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Sonntag, 14. September 2025

Heroes in the Late Ming Dynasty

 


Heroes in the Late Ming Dynasty

Story:

China im Jahr 1366:

General Shung Ting-Pi (Pai Ying) soll entfernt werden. Dazu sind den Bösewichten (Carter Wong) alle Mittel recht. General Shung Ting-Pi wird verhaftet und es droht ein Gerichtsverfahren. Auf seinem Weg zum Gericht sieht er sich diversen Gefahren, aber auch Verbündeten (Tien Peng, Polly Shang-Kuan Ling-Feng) konfrontiert. Diese schlagen zu, als General Shung Ting-Pi während eines unfairen Gerichtsverfahrens zum Tode verurteilt wird…

Meine Meinung:

Heroes in the Late Ming Dynasty ist ein Mitte der 70er Jahre Eastern aus Hong Kong, der jedoch in Taiwan gedreht wurde. Der Film ist kein reiner Kung-Fu Film. Das sollten sich Fans bewusst sein, um nicht enttäuscht zu werden. Der Film von Regisseur Wu Min-Hsiung (The Green Dragon Inn, One Foot Crane) umfasst die Genres Historienfilm, Kostümdrama, Kung-Fu Film und Gerichtsfilm. Auf Klamauk wird glücklicherweise verzichtet, was sich positiv auf den Film und die englische Synchro auswirkt.

Der Plot kann etwas konfus anmuten, vor allem dann, wenn der Zuschauer die Schauspieler nicht kennt. Und in Heroes in the Late Ming Dynasty tummeln sich halt schon einige bekannte Namen in Haupt- und Nebenrollen wie Carter Wong (The Ming Patriots, Killer from Above), Tien Peng (The Elimination Pursuit, The Lost Swordship), Polly Shang-Kuan Ling-Feng (The Rangers, The Shaolin Kids), Barry Chan (Game of Killers, The Black Tavern) oder Shan Mao (A Girl Called Tigress). Davon spielt Carter Wong, was mich freute, die Rolle des Bösewichts (natürlich weisshaarig).

Tien Peng und Polly Shang-Kuan Ling-Feng sind die Helden des Filmes. Die restlichen Figuren kann man theoretisch vernachlässigen. Mehr Kung Fu Kämpfe hätten dem Film zwar nicht geschadet, dennoch mochte ich den Film, auch wenn im Vergleich zu anderen Filmen eher wenig gekämpft wird. Die Qualität der Kampfszenen war aber gut. Am besten empfand ich die kurzen Fights von Carter Wong. Schade, dass er im Finale nicht etwas länger «durchgehalten hat».

Fazit: Kein Kracher, aber solide!  

Infos:

O: Da Ming Ying Lie

HK 1975

R: Wu Min-Hsiung

D: Carter Wong, Tien Peng, Polly Shang-Kuan Ling-Feng, Barry Chan, Shan Mao, Pai Ying, Tien Ho, Han Ying-Chieh

Laufzeit der indonesischen Betamax: Ca. 94 Min. / Laufzeit der südkoreanischen VHS: 85:50 Min.

Gesehen am: 13.06.25 / 2. Sichtung (Korea-VHS): 07.03.26

Fassungen: Mir lag die indonesische Betamax von Asaka Vision vor = Vollbild, Englischer Dub, solide Bildqualität, k.A. ob Uncut oder nicht (sah nicht zensiert aus). Originalbildformat wäre 2,35:1. Der Englische Dub ist zuweilen sogar ganz ok. Da bin ich von vielen anderen Kung-Fu-Filmen schlechtere englische Sprachfassungen gewohnt. Liegt vielleicht daran, dass es in Heroes in the Late Ming Dynasty keinen Klamauk zu sehen gibt. Mir ist nicht bekannt, dass es davon eine DVD, Blu-Ray oder eine deutsche Fassung gäbe (Stand: Juni 2025). Nachtrag März 2026: Es folgte eine 2. Sichtung als südkoreanische VHS von Korea Media. Der Film liegt vor im O-Ton Mandarin mit englischen, chinesischen und koreanischen Untertiteln. Der Film ist und bleibt durchschnittlich, da dialoglastig und nur wenig Kampfszenen bietend. Das wusste ich aber schon (1. Sichtung als indonesische Betamax). Die VHS aus Südkorea ist auch nur in Vollbild. In Mandarin macht der Film aber mehr Laune als Englisch Dubbed. Mit dem Verlauf der Story gibt es auch mehr Kampfszenen. Der Film bleibt aber bis zum Ende nur solide. Kein Must See Titel. Nur für Fans des Genres. 

