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Mittwoch, 4. März 2026

Shanghai Massacre

Shanghai Massacre

Story:

China während der japanischen und französischen Besetzung:

Drei Gruppen von Chinesen (Wang Kuan-Hsiung, Elsa Yang Hui-Shan, Lung Fei, Chan Sing, Chen Hung-Lieh) beherrschen Shanghai. Als Elsa von Yasuaki Kurata getötet wird, schwört der ehrenhafte Wang (Wang Kuan-Hsiung) Rache…

Meine Meinung:

Von Shanghai Massacre war ich doch recht enttäuscht. Der Film, der mir einmal von einem Deutschen für 200 (!!!) Euro angeboten wurde (ich fand den dann für ca. 20-40 CHF), enttäuscht vor allem durch die wenige Anzahl von Actionmomenten. Bei dem Cast, der den Film auflaufen lässt, grenzt das Endergebnis an Potenzialverschwendung und kommt fast schon einer Arbeitsverweigerung gleich. Trotz Lee Tso-Nam (The Woman Avenger) als Regisseur, trotz First Films (Mission Kiss and Kill) als Produktionsfirma und trotz Blacky Ko Shou-Liang (Master Killers) als Action-Regisseur.

Trotz vielen bekannten Namen wie Elsa Yang (Deadly Silver Angels), Wang Kuan-Hsiung (Diamond Fight), Yasuaki Kurata (Legend of a Fighter), Lung Fei (Master of the Flying Guillotine), Chan Sing (Shaolin Warrior) und Chen Hung-Lieh (The Masks) wird der Kung Fu Fan am Ende enttäuscht. Viele der Stars kommen nur selten und teilweise nicht Mal in Action-Szenen vor. Wang Kuan-Hsiung und Elsa Yang sind die Hauptfiguren und Japaner Yasuaki Kurata, der natürlich einen Bösewicht spielt, kommt nur im letzten Viertel vor. Er macht noch fast die beste Figur, auch in den Actionszenen.

Die wenigen Actionszenen werden vor allem immer wieder durch unblutige Shoot-Outs gestört, wenn denn Mal gekämpft wird. Das ist schade. Das Shanghai Setting und der Plot sind 08/15 und gehört nicht zu meinen Lieblings-Settings in dem Genre. Das Hauptproblem ist aber die kleine Anzahl von Actionszenen. Der Film ist sehr dialoglastig. Somit tun sich viele lahme Füllszenen auf und statt Unterhaltung wird dem Zuschauer schnell langweilig. Und dass vor dem Finale ausgerechnet noch Elsa Yang aus dem Film scheidet, einer der wenigen interessanteren Figuren des Filmes, macht die Sache auch nicht besser.

Fazit: Kommt wahrscheinlich nicht in die Filmsammlung…

Infos:

O: Shang Hai Tan da ye

Taiwan 1981

R: Lee Tso-Nam

D: Wang Kuan-Hsiung, Elsa Yang Hui-Shan, Lung Fei, Chan Sing, Chen Hung-Lieh, Yasuaki Kurata

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 87:43 Min.

Gesehen am: 04.03.26

Fassungen: Mir lag das südkoreanische VHS von Saek Yong Video Production vor = Vollbild statt Widescreen, gute Bildqualität, wahrscheinlich Uncut, Mandarin O-Ton mit koreanischen Subs. Es gibt noch eine US-VHS (Englisch Dubbed) von Paragon Video und eine VHS in der Türkei (Türkisch Dubbed und auch nur Vollbild). Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: März 2026).

November

 

November

Story:

Estland im 19. Jahrhundert, im November und zu Zeiten der Pestgefahr:

Für das einfache Volk, Bauern und Dorfbewohner sind es schwere Zeiten. Zwar helfen die Kratts bei der Arbeit, doch nicht selten verlieren Menschen ihre Seele, um mit dem Teufel zu Geschäften und sich Vorteile zu erhoffen. Liina (Rea Lest) verliebt sich in Hans (Jörgen Liik). Dieser hat jedoch nur Augen für die Tochter (Jette Loona Hermanis) des Barons (Dieter Laser). Da beschliesst es Liina mit einem Zauber…

Meine Meinung:

November, in wunderschönen Schwarzweiss-Bildern gedreht, basiert auf dem Roman Der Scheunenvogt (Rehepapp ehk November) von Andrus Kivirähk. Einem Roman, der als unverfilmbar galt. Den Film, den ich via Severin Films Box All The Haunts Be Ours: A Compendium of Folk Horror Vol. 2 sah, ist ein Mix aus Romann-Verfilmung, Folklore, Märchen und Arthouse-Film. Ob der Roman 1:1 übernommen und verfilmt wurde, weiss ich nicht, da ich diesen nicht kenne.

