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Samstag, 13. September 2025

Nomad Review

Nomad

Story:

Zwei Pärchen (Pat Ha Man-Jik, Leslie Cheung, Cecilia Yip Tung, Kent Tong Chun-Yip) geniessen das Leben, lieben sich, haben Träume. Sie verbringen die Zeit auf einer Insel. Vor der Küste befindet sich ihr Segelboot. Die Nomad. Auf dieser befindet sich Shinsuke (Stuart Ong), der kurz zuvor aus Japan nach Hong Kong kam. Auf der Flucht vor der Japanese Red Army…

Meine Meinung:

Die letzte Sichtung von Nomad, einem New Wave Film aus dem Jahr 1982 und einer Hong Kong Produktion, ist 13 Jahre her. Dazumal gefiel mir der Film nicht wirklich. Jedoch waren auch andere Gründe dafür verantwortlich, an deren Einfluss ich nichts ändern konnte. Die Fassung war zensiert und die Inhaltsangabe der HK-DVD soll falsch und nicht sinngemäss gewesen sein (gemäss meinem alten Review), so dass ich dazumal mit falschen Erwartungen an den Film ging.

Regie führte Patrick Tam, der schon die sehenswerten Filme The Sword, Love Massacre sowie My Heart Is That Eternal Rose realisiert hat. Nomad reiht sich gut in diese Titel ein und der Film hat mir heuer in einer würdigen Fassung auch deutlich besser als früher gefallen. Der Film, der 1983 an den HK-Film Awards für 14 (!) Preise nominiert war, gefällt durch seinen Genre-Mix (Drama, New Wave, Coming of Age, Love-Story), seine visuellen Einfälle (die dank der neuen Restauration auch voll zur Geltung kommen) und einem starken Cast von dazumal noch neuen, unverbrauchten Jung-Darstellern.

Leslie Cheung (Rouge, A Chinese Ghost Story 2, Little Dragon Maiden) ist sicher der bekannteste Name, der im Film mitspielt. Aus ihm sollte ein grosser Star werden und dank seinem tragischen und zu frühen Ableben geniesst er bei vielen Fans Kultstatus. Interessant, dass er hier schon homosexuelle Tendenzen an den Tag legte, die er später auch in anderen Rollen (und/oder im echten Leben) ausleben sollte. Kent Tong Chun-Yip (Red Spell Spells Red, Vengeance Is Mine) war ebenso überzeugend und stark waren auch die Mädels um Pat Ha Man-Jik und Cecilia Yip Tung.

Das war die zweite Rolle von Cecilia Yip Tung (Esprit D'amour, Coolie Killer) und die erste Rolle von Pat Ha Man-Jik (Profile in Anger, My Name Ain't Suzie). Beide spielen sehr verschiedene Persönlichkeiten und beide machen das absolut überzeugend. Starke Leistungen für dazumal neue und junge Darsteller. Als Japaner und in einer Nebenrolle ist Stuart Ong (Robotrix, Maybe It's Love) zu sehen, der seine Sache auch ordentlich macht.

Fazit: Optisch wunderschön und die letzten fünf Minuten sind ein starker Tonwechsel und an Dramatik kaum zu übertreffen!  

Infos:

O: Lie huo qing chun

HK 1982

R: Patrick Tam

D: Leslie Cheung, Pat Ha Man-Jik, Cecilia Yip Tung, Kent Tong Chun-Yip, Stuart Ong, Yu Ka-Man

Laufzeit der UK-Blu: 92:40 Min.

Gesehen am: Jan 2012 / 2. Sichtung: 13.06.25

Fassungen: Die alte HK-DVD war zensiert. Ebenso die jap. DVD, die aber scheinbar länger lief und/oder gewisse zensierte Szenen als Bonus auf der Disc hatte. Nun hat das UK-Label Radiance Films den Film als 4K Restauration und als Director’s Cut veröffentlicht = 4K-Restauration, Uncut-Fassung, Booklet (mit Interview), diverse Extras, O-Ton, Subs. Die Bild- und Tonqualität sind der Wahnsinn und das kommt dem Film und der Farbgestaltung sehr gut zu stehen. Was die Extras angehen empfand ich jenes von Tony Rayns am besten. Warum? Der zeigt sogar Szenen einer Workprint-Fassung mit alternativen Szenen, die auch im DC so nicht zu sehen sind (Leslie Cheung hört die Musik seiner Mutter und masturbiert dazu). Spannende Hintergrundinfos. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Juni 2025). Zusammen mit My Heart Is That Eternal Rose in einem Set veröffentlicht worden.

Freitag, 12. September 2025

Jurassic Shark 2 Review

Jurassic Shark 2

Story:

Siehe Der weisse Hai (nur dass die Handlung in Jurassic Shark 2 an einem Fluss spielt)

Meine Meinung:

Bei Jurassic Shark 2 handelt es sich um eine Mogelpackung aus Deutschland. Der Film heisst eigentlich Great White und obwohl der ultrabillige Film vorgibt, auf einer wahren Geschichte zu beruhen, wird ganz einfach das grosse Vorbild Jaws kopiert. Nur dass der Plot hier in einem Fluss (!!!) und nicht am Meer spielt. Und einen echten Hai (als Effekt, sieht man Mal hier und da von einer Haiflosse ab) oder wirkliche Effekte oder wirkliche Action gibt es nicht zu sehen.

