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Freitag, 5. Januar 2018

Law on the Brink Review

Law on the Brink

Story:

Hong Kong Anwalt Shen (Ray Lui) reist nach China, um dort seinem Bruder beizustehen, der wegen Mord auf der Flucht und gesucht wird. Shen will dessen Unschuld beweisen. Beim Opfer handelt es sich um einen jungen Zuhälter, dessen reicher Vater schon diverse Killer (u.a. Elvis Tsui) auf dem potenziellen Täter angesetzt hat. Ebenso ist die Mainland Police (Veronica Yip) auf der Suche nach dem Flüchtling…

Meine Meinung:

Law on the Brink ist ein unbekannter Film und Mix aus Gerichtsfilm, Action, Komödie und Sozialkritik. Ich habe zuvor nie etwas von diesem Film, den ich von einem HK Dealer geschenkt bekommen habe (dank vielen Käufen verschickt sie VCD und gar LDs als Geschenk), gehört, aber wenn es gratis Filme zu sehen gibt, und sie meinem Geschmack entsprechen könnten, mache ich davon Gebrauch.

Im Falle von Law on the Brink hat sich das Schauen des Filmes ausgezahlt. Obwohl ein Low-Budget Film, tut das dem Unterhaltungswert keinen Abbruch. Der Film gefällt nebst Genre-Mix und unzähligen lustigen, actionreichen und abwechslungsreichen Verfolgungsjagden vor allem durch seine sympathischen Figuren und durch das Festland-China Setting. Vor allem letzteres ist im Gegensatz zu den ewigen Bildern aus Hong Kongs Metropole eine willkommene Abwechslung.

Vor allem Ray Lui als vifer Anwalt, Veronica Yip als Festland Polizistin (daraus resultiert viel HK Vs China Geschwätz/Kritik zwischen den beiden) und Elvis Tsui als Festland-Killer (nahezu unzerstörbar, hat mich an seine Rolle in Long Arm of the Law III erinnert, in welcher er auch einen Festland-Chinesen spielt, der Andy Lau hinterherjagt) haben mir gut gefallen, so dass der Film kurzweilig und abwechslungsreich daherkommt.

Fazit: Kann man sich als Fan des HK Kinos aus dieser Zeitspanne (Anfang/Mitte 90er Jahre) gut ansehen!

PS: Shing Fui-On, Francis Ng oder Jason Pai Piao sind im Film nicht vorhanden/spielen nicht mit und werden auch auf HKMDB nicht gelistet im Gegensatz zur deutschen Onlinefilmdatenbank...

Infos:

O: Lau Man Lut Si

HK 1994

R: Cheng Tung-Chuen

D: Ray Lui, Elvis Tsui, Veronica Yip, Lam Wai, Abby Lai Yan

Laufzeit der HK VCD: Ca. 89 Min.

Gesehen am: 29.11.17

Fassungen: Es gibt keine deutsche Fassung und es scheint keine DVD Ausgabe zu geben (Stand: Dez. 2017). Mir lag die HK VCD von Universe Laser & Video vor = durchschnittliche aber immer helle Bildqualität, Uncut, O-Ton, englische Subs. Gibt es mind. auch in den USA von Tai Seng auf VHS. In China gäbe es auch eine VCD (ohne englische Subs, nur Mandarin Dubbed) und ebenso in Taiwan (soll auch nur in Mandarin sein und ohne englische Subs). Alle drei VCDs sind schon lange Out of Stock. Zumindest die HK VCD sieht man günstig auf Ebay und Co. angeboten.

Bluebeard Review

Bluebeard

Story:

Ein Doktor (Cho Jin-woong) erfährt von einem sedierten Patienten, welcher zudem sein Vermieter ist (zusammen mit seinem Sohn), dass dieser scheinbar ein Serienkiller ist. Als der Doktor später einen menschlichen Kopf in seinem Kühlschrank findet, nimmt das Grauen seinen Lauf…

Meine Meinung:

Bluebeard war ein Blindkauf. Bei südkoreanischen Filmen mache ich kein Geheimnis daraus, dass ich ein grosser Skeptiker bin und mir viele Filme, oft auch nicht 100% zusagen. Es gab zuletzt (wie hier und da schon immer Mal wieder erwähnt) Ausnahmen (The Chaser, Asura: The City of Madness, Snowpiercer, The Wailing, Musa, I Saw the Devil) und daher gab ich Bluebeard, da Thriller/Krimi/Serienkiller-Genre, was ich eigentlich recht mag, eine Chance.

