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Donnerstag, 23. Juli 2026

Killer's Nocturne

Killer's Nocturne

Story:

Shanghai in den 30ern:

Yin Li-Shan (Alex Man) kehrt aus Japan zurück und übernimmt vor Ort durch Macht, Geld und Skrupellosigkeit die Kontrolle. Er lässt den «King of Gambler» Law Tin-Bei (Patrick Tse) verkrüppeln und forciert dessen Tod. Law Tin-Beis Sohn (Chin Siu-Ho) schwört Rache…

Meine Meinung:

Killer's Nocturne wurde zu Ehren von Patrick Tse (Challenge of the Gamesters, The Raiders, Rebel from China, Mahjong Heroes) angesehen, der am 16.07.26 verstorben ist. Killer's Nocturne, den ich bisher nur einmal sah (und die Sichtung ist über zehn Jahre her), stammt von Regisseur Nam Nai-Choi (Story of Ricky, Men from the Gutter, The Seventh Curse). Der Film hat die Zweitsichtung bestanden. Patrick Tse spielt eine wichtige Nebenrolle, die weitere Elemente im Plot vorantreibt. Wie in vergangenen Rollen mit viel Gamble-Szenen.

Patrick Tse spielt das sehr solide. Noch besser und intensiver haben jedoch Alex Man (Fatal Recall, The Big Brother, Armageddon) sowie Chin Siu-Ho (Love Me Vampire, Fast Fingers, Ghosts Galore) gespielt. Alex Man mag ich als Bösewicht. Hier spielt er mit sehr viel Boshaftigkeit und viel Overacting. Sein Schauspiel deckt sich mit den Gewaltmomenten ab, die der Film sporadisch bietet. Kampfszenen sind nicht schick und ästhetisch, sondern sollen Tod, Zerstörung und Schmerz verursachen. Dementsprechend dreckig, düster und brutal sind diese inszeniert. Auf Klamauk wird verzichtet.

Chin Siu-Ho macht als Rächer, der praktisch allein und als Einzelgänger agieren muss, nachdem ihm alles genommen wurde (Vater, Freundin…), auch eine gute Figur. Der Film hat nicht viele Actionszenen. Ich würde den Film eher als Gamble-Drama mit sporadischen Action- und Gewaltmomenten betiteln. Ein skurriles Highlight ist jenes, in der Chin Siu-Ho gegen ein Känguru kämpft. Früher dachte ich, dass sei ein Fake- Känguru. Es handelt sich jedoch um ein echtes, boxendes Känguru (es stammte aus dem australischen Tierpark Monbulk Animal Kingdom von Fritz Maarten). Das liess mich fast sprachlos zurück.

Auch wenn der Film immer wieder mit Gewaltmomenten aufwartet, ist in dieser Hinsicht das harte Finale das zweite Highlight des Filmes. In Neben- und Gastauftritten sind dann noch Namen wie Wang Hsieh (verbrennt im Finale), Shum Wai (Leiche landet im Meer), Shing Fui-On (stirbt im Wald), Stanley Fung (Gamble-Szene) sowie Bolo Yeung (toller Kampf gegen Chin Siu-Ho) zu sehen. Die Musik ist unauffällig (und etwas schmalzig und kitschig, aber passend). Im Finale überzeugt an der Seite der Bösewichte Chris Lee Kin-Sang (der in Police Story den Bus-Stunt ausführte und auf dem harten Asphalt landete), der zu Jackie Chans Stuntteam gehört.

Fazit: Vielleicht einer der «normaleren» Filme von Nam Nai-Choi, sieht der Zuschauer vor 2-3 Momenten ab. Dennoch sehenswert!

Infos:

O: Bat ye tin

HK 1987

R: Nam Nai-Choi

D: Alex Man, Patrick Tse, Chin Siu-Ho, Wang Hsieh, Pat Ha Man-Jik, Josephine Lam Kei-Yan, Alex To Tak-Wai, Chris Lee Kin-Sang, Shum Wai, Shing Fui-On, Bolo Yeung, Stanley Fung, Chan Chi-Fai

Laufzeit der HK-DVD: 90:34 Min.

Gesehen am: Mai 2013 / Neusichtung am: Juli 2026

Fassungen: Mir lag die Code-Free-DVD aus Hong Kong von Joy Sales/Fortune Star (The Legendary Collection) vor = Uncut, solide aber hier und da zu dunkle Bildqualität (eine restaurierte Blu-Ray würde ich sofort kaufen), O-Ton und englische Subs vorhanden. Es gibt aktuell keine deutsche Fassung und keine Blu-Ray oder UHD (Stand: Juli 2026).

Za Karate 3

Za Karate 3

Story:

Tadashi Yamashita (Tadashi Yamashita) wird erneut zur Zielscheibe diverser Kämpfer (u.a. Donnie Williams) plus einen chinesischen Meister (Masafumi Suzuki) und dessen Tochter (Yoko Horikoshi)…

Meine Meinung:

Za Karate 3 ist der Abschluss und letzte Teil der Za Karate Reihe (Za Karate 1 + 2). Erneut führte Yukio Noda Regie und mit Tadashi Yamashita kehrte als Held der Stunde aus den Vorgängern zurück (inklusive Tadashis Meister, seinem Sidekick und auch dessen Kollegin). Ansonsten bleibt fast alles beim Alten: dünner Plot, diverse (z.T.) ausländische Kämpfer, die Tadashi Yamashita an den Kragen wollen, viel Overacting und Kampfszenen.

