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Montag, 8. Januar 2024

Female Prisoner #701 Scorpion: Grudge Song

Japanuary 2024

Female Prisoner #701 Scorpion: Grudge Song

Story:

Nami (Meiko Kaji) ist erneut auf der Flucht. Sie trifft auf einen ehemaligen Klassenkameraden (Masakazu Tamura) und findet heraus, dass beide einen korrupten Cop als Feind haben. Doch als sie bei einem Versuch, durch die schwangere Ehefrau des Cops an diesen zu gelangen und die Frau stirbt, eskaliert die Situation…

Meine Meinung:

Nach den ersten drei Teilen hatte Regisseur Shunya Ito (Curse of the Dog God) keine Lust mehr auf eine Fortsetzung, wofür er bei Toei auch abgestraft wurde, ehe er dann aus der Versenkung geholt wurde, um Curse of the Dog God zu drehen (laut dem Interview auf der Curse of the Dog God-Disc). Dass Können von Shunya Ito wird deutlich, denn ohne sein Mittun verliert die Fortsetzung im Vergleich zu den drei ersten Female Prisoner #701 viel Klasse und Qualität.

Der neue Regisseur kann zwar auch solide bis sehenswerte Produktionen vorweisen (Massacre Gun, Retaliation, Savage Wolf Pack, Assault! Jack the Ripper), aber es gelingt ihm nicht, die mystische Aura der Vorgänger Filme aufrechtzuerhalten. Der Plot ist nach einem tollen Start (Verfolgungsjagd) lahm. Es wird zu viel Zeit mit dem ehemaligen Bekannten von Nami vergeudet. Dieser wird solide von Masakazu Tamura dargestellt. Aber im Grunde eine relativ uninteressante Figur, der zu viel Screentime geschenkt wird.

Nami, erneut stark aber sehr wortkarg von Meiko Kaji verkörpert, gerät dadurch oft in den Hintergrund. Erst nachdem sie Schwangere Frau des bösen Cops stirbt, nimmt der Film langsam Fahrt auf. Richtig toll wird der Film aber selten und dann eigentlich nur im Finale. Dort stimmt auch die Farb-Optik wieder und die visuellen und optischen Einfälle sind ein absoluter Genuss! Warum nicht schon vorher so? 

Ein Detail gefiel mir aber auch im Finale nicht, und zwar die Tatsache, wie dumm und unrealistisch der Bösewicht selbst am Galgen landet. Das war schon sehr fragwürdig umgesetzt, aber immerhin optisch schick. Das Rachelied (Urami Bushi) passt jedoch auch nach wiederholtem Male gut zum Inhalt und zur mystischen, rächenden Figur Nami aka Scorpion.

Fazit: Der schlechteste Teil der Reihe! Fans sollten die Erwartungen nach den ersten drei sehenswerten Filmen nach unten schrauben…

Gefolgt von: New Female Prisoner 701: Scorpion

Infos:

O: Joshû sasori: 701-gô urami-bushi

Japan 1973

R: Yasuharu Hasebe

D: Meiko Kaji, Masakazu Tamura, Yumi Kanei, Hiroshi Tsukata, Yayoi Watanabe, Toshiyuki Hosokawa

Laufzeit der US-DVD: 88:21 Min.

Gesehen am: Sept. 2006 / Neusichtung am: Jan. 2024

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Tokyo Shock vor = Uncut, O-Ton, englische Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. Gibt es von Rapid Eye Movies in Deutschland auf DVD. Wer eine Blu-Ray möchte, sollte zur UK-Ausgabe von Arrow Video greifen.

Sonntag, 7. Januar 2024

Lone Wolf & Cub Teil 6 - Blutiger Schnee

Japanuary 2024

Lone Wolf & Cub Teil 6 - Blutiger Schnee

Story:

Itto Ogami (Tomisaburô Wakayama) und sein Sohn (Akihiro Tomikawa) sind noch immer auf ihrem Rachegeldzug. Yagyū Retsudō (Minoru Ōki) schickt nun seine Tochter Karoi (Junko Hitomi), seinen unehelichen Sohn Hyoei um den Tsuchigumo -Clan, die auch der schwarzen Magie mächtig sind, in den Kampf gegen Itto Ogami…

Meine Meinung:

Als ich die Reihe dazumal zum ersten Mal sah, war ich aufgrund des offenen Endes des sechsten und letzten Teiles der Lone Wolf & Cub Reihe enttäuscht. Dies finde ich auch jetzt noch schade, aber es war weniger enttäuschend. Alles in allem ist die Lone Wolf & Cub Reihe (Okami - Das Schwert der Rache, Lone Wolf & Cub Teil 2 - Am Totenfluss, Lone Wolf & Cub Teil 3 - Der Wind des Todes, Lone Wolf & Cub Teil 4 - Die tätowierte Killerin, Lone Wolf & Cub Teil 5 - Der weisse Pfad der Hölle, Lone Wolf & Cub Teil 6 - Blutiger Schnee) eine der besten Samurai-Reihen aus Japan. Und das ist nicht übertrieben.

