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Freitag, 2. Januar 2026

Invasion of the Neptune Men

Japanuary 2026

Invasion of the Neptune Men

Story:

Aliens vom Neptun wollen die Erde übernehmen. Eine Gruppe von Kindern und ein maskierter Superheld (Sonny Chiba) stellen sich den Aliens entgegen…

Meine Meinung:

Invasion of the Neptune Men ist ein wenig sehenswerter Sci-Fi Streifen aus Japan. Der s/w Film aus dem Jahr 1961 wartet mit einem sehr jungen Sonny Chiba (Wolf Guy, Return of the Street Fighter, Kill Bill: Vol. 1) als eine der erwachsenen Hauptrollen auf. In einem Review las ich sogar, dass das sein Debüt als Schauspieler gewesen sein soll. Er spielt zum einen Wissenschaftler und zum anderen einen maskierten «Superhelden», der den Kampf gegen die Aliens aufnimmt. Die anderen Hauptpersonen sind eine Gruppe von Kindern.

Die Kinder sollen, vor allem in der englischen Sprachfassung, sehr nervend geworden sein. In dieser japanischen Originalfassung sind sie erträglich. Der Film ist aber alles in allem zu billig, zu lahm und zu unspektakulär, um wirklich überzeugen und gefallen zu können. Und dass, obwohl der Film nur knapp 75 Minuten läuft. Es kommt definitiv zu Längen. Da helfen zuerst auch cheesy Effekte nichts (Sonny Chibas Kostüm oder das Aussehen der Aliens).

Der Plot fesselt wenig. So gesehen ist es schon ein Vorteil, dass das US-Label Shout Factory mehrere Filme via diese Collection veröffentlicht hat. Sonst hätte ich sogar von einem Fehlkauf gesprochen. Invasion of the Neptune Men ist leider nur mittelmässig und ist der bisher schlechteste Film, den ich aus dem Set gesehen habe (Dragon Showdown, Watari the Ninja Boy, Ninja Scope, Golden Ninja). Ninja Scope ist noch immer der beste und bisher spassigste Film aus dem Set. Im letzten Viertel hat Invasion of the Neptune Men dank den Zerstörungs- und Actionszenen seine besten Momente.

Fazit: Kein Must See Titel!  

Infos:

O: Uchû Kaisoku-sen

Japan 1961

R: Koji Ota

D: Sonny Chiba, Kappei Matsumoto, Shinjirô Ebara, Mitsue Komiya, Ryuko Minakami

Laufzeit der US-Blu: Ca. 75 Min.

Gesehen am: Jan. 2026

Fassungen: Gesehen via US-Blu-Ray von Shout Factory (Classic Tokusatsu Collection) = Jap. O-Ton, englische Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität, Uncut. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Jan. 2026).

The Great Chase

 
Japanuary 2026

The Great Chase

Story:

Die Rennfahrerin Shinobu Yashiro (Etsuko Shihomi) arbeitet für den japanischen Geheimdienst. Nun arbeitet sie an einem Fall, der Drogenschmuggel beinhaltet. Und die Täter sollen auch für den Mord an ihrem Vater verantwortlich sein…

Meine Meinung:

The Great Chase ist 70er Jahre Exploitation von Toei von Norifumi Suzuki, der einige beachtliche Filme realisiert hat (School of the Holy Beast, Star of David: Beauty Hunting, Sex & Fury). Ich hatte vielleicht etwas zu viel und/oder falsche Erwartungen, so dass ich mir am Ende mehr vom Film versprochen hätte. Aufgrund Etsuko Shihomi (Soul of Bruce Lee, Message from Space, The Executioner II: Karate Inferno) als Hauptfigur wird The Great Chase natürlich oft mit ihren Sister Street Fighter vergleichen und auch in die gleiche Kerbe geworfen.

Ich muss jedoch sagen, dass mir die Sister Street Fighter Filme (vor allem die ersten drei Filme der Reihe) im Vergleich doch eine ganze Stufe besser gefallen haben als The Great Chase. Auch 13 Steps of Maki mit Etsuko Shihomi war nochmals ein anders Kaliber. Daher war ich von The Great Chase etwas enttäuscht. Der Gewalt- und Blutlevel ist viel kleiner, der Film ist gar zu lustig und die Mehrheit der ganzen Verkleidungsszenen von Etsuko Shihomi gefielen mir nicht, da die Gangster dabei einfach viel zu naiv agiert haben. Der Einsatz von Saxophon-Musik entsprach auch nicht meinem musikalischen Geschmack.