Regisseur Rainer Sarnet hatte die Idee zum Film bereits im Jahr 2005. Es dauert jedoch bis 2014, ehe der den Film drehen konnte (innerhalb von 60 Tagen zwischen 2014-2016). Ich sah mir den Film ohne jegliches Vorwissen an. Optisch sind die Bilder ein Genuss und zuweilen sehr stimmungsvoll. Absolut zum Geniessen. Der Fantasy- und Märchen-Anteil ist ebenfalls sehr hoch. Ich hätte gerne etwas mehr von den Kratt gesehen. Die Kratt sind die «Kreaturen», die in der estnischen Folklore aus Gegenständen zusammengebaut und dann dank einer Seele Leben eingehaucht bekommen. Diese könnten direkt (optisch) aus einem Horrorfilm stammen.

Es geht jedoch primär nicht um die Kratt. Inhaltlich könnte ich fast von einem Style over Substance Faktor sprechen. Mit einer Laufzeit von fast 120 Minuten war mir der Film jedoch zu lang, der Plot zu dünn, der Humor unpassend und die Figuren und deren Schicksale (eine tragische Love-Story gibt es obendrein) uninteressant. Das ist schade. Die Dramatik und Tragik färben nicht auf den Zuschauer ab, da die Figuren einem nichts an Herz wachsen, auch wenn ich das Ende, da kein Happy End, doch mochte. The Human Centipede Star Dieter Laser ist hier in einer kleinen Nebenrolle und übrigens in seiner letzten Rolle zu sehen, bevor er kurze Zeit später starb.

Fazit: Optisch toll, sonst weniger mein Fall.

Infos:

O: November

Estland, Polen, Holland 2017

R: Rainer Sarnet

D: Jörgen Liik, Dieter Laser, Katariina Unt, Rea Lest, Mari Abel, Arvo Kukumägi, Jaan Tooming, Jette Loona Hermanis

Laufzeit der US-Blu-Ray: Ca. 119 Min.

Gesehen am: 04.03.26

Fassungen: Gesehen als US-Blu-Ray von Severin Films (All The Haunts Be Ours: A Compendium of Folk Horror Vol. 2) = Hervorragende Bild- und Tonqualität, Uncut, O-Ton und englische Subs vorhanden. Gibt es in Deutschland auf Blu-Ray von donau film / ALIVE (Uncut, Deutsch/Estnisch mit deutschen Subs).

Tapa La Boca

Adresse: Aarestrasse 2a, 3601 Thun


Nach zwei Nächten (ich arbeite als Nachtwache) hatte ich neun Tage frei. Perfekt. Zudem sonniges, schönes Wetter. Toll. Nach dem Schlafen schaute ich mir zwei Filme an. Zeit, um darüber zu schreiben, blieb allerdings keine. Ich verabredete mich spontan mit der Kollegin. In Thun. So nahm ich am Nachmittag den Zug und traf sie am sonnigen Thun am Bahnhof. Auf dem Weg dorthin las ich den neuen Roman Blutige Nachrichten von Stephen King. Die 1. von vier Kurzgeschichten habe ich bereits durch und ich muss gestehen, dass mich der Roman bisher nicht überzeugt. Schade. Die Kollegin musste arbeiten und kam direkt vom Klinikalltag in die Stadt. Wir gingen zuerst noch etwas an den See laufen, damit sie Hunger bekam. Ich selbst hatte bereits Hunger, da seit dem Morgen nur Süsses gegessen (diverse Duplo Schokoladenriegel, diverse Kinder Schokoladenriegel, diverse Kinder Schoko Bons).

Die Kollegin führte mich ins Tapa La Boca. Das ist ein Pop-Up Lokal in Thuner Kino Rex, welches bis Ende März dort spanische Küche anbietet. Zuvor war dort für zwei Jahre das Lokal MISTER CORDON Thun eingemietet. Dieses überzeugte jedoch nicht. Es kamen zu wenig Besucher und nach nur zwei Jahren war es aus an dem Standort. Wir hatten nicht reserviert und die Lokalität war sehr voll. Wir bekamen jedoch noch einen Platz. Ein bis zwei Tische waren noch frei. Das Tapa La Boca sollte vorteilhaft durch eine grössere Gruppe besucht werden. Es gibt keine Vorspeisen. Die Speisekarte bestehen mehr aus vielen kleinen Häppchen, die dann zum Teilen bestellt werden. Das ist ein Konzept, welches ich persönlich etwas weniger mag. Zudem habe ich viele Speisen nicht gerne, was das Teilen dann auch nicht möglich macht.

