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Dienstag, 4. Juli 2017

Pwera usog Review

 
NIFFF 2017 Spezial
Pwera usog

Story:

Drei Jugendliche nehmen Pranks auf, in welchen sie Unbeteiligte veralbern und laden die Videos auf YouTube hoch. Doch als die drei zusammen mit einem Kumpel auf einer Fahrt bzw. einer Pause in einem abgelegenen Gebäude eine Bettlerin veralbern, geht dies schief (sie fällt vom obersten Stockwerk runter). Sie verflucht die vier mit unangenehmen Folgen... 

Meine Meinung:

Am 4. NIFFF Tag ging ich bei Pwera usog (eben besagter Fluch, um den es im Film geht) vom schlechtesten Film aus und allgemein hielt ich meine Erwartungen zurück. 

Schon genug sah man am NIFFF von "solchen Herstellungsländer" trashige und miese Filme.  

Doch Pwera usog war gar nicht so übel. Natürlich kein Highlight, nicht kaufenswert, in vielerlei Hinsicht mit Optimierungsbedarf aber besser, aufwändiger, moderner und unterhaltsamer als gedacht. Natürlich auch unfreiwillig komisch aber die Zeit ging definitiv vorbei. 

Die Figuren waren okay, die Mädels hübsch, es gab zu lachen und einige der Effekte waren in der Tat in Ordnung. 

Einige Inhalte waren zu schwachsinnig um als realistisch gelten zu wollen (meine Fresse war für miese Pranks, würde auf YouTube niemand schauen). Leider war der Film ansonsten nicht wirklich spannend, kaum stimmungsvoll und zu zahm. Beim Thema schwarze Magie hätte man derbe Inhalte einbauen können (à la Art of the Devil 1-3). Ausser bisschen Blut erbrechen gab es nicht viel zu sehen (immerhin wurde hier meist nicht auf CGI gesetzt).

Aber im Grossen und Ganzen muss man sagen: das neue philippinische Kino holt qualitativ auf (trotzdem ein Witz einen Film dieses Kalibers in den internationalen Wettbewerb zu schicken = keine Chance).

Infos:

O: Pwera usog

Philippinen 2017

R: Jason Paul Laxamana

D: Joseph Marco, Sofia Andres, Albie Casiño

Laufzeit der Kinoversion: Ca. 93 Min.

Gesehen am: Am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest): Juli 2017

Fassungen: Am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest) gesehen im O-Ton mit franz. und englischen UT. Es gibt noch keine DVD/Blu-Ray (Stand: Juli 2017).

Era el cielo Review

 
NIFFF 2017 Spezial
Era el cielo

Story:

Diana (Carolina Dieckmann) wird in ihrem Zuhause von zwei Männern missbraucht. Sie entschliesst ihr Trauma für sich zu behalten und erzählt ihrem Ehemann Mario (Leonardo Sbaraglia) davon nichts - doch dieser hat das Geschehen beobachtet. Dass seine Frau schweigt missfällt Mario. Mario beschliesst, die Täter selbst zur Strecke zu bringen... 

Meine Meinung:

Era el cielo war einer der wenigen Titeln, welche am diesjährigen NIFFF ab 18 Jahren freigegeben waren. Ich denke die Freigabe resultiert aus drei Punkten:

1. Die Ernsthaftigkeit 
2. Die Vergewaltigungsszene
3. Die Rache in Form von Selbstjustiz

Der Film, mehr ein psychologisches Drama einer Ehe und Beziehung, in welchem beide voreinander Geheimnisse haben, die der Ehe nicht gut tun, anstatt ein Rape and Revenge Film, hat mir nur mittelmässig gefallen. 

Der Film wird langsam und monoton erzählt. Teilweise war eine Spannung vorhanden, aber meist herrscht Langeweile. Die Figuren haben auch genervt (warum sprechen die zwei nicht miteinander?) und es gab Längen. 

Die Figuren waren auch kaum sympathisch und das Ende selbst und die Schlussszene haben mir auch nicht zugesagt. Wenn schon mit Rape & Revenge "geworben" wird will ich aus so was wie I Spit on Your Grave sehen, und nicht ein ödes und lahmes Beziehungsdrama.  

Leider der schlechteste Film an diesem mittlerweile 4. NIFFF Tag und nicht der Rede wert! Era el cielo nicht gesehen = nichts verpasst.

Infos:

O: Era el cielo

Brasilien 2016

R: Marco Dutra

D: Leonardo Sbaraglia, Carolina Dieckmann, Chino Darín, Alvaro Armand Ugon, Mirella Pascual, Roberto Suárez

Laufzeit der Kinoversion: Ca. 102 Min.

Gesehen am: Am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest): Juli 2017

Fassungen: Am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest) gesehen im O-Ton mit franz. und englischen UT. Es ist noch keine DVD/Blu-Ray angekündigt (Stand: Juli 2017).

NIFFF Bericht Tag 4

Am 4. NIFFF Tag, das Wetter wird nun wieder warm, experimentierte ich mit anderen Sitzplätzen im Kino Studio, damit ich dort nicht müde werde (am Freitag laufen fünf von sechs Filmen in diesem Kino). Ich wurde jedoch nur beim ersten Film (Era el cielo) müde. Es war auch der schlechteste Film an diesem Tag - sogar der philippinische Pwera usog (hier hat das Publikum teilweise arg genervt über den ganzen Film hindurch) war besser schaubar und lief auch dort - jedoch war bei diesem Film das Kino kaum voll.

Der beste Film war Takashi Miikes Blade of the Immortal - Meatball Machine Kodoku war fast etwas zu blöd um gekauft zu werden. 

 

Zu Takashi Miike:

 

Keine Autogramme ergattert! Um 16.00 Uhr gab es eine einstündige Frage/Antwort Session. Vorher Miike nicht gesehen. Etwas mehr als eine Stunde gewartet - auch als die Session vorbei war sah man ihn nicht. Es haben einige gewartet. Die anderen mitgereisten Japaner (Freunde? Familie? Agenten?) zeigten sich da schon zeigefreudiger, z.B. der Hauptdarsteller aus JoJo gab Autogramme und liess sich mit Fans fotografieren - aber Miike? Fehlanzeige. Einer der Japaner sagte einem NIFFF Gast auch auf Englisch, dass man Miike erst "On Stage" (gemeint bei der späteren Blade of the Immortal Vorführung) sehen würde. 

 

So war es dann auch - allerdings dauerte dieser Auftritt nur ca. 3-4 Minuten und dann war er schon wieder weg. Ob man ihm am NIFFF nochmal sieht - so ganz unter dem Volk und gewillt Fans Autogramme zu geben / sich fotografieren zu lassen? Ich denke nicht....