Einzelne der Kritikpunkte könnten bei einer zukünftigen Zweitsichtung mit angepassten Erwartungen in der Zukunft weniger stark ins Gewicht fallen (Kleine Blutmenge, der Humor). Der knapp 80minütige Film ist nämlich zu keiner Sekunde langweilig und versucht, viel zu bieten. Das «Highlight» ist sicher der als Bär verkleidete Bösewicht, dem eine Kollegin von Etsuko Shihomi zum Opfer fällt und welche vor den Augen ihres gefesselten Bruders vergewaltigt wird. Das ist sozusagen die einzige fiese Szene des ganzen Filmes. Mit dem «Bär» liess sich jedoch auch auf dem Filmplakat wunderbar werben!

Fazit: Erreicht nicht die Qualität und Klasse von The Sister Street Fighter oder 13 Steps of Maki, aber es wird noch immer gute und kurzweilige Karate-Action mit Bond-Motiven geboten, um unterhalten zu können!

Infos:

O: Karei-naru tsuiseki

Japan 1975

R: Noribumi Suzuki

D: Etsuko Shihomi, Bin Amatsu, Mach Fumiake, Eiji Gô

Laufzeit der US-Blu: Ca. 83 Min.

Gesehen am: Jan. 2026

Fassungen: Mir lag die US-Blu-Ray von Neon Eagle vor = Schuber, Booklet, Wendecover, weltweite Blu-Ray Premiere, wohl auch die erste Vö mit englischen Subs (Japanischer Ton), Uncut, exzellente Bild- und Tonqualität. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Jan. 2026).

The Bride from Hades

Japanuary 2026

The Bride from Hades

Story:

Schullehrer Shinzaburo (Kojiro Hongo) wird von einem weiblichen Geist (Miyoko Akaza) verführt. Im Glauben, dass es sich bei der Frau um einen Menschen handelt, lässt Shinzaburo die Nähe des Geistes zu. Selbst als sein Umfeld den Geist bemerkt und Vorkehrungen trifft, um den Geist zu vertreiben, will Shinzaburo an den nächtlichen Treffen mit ihr festhalten…

Meine Meinung:

The Bride from Hades von Regisseur Satsuo Yamamoto ist der beste Film aus Radiance Films Daiei Gothic-Box. Der Film aus dem Jahr 1968 erzählt zwar nicht unbedingt einen neuen Plot und ich fühlte mich an den vor nicht allzu längerer Zeit gesehenen Nang Nak erinnert, dennoch vermochte der Film zu überzeugen. Von Regisseur Satsuo Yamamoto kenne ich nur einen Beitrag zur langjährigen Zatoichi-Reihe. Ansonsten bin ich mit dessen Arbeiten nicht vertraut. Er scheint jedoch keine weiteren Grusel- und Horrorfilme realisiert zu haben. Schade.

Der Film ist überzeugend gespielt. Auch wenn zwei wichtige Nebenfiguren etwas an ihrem Overacting «kranken», agiert der Rest glaubhaft und überzeugend. Miyoko Akaza (Lady Snowblood) als weiblicher Geist und Kojiro Hongo (Gamera: Guardian of the Universe, The Whale God, Yokai Monsters: Along with Ghosts) als tragisch Auserwählter «Nobelmann» sind gut gecastet, auch wenn letzterer im Vergleich zu Miyoko Akaza etwas abfällt. Sein Zerfall ist jedoch gut gespielt und dokumentiert. Bei The Bride from Hades handelt es sich, wie der Name der UK-Edition bereits verrät, um eine Daiei Produktion. Die waren vor allem für ihre Filmreihen wie Zatoichi, Gamera oder Daimajin bekannt.

Der Film punktet durch seine Inszenierung. Die Kameraarbeit ist gelungen. Zusammen mit den unheimlichen Bildern (vor allem bei seinen Ghost-Szenen), einer klug eingesetzten Kameraführung und der Musik, gelingt es dem Film, eine quälend langsame und unheimliche Stimmung zu generieren. Der Film ist einfach schön gefilmt und herrlich atmosphärisch und stimmungsvoll anzusehen. Zudem waren die Figuren am überzeugtesten, was die drei Filme aus der Edition angehen. Niemand, der mich genervt hat. Top.

Fazit: Fans von klassischen Gruselfilmen kommen mit The Bride from Hades auf ihre Kosten!

Infos:

O: Botan-dorô

Japan 1968

R: Satsuo Yamamoto

D: Kojiro Hongo, Miyoko Akaza, Hajime Koshikawa, Kō Nishimura Mayumi Ogawa Takashi Shimura Atsumi Uda

Laufzeit der UK-Blu: 88:35 Min.

Gesehen am: Jan. 2026

Fassungen: Gesehen als Daiei Gothic (Box) als UK-Blu-Ray von Radiance Films = O-Ton, englische Subs, Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Jan. 2026).