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Freitag, 12. Juli 2019

Come to Daddy Review

  NIFFF 2019 Spezial
Come to Daddy

Story:

Norval (Elijah Wood), dessen Vater in der Kindheit seine Mutter und ihn verlassen hat, bekommt nun, etwa 30 Jahre später, von ihm einen Brief geschickt, in welchem der Vater Norval bittet, ihn zu treffen. Gesagt, getan. Norval sucht das Heim seines Vaters, er lebt in einem einsamen Strandhaus, auf, um seinen Vater zu treffen und Vergangenes zu reflektieren und zu verarbeiten. Doch es läuft alles anders als geplant…

Meine Meinung:

Come to Daddy ist ein sehenswerter Überraschungsfilm, von dessen Inhalt man nicht mehr wissen sollte, als ich weiter oben geschrieben habe. Jedes Detail mehr, würde die Spannung, Überraschungseffekte und Originalität rauben, welche der Film bietet. Das wäre sehr schade. In der Inhaltsangabe zur NIFFF Vorstellung stand sogar noch weniger als oben, und das ist auch richtig so.

Elijah Wood sehe ich inzwischen ganz gerne (Dank Maniac) und so wurde der Film, von dem ich kaum etwas wusste (Trailer gibt es auch noch keinen), zu einer spannenden Angelegenheit. Ich kann im Review gar nicht ins Detail gehen, da ich keine Überraschungen verderben will. Ich kann nur sagen: einige Dinge ahnt man vielleicht, erinnern ganz wenig und entfernt an andere Filme.

Dies war bei mir in zwei Szenen der Fall – ansonsten weiss man nicht, wo der Film hinsteuert und wie er endet. Es gibt schwarzen Humor, es gibt Suspense und Spannung und von jedem einzelnen phantastische Schauspielleistungen. Der Inhalt ist innovativ, original, nicht vorhersehbar. Eine Spannung daher bis am Ende gegeben.

Spannend, schwarzhumorig, innovativ – was will man mehr? Der 3. NIFFF 2019 Film, welchen ich mir auf die Wunschliste setzen werde!

Fazit: Unbedingt ansehen! So macht Kino Spass!

Infos:

O: Come to Daddy

Irland, Kanada, Neuseeland, USA 2019

R: Ant Timpson

D: Elijah Wood, Stephen McHattie, Ona Grauer, Martin Donovan, Michael Smiley

Laufzeit der Originalversion: Ca. 93 Min.

Gesehen am: NIFFF 2019

Fassungen: Gesehen am NIFFF im O-Ton und Uncut. Es gibt noch keine DVD/Blu-Ray und keine deutsche Fassung (Stand: Juli 2019). Nachtrag 14.04.23: Inzwischen liegt mir die UK-Blu-Ray von Signature Entertainment vor = O-Ton, englische Subs, Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität.

Riot Girls Review

NIFFF 2019 Spezial
Riot Girls

Story:

In der Zukunft: Erwachsene leben nicht mehr. Diese wurden durch Krankheiten ausradiert. Jugendliche Banden (Arm gegen reich) bekämpfen sich…

Meine Meinung:

Weltpremiere am NIFFF 2019. Dass der Film durch eine Deutsche (oder einer Schweizerin die perfekt Deutsch sprach) vorgestellt wurde (in Deutsch) überraschte mich und ich frage mich noch jetzt, was sie mit dem Film zu tun hatte. Allerdings bekam ich schon in dieser Vorstellung ein ungutes Gefühl. Erster Film der weiblichen Regisseurin Jovanka Vuckovic, die sich für Gender Themen stark macht und diesbezüglich auch schon einen Kurzfilm drehte…

Ob der Zeitgeist auch in Riot Girls Einzug halten würde? Ja – Frauen sind in Riot Girls das starke Geschlecht. Männer die bösen und/oder das schwache Geschlecht. Die Heldinnen sind natürlich noch lesbisch. Aber auch wenn man dieses nervende Zeitgeist Phänomen als Klischee wegdenkt ist Riot Girls nicht wirklich gut. Der Titel hört sich doch episch an, ist der Film aber definitiv nicht.

Man denkt an ganze Banden von «Riot Girls» und dann sind es durch den Film durch nur zwei Personen. Der Film, der kaum was gekostet haben dürfte, und das sieht man dem Werk auch an (Anzahl Figuren, Effekte, Settings), hat mir nicht gefallen. Da wurde aus einem Endzeitszenario viel zu wenig gemacht.

Nebst Zeitgeist-Gender-Quatsch nervt der Film durch billiges Budget, wenig Action, kaum Gore (da gab es einen wirklich guten handgemachten Effekt), Klischees ohne Ende (der Cousin, der zu schlapp für die «Titans» ist, das Overacting der Bösewichte à la Hobo with a Shotgun), kaum wechselnde Settings, einem schwachen Finale und Längen.

Fazit: Nicht zu empfehlen!

Infos:

O: Riot Girls

Kanada 2019

R: Jovanka Vuckovic

D: Madison Iseman, Paloma Kwiatkowski, Munro Chambers, Carson MacCormac, Atticus Mitchell

Laufzeit der Originalversion: Ca. 82 Min.

Gesehen am: NIFFF 2019

Fassungen: Gesehen am NIFFF 2019 im O-Ton. Es gibt noch keine DVD/Blu-Ray inklusive deutscher Fassung (Stand: Juli 2019).

NIFFF Tag 7 Bericht

Nach der gestrigen Pause schlief ich heute sehr lang. Es standen vier Filme auf dem Programm und mein Kollege aus Seuzach (plus Kollege von ihm) kamen ab heute auch ans NIFFF für drei Tage. Von meinen vier Filmen standen drei gemeinsam auf dem Programm. Das Wetter war heute am besten: keine kalte Biese, aber auch keine Sonne. Es hat merklich abgekühlt und ist angenehm. Da noch Mitte der Woche war am See nicht viel los, so dass man dort etwas ausspannen konnte.

Es fanden gute Filmgespräche statt und die Filme waren zum Teil auch gut (Girls with Balls), bis nicht wirklich gut (Riot Girls) bis sehr gut (Come to Daddy). Gerade Come to Daddy, da waren auch die Macher anwesend, war total ausverkauft. Come to Daddy ist der 3. Film an diesem NIFFF, welcher es auf meine Wunschliste schafft.

Die Pausen zwischen den Filmen waren zu knapp, um was Richtiges zu essen. Zu lange Schlagen, zu wenig Platz, zu wenig Angebote. Im Kino wurde ich noch von einem Blog-Besucher angesprochen (der mich schon letztes Jahr ansprach) – es stellte dich heraus, dass er mir (Online) den Tipp gab, dass Takashi Miike am Di Nachmittag Interviews geben würde. An dieser Stelle: nochmals vielen Dank für den Tipp!

Der letzte Film brachte auch mir eine neue Erfahrung: das Open Air. Mit Kopfhörer. Zum Glück nicht zu kalt, aber das Sitzen ist so was von unbequem dort. Man hat das Gefühl, die Stühle gehen gleich kaputt und wenn jemand neben dir im Gang hoch/runter läuft wackelt es so stark als habe man das Gefühl, die ganze Konstruktion fällt in sich zusammen. War doch sehr mühsam und unbequem.