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Donnerstag, 25. Juli 2024

Golden Fists of a Duo

 


Golden Fists of a Duo

Story:

George (Liu Shang-Chien) kehrt an seinen Heimatort zu seiner blinden Mutter und seinem jüngeren Bruder Jimmy (Eagle Lee Siu-Fei) zurück. Er beginnt eine neue Stelle bei Mr. Lee (Yi Yuan) und verguckt sich in dessen Nichte Nancy (Lily Lan Yu-Li). Jimmy arbeitet derweil zusammen mit seinem Kumpel Alan (Ma Sha) als Gangster. Als Jimmy Mr. Lee töten soll, eskaliert die Situation…

Meine Meinung:

Golden Fists of a Duo ist ein unbekanntes Crime-Drama, welches zu den damaligen «Taiwan Black Movies» gehört. Filme mit moralischem Zeigefinger, die den Zuschauern aufzeigen, dass sich Kriminalität nicht lohnt. Dazu gehört der Anschluss an eine Gangsterbande, das Morden, Schlägereien aber auch Themen wie Drogen oder Glückspiel. Der Film ist ein Action-Drama. Es gibt nicht allzu viel Action, und meist auch harmlos und unblutig. Regie führte Chang Chih-Chao (The Mob Family, Handsome Vagabond).

Dennoch vermag Golden Fists of a Duo zu unterhalten. Das liegt am glaubhaften Cast und den Figuren, die sie verkörpern. Die Figuren sind dem Zuschauer nicht egal und so war es ein kluger, wenn auch wenig origineller Schachzug, die Storyline um zwei Brüder zu schreiben. Einer erfolgreich, der andere nicht. Beide geraden unfreiwillig aneinander. Dann gibt es noch Heroic Bloodshed Momente (Bruderschaft, Verrat) zwischen den von Eagle Lee und Ma Sha gespielten Figuren, auch wenn diese etwas kühl wirken, da Ma Sha eigentlich nur wenig Präsenz geniesst.

Zudem hätte ich Ma Sha lieber als Bösewicht gesehen. Das kann er einfach. Hier kommt er definitiv zu kurz. Ansonsten können die Stars um Ma Sha (The Mad Rose, I Want to Be a Good Person), Eagle Lee (The Guy at Simenting, Virago), Liu Shang-Chien (The Thrilling Sword, The Witch with Flying Head) oder Lily Lan Yu-Li (Fury of a Virgin, Deadly Duo) auf viel Erfahrung im Genre zurückblicken, was man der Produktion auch positiv ansieht. Die Actionszenen, die meist aus Prügeleien bestehen, sind solide in Szene gesetzt. Jene im Regen mit Slow-Motion Einsatz, waren optisch sogar richtig sehenswert inszeniert. Schade, dass es nicht mehr davon gab.

Fazit: Fans solcher Taiwan Black Movies können durchaus einen Blick riskieren!

Infos:

O: Xian hei an tiao zhan

Taiwan 1981

R: Chang Chih-Chao

D: Eagle Lee Siu-Fei, Liu Shang-Chien, Ma Sha, Hsieh Wan-Yi, Lily Lan Yu-Li, Chiang Yu, Yi Yuan, Kao Ming

Laufzeit der ägyptischen VHS: 86:26 Min., inklusive vier Werbeunterbrechungen während (!) dem Film (für Zigaretten, Seife, Staubsauger und Chips)

Gesehen am: 15.05.24

Fassungen: Der Film ist selten. Ich sah einmal eine VHS aus dem Libanon, welche ich verpasst habe und schlug später bei dem VHS aus Ägypten zu: k.A. ob Uncut/Cut und/oder im Gegensatz zur Originalversion verändert, 1,33:1, Englischer Dub mit arabischen (?) & franz. Untertiteln, gute Bild- und Tonqualität. Das Band musste ich in ein anderes VHS-Gehäuse stecken (siehe VHS-Abenteuer - 4. Teil). Andere Fassungen sind mir nicht bekannt. Ich finde Online keine einzige Inhaltsangabe zum Film = seltener Titel.