Leider sagte mir der Film nicht sonderlich zu. Das Interesse verflog schnell und der Film wird definitiv nicht in der Sammlung bleiben. Es ist natürlich immer stark Geschmackssache, aber der Film konnte mich einfach nicht fesseln und ich fand das Gezeigte stellenweise zu dramatisch, uninteressant und langweilig (und natürlich wieder ca. zwei Stunden Laufzeit) obwohl eine spannende Serienkillergeschichte voller Twists, optisch tollen Bildern und überzeugenden Darstellern erzählt wird. Aber der Funke wollte bei mir nicht recht zünden…Wer auf andere Filme mit dem Namen Bluebeard schaut, weiss in etwa, was ihn in diesem Film erwarten könnte (rein auf den Twist bezogen)…

Vielleicht würde mir der Film bei einer 2. Sichtung besser liegen – aber ehrlich gesagt habe ich gar kein Interesse, dem Film nochmal eine Chance zu geben. gefiel mir einfach nicht – punkt!

Fazit: Auch wenn sich mein Geschwätz harsch anhört – so sollten zumindest Fans des Korea-Kinos einen Blick wagen da meine Meinungen zum Korea Kino sicherlich nicht die beste Anlaufstelle ist…für meinen persönlichen Geschmack empfand ich Bluebeard als schlechten Blindkauf (kann ja nicht immer Glück haben).

Infos:

O: Haebing

Südkorea 2017

R: Lee Soo-yeo

D: Jo Jin-woong, Kim Dae-myeong, Sin Goo, Song Yeong-chang, Lee Cheong-ah

Laufzeit der US Blu Ray: Ca. 117 Min.

Gesehen am: 29.11.17

Fassungen: Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Nov. 2017). Mir lag die US Blu Ray von Well Go USA vor = Uncut, erstklassige Bild- und Tonqualität, O-Ton und englische Subs vorhanden.

We Are the Flesh Review

 
NIFFF 2016 Spezial
We Are the Flesh

Story:

In einer zerstören und nahezu unbewohnten Zukunft: Ressourcen sind knapp. Ein Grossteil der Menschen ist ausgestorben. In Mexiko City trifft ein Geschwisterpaar auf einen Fremden, der über Nahrungsmittel verfügt. Die beiden quartieren sich bei dem Mann ein. Doch dafür zahlen sie einen hohen Preis mit unerwarteten Folgen...

Meine Meinung:

We Are the Flesh ist der einzige Film der am diesjährigen NIFFF ab 18 Jahren freigegeben war. Der Film ist ein Mix aus Endzeitfilm, Arthouse Kino und Surrealismus. Doch trotz vielen abgefahrener und perverser Ideen hat mir der Film nicht wirklich zugesagt. Die erste Hälfte war sehr langweilig, ohne Action und teilweise schon fast nervend. Was danach folgt ist zu sichtbar sinnlos und provokativ, um zu fesseln, zu überzeugen oder um zu überzeugen.

Dazu war der Film trotz vieler tabubrechender Szenen (Inzest, Orgien, Nekrophilie, HC Szenen, männliche & weibliche Geschlechtsteile in Nahaufnahmen, Natursekt, Menstruation als Perversion, Kannibalismus, Männer in Frauenkleider...) zu sinnlos oder wirkte gar wie eine billige Kopie von grossen Vorbildern (Antichrist).

Der Film kommt ohne Sinn und Verstand daher. Teilweise wurde es anstatt schockierend gar unfreiwillig komisch was die Filmemacher mit ihren schockierenden Szenen sicher nicht im Sinn hatten. Zumindest gab es einige hübsche What the Fuck Momente und die 2. Filmhälfte war immerhin unterhaltsam, was man dem Film zu Gute halten muss.

Aber kein Must See Titel – höchstens für Fans von tabubrechenden Arthouse Streifen interessant…

Infos:

O: Tenemos la carne

Mexiko, Frankreich 2016

R: Emiliano Rocha Minter

D: Maria Evoli, Diego Gamaliel, Noé Hernández

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 79 Min.

Gesehen am: NIFFF 2016 / Juli 2016

Fassungen: Habe den Film am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest) 2016 gesehen in Spanisch mit englischen UT. Nachtrag 27.12.17: Gibt es in Deutschland Uncut von Alive/Donau Film oder Wicked-Vision (Deutsch oder Spanisch mit deutschen Subs).