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Sonntag, 8. Januar 2023

King Kong vs. Godzilla


Japanuary 2023

King Kong vs. Godzilla

Story (US-Fassung):

 

Ein UN-Reporter berichtet von dem Auftauchen Godzillas, was die Welt in Angst und Schrecken versetzt. Da kommt der Bevölkerung King Kong, ein Riesen-Affe, der von einer Insel entführt wurde, um die Taschen eines Geschäftsmannes zu füllen, gerade recht: dieser entkommt seinen Entführern und nimmt den Kampf gegen Godzilla auf…

 

Meine Meinung (US-Fassung):

 

King Kong vs. Godzilla ist der 3. Teil der langen Godzilla Reihe. Nach den ersten zwei Streifen (Godzilla und Godzilla Raids Again) wirkt die Fortsetzung von Ishirô Honda (Latitude Zero) leicht schwächer da zu lustig. Die ersten zwei Filme waren mehr oder weniger Frei vor Humor/Klamauk und düsterer. Dies steht den Filmen besser. Mir persönlich gefällt es besser.

 

Wie im Vorgänger (gegen Anguirus) darf hier Godzilla nicht nur zerstören, sondern erneut gegen ein ebenbürtiges Geschöpf kämpfen: King Kong! Man nahm die bekannte King Kong Geschichte (Review) und hat einen Godzilla und UN-Reporter-Doku-Plot um die Geschehnisse herumgedichtet. Die Szenen mit dem Riesen-Affen auf der Insel sind, vor allem zum Original King Kong, wenig stimmungsvoll und wenig spektakulär.

 

Leider fehlt in der Hinsicht auch die Musik von Akira Ifukube (Godzilla Fantasia), da veränderte US-Fassung. Die Füllszenen, gerade in der ersten Filmhälfte, sind ebenfalls lahm. Die Darsteller 08/15 und ebenso die Charakterisierung der Figuren. Diese überzeugen nicht sonderlich und bleiben nicht in Erinnerung. Wo der Film schlussendlich punktet, sind die Monster-Sequenzen.

 

Die Gummikostüme von Godzilla und King Kong haben Charme. Ebenso ihre Zerstörungen gegen Gebäude, Städte oder der Kampf gegen das Militär. Während Godzilla gegen Panzer und Co. für Freude bei den Kaiju -Fans sorgt, darf King Kong auf der Insel gegen einen Riesen-Tintenfisch kämpfen - das Highlight bevor er entführt wird. Gekonnt werden beide Filmmonster im langen und actionreichen Finale, welches für Längen dann entschuldigt, in den Plot integriert. Das Finale ist das 2. Highlight des Filmes!

 

Fazit: Für Kaiju-Fans zu empfehlen und dem (CGI-Müll) US-Remake vorzuziehen!

 

Gefolgt von: Mothra Vs. Godzilla

 

Infos

 

O: Kingu Kongu tai Gojira

 

Japan 1962

 

R: Ishirô Honda

 

D: Tadao Takashima, Kenji Sahara, Yû Fujiki, Ichirô Arishima, Jun Tazaki

 

Laufzeit der US-DVD: 90:43 Min.

 

Neusichtung am: Jan. 2023 / Sichtung der Anolis DVD: 23.12.25

 

Fassungen: Mir lag tatsächlich, was ich nicht mehr wusste, nur die US-Fassung vor = Englisch Dubbed, viele Szenen entfernt, neue Szenen (Sub-Plot und westliche Schauspieler) dabei und leider wurde auch die Musik ausgetauscht. Daher: die DVD fliegt aus der Sammlung und die deutsche Ausgabe von Anolis (= beide Fassungen an Bord) wandert auf die Wunschliste! Titel in Deutschland: Die Rückkehr des King Kong. Nachtrag Dez. 2025: Nun sah ich erstmals die japanische Originalversion. Bis auf die ersten lahmen 20-30 Minuten und den etwas deplatzierten Humor sehenswerte Monster-Effekte, Miniaturbauten, Zerstörungen und Monsterkämpfe (Godzilla, King Kong, Tintenfisch). Dazu lag mir die deutsche DVD von Anolis vor = Die Rückkehr des King Kong. Steelbook mit der deutschen Fassung, der US-Fassung und der japanischen Fassung (In Japanisch mit deutschen Subs). Dazu gibt es ein Booklet mit vielen Infos. Leider ist die Bildqualität der japanischen Fassung nur durchschnittlich geworden. Hier und da etwas zu dunkel aber vor allem die Unschärfe des Bildes ist zu bedauern. Alternativen: DVD, VHS und LD aus Japan (Nicht Englisch freundlich) oder die US/UK-Blu-Ray von Criterion Collection (Jap. mit englischen Subs).