Lone Wolf & Cub Teil 6 - Blutiger Schnee geht es länger ruhig an. Der Plot wird konsequent weiterverfolgt und diesmal schickt Yagyū Retsudō noch seine leiblichen Kinder in den Kampf gegen Itto Ogami. Tomisaburô Wakayama und Akihiro Tomikawa spielen erneut sehr stark. Aber ich mochte auch Minoru Ōki (Yakuza Law) als Bösewicht und die Tatsache, dass er hier mehr Screentime bekommt als in den Vorgängern. Und speziell Freude hatte ich an seiner Filmtochter, gespielt von Junko Hitomi. Gerade ihre Trainingsszenen oder das Duell gegen Itto sind der Wahnsinn.

Die ruhige Kameraarbeit und die wunderschönen Bilder sind erneut ein Genuss. Wie vor einer Actionszene/vor einem Duell Spannung generiert wird, ist der der Wahnsinn. Tolle Musik, tolle Bilder. Der Film hat mit Ausnahme des Finales eher wenig Action zu bieten und ist ruhig. Die Actionszenen und Duell sind sehenswert und blutig. Das Highlight ist selbstverständlich das lange, blutige Finale im Schnee, wo es zu eindrücklichen und spektakulären Actionszenen kommt.

Fazit: Sehenswert! Eine der besten Film-Reihen aus Japan!

Infos:

O: Kozure Ôkami: Jigoku e ikuzo! Daigoro

Japan 1974

R: Yoshiyuki Kuroda

D: Tomisaburô Wakayama, Akihiro Tomikawa, Minoru Ōki, Junko Hitomi,

Laufzeit der deutschen DVD: 83:24 Min.

Gesehen am: Sept. 2006 / Neusichtung am: Jan. 2024

Fassungen: Siehe Okami - Das Schwert der Rache!

Samstag, 6. Januar 2024

Ju-on - The Curse 2

Japanuary 2024

Ju-on - The Curse 2

Story:

Nach den Ereignissen in Ju-on: The Curse kehrt der Geist zurück. Überlebende aus dem ersten Film (u.a. Makoto Ashikawa) sind in Gefahr. Die Polizei (Taro Suwa, Reita Serizawa) beginnt zu ermitteln…

Meine Meinung:

Ju-on - The Curse 2 hat mir nicht wirklich gross gefallen und vor allem im Vergleich mit dem Vorgänger ist der Film doch eine Enttäuschung. Das liegt auch daran, dass die ersten 30 Minuten aus dem Vorgänger (Ju-on - The Curse) stammen. So à la The Hills Have Eyes 2 oder Silent Night, Deadly Night Part 2, die auch sehr viel Filmmaterial aus den ersten Filmen wiederverwendet haben. Laut Reviews soll sich Regisseur Takashi Shimizu (Marebito) dafür (im Arrow Video Bonusmaterial) sogar entschuldigt haben. Eigentlich wäre es besser gewesen, wenn er aus dem Stoff aus Ju-on - The Curse und Ju-on - The Curse 2 einen einzigen Film gemacht hätte statt zwei Filme.

Ich dachte beim Schauen zuerst, ich hätten den falschen Film ausgewählt (sind beide auf einer Blu-Ray bespielt), aber Pustekuchen. Das war verwirrend. Ich fand jedoch irgendwie den ganzen Film verwirrend. Wie der Vorgänger ist auch hier der Plot in Kapitel unterteilt und zeigt diverse Personen, die vom Fluch heimgesucht werden. Die Verbindungen der Personen zueinander waren mir auf die Dauer fast nicht mehr klar, da der Film dabei oft in verschiedenen Zeitspannen spielt und nicht chronologisch erzählt wird.

Der Look ist ähnlich wie beim 1. Film. Die Darsteller sind bemüht und es gibt in der 1. Hälfte einige gruselige Momente, in denen ich eine Gänsehaut bekam und die stimmungsvoll eingefangen wurden, vor allem oft dann, wenn Katzengeräusche (Miauen, Schreie) zu hören waren. In der 2. Filmhälfte flacht der Film jedoch auch in der Hinsicht ab: oft zu viel des Guten (die Gruppe von schwarzhaarigen Mädchen vor der Schule = absolut null spannend) und zu repetitiv. Eine Gruselunterhaltung wollte sich dann nicht mehr einstellen. Schade!

Fazit: Kann man eigentlich getrost links liegen lassen und nur den Vorgänger schauen!

Gefolgt von: Ju-on: The Grudge

Infos:

O: Ju-on 2

Japan 2000

R: Takashi Shimizu

D: Makoto Ashikawa, Taro Suwa, Reita Serizawa

Gesehen am: Jan. 2024

Laufzeit der UK-Blu-Ray: 75:35 Min.

Fassungen: Siehe Ju-on: The Curse!