Jurassic Shark 2 dürfte wohl einer der billigsten und miesesten Tierhorrorfilme sein, die ich je sah. Von daher überrascht es mich nicht, dass der Film als Bonusfilm (in der Im Schatten des Kilimandscharo DVD) beilag. Wer würde sonst solchen Schund kaufen und schauen? Wohl niemand! Der Film erzählt fast 1:1 den Plot aus Der weisse Hai. Jedoch ohne Effekte, ohne Qualität und ohne Budget. Billiger als hier geht es fast nicht mehr.

Die deutsche Synchronisation, der billige Look des Filmes (z.B. das Intro in den Film), die «Schauspieler» und die hölzernen, unfreiwillig komischen und lächerlichen Dialoge tun ihr übriges dazu. So weit bekannt, war Great White eine Direct to Video Produktion. Selbst für eine solche ist der Film unglaublich mies und billig ausgefallen. Kein Vergleich zu anderen Direct to Video Produktionen aus der Zeit. Der Cast ist unbekannt und laut Datenbanken war das der einzige Film, den «Regisseur» Zac Reeder verbrochen hat. Zum Glück!

Fazit: Billigster Schund. Zeit- und Geldverschwendung. Nicht Mal für Hai- und Tierhorrorfans zu empfehlen!

Infos:

O: Great White (je nach Quelle auch Shark)

USA 1998 (je nach Quelle 2000)

R: Zac Reeder

D: Richard Keats, Terry Arrowsmith, Stephanie Rose Allen, R.J. Collins

Laufzeit der deutschen DVD: 87:13 Min.

Gesehen am: 12.06.25

Fassungen: Siehe Im Schatten des Kilimandscharo = Uncut, in Deutsch, solide Bild- und Tonqualität. Es gibt keine Blu-Ray (Stand: Juni 2025).

Donnerstag, 11. September 2025

Im Schatten des Kilimandscharo Review

Im Schatten des Kilimandscharo

Story:

Aufgrund einer langanhaltenden Dürre tun sich Paviane zusammen und greifen Menschen auf der Suche nach Nahrung und Fleisch an. Eine Gruppe aus Überlebenden (u.a. John Rhys-Davies) versuchen zu überleben…

Meine Meinung:

Im Schatten des Kilimandscharo ist ein Mitte der 80er Jahre Tierhorrorfilm im Afrika/Affen-Setting. Der Film beruht auf einer wahren Begebenheit und eine der Hauptrollen spielt der spätere Der Herr der Ringe Star John Rhys-Davies. Ich bekam den Film geschenkt. Ansonsten hätte der Film wohl nie meine Wege gekreuzt. Der Film, auch vor Ort in Kenia gedreht, ist solide. Leider ist das nicht der Fall, was die DVD-Fassung betrifft (mehr dazu unter Fassungen).

In einer würdigen Fassung wäre der Film ggf. sogar für die Sammlung geeignet. Aber nicht in dieser Form. Der Film ist alles in allem kurzweilig, unterhaltsam und nicht uninteressant. Der Film erinnert an andere Tierhorrorfilme, in denen sich Tiere zusammentun, um für Angst und Schrecken zu sorgen (Ameisen, Piranhas, Hunde, Katzen, Vögel…). Hier sind es Paviane. Die Aufnahmen der angreifenden Paviane, vor allem die Zeitlupenszenen, sind eindrücklich inszeniert.

Auch die direkten Angriffe sind toll getrickst. Ein Mix aus echten Affen und in Close-Ups ggf. auch Effekte und Requisiten/Puppen. Auch das ein oder andere blutige Detail gibt es zu sehen (bzw. in der deutschen Fassung eben nicht zu sehen). Der Film ist sehr solide, gut gemacht und durch die Drehorte vor realem Ort (Kenia) gelingt es dem Film, eine intensive und authentische Grundstimmung zu generieren. Die Figuren sind solide gespielt, wie der Zuschauer, dass von dieser Art Film auch erwarten darf.

Fazit: Tierhorrorfans können einen Blick riskieren!

Infos:

O: In the Shadow of Kilimanjaro

Kenia, UK 1986

R: Raju Patel

D: John Rhys-Davies, Timothy Bottoms, Irene Miracle, Michele Carey, Leonard Trolley, Patty Foley

Laufzeit der deutschen DVD: 92:17 Min.

Gesehen am: 12.06.25

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Maritim Pictures / Cargo Records = Mediabook mit Booklet und Bonusfilm (Jurassic Shark 2). Die DVD ist leider zensiert. Es fehlt eine Szene. Die Bildqualität ist nicht wirklich toll. Da wurde wohl einfach eine VHS kopiert. Eine deutsche Uncut-Fassung gibt es nicht. Es gibt keine Blu-Ray (Stand: Juni 2025).