Samstag, 7. Januar 2023

Concrete Review

Japanuary 2023

Concrete

Story:

 

Mehrere High School-Schüler entführen eine 17jährige und foltern sie zu Hause, bis sie an den Verletzungen stirbt. Danach stellt sich die Frage: Wohin mit der Leiche?

 

Meine Meinung:

 

Concrete ist ein Low-Budget True-Crime Film mit All Night Long Optik und basiert auf dem Mord an der der 17jährigen Junko Furuta, die 1989 nach 41tägiger Geiselnahme und Folter verstarb, ehe die Leiche in einem zubetonierten Fass gefunden wurde. Der Film ist nach Concrete-Encased High School Girl Murder Case: Broken Seventeen-Year-Olds (aus dem Jahr 1995) und Shônen no hanzai (aus dem Jahr 1997) die 3. Verfilmung der grausamen und tragischen Geschichte.

 

Der Film, der in Japan sogar ein Vertriebsverbot bekommen haben soll (keine Ahnung, ob das noch aktuell ist), hat mich in Jugendjahren aus Sicht eines Horror- und Gore-Freaks interessiert, ohne dazumal die genauen Hintergründe zur Tat gewusst zu haben. Im Film wurde aus Junko Furuta ein anderes Mädchen (Namenswechsel), aber ansonsten hielt man sich an die Vorgaben zum echten Fall. Im Vergleich zum Original-Fall wurde der Inhalt zum Glück verhältnismäßig "harmlos" inszeniert.

 

Dies lag zum einen sicher auch am Budget. Wirkliche Effekte dürften nicht erwartet werden. Fans, die auf solche japanischen Sickos abfahren, dürfen definitiv keine All Night Long und Co. Qualitäten erwarten. Es wird ein relativ steriles, uninteressantes und langweiliges Bild gezeichnet. Zwar wird versucht, die Figuren (Täter) ausreichend zu charakterisieren, dies bleibt aber ziemlich auf der Strecke und berührt gleich null. Auch das Opfer ist dem Zuschauer mehr oder weniger egal, da kaum charakterisiert. Die Entführung passiert erst nach einer langen 1. Hälfte in der Mitte des Filmes.

 

Dazu kommt, dass der Film nicht nur ein kleines Budget, eine zu sterile und zu saubere Video-Optik geniesst, sondern auch, dass die Darsteller ihre Sache teilweise nur wenig glaubhaft verkörpern. Das Ganze lässt kalt und schockt nur, wenn man weiss, dass es sich um einen echten Fall handelt, der sich in Wirklichkeit noch viel sadistischer und unmenschlicher abgespielt hat (der Wiki-Eintrag z.B. ist härter als der Film). Der Film will als Unterhaltung schocken und tut dies jedoch nicht. Alles falsch gemacht! Interessant ist eigentlich nur, dass die Täter für ihre Strafen nicht die Todesstrafe bekamen…

 

Fazit: Zu billig, zu langweilig und ohne glaubhafte Charakterisierung der Figuren = Zeitverschwendung!

 

Infos:

 

O: Konkurîto

 

Japan 2004

 

R: Hiromu Nakamura

 

D: Katsuya Kobayashi, Miki Komori, Masanori Machida, Kensuke Mano, Mika Mifune

 

Laufzeit der jap. DVD: 89:59 Min.

 

Neusichtung am: Jan. 2023

 

Fassungen: Mir lag die DVD aus Japan von Benten Entertainment vor = Uncut, Jap. O-Ton, keine Subs, gute Bild- und Tonqualität. Eine Fassung mit englischen Subs, eine deutsche Fassung und eine Blu-Ray Ausgabe gibt es nicht (Stand: Jan. 2023).

Freitag, 6. Januar 2023

Shogun's Sadism Review

Japanuary 2023

Shogun's Sadism 

Story:

 

Während der Tokugawa Herrschaft:

 

1. Christen werden verfolgt, gefoltert und getötet.  Iori, der sich (unwissentlich) in eine Christin verliebt, wird nun zum Spielball und seine Geliebte zum Lustobjekt des sadistischen Kaisers.

