive à la Chang Cheh/John Woo in den Film.

Abgesehen von diesem Detail ist der Inhalt definitiv klischeehaft. Es gibt auch hier und da Längen und eine kitschige Love-Story. Die Settings mit dem Zug waren hingegen eine willkommene Abwechslung. Auch das finale Duell in der Einöde, welches an einen Italo-Western oder japanischen Samurai-Film erinnert hat, war schön anzusehen. Apropos Italo-Western: hier und da ist die Musik aus dem Klassiker Spiel mir das Lied vom Tod zu hören. Cool.

Der Star des Filmes wird von Tien Peng (Heroes in the Late Ming Dynasty, Imperial Sword, Assassin) gespielt. Er macht dies solide und soll in den 70ern ein grosser und bekannter Name in Taiwan gewesen sein. Er spielte dementsprechend in vielen solchen Filmen mit. Etwas mehr Freude hatte ich, wie so oft in diesen Filmen, an den Bösewichten. Weil da stechen drei Namen heraus und diese als fiese Gangster und Endgegner zu sehen, macht einfach viel Spass.

Chen Hung-Lieh (A Brave Girl-Boxer in Shanghai, Na Cha and the Seven Devils, The Masks), Lung Fei (The Cavalier, Tiger, Tai Chi Shadow Boxing) und Shan Mao (The Death Player, Wang-Yu kennt kein Erbarmen, Shaolin Temple) spielen die Bösewichte und sie überzeugen in all ihren Szenen. Im Finale wird der Film überraschend hart, was Pluspunkte gibt. Es wird mit Messern gekämpft und die Knochenbrüche haben mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.

Fazit: Solider Film. Basher-Fans können einen Blick riskieren.

Infos:

O: Ying Peng Ying

Taiwan 1972

R: Hsiung Ting-Wu

D: Tien Peng, Shan Mao, Lung Fei, Chen Hung-Lieh, Wong Ching-Chun, Kang Kai

Laufzeit der holländischen Betamax: 83:38 Min.

Gesehen am: 26.01.26

Fassungen: Mir lag die holländische Betamax von Phoenix Home Video vor = Uncut, Mandarin O-Ton mit holländischen Subs, gute Bildqualität und vor allem in Widescreen. Die Info, dass die holländische Fassung in Kantonesisch sei (ofdb Eintrag), ist falsch. Eine Deutsche, eine DVD- oder Blu-Ray Version (Stand: Jan. 2026) sind mir nicht bekannt.

Neukauf

 

SONY SL-C9ES Betamax Recorder PAL

Ein Kumpel von mir hat mehrere Betamax Recorder aus Indonesien gekauft, da diese dort viel billiger sind, als in Europa. Er sagte mir, er würde mir einen für 200 CHF verkaufen, falls sie laufen sollten. Am letzten Wochenende war es so weit: mein Kumpel besuchte mich und brachte mir oben genannten Betamax Player mit. Es war jedoch keiner von denen, die er aus Indonesien erhalten hat, sondern einen, den er einem Schweizer abgekauft hatte. Warum ich einen 2. Betamax Player wollte? Erstens wollte ich einen Reserve-Player haben. Etwas, was ich auch noch mit dem LD-Player tun möchte. Ein Reservegerät erwerben. Der Hauptgrund ist aber der, dass mein Betamax Player nicht mehr rund läuft. Der Ton ist viel zu leise und dumpf. Dialoge sind nicht hörbar, was ein Schauen unmöglich macht. Und ich habe noch einige ungesehene Filme auf Betamax. Der Kumpel hat den Player vor Ort auch gereinigt und neue Kabel angebracht = der Ton wurde nicht besser. Sein Player lief gut und so kaufte ich diesen für 200 CHF ab. Einen Tag später sah ich mir den ersten Film auf dem Gerät an und bin damit sehr zufrieden. Der Player kostet auf eBay im Schnitt 700 CHF aufwärts (bis fast 1000 CHF).