Mittwoch, 24. Juli 2024

Bierhalle Wolf

 

An meinem letzten freien Tage, ich hatte fünf Tage Frei bevor ich sechs Nächte arbeiten sollte, zog es mich nach Zürich. Ich plante abends ‎Immaculate in der 20.30 Uhr im Kino schauen zu gehen. Dort läuft der Film täglich in Englisch und ich hatte noch einen Gutschein einzulösen. Das Kino, ich war überrascht, ist nur ca. fünf Gehminuten vom Bahnhof entfernt. Der Film läuft angenehme 80-90 Minuten. So würde es auch nicht allzu spät werden (ich war trotzdem erst nach 00.00 Uhr Zuhause). Ich fragte die Film-Kollegen aus Zürich, ob sie Zeit und Lust hätten, mich zu begleiten. Hatten sie nicht. Also traf ich mich um ca. 17.00 Uhr mit der Kollegin, die in Zürich eine Ausbildung absolviert und ging mit ihr essen.

Sie hatte noch Geburtstag und ich wollte sie noch zum Essen einladen. Aber nicht heute. Ich würde es mir ihr planen. Am Montag hatten in Zürich doch einige Restaurants geschlossen und/oder haben nun länger Betriebsferien. Darunter auch Restaurants, welche meiner Kollegin zusagen würden. Wie schlenderten sicher gut 60 Minuten im Niederdorf umher, führten Gespräche und suchten diverse Orte auf. Am Ende entschieden wir uns für das deutsche Lokal Bierhalle Wolf. Grund war vor allem die Karte mit unendlich vielen leckeren Auswahlmöglichkeiten. Wir nahmen draussen Platz, gerade an der Strasse. Das mag ich. Finde ich entspannt. Zudem konnten wir die ganzen Touristen begutachten, die bei uns vorbeispaziert sind. Das mag ich auch.

Das Lokal war drinnen auch leer. Es lief Schlagermusik, die wir von draussen nicht hörten. Ein weiterer Vorteil. Die Sitze waren hart, aber ich schnappte mir von einem anderen Stuhl ein Kissen. Damit ging es. Es dauerte lange, bis das Essen kam. Dies meine ich jedoch positiv: somit ist klar, dass das Essen frisch war. Zusätzlich zur vielfältigen Speisekarte gab es noch eine individuelle Sommerkarte. Ich probierte aus dieser eine Vorspeise, welche ich noch nie hatte. Ich musste es auch googeln, da ich nicht kannte. Ich nahm:

 

 

als Vorspeise:

Vitello tonnato vom Schweizer Kalbfleisch

24.50 CHF

 

als Hauptgang:

Wolf Spätzli an Pilzrahmsauce mit geschnetzeltem Schweinefleisch

27.50 CHF

 

als Dessert:

Lauwarmer Apfelstrudel mit Vanillesauce und Rahm

10.50 CHF

 

 

Ich ass das erste Mal Vitello tonnato. Das war ein Genuss. Die Sauce war so lecker, vor allem zusammen mit dem Fleisch. Da ahnte ich schon, dass auch das Menü toll werden würde. Es gab sehr viele Fleisch-Menüs, aber irgendwie hatte ich Lust auf Spätzli und Rahmsauce. Nach der Vorspeise wurde der Hauptgang sehr schnell serviert. Es sieht zwar nicht nach viel aus, aber ich hatte Mühe, das Menü zu beenden. Es war warm und die Vorspeise war deftig. Der Hauptgang war auch extrem gut. Ich gab von beidem auch der Kollegin zum Probieren und sie mochte es auch. Die Dessertkarte war leider sehr Glace dominant. Aber der lauwarme Apfelstrudel mit Vanillesauce und Rahm war ebenfalls ein absoluter Genuss und z.B. besser als in anderen Restaurant-Besuchen in Zürich (Weisser Wind). Ich wurde mit allen Gerichten positiv überrascht. Das war nicht nur toll oder sehr gut, sondern eine Wohltat für die Geschmacksempfindungen. Das heisst für mich auch, dass ich das Restaurant sicher auch in Zukunft nochmal besuchen werde, da so viele potenzielle feine Sachen, die sie anbieten. Danach war noch Kino angesagt (Review folgt demnächst) und das Karma meinte es nicht nur mit dem Essen und dem Film gut, sondern auch mit folgendem: ich hatte Zuhause keine Milch/Kaffeerahm mehr. Ich habe es auch nicht geschafft, dies unterwegs zu kaufen (es war auch wieder sehr warm heute). Morgen würde ich wieder arbeiten und ich hatte keine Lust, extra für Kaffeerahm (oder Milch) einkaufen zu gehen. War ich nicht motiviert, da ich wusste, dass ich bis am ca. Mittag schlafen würde. Als ich mit dem Zug aus Zürich nach Bern fuhr, fragte ich im Zug-Restaurant nach, ob ich vier Kaffeerahm haben darf. Das würde morgen für zwei Kaffee reichen und dann könnte ich am Mittwochmorgen nach meiner 1. Nacht auf dem Heimweg einkaufen gehen. Und ich bekam vier Kaffeerahm, dazu noch gratis. Schöne Geste!