 

2. Sutezo hat Schulden und wird gezwungen, in einem Bordell zu arbeiten, wo er unmenschlichen Situationen und Erniedrigungen ausgesetzt wird. Zusammen mit der Prostituierten Sato plant er seine Flucht…

 

Meine Meinung:

 

Die japanische Tokugawa-Reihe ist bis ausserhalb Japans, besonders für ihre Folterszenen und Grausamkeiten, bekannt. Der 1976 erschienene Shogun's Sadism aka Tokugawa - Joy of Torture 2 aka Oxen Split Torturing ist dabei einer der grausamsten Teile der Reihe, welche z.B. Filme wie Orgies of Edo oder Bohachi Bushido: Code of the Forgotten Eight beinhalten.

 

Das sahen auch die Deutschen so, die den Film auch beschlagnahmen liessen. Regisseur Yûji Makiguchi war da auch für weitere fiese Filme (zumindest anhand der englischen Titel) bekannt: Nuns That Bite, Decapitation of an Evil Woman, Virgin Breaker Yuki oder The Most Perverted Post War Crimes.

 

Shogun's Sadism sah ich seit Jugendzeiten nicht mehr. Ich wusste nur noch, dass der Film blutig war, dass der Kaiser ein Comic-Charakter darstellte (also überzeichnet gespielt) und die berühmte Folter-Szene mit den Ochsen war mir bekannt (daher rührt auch der Alternativtitel Oxen Split Torturing, eine Folterart, die scheinbar, wie auch das Vierteilen durch Pferde, tatsächlich so durchgeführt wurde). Mehr wusste ich jedoch nicht mehr.

 

Zum Japanuary gab es also eine Auffrischung von Shogun's Sadism. Der Film ist nicht schlecht, aber nichts mehr für die Sammlung. Der Humor und das Overacting, welches dem Film hier und da Härte raubt, passt nicht ganz zum sadistischen Rest des Filmes, an welchem sogar De Sade (nach ihm wurde der Sadismus benannt) Freude gehabt hätte, auch wenn es ihm im besagten Film zu wenig Ärsche gehabt hätte. Der Film ist tatsächlich zuweilen herrlich fies, originell und grausam sadistisch. Auch blutiger als andere Filme dieser Art. Eines des Highlights war dabei tatsächlich die Szene mit den Ochsen, die auch stark gefilmt wurde.

 

Allerdings wurde ich mit dem Film, der Hostel und Co. sprich das Torture Porn Genre vorneweg nimmt, nicht mehr wirklich warm. Auch die Tatsache, dass zwei Episoden erzählt werden, fand ich doof. Das Ende der 1. Geschichte wird z.B. offengelassen und in der zweiten Story hat mich Figur Sutezo und dessen Schausiel genervt. War schlecht und nervend. Dazu kommt, dass der Film länger wirkt als seine "nur" 76 Minuten. Und viele der Sexszenen sind lahm d.h. weder schockierend noch erotisch. Dass grosse Fogging-Zensur herrscht, verbesserte diesen Umstand selbstverständlich nicht.

 

Fazit: Wer Filme wie Tokugawa - Gequälte Frauen und Co. "mag", kann einen Blick riskieren!

 

Infos:

 

O: Tokugawa onna keibatsu-emaki: Ushi-zaki no kei

 

Japan 1976

 

R: Yûji Makiguchi

 

D: Yûsuke Kazato, Rena Uchimura, Akira Shioji, Masataka Iwao, Ryuichi Nagashima, Yusuke Tsukasa

 

Laufzeit er holländischen DVD: 76:44 Min.

 

Neusichtung am: Jan. 2023

 

Fassungen: Mir lag die holländische DVD von Japan Shock vor = Schuber, Uncut, gute Bild- und Tonqualität, bis auf Fogging Zensur im Master Uncut, O-Ton Japanisch und diverse Subs (Deutsch, Englisch etc.) vorhanden. Die inzwischen auch veröffentlichte Blu-Ray vom gleichen Label hat dann "nur" noch deutsche Subs dafür nebst O-Ton auch eine deutsche Sprachfassung. Titel der Blu-Ray: Tokugawa - Joy of Torture 2.