Samstag, 13. September 2025

Nomad Review

Nomad

Story:

Zwei Pärchen (Pat Ha Man-Jik, Leslie Cheung, Cecilia Yip Tung, Kent Tong Chun-Yip) geniessen das Leben, lieben sich, haben Träume. Sie verbringen die Zeit auf einer Insel. Vor der Küste befindet sich ihr Segelboot. Die Nomad. Auf dieser befindet sich Shinsuke (Stuart Ong), der kurz zuvor aus Japan nach Hong Kong kam. Auf der Flucht vor der Japanese Red Army…

Meine Meinung:

Die letzte Sichtung von Nomad, einem New Wave Film aus dem Jahr 1982 und einer Hong Kong Produktion, ist 13 Jahre her. Dazumal gefiel mir der Film nicht wirklich. Jedoch waren auch andere Gründe dafür verantwortlich, an deren Einfluss ich nichts ändern konnte. Die Fassung war zensiert und die Inhaltsangabe der HK-DVD soll falsch und nicht sinngemäss gewesen sein (gemäss meinem alten Review), so dass ich dazumal mit falschen Erwartungen an den Film ging.

Regie führte Patrick Tam, der schon die sehenswerten Filme The Sword, Love Massacre sowie My Heart Is That Eternal Rose realisiert hat. Nomad reiht sich gut in diese Titel ein und der Film hat mir heuer in einer würdigen Fassung auch deutlich besser als früher gefallen. Der Film, der 1983 an den HK-Film Awards für 14 (!) Preise nominiert war, gefällt durch seinen Genre-Mix (Drama, New Wave, Coming of Age, Love-Story), seine visuellen Einfälle (die dank der neuen Restauration auch voll zur Geltung kommen) und einem starken Cast von dazumal noch neuen, unverbrauchten Jung-Darstellern.

Leslie Cheung (Rouge, A Chinese Ghost Story 2, Little Dragon Maiden) ist sicher der bekannteste Name, der im Film mitspielt. Aus ihm sollte ein grosser Star werden und dank seinem tragischen und zu frühen Ableben geniesst er bei vielen Fans Kultstatus. Interessant, dass er hier schon homosexuelle Tendenzen an den Tag legte, die er später auch in anderen Rollen (und/oder im echten Leben) ausleben sollte. Kent Tong Chun-Yip (Red Spell Spells Red, Vengeance Is Mine) war ebenso überzeugend und stark waren auch die Mädels um Pat Ha Man-Jik und Cecilia Yip Tung.

Das war die zweite Rolle von Cecilia Yip Tung (Esprit D'amour, Coolie Killer) und die erste Rolle von Pat Ha Man-Jik (Profile in Anger, My Name Ain't Suzie). Beide spielen sehr verschiedene Persönlichkeiten und beide machen das absolut überzeugend. Starke Leistungen für dazumal neue und junge Darsteller. Als Japaner und in einer Nebenrolle ist Stuart Ong (Robotrix, Maybe It's Love) zu sehen, der seine Sache auch ordentlich macht.

Fazit: Optisch wunderschön und die letzten fünf Minuten sind ein starker Tonwechsel und an Dramatik kaum zu übertreffen!  

