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Freitag, 15. November 2019

Furious Dragon Review

Furious Dragon

Story:

Killer töten einen Mann vor den Augen seines Sohnes. Der kleine Junge wird verletzt und dadurch der Fähigkeit beraubt, zu sprechen. Zehn Jahre später (inzwischen wird China von den Japanern besetzt, 2. Weltkrieg): Der Sohn macht sich daran, die Killer seines Vaters zu rächen…

Meine Meinung:

Old School Taiwan Kung Fu Wald-und-Wiesen Klopper mit typischer Rache-Geschichte (und dem Klischee der bösen Japaner) und schönen Landschaftsaufnahmen. Inhaltlich wird wenig Neues geboten – immerhin gibt es ethische und moralische Bedenken, da sich die Tochter des Hauptbösewichts in den Helden verliebt und umgekehrt – und natürlich will sie nicht, dass er ihren Vater umbringt – das ist vielleicht das einzige Detail, dem man wenig Originalität zusprechen kann.

Auf die Filme des Taiwanesen Yao Feng-Pan wurde ich dank dem Gruselfilm The Old Lock aufmerksam. Nebst weiteren Gruseltiteln (z.B. Shocking!) wurden mir von einem Freund von mir auch einige Eastern von Yao Feng-Pan empfohlen – darunter besagter Furious Dragon. Der Film ist durch und durch solide. Wer Old School Kung Fu Filme mag, kann sich Furious Dragon bedenkenlos ansehen.

Der Inhalt ist zwar dünn, dafür bietet der Film spektakuläre Naturkulissen und starke Settings, wenn es ums Kämpfen geht. Darunter auf einem hohen Wasserfall (ein Dummy darf am Ende auch runterfallen) und/oder einer Kiesgrube (lange, harte Kämpfe und coolen Stunts). Es wird allgemein viel gekämpft. Ich würde wie folgt aufteilen: 90% Action, 10% Geschichte. Langweilig wird es daher nicht. Die Kampfszenen sind relativ realistisch gehalten – halt typische 70er Jahre Kampfszenen.

Die Stars sagen mir namentlich nichts, aber sie agieren gut, vor allem der Held und die verliebte Tochter des Hauptbösewichtes (sie spielt zudem eine weitere Rolle d.h. Doppelrolle).

Fazit: Für Old School Kung Fu Film Fans zu empfehlen! 

Infos:

O: Chi Shou Kong Quan

Taiwan 1974

R: Yao Feng-Pan

D: Chang Chi-Ping, Chen Chin-Hai, Chang Yun-Wen, Fan Ling, Lau Yau-Bun

Laufzeit der Bootleg-DVD: Ca. 84 Min.

Gesehen am: Ca. Mitte August 2019

Fassungen: Mir lag eine Bootleg DVD vor = Franz. Master, Mandarin Ton, englische Subs. Uncut. Das Master stammt wohl von der franz. DVD (nur franz. Dubbed). Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Aug. 2019).

Kendo – Der tödliche Hammer Review

Kendo – Der tödliche Hammer

Story:

Raymond (Raymond Lui) reist nach Hong Kong – dort legt er sich mit einer Gangsterbande an, welche ihm einen Mord anhängen. Als dann noch seine Freundin entführt wird, reist sein Geduldsfaden…

Meine Meinung:

Aka The Tiger Jump. Kendo – Der tödliche Hammer ist ein solider aber relativ unspektakulärer und wenig origineller 70er Jahre Old School Kung Fu Film, wie es sie zu vielen gab. Der von Raymond Lui stammende Film (er spielte auch gleich die Hauptrolle, schrieb das schwache Skript und fungierte u.a. als Action Regisseur) ist für Fans des Genres sicherlich okay, aber für die restliche Welt uninteressant.

Gut ist, dass der Film im damaligen modernen Hong Kong spielt – also kein Kostümfilm, sondern moderne Prügeleien stehen im Mittelpunkt der, wie schon erwähnt, schwachen Story. Dabei bleiben keine Klischees aus (Liebesgeschichte, der kleine Junge, Rache, das Ende, die Naivität der Figuren, dessen man sich als Zuschauer mehrfach an den Kopf langen könnte).

Die Musik scheint, wie öfters, aus westlichen Filmen geklaut zu sein. Raymond Lui, der mir unbekannt ist, gibt jedoch einen soliden und sympathischen Helden ab. Der Film ist kurzweilig, da es viel Martial Arts gibt. Besonders im letzten Viertel dreht der Film diesbezüglich sehr auf – es gibt sehr viele und lange Kampfszenen zu sehen.

Aufgewertet wird der Low-Budget Klopper durch eine anständige, gute deutsche Sprachfassung und eine gewisse Kompromisslosigkeit, die man dem Werk nicht unbedingt zugetraut hätte (Schicksal Kind) – das Ende (kein Happy End) gefiel mir ebenso!