Dennoch vermag Za Karate 3 die Klasse und Qualität der beiden Vorgänger nicht zu erreichen. Trotz der kurzen Laufzeit von 86 Minuten gibt es einige lahme Hänger, irgendwie fehlt es dem Film im Gegensatz zu den Vorgängern am gewissen Etwas und das Budget schien ggf. auch kleiner, da kaum mehr blutige Make-Up Effekte zu sehen. Und am schlimmsten waren leider einige der Bösewichte. Die haben es zwar körperlich drauf d.h. die überzeugen zwar in den Kampfszenen, aber ihr Schauspiel ist peinlich, lachhaft, einfach schlecht. Das betrifft 2-3 der Bösewichte.

Leider sind davon auch der Finalendgegner und Hauptbösewicht betroffen. Donnie Williams (Battle Creek Brawl, Enter the Dragon) spielt diesen. Er spielt «Black Wolf» und seine Grimassen und seine zappelige Art und Weise sind mir von der ersten Szene mit ihm auf den Sack gegangen. Er hat mich genervt und ich habe mich für ihn fremdgeschämt. Schade. Da bot der 2. Teil mit Bolo Yeung einen deutlich besseren und charismatischen Bösewicht. Die Kampfszenen im Film sind ansonsten solide, Tadashi Yamashita macht das erneut sehr gut und die Settings für den Finalkampf sind toll anzusehen.

Fazit: Schwächster der drei Za Karate Filme!

Infos:

O: Za karate 3: Denkô sekka

Japan 1975

R: Yukio Noda

D: Tadashi Yamashita, Masafumi Suzuki, Yoko Horikoshi, Donnie Williams

Laufzeit der US-Blu: Ca. 86 Min.

Gesehen am: 23.07.26

Fassungen: Siehe Za Karate 2.

Sonntag, 19. Juli 2026

Sleepaway Camp III: Teenage Wasteland

Sleepaway Camp III: Teenage Wasteland

Story:

Angela (Pamela Springsteen), die Killerin aus Sleepaway Camp 1 + 2, ist zurück und mordet nun im Camp New Horizons Teens ab…

Meine Meinung (Workprint):

Unmittelbar nach dem Beenden der Dreharbeiten des zweiten Teiles wurde am gleichen Ort gleich die nächste Fortsetzung mit dem Zusatztitel «Teenage Wasteland» gedreht. Wieder von Regisseur Michael A. Simpson und erneut mit Pamela Springsteen als Angela. Der Film hat wenig Plot und spielt neu mit der Idee, reiche und sozial benachteiligte Jugendliche in einem Camp zu vereinen. Abgesehen davon bleibt alles beim Alten. Ich sah mir den Workprint an, da die Kinofassung in Sachen Morden und Gewalt stark zensiert wurde.

Der Workprint ist zwar in den Gewaltmomenten Uncut, dafür ist die Bildqualität alles andere als toll (aber absolut okay), nur Vollbild und was am meisten irritiert hat, waren der fehlende Soundtrack, Musik sowie fehlende Toneffekte und Geräusche (so ist z.B. bei jeder Szene mit dem mobilen Radio keine Musik zu hören). Den Film kann ich Hardcore-Slasher Fans empfehlen, auch wenn Sleepaway Camp III: Teenage Wasteland das Niveau des Vorgängers nicht halten kann. Der Plot wirkt nochmals dünner und der Film billiger als der zweite Teil. Dass der Film ein sehr kleines Budget hatte, sieht man der Produktion jederzeit an.

Pamela Springsteen spielt gut. Der Rest der Figuren und Charaktere sind 08/15 Stereotypen und spielen mit viel Overacting, schlecht oder austauschbar. Sleepaway Camp III: Teenage Wasteland punktet in Sachen kreatives Töten und einem hohen Bodycount. Es gibt etliche Opfer. Auch auf einige Nacktszenen muss der Slasher-Fan nicht verzichten. Die Morde sind innovativ, aber selbst in der Workprint Fassung eigentlich nicht sonderlich brutal oder blutig, so dass die starke Zensur der Kinofassung nicht nachvollziehbar ist. Dennoch war es cool, z.B. einen Rasenmäher (noch vor Braindead) als Mordwerkzeug gesehen zu haben.

Fazit: Wer die ersten zwei Filme mochte, kann trotz den Mängeln einschalten!

Gefolgt von: Return to Sleepaway Camp

Infos:

O: Sleepaway Camp III: Teenage Wasteland

USA 1989

R: Michael A. Simpson

D: Pamela Springsteen, Tracy Griffith, Michael J. Pollard, Mark Oliver, Sandra Dorsey, Kim Wall, Daryl Wilcher

Laufzeit der US-Blu (Workprint): 84:48 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Neusichtung am: Juli 2026

Fassungen: Ich habe den Film als US-DVD von Anchor Bay (zensierte Kinofassung) und US-Blu-Ray von Shout Factory in der Sammlung. Letztere bietet den Workprint (VHS-Master) als Bonus = immerhin Uncut in den Kills. Jedoch sollen einige Dialoge und Musikstücke fehlen da eben ein Workprint. Die Kinofassung ist stark zensiert. Schade, dass man für die Bonusfassung nicht das HD-Master nahm und die Uncut Szenen einfügte. Die Bild- und Tonqualität des Workprint sind durchschnittlich. O-Ton Englisch ohne Untertitel. Es gibt keine Musik und diverse Soundgeräusche fehlen, was die Sichtung gewöhnungsbedürftig macht. In Deutschland gibt es den Workprint von X-Rated auf DVD.