Montag, 26. Januar 2026

Die Fliegenden Feuerstühle

Die Fliegenden Feuerstühle

Story:

Um einen hartnäckigen Polizisten (Leung Tin) erpressen zu können, heuern Gangster (u.a. James Nam Seok-Hoon, Tina Chin Fei, Addy Sung Gam-Loi) dessen Bruder (Charlie Chin Chiang-Lin) an. Letzterer ahnt nicht, dass sein Arbeitgeber Dreck am Stecken hat. Bald schon wird er zur Jagd ausgeschrieben und auch seine Freundin (Nancy Liang Lan-Si) gerät in Gefahr…

Meine Meinung:

Aka The Deadly Chase. Nicht zu verwechseln mit dem Michael Chan Wai-Man Streifen Deadly Chase for Justice oder dem 1973er Film Hard Man in Danger (Der On-Screen Titel der taiwanesischen VHS von Die Fliegenden Feuerstühle lautet nämlich auch Hard Man in Danger, wobei ich letzteren noch ungesehen als US-VHS in der Sammlung stehen habe). Die Fliegenden Feuerstühle ist ein Anfang der 70er Jahre Basher aus Hong Kong von Stanley Siu Wing (Winner Takes All?, Heart of Danger), der in den 90ern vor allem mit dem Frauenpower-Actionfilm The Avenging Quartet auf sich aufmerksam machte.

Die Fliegenden Feuerstühle ist ein solider Basher, der vor allem durch sein modernes Setting und die Drehorte (zum Teil wurde in Macau gedreht) zu überzeugen weiss und sich daher gekonnt von anderen Filmen dieser Art, die im klassischen Kung-Fu Setting gedreht wurden, abhebt. Der Film ist kein Kracher und am Anfang etwas lahm, wie auch die Biker-Szenen. Wenn ich an Hong Kong und Biker-Szenen denke, kommt mir der Shaw Brothers Film Die Wilden Engel von Hong Kong in den Sinn. Die Biker-Szenen in Die Fliegenden Feuerstühle waren, um bei der Wahrheit zu bleiben, relativ öde und boten wenig Spektakel.

Doch das Tempo nimmt im humorlosen Plot schnell zu und bleibt, und das ist überraschend, bis zur The End Einblendung bestehen. Das macht den Film definitiv kurzweilig und unterhaltsam. Die deutsche Fassung überzeugt auch durch eine starke Bildqualität (bis auf eingefügte Szenen) und eine solide deutsche Synchronisation. Aus dem Plot wird, Bruder-Twist und Dramatik im Finale hin oder her, etwas wenig gemacht. Charlie Chin Chiang-Lin (Heroes Behind the Enemy Lines) nahm man sein Opfer am Ende nicht ab, aber er war der sympathischere der zwei Brüder und machte, wie auch die Gangster um James Nam Seok-Hoon (Little Superman) oder Addy Sung Gam-Loi (nur kurzer Auftritt) eine gute Figur. Kämpfe gibt es genug.

Fazit: Solider Basher!

Infos:

O: Zhui Sha

HK 1973

R: Stanley Siu Wing

D: Charlie Chin Chiang-Lin, James Nam Seok-Hoon, Tina Chin Fei, Nancy Liang Lan-Si, Leung Tin, Addy Sung Gam-Loi

Laufzeit der deutschen DVD: 80:22 Min.

Gesehen am: 25.01.26

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Savoy Film / SchröderMedia vor = Uncut, Deutsch (gute Synchro), meist sehr gute Bildqualität (35mm Print und ehemals zensierte Szenen sind aus einer schlechteren Quelle eingefügt worden), kein O-Ton. Wendecover. Eine O-Ton-Fassung (mit oder ohne Subs) ist mir nicht bekannt. Es gibt keine Blu-Ray (Stand: Jan. 2026).

Sonntag, 25. Januar 2026

Method Man

 


2022 mit Angela Mao in Queens

Method Man

Story:

Xiao Lung (Peter Chang Chi-Long) will den Tod seines Vaters (Lung Fei) rächen. Um gegen den Feind (Casanova Wong) bestehen zu können, reichen seine Kampfkünste jedoch nicht aus. Er lässt sich ausbilden um am Ende zusammen mit Verbündeten (Hwa Ling) Rache zu üben…

Meine Meinung:

Aka The Fearless Young Boxer. Bei Method Man handelt es sich um einen in Taiwan gedrehten Film à la Drunken Master und Co. Nach Jackie Chans beiden Erfolgsfilmen waren Kung Fu Komödien angesagt. Viele Filmemacher sprangen auf den Trend auf. Auch Jimmy Shaw (The Yellow Killer), der hier Peter Chang Chi-Long (Six Directions of Boxing, The 72 Desperate Rebels, Mantis Under Falcon Claws) als Jackie Chan Klon auf die Menschheit loslässt. Der Film hat mir besser gefallen als erwartet.

