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Sonntag, 21. Januar 2024

Rise of the Footsoldier

Rise of the Footsoldier

Story:

Der Film erzählt vom echten Ex-Hooligan- und Gangster Carlton Leach (Ricci Harnett).

Meine Meinung:

Rise of the Footsoldier bekam ich geschenkt. Den Film, von welchem ich noch nie was hörte und der mehrere Fortsetzungen nach sich zog, ist quasi eine True-Crime Verfilmung von Carlton Leach. Laut Cover einem Hooligan, Bouncer, Gangster und Legende. Laut Wikipedia ein ehemaliger Hooligan und eine bekannte Person aus der englischen Unterwelt. Heute Schriftsteller. Rise of the Footsoldier basiert auf Carlton Leachs eigenem Roman Muscle. Eine Biographie über sein Leben.

Ob im Film alles 1:1 identisch ist, mit dem Roman, ist mir nicht bekannt. Ich denke aber schon. Der Film endet mit dem Mord an drei Kollegen von Carlton Leach und Schrifttafeln über die Verurteilung der potenziellen Täter und dem Abtauchen des Zeugen ins Zeugenschutzprogramm. Ich mag Gangster-Filme und Gangster-Settings. Vor allem wenn es britische und französische Filme- und Serien sind. Aber auch aus den USA oder Italien gibt es sehenswerte Serien mit Gangster/Mafia-Settings.

Ich denke da an Titel wie Gangs of London (nur 1. Season, die 2. war in allen Belangen massiv schwächer), Kin (irische Serie), Snatch (von Guy Ritchie), Bube, Dame, König, Gras (erneut von Guy Ritchie), Bank Job (Jason Statham), Ganglands (zwei Staffeln), Braquo (von den vier Staffeln sah ich bisher nur zwei), Fargo (die ersten vier Staffeln fand ich hervorragend, die 5. noch nicht gesehen), Suburra (drei Staffeln), Allein gegen die Mafia (eine der besten Serien überhaupt), Romanzo criminale (zwei Staffeln), Gomorrha (fünf Staffeln), Avengement (Scott Adkins), Tschugger (kenne bisher nur die ersten beiden Staffeln) oder Tulsa King (Sylvester Stallone). Auf der Wunschliste steht zudem noch Blood Coast (neue Serie aus Frankreich).

Zurück zu Rise of the Footsoldier: der Film sagte mir nicht sonderlich zu. Vom Ablauf her hat mich der Film an HK-Filme aus den 90er Jahren erinnert. Aufstieg und Fall eines Gangsters. Der Fall wird mit dem Tod der drei Freunde von Carlton Leach erreicht. Der Aufstieg beginnt in der Hooligan-Szene, die früher in England gewütet hat und heuer in anderen Ländern problematischer ist. Obwohl ich englischen Fussball mag (bin Manchester United Fan), mochte ich den Film nur wenig. Das lag hauptsächlich daran, dass mir die Figuren egal waren. Die Schicksale waren mir gleichgültig und praktisch alle Figuren waren durch die Bank unsympathisch und Arschlöcher.

Sollen sich die Gangster doch gegenseitig foltern und erledigen = weniger Abschaum auf der Welt, perfekt! Das Menschliche und Emotionale blieb total auf der Strecke. Eine Spannung war auch kaum gegeben, da ich wusste, dass Carlton Leach später auf der Szene ausstieg. Soll heissen eine Spannung war nie gegeben, wenn Carlton Leach im Film bedroht wurde, da klar, dass ihm nichts passieren würde. Die Kameraführung fand ich grauenhaft, die teils mehrjährigen Zeitsprünge sorgten nie dafür, dass sowas wie eine Stimmung oder Atmosphäre aufkommt (sondern alles unzusammenhängend wirkt) und die Gewalt-Momente waren selbstzweckhaft und übertrieben sadistisch/brutal.

Fazit: Nicht empfehlenswert!

Gefolgt von: Return of the Footsoldier

Infos:

O: Rise of the Footsoldier

Großbritannien 2017

R: Julian Gilbey

D: Ricci Harnett, Terry Stone, Craig Fairbrass, Roland Manookian, Frank Harper, Billy Murray, Neil Maskell

Laufzeit der österreichischen DVD: 114:18 Min.

Gesehen am: 10.12.23

Fassungen: Mir lag die Dopple-DVD von NSM (Österreich) vor = Uncut, 2. Disc mit Extras, Deutsch/Englisch mit deutschen Subs. Die Bild- und Tonqualität sind sehr gut. Gibt es inzwischen auch auf Blu-Ray (Ascot Elite).

Samstag, 20. Januar 2024

The Nun II


The Nun II

Story:

1956 Frankreich:

nachdem ein Priester ermordet wurde, nimmt Schwester Irene (Taissa Farmiga) den Kampf gegen den Dämon (Bonnie Aarons) auf…

Meine Meinung:

The Nun war dazumal eine Enttäuschung. Wie bereits The Nun habe ich nun auch die Fortsetzung gratis via Stream gesichtet, damit ich kein Geld verschwende (ok, den ersten sah ich auf Netflix, als ich es noch hatte). In der Schweiz ist das vom Gesetz her legal. The Nun II ist nicht so schlecht wie der Vorgänger, aber per se auch kein wirklich toller Film. Das Conjuring-Universum und die neuen Filme wirken ausgelaugt, wenig originell und austauschbar. Wenn es nach mir geht, sind «nur» noch Insidious, The Conjuring 1-3 und Annabelle 2 sehenswert. Den Rest kann man getrost ignorieren.