 

Ich bestellte mir…

 

als Hauptgang

Tortilla de Patata

Spanischer klassiker aus Ei, Kartoffel, Zwiebel

20 CHF

 

Albóndigas de ternera en salsa picante de tomate

Saftige Rinderbällchen in würziger Tomatensauce

12 CHF

 

Bao de cerdo con salsa La Boca

Asiatisches Bao-Brötchen gefüllt mit Schweinefleisch und „La Boca“-Sauce

12 CHF

 

als Dessert 

Crema catalana (2x)

10 bzw. 20 CHF

 


Die Bestellungen wurden eine nach dem anderen serviert. Das von der Kollegin kam sehr früh, meins erst später. Ich habe drei Köstlichkeiten bestellt, sie zwei. Ihr zweites kam erst, als ich meine drei schon gegessen hatte. Zudem hatten die Angestellten hier und da Kommunikationsprobleme. Als ich z.B. nach dem Preis für das Dessert (es gab nur ein Dessert und keine Dessertkarte) fragte, wurde ich zuerst nicht verstanden. Als der Kellner drei Crema catalana Desserts brachte, schnallte er auch nicht, dass ich zwei für mich bestellt hatte. Das waren aber nur Kleinigkeiten. Die drei Gerichte, welche ich bestellt habe, waren alle drei sehr fein. Zuerst wurden die Rinderbällchen gebracht. Davon gab ich der Kollegin auch welche ab. Die waren sehr gut. Die Tomatensauce rassig und leicht scharf. Meine Kollegin hat diese dann noch mit Brot, welches sie zu ihrem Gericht bekam, ausgegessen. Als nächstes war die Tortilla dran. Das grösste und teuerste Gericht der Karte. Das war vom Geschmack her wenig intensiv, aber gut essbar. Es wirkte leicht und am meisten spürte ich die Kartoffeln heraus. Der Mix aus Kartoffeln, Ei und Zwiebeln war lecker. Auch davon gab ich der Kollegin etwas ab. Das Bao-Brötchen mit Schweinefleisch erinnert an das taiwanesische Gericht mit gleichen Brötchen und Schweinebauch, welches ich so u.a. in Bern und Zürich schon ass. Das war sehr lecker. Die Crema catalana war zwar nicht sonderlich gross, aber dicker und somit mehr Menge, als erwartet. Und die Creme war sehr mastig, so dass ich am Ende froh war, «nur» zwei statt drei, was ich mir am Anfang überlegt habe, bestellt zu haben (der Preis von 10 CHF pro Dessert schreckten mich am Ende davor ab). Alles in allem war das Essen durch die Bank sehr gut. Sympathisch fand ich auch, dass nicht mit Twint bezahlt werden konnte. Danach begleitete ich die Kollegin noch nach Hause. Wir liefen in einer schönen Vollmondnacht lange am See, was sehr stimmungsvoll anmutete.

 


Fazit:

 

Hervorragend

Sehr gut

Gut und solide

Enttäuschend
















Death Dimension

 

Death Dimension

Story:

Terrorist The Pig (Harold Sakata) will mit einer Bombe, die Gegner einfriert, die Welt erobern. Detektiv J. Ash (Jim Kelly) nimmt den Kampf gegen The Pig und seine Männer (u.a. Bob Minor) auf…

Meine Meinung:

Death Dimension ist eine weitere Zusammenarbeit zwischen Schund-Regisseur Al Adamson (The Female Bunch, Horror of the Blood Monsters, Blood of Ghastly Horror, Dracula's Castle) sowie Enter the Dragon Star Jim Kelly. Im direkten Vergleich fand ich Black Samurai unterhaltsamer. Der war mehr drüber, hatte mehr Action und war auch härter/blutiger. Und auch der Trash-Faktor war höher. Death Dimension geht inhaltlich ähnliche Wege. Es handelt sich um einen Mix aus James Bond Klon und Karate-Film. Ein Terrorist mit Superwaffe muss aufgehalten werden.

So darf hier auch James Bond Star George Lazenby ran (Nebenrolle). Jim Kelly macht seine Sache, wie erwartet, ordentlich. Er darf sich durch diverse Gangster-Gruppen prügeln und macht dabei eine gute Figur. Ein Vorteil, wenn man der Kampfkunst auch im echten Leben mächtig ist. Wo ich hingegen sehr enttäuscht war, war der Hauptbösewicht. Dieser wird von Harold Sakata gespielt. Und er passte absolut nicht in diese Rolle. Unglückliche Besetzung. Ihn konnte ich als Schurken nicht ernst nehmen. Ggf. wurde er aus kommerziellen Gründen gecastet, da auch im James Bond Film Goldfinger zu sehen.