Der Plot ist natürlich nur Mittel zum Zweck, 08/15 und als Fan muss zugewartet werden, ehe sich der Hauptplot mehr und mehr herausbildet. Das war in dem Genre halt einfach so. Es gibt viel Humor, Klamauk und andere Sub-Plots, ehe Peter Chang am Ende seinem Nemesis gegenübersteht. Der Film ist kurzweilig und einige humorvolle Szenen könnten zumindest im Originalton amüsant sein. Jedoch nicht im Englischen Dub. Dieser ist grauenhaft schlecht. Für mich das perfekte schlechte Beispiel, warum ich solche Dubs nicht mag.

Nicht grauenhaft schlecht sind die Trainings- und vor allem die Kampfszenen. Diese sind besser als erwartet und sehr spektakulär eingefangen worden. Alle Beteiligten machen in diesen eine absolut hervorragende Figur. Egal ob Peter Chang Chi-Long, Hwa Ling (Eagle's Claw) oder Casanova Wong (Bloody Mafia, The Legendary Strike, South Shaolin vs. North Shaolin) als Bösewicht. Letzterer ist eine Wucht und bietet als Fiesling und harter Brocken eine beeindruckende Performance. Seine Beinarbeit und seine Kicks sind exzellent. Lung Fei (Eunuch of the Western Palace) ist in einer kurzen Rolle als Peter Changs Vater zu sehen.

Fazit: Für Old School Kung Fu Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Siu Ji Meng Daai

HK 1979

R: Jimmy Shaw

D: Peter Chang Chi-Long, Lung Fei, Casanova Wong, Hwa Ling, Chia Kai, Chen Hui-Lou, Su Chen-Ping, Wang Yung-Sheng

Laufzeit der holländischen DVD: 92:18 Min.

Gesehen am: 25.01.26

Fassungen: Gesehen via holländische DVD von DVD Video = Englischer Dub (furchtbare Qualität), wahrscheinlich Uncut, nicht anamorph, dumpfer Ton, solide Bildqualität. Erst nach der Sichtung gesehen, dass ich davon via Jackiesploitation - A Treasury of Jackie Chan Inspired Rip-Offs and Copy Cats noch eine Public Domain US-Blu-Ray hätte. Das Set, welches 2022 von Angela Mao signiert wurde, ist auch nur Englisch Dubbed. Es ist aber ein anderes Master (On Screen Titel = Avenging Boxer) d.h. der Ton ist klarer und die Version ist anamorph. Dennoch wäre eine Mandarin Ausgabe wünschenswert. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Jan. 2026).

Samstag, 24. Januar 2026

MadS

MadS

Story:

Romain (Milton Riche) macht, bevor er eine Party aufsuchen will, einen Abstecher zu seinem Dealer und konsumiert Drogen. Auf dem Weg zur Party beginnt für Romain ein Höllentrip…

Meine Meinung:

MadS schaute ich mir ohne Vorwissen an. Ich wusste nichts über den Film, den Regisseur oder die Produktion. Erst danach erfuhr ich, dass der Film ohne Schnitt gedreht worden sein soll (à la One Cut of the Dead). Jedoch fand ich in Online Reviews/Videos und gegenteilige Aussagen, dass da mit Technik nachgeholfen wurde. Ob dies stimmt oder der Film wirklich am Stück und ohne Schnitt gedreht wurde, kann ich daher weder dementieren noch bestätigen. Für die Qualität des Filmes und meinem Fazit spielt das aber auch keine Rolle.

MadS ist ein französischer Film. Eine Art Mix aus 28 Days Later auf Drogen mit künstlerischer Note. Während der Sichtung vermutete ich zuerst einen Studentenfilm, so schlecht war der Streifen. MadS war einer der schlechtesten Filme, welche ich je gesehen habe. Extrem nervend. Ich wollte während der Sichtung schon nach 20-30 Min. ausschalten. Das heisst viel. Das ist selten. MadS ist ein Film ohne Sinn und Verstand mit untalentierten, lächerlichen und nervenden Menschen, die sich "Schauspieler" nennen. Das Schauspiel ist an Lächerlichkeit kaum zu überbieten. In meinen Augen waren das Laien. Es gibt fast keinen Plot. Romain verschwindet ab der Mitte des Filmes und danach geht es mit seiner Freundin, die noch viel nervender agiert und schlechter spielt, weiter.

