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Donnerstag, 19. Oktober 2017

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Cult of Chucky Review

Cult of Chucky

Story:

Nach Curse of Chucky geht es wie folgt weiter:

Nica (Fiona Dourif) muss sich in der Psychiatrie für die Morde verantworten. Ihr Therapeut (Michael Therriault) sieht Fortschritte (Nica war die Töterin, es gibt keine mordende Puppe) und Nica wird in eine andere Anstalt transferiert. Dort wird die Therapie mit einer Good Guy Puppe fortgesetzt. Kurze Zeit später beginnt das grosse Sterben. Derweil: Andy (Alex Vincent) versucht von aussen Nica zu helfen und Chucky (Stimme: Brad Dourif) zu vernichten…

Meine Meinung:

Cult of Chucky hat mir wie sein Vorgänger Curse of Chucky, der Andy aus den ersten drei Teilen reaktiviert und in die Geschichte einbaut, nicht wirklich gefallen. Leider überwiegen die negativen Punkte.

Der Film hatte sichtlich ein kleines Budget, was am Setting und den Darstellern bemerkbar wird. Setting wirkt steril, öde, langweilig. Die meisten Darsteller waren nicht überzeugend, 08/15 klischeehaft (Patienten und vor allem der Psychiater) oder stark nervend (Fiona Dourif fand ich grottenschlecht und kaum auszuhalten und leider ist sie die Hauptrolle). Alex Vincent war okay, Brad Dourif als Chuckys Stimme gut und Jennifer Tilly kommt kaum vor.

Inhaltlich wird die Story aus Curse of Chucky weitergesponnen und sie endet offen – einige Dinge waren arg unglaubwürdig und unrealistisch (unbemerkter Suizidversuch in Klinik, wie sich Andy selbst in die Klinik einweisen lässt etc.). Ob die neuen Inhalte Fans zu begeistern wissen wage ich zu bezweifeln – ich denke das Lager wird gespalten – mir gefiel die Idee nicht (wie der Titel schon sagt: ein Chucky Cult mit mehreren Chuckys).

Weiterhin negativ: Es kamen weder Spannung noch Stimmung auf. Gruselig wars nicht und den Soundtrack fand ich billig und unpassend. So richtig böse-lustig fand ich Chuckys Sprüche auch nicht. Immerhin waren die Puppen gut getrickst und auch die anderen Spezialeffekte waren grösstenteils in Ordnung – vor allem im Finale wird der Film dann übertrieben blutig und brutal – ob als Kompensation für inhaltliche oder darstellerische Schwächen? Um alte Fans für sich zu gewinnen? Ich weiss es nicht – aber 2-3 tolle Gore-Effekte haben einen mittelmässigen Film noch nie besser gemacht, so auch hier.

Wenn ich es mir recht überlege und evaluiere komme ich mehr und mehr zu folgendem Gedanken: nach Teil drei hätte Schluss sein sollen mit der Reihe!

Fazit: nur für Fans interessant, welche Curse of Chucky etwas abgewinnen konnten!

Infos:

O: Cult of Chucky

USA 2017

R: Don Mancini

D: Jennifer Tilly, Fiona Dourif, Alex Vincent, Elisabeth Rosen, Michael Therriault, Summer H. Howell

Laufzeit der US Blu Ray: Ca. 91 Min.

Gesehen am: 07.10.17

Fassungen: Mir lag die US Blu Ray vor = R- und Unrated Version an Bord (Unrated wegen Gore zu bevorzugen, R-Rated ist zensiert), Schuber, englische Subs zum O-Ton, erstklassige Bild- und Tonqualität. In Deutschland erscheint der Film im Nov. dieses Jahres. Es wird sich auch um die Unrated Fassung handelt (Uncut und ab 18).

Dementia Review

Dementia

Story:

Nach einem Schlaganfall bietet sich eine Krankenschwester (Kristina Klebe) Patient George Lockhart (Gene Jones) an und betreut ihn zu Hause – ganz zum Gutdünken von Georges Sohn und seiner Enkelin (Hassie Harrison). Doch die Krankenschwester hütet ein finsteres Geheimnis…

Meine Meinung:

Habe den Film mit einem anderen verwechselt (Kaufgrund) aber natürlich trotzdem angeschaut. Der Film ist sehr solide und eine neuartige Variante von Misery. Man kann Dementia in der Tat sehr gut damit vergleichen.

Und solche Szenarien können fast nicht schlecht oder langweilig sein. So auch hier: es steht eine spannende Geschichte im Vordergrund, wo es noch paar inhaltliche Überraschungen die Motive betreffend gibt – vor allem im Finale. Ob man diese nun gut oder schlecht findet ist stark Geschmackssache. Es lässt auf jeden Fall einige Figuren in einem anderen Licht erscheinen…

Die Grundidee, dass der Mann durch die Folgen einer Krankheit eingeschränkt und einer Krankenschwester «ausgeliefert» ist, wurde gut eingefangen. Beklemmend und brutal (Szene mit der Katze war sehr böse und fies) geht es teilweise zu und der Film bringt realistische Argumente – wem wird man Glauben schenken? Einer qualifizierten Krankenschwester oder einem kognitiv eingeschränkten, alten Mann? Diese Ausgangslage bringt genug Realismus in den Film, um den Zuschauer bei Laune zu halten.

Die Darsteller machen allesamt einen ausgezeichneten Job, so dass Dementia auch in dieser Hinsicht zu überzeugen vermag.

Fazit: Kein Highlight, aber durch eine solide Inszenierung, eine spannende Story à la Misery und gute Darstellerleistungen überzeugend und unterhaltsam.

Infos:

USA 2015

R: Mike Testin

D: Gene Jones, Kristina Klebe, Hassie Harrison, Peter Cilella, Richard Riehle

Laufzeit der deutschen Blu Ray: Ca. 86 Min.

Gesehen am: 30.09.17

Fassungen: Mir lag die deutsche Blu-Ray vor = Wendecover, Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, O-Ton und deutsche Subs vorhanden.