Besser machte es Bob Minor als Sakatas rechte Hand und Mann fürs Grobe. Sein muskulöser Körper und seine Präsenz waren perfekt für die Killer-Rolle. Da freute ich mich schon während dem Film auf den Finalkampf zwischen Bob Minor, der seine Opfer mit einem Ring tötet (Kehle aufschlitzt), und unserem Helden und Star Jim Kelly. Der Kampf war solide, hätte aber gerne länger, dramatischer und härter ausfallen dürfen. Ich mochte es auch nicht, wie Bob Minor besiegt wurde. Das erinnerte mich an das Ende von Michael Woods in In the Line of Duty 4 im Finalkampf gegen Donnie Yen.

Fazit: Für Jim Kelly Fans zu empfehlen. Erreicht aber nicht die Qualität und den Unterhaltungswert von Black Samurai

Infos:

O: Death Dimension

USA 1978

R: Al Adamson

D: Jim Kelly, Harold Sakata, George Lazenby, Bob Minor, Aldo Ray

Laufzeit der US-Blu: Ca. 88 Min.

Gesehen am:  03.03.26

Fassungen: Gesehen via US-Blu-Ray von Severin Films = Al Adamson: The Masterpiece Collection = O-Ton Englisch mit englischen Subs, Uncut, hervorragende Bild- und Tonqualität. In Deutschland Uncut von diversen Anbietern mit unterschiedlichen Titeln (Death Dimension oder Der Einzelkämpfer) auf Blu-Ray zu haben.

Dienstag, 3. März 2026

Update

Zu folgendem Review gibt es ein neues Cover und unter Fassungen einen neuen Nachtrag:

- Söldner Kommando 2

Montag, 2. März 2026

Angel Terminators 2

Angel Terminators 2

Story:

Moon (Moon Lee) und Yukari (Yukari Oshima) sind Freundinnen. Als eine Freundin von ihnen durch Gangster zur Prostitution gezwungen wird, geraten sie, als sie Schmuck der Gangster stehlen, zwischen die Fronten von Triaden-Boss Mad (Karel Wong Chi-Yeung). Derweil versucht Yukaris Vater (Jason Pai Piao) die Beziehung zu seiner Tochter zu glätten und die Polizei (Sibelle Hu) ist ebenfalls hinter Mad her…

Meine Meinung (Hongkong-Fassung):

Angel Terminators 2 hat nichts mit dem Vorgänger zu tun, ausser dem modernem Action-Setting, den kämpfenden Frauen und dem Herstellungsland. Es wird eine eigene Geschichte mit anderem Cast und neuen Figuren erzählt. Angel Terminators 2 gefiel mir weniger gut als bei meiner Erstsichtung und im Vergleich zu Angel Terminators auch weniger gut. Kracher-Status erlangt Angel Terminators 2 definitiv nicht, auch wenn es noch immer ein fetziger Actionfilm ist.

Es gibt mehrere Punkte, die mir bei der aktuellen Sichtung missfallen haben. Zuerst einmal ist die Geschichte unausgegoren. Es gibt drei Sub-Plots und die eigentliche Hauptgeschichte kommt erst nach ca. 60 Minuten zum Tragen. Da hätte ich den ein oder anderen Sub-Plot, den ich ausbremsend, leicht nervend und nicht glaubhaft fand, aus Straffungsgründen entfernt. Das waren vor allem die Szenen, die Vater Jason Pai Piao zeigen, der mit seiner Tochter, gespielt von Yukari Oshima, die oft «Slut» Leggings trägt, Familienprobleme hat. Diese Szenen waren schlecht gespielt.

Daneben fand ich die Clique, in der Moon Lee (Blood Sister, Iron Angels III, Mr. Vampire II) und Yukari Oshima (Drugs Fighters, Iron Angels, Kung Fu Wonder Child) angehören, auch leicht nervend. Ziemliches Overacting. Die Figuren waren weniger mein Fall. Zudem empfand ich die Musik als billig. Schade war auch, dass Moon Lee und Yukari Oshima praktisch durch den ganzen Film nie einem ebenbürtigen Gegner, was Martial Arts Kämpfe und Duell angehen, gegenüberstehen. Das war schade und wird erst im Finale korrigiert, wenn Moon Lee gegen Sophia Crawford (The Big Deal) kämpfen darf.