Am Ende gibt es keine Erklärungen. Der Plot ist einfach nur langweilig und vor allem nervend. Vor allem das ewige, hysterische und laute Gekreische aller Personen war nicht zum Aushalten. Absolut nicht. Niemand konnte in dem Film ruhig und normal kommunizieren. Das in Zusammenhang mit dem Sound-Design war höllisch nervend. Irre Menschen irren durch die Strassen, haben Zuckungen, schneiden Grimassen, schreien und nerven. Das ist der Hauptplot des Filmes. Echte Effekte gibt es bis auf das Finale (eine angefressene Leiche) auch nicht. Es wird nur mit roter Farbe gearbeitet (war wohl kaum Budget vorhanden).

Fazit: Totalausfall. David Moreau kommt auf die schwarze Liste!

Infos:

O: MadS

Frankreich 2024

R: David Moreau

D: Lucille Guillaume, Lewkowski Yovel, Xiomara Melissa Ahumada Quito

Laufzeit der Bootleg-Blu-Ray: Ca. 86 Min.

Gesehen am: 24.01.26

Fassungen: Gesehen via Bootleg-Blu-Ray = Uncut, hervorragende Bild- und Tonqualität, Franz. O-Ton mit englischen Subs. MadS gibt es in Deutschland offiziell von capelight pictures / AL!VE auf Blu-Ray.

Freaky Tales

Freaky Tales

Story:

Es werden vier Geschichten erzählt, die am Ende miteinander verknüpft werden. Es beginnt damit, dass Punks (Ji-young Yoo, Jack Champion, Marteen) und Schwarze (Normani, Dominique Thorne) nach dem Kinobesuch von The Lost Boys von Nazis beschimpft werden. Danach kommt es zu einem Schlagabtausch zwischen den Punks und Nazis. Später geht es u.a. mit einem Battle-Rap weiter, in dem zwei Freundinnen (Normani, Dominique Thorne) gegen zwei Rapper antreten…

Meine Meinung:

Freaky Tales schaute ich mir ohne Vorwissen an. Ich wusste nur, dass es ein Film ist, der Kurzgeschichten erzählt. Eine Ansammlung von Anthologien. Dabei erinnert der Film von seinem Aufbau her leicht an den Horrorfilm Weapons. Hier werden diverse Momente aus diversen Blickwickeln erzählt. Die Episoden laufen am Ende z.T. zusammen und werden verknüpft. Eine Spur Quentin Tarantino Hommage darf dabei auch nicht fehlen. Der Film versteht sich als Hommage an die 80er Jahre und spielt 1987 in Oakland. Es werden vier Episoden erzählt. Freaky Tales war einer der schlechtesten Filme, den ich in den letzten Monaten sah. Schlechter geht es kaum.

Ich fühlte mich genervt und wollte die Sichtung abbrechen. Der Film, der eine Laufzeit von fast 110 Minuten bietet, fühlte sich deutlich länger an. Die Episoden waren sehr langweilig. Der Inhalt stark nervend. Der Film soll zwar als Hommage ans 80er Jahre Kino verstanden werden, aber die Figuren und Inhalte erinnern mehr an die heutige Woke-Kultur. Minderheiten in Opferrollen, Stereotypen (Nazi-Darstellungen), viel Sozialkritik (Rassistische Cops). Wurde in den 80ern im Mainstream z.B. wirklich schon von Homophobie gesprochen? Ich denke nicht. Heutige Botschaften in einem angeblichen 80er Jahre Setting, das passt nicht zusammen. Wer sehen will, wie sich Nazis und Punks bekämpfen, sollte sich stattdessen lieber Green Room notieren.