Fazit:

 

Hervorragend

Sehr gut

Gut und solide

Enttäuschend













Dienstag, 23. Juli 2024

La Vita

 

Wie ich bereits im NIFFF Bericht erwähnte, stehen im Juli mehrere Geburtstage an. Einer wurde nun im Restaurant La Vita gefeiert. Es war fast die ganze Familie anwesend: Vater, Stiefmutter, Bruder inklusive Ehefrau und die Schwester. Ich selbst war noch nie im La Vita. Diese Kette führt 3-4 Restaurants in Bern, scheinbar mit der ein- und derselben Karte. Ital. Küche. Mein Vater und seine Freundin und vor allem mein Bruder sind im La Vita bereits Stammgäste. So haben wir, es war Wochenende und 30 Grad, um 17.00 Uhr vor Ort abgemacht.

Ich ass extra wenig. Nur zwei Toasts und schaute mir noch einen Film an, ehe ich früher in die Stadt ging und noch ein Geburigeschenk kaufte und ca. eine Stunde die Sonne genoss und mein neues Buch zu lesen begann (Das Floß der Medusa von Franzobel). Habe erst wenig gelesen, mag es aber auch schon. Vor allem die ungeschönte Darstellung der Vergangenheit vermischt mit bitterböser Satire und Ironie. Die Speisekarte habe ich schon vor paar Tagen studiert. Ich wusste, dass ich Carpaccio als Vorspeise nehmen würde, da die einzige Vorspeise, welche mich interessiert hat. Daher nahm ich gestern die Gulaschsuppe (Restaurant Besuch Panorama-Restaurant Le Pavillon).

Als wir um 17.00 Uhr ankamen, folgten viele Gespräche. Wir hatten Zeit, es war heiss. Wir nahmen uns Zeit. Ich bestellte mir dann:

 

 

als Vorspeise:

Carpaccio di manzo

Rindscarpaccio mit Rucola, Grana, Cherrytomaten und Balsamico

23.00 CHF

 

als Hauptgang:

Paillard di vitello alla griglia

Kalbspaillard vom Grill

41.00 CHF

 

als Dessert:

Panna cotta mit Waldbeeren und später noch je eine Kugel Glace Schokolade und Mokka mit Rahm

??? CHF

 


Das Essen war sehr gut. Nicht ganz perfekt, dafür war es mir zu unspektakulär. Und ich bin kein sonderlicher Fan von Ital. Restaurants. Wer meine Restaurant-Berichte verfolgt sieht, dass ich selten in rein Italienische Restaurants gehe. Im Vergleich zu anderen Ital. Restaurants (z.B. Ristorante Da Vinci) ist das La Vita schon eine Nr. besser. Das muss man sagen. Das Carpaccio und das Kalbspaillard waren toll, aber ass ich auch noch einen Tick besser (das Paillard im Waldeck z.B.). Abzüge gibt es beim Dessert: im Panna cotta war viel zu viel warme Sauce und zu viele Waldbeeren. Schade. Und abgesehen davon (und Tiramisu) fast nur Glace-Desserts. Schade. Das ist natürlich meckern auf hohem Niveau, weil das Essen wirklich sehr gut war. Aber eben nicht perfekt. Vielleicht habe ich aufgrund der Lobhudeleien der Familienmitglieder auch zu viel erwartet.

 

Fazit:

 

Hervorragend

Sehr gut

Gut und solide

Enttäuschend