Nebst Jason Pai Piao (Portrait in Crystal) sehen wir noch Shaw Brothers Legende Lo Lieh (Gold Constables) in einer Nebenrolle. Als Polizisten und Partnerin von Jason Piao Piao darf Sibelle Hu (Crystal Hunt) für Rache und Gerechtigkeit sorgen. Auch sie spielt teilweise drüber. So auch Karel Wong Chi-Yeung als fieser Triaden-Boss Mad. Er hat schon immer gerne Bösewichte gespielt (z.B. in The Last Duel). Wo der Film ansonsten punktet, ist seine grosse Anzahl an Actionszenen. Es gibt hier und da blutige Shoot-Outs, Explosionen und Kampfszenen. Immer wieder. Das Finale ist sicherlich das Highlight des Filmes, was Actionszenen betreffen. Sieht der Zuschauer von den diversen Mängeln der Produktion ab, die auch stark Geschmackssache sind, so bleibt noch immer ein guter und solider Actionfilm.

Infos:

O: Fo Zung

HK 1993

R: Chan Lau, Lu Chin-Ku

D: Moon Lee, Yukari Oshima, Jason Pai Piao, Lo Lieh, Sibelle Hu, Sophia Crawford, Karel Wong Chi-Yeung

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: 93:28 Min.

Gesehen am: Aug. 2014 / 2. Sichtung: 02.03.26

Fassungen: Die HK-VCD habe ich, wenn ich nicht irre, in die USA verkauft, als vor einigen Jahren die deutsche Blu-Ray angekündigt wurde. Diese lag mir nun auch für eine 2. Sichtung vor. Das Mediabook von Shamrock Media bietet den Film in zwei Fassungen auf DVD, Blu-Ray und mit Booklet. Uncut, im O-Ton mit deutschen Subs und in einer erstklassigen Bild- und Tonqualität.

Sonntag, 1. März 2026

Gold Constables

Gold Constables

Story:

Gold wird gestohlen. Diverse Constables (u.a. Carter Wong, Chi Lan, Nancy Yen Nan-See) suchen danach und nach den Tätern (Lung Fei, Lo Lieh)…

Meine Meinung:

Gold Constables hat mir gut gefallen. Es handelt sich um einen Ende der 70er Jahre Eastern aus Taiwan von Wong Chung. Dieser führte nur in drei Filmen Regie (u.a. in The Kung Fu Cook) und war ansonsten mehrheitlich selbst als Darsteller vor der Kamera (= vor allem in den 50ern und 60ern). Der Plot um gestohlenes Geld ist simpel. Diverse Constables bekommen eine Zeitspanne, in der sie den Fall lösen, das Geld wiederfinden und die Täter zur Rechenschaft ziehen sollen. Simpel und unterhaltsam.

Perfektes Setting für einen Eastern. Und um die Bösewichte um Lung Fei (The Great Cheat, Wang Yu - Der Karatebomber, The Drunken Swordsman) oder Lo Lieh (The Concrete Jungle, Edge of Darkness, The Ape Girl) wird auch kein Geheimnis gemacht. Diese sind früh als Hintermänner und Drahtzieher des Falles zu sehen. In den ersten 30 Minuten bekommt fast Lung Fei am meisten Screentime. In der Zeit ist der Film auch noch relativ dialoglastig. Nach und nach werden die Constables eingeführt und auch andere Personengruppen tauchen auf.

Wo der Film dann punktet, ist die im Verlauf der Geschichte immer grösser werdende Anzahl von Kampfszenen. Es wird mit und ohne Waffen gekämpft. Die Kampfszenen sind sehenswert und abwechslungsreich. In denen machen alle eine gute Figur. In einem Review vor der Sichtung des Filmes habe ich gelesen, dass Carter Wong (Killer of Snake, Fox of Shaolin, Kung Fu Art: Horse, Monkey & Tiger, Way of the Lady Boxers) im Film ohne Waffen kämpft. Das stimmt so jedoch nicht. Auch er bekommt mehrere Kampfszenen spendiert, in denen er mit unterschiedlichen Waffen kämpfen darf. Das Highlight des Filmes sind die letzten 30-40 Minuten, in denen praktisch ununterbrochen gekämpft wird.

Fazit: Sehenswerter Eastern!

Infos

O: Tian ya guai ke yi zhen feng

Taiwan 1978, 1979, 1981 (je nach Quelle)

R: Wong Chung

D: Carter Wong, Chi Lan, Nancy Yen Nan-See, Lung Fei, Lo Lieh

Laufzeit der indonesischen Betamax: 87:39 Min.

Gesehen am: 01.03.26

Fassungen: Mir lag die indonesische Betamax von SPVideo (= Super Picture Video) vor = nur Vollbild, solide Bild- und Tonqualität, Englischer Dub mit indonesischen Untertiteln, Cold Constables Titel. Es gibt keine Blu-Ray, keine deutsche Fassung und wohl auch keine DVD (Stand: März 2026). In einem Auktionshaus in Hong Kong fand ich eine HK-VCD (40 HKD). Diese versuche ich, nun zu kaufen um eine O-Ton Ausgabe zu erhalten.