Charaktere wie Punks, Basketball-Spieler (NBA) oder Rapper sind nicht Figuren-Zeichnungen, welche ich mag. Nicht mein Fall. Eher das Gegenteil ist der Fall. Ich nerve mich daran. Passend (z.B. zur zweiten Episode mit dem Battle Rap) gab es selbstverständlich auch viel Hip-Hop-"Musik" zu hören. Das mag ich persönlich auch nicht. Da rettet auch Tom Hanks Gastauftritt nichts (er arbeitet im Film in einer Videothek). Am schlimmsten war der Schwarze Martial Arts Held/Superheld. Peinlich und eine Beleidigung für das (Martial Arts) Auge und Grössen wie Carl Scott (Die Depesche des Todes), Michael Woods (Tiger Cage) oder Eugene Thomas (Ninja in U.S.A.). Die können nämlich auch kämpfen und tun nicht nur so.

Fazit: Abgesehen von einem Bruce Lee Plakat und der Musik aus Hardware (The Order of Death), die einmal kurz läuft, ein absoluter Totalausfall! 

Infos:

O: Freaky Tales

USA, Kanada 2024

R: Anna Boden, Ryan Fleck

D: Too $hort, Ji-young Yoo, Jack Champion, Marteen, Zack Roberts, Normani, Dominique Thorne, Tom Hanks

Laufzeit der US-DVD: Ca. 107 Min.

Gesehen am: 24.01.26

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Lions Gate vor. Diese stammt aus einem Blu-Ray/DVD-Set und die Disc bekam ich geschenkt. Uncut, Englischer O-Ton, englische Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. Es scheint noch keine deutsche Fassung zu geben (Stand: Jan. 2026).

Freitag, 23. Januar 2026

Neukauf

The Bronson Lee Za Karate Collection

Severin Films haben diese drei seltenen japanischen (Toei)Filme auf Blu-Ray veröffentlicht. Den ersten Teil gab es auch als veränderte US-Fassung, welche im Set nebst der originalen japanischen Fassung, erstmals auch mit englischen Untertiteln an Bord ist. Letzteres gilt auch für beide Fortsetzungen. Die Filme wurden nach dem Erfolg von The Street Fighter realisiert. Ich stelle mir die Filme ähnlich wie diese und/oder die Sister Street Fighter Filme (Minus den Gewaltgrad) vor. Alle drei Filme sind Uncut und als Extras hört sich zumindest das exklusive Interview mit dem Star der Stunde, Tadashi Yamashita, interessant an. Tadashi Yamashita ist ein echter Martial Artist. Ich freue mich auf die Filme. Bolo Yeung ist in einer der Fortsetzung als Bösewicht (was sonst?) zu sehen. Region-A-Discs.


The Housemaid


The Housemaid

Story:

Millie Calloway (Sydney Sweeney) wird bei dem Ehepaar Nina (Amanda Seyfried) und Andrew (Brandon Sklenar) Winchester als Nanny angestellt. Keine gute Idee…

Meine Meinung:

Als ich The Housemaid von Paul Feig (von ihm kenne ich nur Spy = den habe ich als lustig in Erinnerung), nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Klassiker aus Südkorea, im Kino sah, wusste ich nur drei Dinge über den Film. Erstens: Es handelt sich um eine Roman-Verfilmung (diesen kenne ich nicht). Zweitens: die Hauptdarstellerin aus Immaculate (Sydney Sweeney) spielt auch hier eine der Hauptrollen. Drittens: in einem Forum las ich einige Spoiler freie Zeilen zum Film, die vielversprechend tönten. Mehr wusste ich nicht. Weder Plot (wobei ich dies beim Titel erraten konnte) noch Trailer waren mir bekannt.

Leider ist aus der Roman-Verfilmung kein guter Film geworden. Der Inhalt basiert, wie bereits erwähnt, auf einem Roman, dessen 08/15 Inhalt vorhersehbar und für Gen Z Frauen (was dem Film zu jeder Sekunde anzusehen ist) geschrieben wurde. Dessen «Erfolg» wurde durch Social Media gehyped (wohl ein Zeitgeist Phänomen wie in der Vergangenheit bei der Bibel oder Mein Kampf) und ist zu vernachlässigen. Der Film und auch die Bilder dazu sollen lediglich junge Menschen, die sich von X, TikTok und Co. blenden lassen, beeindrucken. Daher sehen der Film und die Figuren auch uninteressant, oberflächlich und austauschbar aus.

