Dieses Blog durchsuchen

Mittwoch, 7. Juli 2021

Assassins – Die Killer Review

Assassins – Die Killer

Story:

 

Profikiller Robert Rath (Sylvester Stallone) bekommt es mit einem anderen Profikiller, Miguel Bain (Antonio Banderas), zu tun. Dieser schnappt ihm den Auftrag weg. Die Wege der zwei Profis kreuzen sich erneut, als eine Hackerin (Julianne Moore) und heikle Disc besorgt bzw. liquidiert werden soll…

 

Meine Meinung:

 

Zu Ehren von Regisseur Richard Donner geschaut, der Anfang Juli dieses Jahres im schönen Alter von 91 Jahren verstarb. Richard Donner hat viele Blockbuster für Hollywood gedreht. Für mich als Action-Fan dürfte wohl seine Lethal Weapon-Filmreihe die bekannteste sein. Aufgrund des NIFFF habe ich jedoch keine Zeit, gleich alle vier Lethal Weapon-Teile am Stück zu schauen, so dass die Auswahl schlussendlich auf The Omen und Assassins – Die Killer fiel. Beides Regie-Arbeiten von Richard Donner.

 

Assassins – Die Killer sah ich seit Ewigkeiten nicht mehr. Leider hat mir der Action-Film nicht mehr so gut wie früher gefallen. Assassins – Die Killer ist sicher kein übler Film, aber fliegt aus der Sammlung. Für mich bietet der Film keinen Mehrwert, in Zukunft nochmals geschaut zu werden. Dafür war der Plot wie auch einige der inhaltlichen Szenen zu hohl & unglaubwürdig:

 

Beispiele?

 

Electra, von Julianne Moore gespielt, ist z.B. immer mit ihrer Katze und Fotos, die ihren Wohnort verraten, unterwegs. Obwohl sie eine illegale Top-Hackerin und u.a. von Interpol und Co. gesucht wird. Sehr fahrlässig und unglaubwürdig.  Oder als sie sich vor dem Finale in Gefahr begibt, obwohl sie gewarnt wurde (Fest der Toten, Friedhof). Solche Szenen lassen an der Glaubwürdigkeit der Story zweifeln.

 

Abgesehen davon ist der Streifen relativ unterhaltsam, vor allem bei einer Laufzeit von zwei Stunden sind in der Tat keine Längen auszumachen. Vor allem im ¼ gibt es einige sehenswerte Action-Sequenzen. Es geht Schlag auf Schlag. Dabei ist der Film und die Action-Szenen technisch einwandfrei in Szene gesetzt. Richard Donners Erfahrung steht den Action-Szenen besonders gut.

 

Julianne Moore ist solide. Antonio Banderas, Star aus dem Hit Desperado, ist im Film eine coole Socke und lässt Sly (Rambo: Last Blood) weit hinter sich. Er ist ein Punkt, warum man Assassins – Die Killer geniessen kann! Tolle Leistung von ihm. Als irrer, junger Draufgänger-Killer macht er seine sehr gute Figur. Das Finale rockt auch!

 

Fazit: Geschmackssache – kann gut angesehen werden und ist absolut okay, aber kein Kracher und persönlich auch kein Film für die Sammlung (mehr).

 

Infos:

 

O: Assassins

 

USA, Frankreich 1995

 

R: Richard Donner

 

D: Sylvester Stallone, Antonio Banderas, Julianne Moore, Anatoli Davydov, Muse Watson

 

Laufzeit der deutschen DVD: 127:13 Min.

 

Neusichtung am: 06.07.21

 

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Warner vor = Sehr gute Bild- und Tonqualität, Deutsch/Englisch mit diversen Subs, Uncut. Die deutsche Synchronisation ist gelungen. Gibt es inzwischen auch auf Blu-Ray.

Dienstag, 6. Juli 2021

The Feast Review

NIFFF 2021 Spezial

The Feast

Story:

Delyth (Caroline Berry) und Familie (Sion Alun Davies, Julian Lewis Jones, Steffan Cennydd) inklusive Haushaltshilfe Cadi (Annes Elwy) erwarten zum Abend Gäste (Rhodri Meilir, Lisa Palfrey) und bereiten sich auf den Anlass vor. Alles soll perfekt werden. Doch das Dinner endet nicht wie geplant…

Meine Meinung:

Auf The Feast (am NIFFF) war ich aus zwei Gründen gespannt: Erstens wusste ich nicht, ob der Film, der in walisischer Sprache gedreht wurde, englische Untertitel haben würde oder nicht (man las dazu unterschiedliche Angaben) und zweitens gibt es (zumindest Mitte Juni des Jahres, als das NIFFF Programm Online ging) keine Trailer zum Film und ich las ein Wort, welches meine Neugier weckte: Slow burner!