Samstag, 28. Februar 2026

Update

 Einkäufe


Nachträge

Longlegs

Black Spot

Ninja in the Deadly Trap

Green Killer

Shaolin Death Squads

Des Teufels Bad

Sex Beyond the Grave

Secret Ninja Roaring Tiger

Seeding of a Ghost

The One-Armed Swordsmen


Reviews


Restaurant Berichte


Spezial


Bücher




Update

Bei folgendem Review gibt es neue Bilder und unter Fassungen einen neuen Nachtrag:


- The One-Armed Swordsmen

An Ideal Place to Kill

An Ideal Place to Kill

Story:

Englänger Dick Butler (Ray Lovelock) und seine dänische Freundin Ingrid Sjoman (Ornella Muti) düsen mit ihrem Sportwagen durch Italien und verkaufen dafür Nackt-Fotos von Ingrid, um sich ihren Trip finanzieren zu können. Als das Benzin ausgeht, finden sie sich auf dem Anwesen von Barbara Slater (Irene Papas) wieder. Doch diese öffnet ihnen nicht, also brechen Dick und Ingrid, auf der Suche nach Benzin, in die Garage ein. Keine gute Idee…

Meine Meinung:

Bei An Ideal Place to Kill handelt es sich um eine italienisch-französische Co-Produktion von Umberto Lenzi (Eaten Alive, Cannibal Ferox, Die Gewalt bin ich, Labyrinth des roten Todes, Der Vernichter). Ich war skeptisch und habe nichts erwartet, da mir die letzten Filme von Umberto Lenzi, welche ich sah (seine Carroll Baker Arbeiten), nur wenig gefallen haben. Ich wurde zum Glück positiv überrascht. An Ideal Place to Kill besser als die Carroll Baker Filme und der Film landet in der Filmsammlung.

Trotz dem Hippie- und 1969er Zeitgeist nervt das Setting nicht. Ray Lovelock und Ornella Muti überzeugen mit ihrem Ferien-Trip und ihrer Art, Geld zu verdienen. Der Film ist in der Hinsicht weniger schmuddelig, als erwartet. Ein gewisser Erotikfaktor ist hier und da gegeben. Je nach Fassung dürfte jedoch auch unterschiedliches Bildmaterial existieren (Mal mehr oder weniger explizit). Als ich gelesen habe, dass Ornella Muti beim Dreh erst 16 und/oder 17.5 Jahre alt war, dachte ich mir, nicht schon wieder. Was finden die Italiener nur an Nacktszenen mit Minderjährigen?

Jedoch wurden sämtliche Nacktszenen gedoubelt. Das gilt nicht nur für die Szenen mit Ornella Muti, sondern auch für die Szenen mit Irene Papas (Don’t Torture a Duckling, 1931: Once Upon a Time in New York). Antonia Santilli (The Boss) stellte für die wenigen Nacktszenen ihren Körper zur Verfügung. Der Cast hat mir gefallen. Ornella Muti sieht nicht nur gut aus, sondern spielt auch toll. Zudem harmoniert sie prächtig mit Ray Lovelock (Let Sleeping Corpses Lie, Tote pflastern seinen Weg, Eiskalte Typen auf heissen Öfen). Letzterer passt perfekt in solche «rebellische» Rollen.

Der Plot nimmt sich Zeit. Die Musik passt gut zum Zeitgeist und ich empfand den Film als spannend. Lange weiss der Zuschauer nicht genau, wo die Reise hingeht. Es gibt einige kleinere Twists und coole Kameraeinstellungen. Besonders der nächtliche Ausflug inklusive Messerattacke und Gegenschnitte auf die Krähen, Eulen und Vögel war toll anzusehen. Sehr stimmungsvoll. Dieser Moment hätte jedem Giallo gutgestanden und zeigt, dass Umberto Lenzi auch in dem Genre Zuhause war. Das Ende war hingegen vorhersehbar, dennoch mochte ich es.

Fazit: Euro-Cult Fans können einen Blick riskieren!

Infos:

O: Un Posto ideale per uccidere

Frankreich, Italien 1971

R: Umberto Lenzi

D: Ray Lovelock, Ornella Muti, Irene Papas

Laufzeit der US-Blu: 89:36 Min.

Gesehen am: 28.02.26

Fassungen: Mir lag die US-Blu-Ray von Mondo Macabro vor = Region-All-Disc, Uncut, hervorragende Bild- und Tonqualität, Englisch/Ital. mit englischen Subs, exklusive Extras (u.a. ein Interview mit Umberto Lenzi und X-Rated deleted scenes). In Deutschland leicht zensiert (u.a. eine Sexszene) unter dem Titel Deadly Trap auf VHS zu haben.