Der Plot ist absolut unglaubwürdig (die Polizistin im Finale und ihre Vernehmung) und voraussehbar. Twists gab es eigentlich keine. Wer noch nicht durch Social Media verblödet ist, wird die «Twists» schnell ausmachen. Die lange Laufzeit (der Film läuft über zwei Stunden) tut ihr übriges dazu. Vor allem die ersten ¾ waren sehr öde und langweilig. Die Musik-Wahl gefiel mir persönlich gar nicht und war absolut schrecklich. Eine echte Spannung ist nicht auszumachen und die Figuren, die aus der Social Media und Influencer Hölle stammen könnten, sind dem Zuschauer total gleichgültig. Der Film wirkt gegen Ende mehr und mehr unfreiwillig komisch.

Fazit: Geld- und Zeitverschwendung!

Infos:

O: The Housemaid

USA 2025

R: Paul Feig

D: Sydney Sweeney, Amanda Seyfried, Brandon Sklenar

Laufzeit der Kinoversion: Ca. 131 Min.

Gesehen am: 23.01.26

Fassungen: In Bern im Kino gesehen = Uncut (ab 16 Jahren), Englisch, mit deutschen Subs. Die deutsche Disc (Blu-Ray, UHD, DVD) soll am 01.05.26 erscheinen (Stand: Jan. 2026).

Don't Open Till Christmas

Don't Open Till Christmas

Story:

In London geht ein Mörder um, der als Weihnachtsmann verkleidete Personen tötet. Die Polizei ermittelt.

Meine Meinung:

Don't Open Till Christmas ist ein britischer Mitte der 80er Jahre Slasher, der in Deutschland vor allem auch «dank» seiner Beschlagnahme bekannt ist. Ich wusste über den Film, den ich seit vielen Jahren nicht mehr sah (20+ Jahre), nicht mehr viel. Das London-Setting, dass Weihnachtsmänner getötet würden und dass der Film blutig sei, das wusste ich noch. Und die Tatsache, dass ich den Film nicht als Kracher abgespeichert hatte.

Aktuell bin ich viel am Arbeiten (als Nachtwache) und hatte wenig freie Tage. Also wollte ich mir einen anspruchslosen Film ansehen und wählte Don't Open Till Christmas aus. Der Film ist nach wie vor kein Kracher, aber der Streifen hat die Neusichtung bestanden. Ich fühlte mich vor allem durch die kurze Laufzeit von nur knapp 85 Minuten, den hohen Bodycount (= kaum Längen) und die blutigen Effekte (plus ein gesundes Mass an Sleaze und Schmuddel) kurzweilig und wie gewünscht anspruchslos unterhalten. Caroline Munro, bekannt aus Maniac, legt einen unwichtigen Gastauftritt hin (wohl nur, um mit ihrem Namen werben zu können).

Der Film überzeugt durch das London- und Weihnachtssetting. Interessant ist, dass die Mehrzahl der Opfer Männer ist. Das ist, speziell für das Slasher-Genre aus der Zeit, ungewöhnlich. Die zweite abweichende Beobachtung ist die hohe Anzahl an Toten. Wie bereits erwähnt ist der Bodycount sehr hoch. Fast alle fünf Minuten wird ein Opfer gemeuchelt. Daher gibt es wenig Längen. Dabei sind die Effekte zwar blutig, aber schockieren, vor allem heute, niemanden mehr. Die Beschlagnahme ist lächerlich und weder folgerichtig noch zeitgemäss. Das Motiv des Täters erinnert an Ital. Gialli.

Fazit: Slasher Fans können einen Blick riskieren!

Infos:

O: Don't Open Till Christmas

Großbritannien 1984

R: Edmund Purdom

D: Edmund Purdom, Alan Lake, Belinda Mayne, Gerry Sundquist, Mark Jones, Kevin Lloyd, Caroline Munro

Laufzeit der US-DVD: 86:22 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Neusichtung am: Ca. 20/21.1.26

Fassungen: Gesehen via US-DVD von Mondo Macabro = Uncut, Code-Free Disc, Englischer O-Ton, keine englischen Subs, gute Bildqualität. Als Extras gibt es u.a. ein langes Making of und eine Doku über den Produzenten des Filmes. In Deutschland gibt es den Film als Fröhliche Weihnacht auf Blu-Ray (Deutsch/Englisch, keine Subs). In Deutschland ist der Film jedoch seit 2002 beschlagnahmt.