Fazit: Old School Kung Fu Film Fans können einen Blick riskieren!

Infos:

O: Bi Hu Tiao Qiang

HK 1974

R: Raymond Lui

D: Raymond Lui, Violet Lee Ying, Louise Lee Sikei, Chan Ling-Wai, Chow Kong

Laufzeit der deutschen DVD: 86:00 Min.

Gesehen am: 09.08.19

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Schröder Media vor (Asia Line Vol. 17) = Deutsch/Englisch, keine Subs (ausser für ehemals zensierte Stellen), sehr gute bis dürftige Bildqualität (dürftige Bildqualität = aus Uncut VHS Master eingefügte Szenen), Uncut und nur wegen letzterem schon empfehlenswert! Die deutsche Sprachfassung ist qualitativ sehr gut, so dass der fehlende O-Ton nicht negativ ins Gewicht fällt. Was O-Ton Fassungen angehen habe ich im Netz zwei VHS aus China gefunden (wahrscheinlich Bootlegs).

The Ghostly Face Review

 
The Ghostly Face

Story:

Pollys (Polly Shang-Kuan Ling-Feng) Vater wird von Gangstern, die sich als «Ghostly Face» (eine Art Robin Hood gespielt von Deddy Sutomo) ausgeben und maskieren, getötet. Danach sinnt Polly auf Rache. Auf ihrer Suche nach Ghostly Face stösst sie auf unzählige Widersacher…

Meine Meinung:

In Bali gedrehte Co-Produktion aus Indonesien und Taiwan aus dem Jahre 1972 mit Little Hero Star Polly Shang-Kuan Ling-Feng in der Hauptrolle als Rächerin. Der Plot ist einfach und kaum vorhanden – weniger noch, als üblich in dem Genre. Polly Shang-Kuan Ling-Fengs Vater wird getötet, die Bösewichte geben sich als «Ghostly Face» aus und Polly Shang-Kuan Ling-Feng geht auf Rachemission. Ende.

Dass die Figuren dabei zum Teil sehr naiv agieren, ist im Genre nichts Neues, hier und da aber fast leicht nervend und unrealistisch. Die Qualität der Kampfszenen kann mit dem HK-Kino der damaligen Zeit nicht mithalten. Dasselbe gilt für Kameraführung und Choreographie, wobei es einige Male wunderschöne Weitaufnahmen zu sehen gibt.

Kompensiert wird dieses Detail durch den exotischen Faktor, da in Bali gedreht und bunte und skurrile Kostüme und Requisiten vorkommend (z.B. die Maske, die Ghostly Face trägt). Das hebt den Film wiederum vom HK-Kino ab. Dazu kommt, dass es von Anfang an bis zum Ende fast nur Kämpfe zu sehen gibt. Pausen sind Mangelware. Dazu Italo-Western Mucke (Aus Spiel mir das Lied vom Tod).

Polly Shang-Kuan Ling-Feng macht in jeder Szene eine gute Figur und deren Fans können uneingeschränkt zuschlagen – der restliche Cast gilt es zu vernachlässigen. Zu den vielen Kampfszenen sei gesagt, dass der Film praktisch in jeder Kampfszene recht blutig geraten ist. Zwar kein Chang Cheh Niveau, aber doch blutiger als manch anderer Eastern aus Hong Kong aus dieser Zeit.

Fazit: Für Fans des obskuren und exotischen Martial Arts (Old School Stil) Films zu empfehlen!

Infos:

O: Pandji Tengkorak / Gui mian ren

Indonesien, Taiwan (einige Datenbanken geben auch HK an) 1972

R: A. Harris, Yang Shih-Ching

D: Polly Shang-Kuan Ling-Feng, Deddy Sutomo, Elizabeth Oropesa, Chen Hui-Lou

Laufzeit der DVD-R: 82:33 Min.

Gesehen am: 07.08.19

Fassungen: Gesehen als Uncut DVD-R in Mandarin/Englisch/Franz. mit englischen Subs. Uncut sind u.a. die VHS aus Hong Kong (Ocean Shores – es gibt O-Ton und Englisch Dubbed Ausgaben). In Deutschland zensiert erhältlich und durch das Vollbild sind viele der Gewaltszenen nicht zu sehen da ausserhalb des Bildes. Am 5. Sept. soll der Film in D von Schröder Media auf DVD erscheinen (Asia Line). Ob Uncut und Vollbild ja/nein, sind keine Infos bekannt. Auf Auktionshäusern in China findet sich eine potentielle DVD aus Taiwan (Hoker Records). Desweitern gäbe es eine VHS von Tai Seng (ohne Subs) und ein VHS aus dem Libanon. Nachtrag 15.11.19: die deutsche DVD der Asia Line hat keinen O-Ton und ist zensiert (Master der belgischen VHS). Die beste offizielle Fassung soll das VHS aus den USA (Tai Seng) sein da O-Ton und bestes Bildformat.