Freitag, 27. Februar 2026

Legend of a Fighter

Legend of a Fighter

Story:

Father Fok (Phillip Ko Fei) ist ein berüchtigter Martial Arts Meister, der sein Wissen an seine Söhne weitergibt mit Ausnahme von Fok Yun Gap (Yuen Yat-Choh). Fok Yun Gap erhält mit Kong Ho San (Yasuaki Kurata) einen neuen Lehrer. Dieser ist in Wahrheit ein japanischer Kämpfer, der heimlich Father Foks Kampfstil studiert aber nebenbei Fok Yun Gap auch selbst in Sachen Kung Fu ausbildet. Danach macht sich Kong Ho San wieder auf den Weg nach Japan. 12 Jahre später rettet Fok Yun Gap (Leung Kar-Yan) seinen Vater und wird zum neuen Oberhaupt der Familie. Er zieht durchs Land und kämpft gegen Russen und Japaner - und besiegt sie alle. Da schicken die Japaner ihren besten Mann gegen Fok Yun Gap: Dessen ehemaligen Lehrer Kong Ho San…

Meine Meinung:

Legend of a Fighter lag acht Jahre ungesehen rum. Der Film hat allgemein einen sehr guten Ruf, so dass ich bei Namen wie Yuen Woo-Ping (Magnificent Butcher, The Buddhist Fist, Mismatched Couples), Yasuaki Kurata (Fist of Legend, Heroes of the East, Call Me Dragon), Leung Kar-Yan (Sleeping Fist, Knockabout, Die Tödliche Rache) und Phillip Ko Fei (Duell der 7 Tiger, Cantonen Iron Kung Fu, The War of the Boundary) doch hohe Erwartungen an den Tag legte. Dazu Action vom Yuen Clan (The Miracle Fighters, The Champions). Was will man mehr?

Der Plot basiert auf dem chinesischen Volkshelden Fok Yun Gap. Dieser wurde später auch noch von Jet Li verkörpert. Nämlich 2006 in Fearless von Ronny Yu. Fok Yun Gap reiht sich damit zu anderen chinesischen Volkshelden um Fong Sai-yuk (u.a. gespielt von Jet Li, Meng Fei und Shaw Brothers Legende Alexander Fu Sheng) oder Wong Fei-Hung (u.a. gespielt von Jet Li, Vincent Zhao oder Gordon Liu). Und genau da hätten wir ein Problem von Legend of a Fighter: nebst der Tatsache, dass Fok Yun Gap hier von zwei Darstellern gespielt wird, nahm ich Leung Kar-Yan diese anmutige Heldenrolle nicht ab. Dafür sah ich Leung Kar-Yan zu oft in Kung Fu Komödien und als Comic-Charakter.

Zudem, und eigentlich überrascht mich das, waren seine Kampfkünste in dem Film auch nicht so gut wie jene seiner Co-Stars um Phillip Ko Fei und Yasuaki Kurata. Das Duo hatte nämlich weitaus bessere, agilere und flüssigere Kampfszenen zu bieten. Egal ob Trainings- oder Kampfszenen. Das überrascht, zumal Leung Kar-Yan ansonsten eigentlich in der Hinsicht nie enttäuscht. Und dass, obwohl der Yuen Clan hinter den Action-Szenen stand. So sind die Kampfszenen mit Phillip Ko Fei und Yasuaki Kurata die Highlights des Filmes. Das Finale kann daher dann leider auch nicht die Qualität der Kampfszenen vom Beginn oder Mittelteil erreichen, was leicht schade ist. Im Grossen und Ganzen ist das jedoch Meckern auf hohem Niveau. Es gibt genug spektakuläre Kampfszenen im Film, die zu überzeugen wissen. Der Humor dürfte nicht alles gefallen (z.B. Fung Hak-Ons Gastauftritt) und der Plot war sehr dünn und episodenhaft.

Fazit: Nicht ganz der erhoffte Kracher, aber noch immer über dem Durchschnitt anzusiedeln!

Infos:

O: Fok Yuen Gap

HK 1982

R: Yuen Woo-Ping

D: Phillip Ko Fei, Yuen Yat-Choh, Yasuaki Kurata, Leung Kar-Yan, Lau Hok-Nin, Brandy Yuen Jan-Yeung, Huang Ha, Fung Hak-On

Laufzeit der UK-DVD: 88:47 Min.