The Nun II wartet erneut mit Taissa Farmiga und Bonnie Aarons auf. Aus The Conjuring kehren noch Vera Farmiga und Patrick Wilson zurück - diesmal nur kurz ganz am Ende. Die neuen Figuren kann man vergessen. Dass die Kinder zum Beispiel alle überleben, ist klar. Und somit wird dem Plot Spannung geraubt. Stimmungsvoll wird es kaum, gruselig ist The Nun II, der viel zu oft dunkel und karg wirkt, nie. Dazu wirken Action-Szenen à la Marvel Comic-Verfilmungen mit übertriebene CGI-Effekten und Rumfliegerei zu unpassend für einen Horrorfilm.

Desweitern sind die Gruselmomente vorhersehbar. Die Nonne wirkt überhaupt nicht mehr gruselig. Zuweilen wirkt der Film in einigen Momente fast mehr wie ein 08/15 Slasher (unblutig). Was man The Nun II zu guten Halten kann sind immerhin paar optisch schicke Szenen. Warum nicht mehr davon? Und die Tatsache, dass der Film vor allem nicht langweilig ist. Für einen lahmen, anspruchslosen Abend, um gleichzeig noch zu lesen oder zu zocken (Broforce) ist der Film ok. Am besten und stimmungsvollen war übrigens der optisch extrem sehenswerte Abspann. Schade, dass der Film nicht in dem Look gehalten wurde…

Fazit: Das «Conjuring Universum» ist tot!

Infos:

O: The Nun II

USA 2023

R: Michael Chaves

D: Taissa Farmiga, Jonas Bloquet, Storm Reid, Anna Popplewell, Bonnie Aarons, Katelyn Rose Downey, Suzanne Bertish

Laufzeit der Originalversion: Ca. 110 Min.

Gesehen am: 09.12.23

Fassungen: Via Stream gesehen (O-Ton, Uncut). Der Film läuft aktuell noch in den Schweizer Kinos, obwohl seit 07.12.23 auch auf DVD, Blu-Ray und UHD zu haben (in Deutsch).

Freitag, 19. Januar 2024

Regulator

Regulator

Inhalt:

Zitat Back-Cover:

«DER KAMPF GEGEN DAS BÖSE BEGINNT

Ohne Vorwarnung tauchen in der Kleinstadt Wentworth die mörderischen «Regulatoren» auf und erschiessen alles und jeden, der sich ihnen nähert. Aber mit dem Massaker beginnt das Grauen erst. Ausgerechnet ein kleiner Junge könnte die Stadt vielleicht retten.

Ein Parallelroman zu Stephen Kings «Desperation».»

Meine Meinung:

Von meinem Bruder bekam ich zwei Stephen King Romane geschenkt. Von Regulator hörte ich zuvor noch nie. Dies sprach mich mehr an (dass andere wäre Stark gewesen, wo ich den Film dazu schon kenne) und habe es, vor allem auf der Arbeit als Nachtwache (auf meiner neuen Stelle), rasch gelesen. Auf der einen Seite ist es packend, spannend und fesselt. Auf der anderen Seite gehört es definitiv nicht zu seinen besten Werken.

Stephen King (Dead Zone - Das Attentat, The Stand - Das letzte Gefecht, Schwarz - Der Dunkle Turm Band 1) schrieb hier erneut als Richard Bachmann, wie es dies bereits zuvortat (Menschenjagd). Was mir in Regulator gefiel war die Kleinstadtstimmung, der phantastische Inhalt, die blutige Gewalt und die Kinderfantasie, welche durch das Monster Tak in die Realität projiziert werden. Ich denke, aus dem Stoff hätte man einen tollen Film machen können.

Der Film nimmt Bezug zu Stephen Kings Roman Desperation. Verwirrend ist, dass in Desperation auch Personen dieselben Namen tragen wie in Regulator aber andere Personen verkörpern. Die Art und Weise, wie der Plot erzählt wird, macht Regulator nicht einfach zu lesen. Der Plot ist nicht gradlinig und diverse Zeit Verschiebungen und Einfälle (seitenlange Tagebucheinträge) machen es nicht besser. Zudem gibt es zu viele Personen, die Mal mit Vor- und dann wieder mit Nachnamen (oder Kosenamen) benannt werden.

Oft verlor ich wirklich den Überblick oder habe Person A mit Person B verwechselt. Die Hauptfiguren sind Audrey, Tak und Seth. Diese konnte ich jedoch auch immer auseinanderhalten. Der Rest ist, praktisch gesehen, mehr oder weniger nur Kanonenfutter. Ich fühlte mich beim Lesen auch an andere Romane/Filme von Stephen King erinnert: Shining oder Es. Es gibt auch weitere Links z.B. zu Kings Der Dunkle Turm Saga.

Fazit: Kein Kracher, aber durch und durch solide. Schade, dass es dazu keinen Film gab. Desperation, von dem es einen billigen Film gibt, werde ich mir als Roman sicherlich auf die Wunschliste setzen.

Infos:

In Deutschland erschienen: Ja

Sprache: Deutsch

Verlag: Heyne

Anzahl Seiten: 544

Roman/Sachbuch: Roman

Art: Taschenbuch

Autor: Stephen King (als Richard Bachman)

Erschienen: 03/2011 (3. Auflage)