Und ja: The Feast ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Slow burner! Und was für einer! Nebst In the Earth der bisher beste Film am diesjährigen NIFFF. Es lohnt sich, weder Inhaltsangaben noch Trailer (sollte es sie jetzt geben) zu lesen und/oder zu sichten damit keine Überraschungen verloren gehen (meine Story-Angabe ist diesbezüglich ungefährlich).

The Feast ist ein interessanter, langsamer und packender slow burner der hervorragend gespielt ist. Cast und Crew sind mir total unbekannt. Die Auswahl war jedoch eingeschränkter als üblich, da die Darsteller der walisischen Sprache mächtig sein mussten. Der Inhalt ist nicht primär wichtig (und auch nicht, ob am Ende alles erklärt wird oder nicht = Neusichtungen lohnen um neue Details zu entdecken!). Einzelne Szenen sind wirklich komisch und schräg. Dasselbe gilt für die Charaktere und ihre Eigenschaften.

Optisch und schauspielerisch ist The Feast ein Genuss, ebenso von der Stimmung her. Die Bedrohung kommt näher und näher und näher. Das Ungewisse und nicht zu wissen, was auf den Zuschauer (oder die Figuren im Film) zukommt, ist ein tolles Gefühl. Dazu gibt es zwei-drei wirklich eklige Szenen, die mir ein Lächeln entlockt haben. Was hatte ich bei diesen Szenen für Freude! Seit gewarnt: das kann nur so empfunden werden, wenn dafür eine ganz tiefe Vorliebe für ganz derben Humor besteht (à la Edward Lee Romane).

Fazit: Ein langsamer Film. Aber das Warten lohnt sich!

Infos:

O: The Feast

Grossbritannien 2021

R: Lee Haven Jones

D: Caroline Berry, Sion Alun Davies, Julian Lewis Jones, Steffan Cennydd, Annes Elwy, Rhodri Meilir, Lisa Palfrey

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 93 Min.

Gesehen am: NIFFF 2021

Fassungen: Gesehen am NIFFF im O-Ton (Walisisch) mit englischen und franz. Subs. Es gibt noch keine DVD/Blu-Ray (Stand: Juli 2021). Nachtrag 18.07.23: für eine 2. Sichtung lag mir die US-Blu-Ray von IFC Midnight vor = Uncut, O-Ton, englische Subs, hervorragende Bild- und Tonqualität. Der Film gefällt auch nach der 2. Sichtung. Es gab mehr "Horrorparts" im Finale, als ich in Erinnerung hatte. Zudem fangen sie, zwar subtil und langsam, schon vor dem Finale, zu wirken an.

NIFFF 4. Tag

Heute schlief ich fast bis am Mittag da es gestern spät wurde (ca. 02.00 Uhr im Bett). Heute hatte ich ein lockeres Programm: nur ein Review schreiben und den Bericht. Dazu gabs auch heute nur einen Film am NIFFF – auch erst abends, wenn auch früher als gestern (gestern Start 22.00 Uhr, heute Start 19.00 Uhr).

Am Nachmittag blieb mir Zeit für:

eine VHS kopieren* und einen Film schauen** & den Weg auf die Post*** (plus einkaufen).

 

* Kopiert wurde The Informer, von welchem es vor paar Wochen ein Review gab = HIER KLICKEN! Leider hat das VHS zu Beginn einige Störungen. Ursache unbekannt.

 
 


 
 
 **Geschaut habe ich T.N.T. Jackson, welchen ich gratis vom Kollegen erhalten habe.  Ein amüsanter und kurzweiliger Blaxploitation Film mit «Person of Color» bzw. Black-Chick Jean Bell. Sie macht vor allem in den Action-Szenen eine gute Figur! Braucht sich nicht hinter Pam Grier zu verstecken! Review folgt (habe ca. 60 in Reserve jetzt!!!).


 


 

***Blu-Ray verkauft = bringt mir Geld ein!
 
 

 

Am Abend dann die Frage aller Fragen:

Wird The Feast, der in walisischer Sprache gedreht wurde, franz. und englische oder nur franz. Untertitel haben? Die (NIFFF) Homepage sagt englische/franz. Subs während das NIFFF-Programmheft nur franz. Untertitel angibt. Mitte Juni fragte ich (via FB) beim NIFFF nach – ich bekam zwar eine Antwort, dass nachgefragt würde, aber ich erhielt danach keine weitere Antwort mehr. Doch das Karma schlug zu: Der Film hatte auch englische Subs! 

 




 

 

Zum Film: nebst In the Earth der bisher beste Film am NIFFF 2021!

Abends ging es gemütlich nach Hause mit dem Wissen, dass morgen ein freier Tag ohne NIFFF vorherrscht!