Gesehen am: 27.02.25

Fassungen: Mir lag die UK-DVD von HKL vor = Uncut, O-Ton, englische Subs, gute Bild- und Tonqualität, leider von 2,35:1 zu 1,78:1 beschnitten. Die Extras der Disc fehlen bei meiner Version. Ggf. handelt es sich bei der Disc um die holländische HKL-Ausgabe in welcher die Extras "oft fehlen sollen" (vom Hörensagen). Es gibt keine deutsche Fassung und keine Blu-Ray (Stand: Feb. 2026).

Ristorante Azzurro Terra e Mare

 

Adresse: Murtenstrasse 2, 3008 Bern


Aktuell genoss ich, endlich bei frühlingshaftem Wetter und Sonnenschein, 2.5 freie Tage. Ich hatte mit der Kollegin in der Stadt abgemacht, aber kurzfristig haben wir unser Treffen um einen Tag nach hinten verschoben. Zu dem Zeitpunkt hatte ich bereits einen anderen Termin (Inselspital) und so schlug ich vor, in der Nähe des Krankenhauses was essen zu gehen. Nach diversen Tätigkeiten am Vortag und viel Sonne schlief ich wunderbar bis um 07.00 Uhr. Danach beendete ich die erste Staffel der sehenswerten Serie The Rig, ehe es mich in die Stadt zog. Wir wollten uns in der Stadt beim Starbucks Treffen. Die Kollegin lud mich dann in ihr Auto und wir fuhren zum Friedhof neben dem Inselspital. Statt ins MIDTOWN BURGER zu gehen entschieden wir uns für eine andere Location: Ristorante Azzurro Terra e Mare.

Dieses war mir auch vom Sehen her bekannt, da auf dem Weg liegend, wenn das Inselspital besucht wird. Ich bin jedoch kein zu grosser Fan der Ital. Küche, da privat viel Teigwaren essend. Aber ein Gericht, welches ich auf der Speisekarte sah, sprach mich an, war nicht zu teuer und die Google Rezessionen waren auch hoch (4.6/5). Vom Friedhof Parkplatz zum Restaurant waren es nur paar Minuten zu Fuss und wir bekamen kurz vor 12.00 Uhr problemlos noch einen Tisch. Wir entschieden uns, draussen zu essen. So waren wir, was Gesprächsthemen angingen, auch mehr unter uns. Zumal die Kollegin auch rauchen konnte. Ich war seit 07.00 Uhr auf und hatte noch nichts gegessen. Dementsprechend gross war mein Appetit. Ich bestellte mir als…

 

…Vorspeise

FILETTO DI MANZO BIO IN CARPACCIO

Bio Rindsfilet-Carpaccio mit Parmesanscheiben, Pilzen, kaltgepresstem Olivenöl, Zitronensaft, Rucola

24.50 CHF

 

…Hauptgang

LUNETTE RIPIENE AL TARTUFO

Teigtaschen mit Trüffelquarkfüllung an einer pürierten Steinpilz- und Trüffelrahmsauce, garniert mit schwarzen Trüffeln

27.50 CHF

 

…Dessert

Crema Catalana

10.50 CHF

  

Aufgrund eines Missverständnisses wurde mir Oktopus-Carpaccio gebracht, welches ich angewidert wieder zurückgab. Die Kollegin nahm keine Vorspeise. Als ich das richtige Carpaccio bekam, liess ich mir es schmecken. Die Vorspeise war köstlich und hat mich überzeugt. Danach freute ich mich auf das «Trüffel-Gericht» mit Trüffel-Füllung und Trüffel-Sauce. Das war ausgezeichnet und total lecker. Einziges Manko: obwohl es die reguläre Menge war (also Hauptgericht statt Vorspeise und/oder kleine Portion) war die Portion nicht relativ gross. Aber das Gericht war ein Genuss für die Geschmacksempfindungen. Und als ich auf der Dessertkarte (diese gab es Online nicht) noch die Crema Catalana erblickte, war ich hin und weg. Diese war ausgezeichnet und genau nach meinem Geschmack. Ich bereue, dass ich nicht gleich zwei davon bestellt habe. Ich verzichtete auf einen Kaffee (Sparmassnahmen). Interessant war, dass die Vorspeise 30 Rappen teurer war, als auf der Onlinekarte. Im Grossen und Ganzen empfand ich die Preise jedoch nicht als zu hoch. Ich wurde als Gesamtfazit positiv überrascht. In meinen Augen bisher das beste Ital. Restaurant, welches ich in Bern testen durfte. Da komme ich auch gerne Mal wieder, z.B. an einem Abend zu einem Stück Fleisch. Schön, dieses Restaurant an einem sonnigen, gemütlichen Mittag mit der Kollegin und tollen Gesprächen entdeckt zu haben.

 

Fazit:

 

Hervorragend

Sehr gut

Gut und solide

Enttäuschend