Infos:

O: Lie huo qing chun

HK 1982

R: Patrick Tam

D: Leslie Cheung, Pat Ha Man-Jik, Cecilia Yip Tung, Kent Tong Chun-Yip, Stuart Ong, Yu Ka-Man

Laufzeit der UK-Blu: 92:40 Min.

Gesehen am: Jan 2012 / 2. Sichtung: 13.06.25

Fassungen: Die alte HK-DVD war zensiert. Ebenso die jap. DVD, die aber scheinbar länger lief und/oder gewisse zensierte Szenen als Bonus auf der Disc hatte. Nun hat das UK-Label Radiance Films den Film als 4K Restauration und als Director’s Cut veröffentlicht = 4K-Restauration, Uncut-Fassung, Booklet (mit Interview), diverse Extras, O-Ton, Subs. Die Bild- und Tonqualität sind der Wahnsinn und das kommt dem Film und der Farbgestaltung sehr gut zu stehen. Was die Extras angehen empfand ich jenes von Tony Rayns am besten. Warum? Der zeigt sogar Szenen einer Workprint-Fassung mit alternativen Szenen, die auch im DC so nicht zu sehen sind (Leslie Cheung hört die Musik seiner Mutter und masturbiert dazu). Spannende Hintergrundinfos. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Juni 2025). Zusammen mit My Heart Is That Eternal Rose in einem Set veröffentlicht worden.

Freitag, 12. September 2025

Jurassic Shark 2 Review

Jurassic Shark 2

Story:

Siehe Der weisse Hai (nur dass die Handlung in Jurassic Shark 2 an einem Fluss spielt)

Meine Meinung:

Bei Jurassic Shark 2 handelt es sich um eine Mogelpackung aus Deutschland. Der Film heisst eigentlich Great White und obwohl der ultrabillige Film vorgibt, auf einer wahren Geschichte zu beruhen, wird ganz einfach das grosse Vorbild Jaws kopiert. Nur dass der Plot hier in einem Fluss (!!!) und nicht am Meer spielt. Und einen echten Hai (als Effekt, sieht man Mal hier und da von einer Haiflosse ab) oder wirkliche Effekte oder wirkliche Action gibt es nicht zu sehen.

Jurassic Shark 2 dürfte wohl einer der billigsten und miesesten Tierhorrorfilme sein, die ich je sah. Von daher überrascht es mich nicht, dass der Film als Bonusfilm (in der Im Schatten des Kilimandscharo DVD) beilag. Wer würde sonst solchen Schund kaufen und schauen? Wohl niemand! Der Film erzählt fast 1:1 den Plot aus Der weisse Hai. Jedoch ohne Effekte, ohne Qualität und ohne Budget. Billiger als hier geht es fast nicht mehr.

Die deutsche Synchronisation, der billige Look des Filmes (z.B. das Intro in den Film), die «Schauspieler» und die hölzernen, unfreiwillig komischen und lächerlichen Dialoge tun ihr übriges dazu. So weit bekannt, war Great White eine Direct to Video Produktion. Selbst für eine solche ist der Film unglaublich mies und billig ausgefallen. Kein Vergleich zu anderen Direct to Video Produktionen aus der Zeit. Der Cast ist unbekannt und laut Datenbanken war das der einzige Film, den «Regisseur» Zac Reeder verbrochen hat. Zum Glück!

Fazit: Billigster Schund. Zeit- und Geldverschwendung. Nicht Mal für Hai- und Tierhorrorfans zu empfehlen!

Infos:

O: Great White (je nach Quelle auch Shark)

USA 1998 (je nach Quelle 2000)

R: Zac Reeder

D: Richard Keats, Terry Arrowsmith, Stephanie Rose Allen, R.J. Collins

Laufzeit der deutschen DVD: 87:13 Min.

Gesehen am: 12.06.25

Fassungen: Siehe Im Schatten des Kilimandscharo = Uncut, in Deutsch, solide Bild- und Tonqualität. Es gibt keine Blu-Ray (Stand: Juni 2025).