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Mittwoch, 4. Oktober 2023

Sole Survivor

Horroktober 2023

Sole Survivor

Story:

Denise (Anita Skinner) überlebt als einzige einen Flugzeugabsturz. Doch kurz darauf geschehen merkwürdige Ereignisse und Denise hat das Gefühl, beobachtet und verfolgt zu werden…

Meine Meinung:

Wenn ich nicht irre, bekam ich Sole Survivor vom Kollegen geschenkt und wusste gar nichts vom Film. Grund, dies zu ändern. Dafür eignet sich der Horroktober. Da kamen schon einige Perlen zusammen in den letzten Jahren (Bewitched Area of Thousand Years, Baba Yaga, Seytan, Cemetery of Regret) oder flogen nach Neusichtungen aus der Sammlung (Art of the Devil, Tell Me Something, Tokyo Gore Police, 13: Game of Death) oder gefielen mir auch nach wiederholten Sichtungen ausgezeichnet (Terror at the Opera, The Laughing Dead, Dark Waters, Maya).

Sole Survivor hat mir gut gefallen. Ich mag solche klassischen Gruselfilme, die sich langsam entwickeln und die durch Plot, Verlauf und Figuren zu überzeugen wissen. Zudem mochte ich die 80er Jahre Stimmung, die hier und da selten an 80er Jahre US-Slasher erinnert (z.B. die Strip-Poker Runde). Abgesehen davon ist der Film inhaltlich originell. Den Film könnte man als Mix aus Final Destination und It Follows bezeichnen. Damit war der Film seiner Zeit weit voraus.

Ich mochte den mysteriösen Plot. Es gibt einige herrlich gruselig-stimmungsvolle Momente und auch das Ende mochte ich. Es bleiben Fragen offen, was mich aber nicht störte. Die mir unbekannten Stars haben in ihren Rollen überzeugt. Anita Skinner als Lead war stark. Man fiebert als Zuschauer auch definitiv mit ihr mit, auch wenn sie, was mich überrascht, keine grosse Karriere als Schauspielerin hingelegt hat. Fürs Auge stehen Robin Davidson und Brinke Stevens (The Slumber Party Massacre) zur Verfügung. Effekte werden sporadisch und dezent, aber wirkungsvoll, in Szene gesetzt.

Fazit: Für 80er Jahre Horrorfans zu empfehlen!

Infos:

O: Sole Survivor

USA 1983

R: Thom Eberhardt

D: Anita Skinner, Kurt Johnson, Robin Davidson, Caren L. Larkey, Andrew Boyer, Daniel Bryan Cartwell, Wendy Dake

Laufzeit der spanischen Blu-Ray: Ca. 85 Min.

Gesehen am: Horroktober 2023

Fassungen: Mir lag die spanische Blu-Ray vor = Hervorragende Bild- und Tonqualität, Englischer Ton, spanische Subs, Uncut. In Deutschland als Nur Tote überleben von Eyecatcher Movies auf DVD zu haben (ehemals zensierte Szenen wurden aus einem Vollbild-Master eingefügt). Es gibt keine deutsche Blu-Ray (Stand: Okt. 2023).

Dienstag, 3. Oktober 2023

Planet der Vampire

Horroktober 2023
Planet der Vampire

Story:

Siehe Alien

Meine Meinung:

Planet der Vampire ist, und das ist überraschend, keine Kopie von Ridley Scotts Klassiker Alien. Alien wurde 1979 gedreht und Mario Bavas Film ist schon 1965 entstanden. Da tat ich Mario Bava, dem Vater von Lamberto Bava (Demons, Demons 2), Unrecht. Planet der Vampire ist ein Mix aus Gruselfilm und Sci-Fi und gilt als Klassiker im Schaffen von Mario Bavas (Blutige Seide, Caltiki – The Immortal Monster, Kill Baby Kill) Karriere.

Ich fand Planet der Vampire, obwohl optisch schön und zuweilen stimmungsvoll, sehr lahm und langweilig. Ich dachte es handelt sich um eine dreiste Kopie von Alien. Der Plot ist ja in der Tat relativ ähnlich. Das Ende war zwar originell, gefiel mir aber irgendwie nicht. Das Schauspiel empfand ich teilweise als hölzern und die wenigen Action-Szenen sprich Schlägereien wirkten deplatziert und billig. Da bin ich von Hong Kong und Taiwan-Kino anderes gewohnt…

Obwohl der Film nur knapp 85 Minuten läuft, passiert im Film relativ wenig. Es gibt zwei-drei tolle Effekte und die Sets sind cool. Aber im Grossen und Ganzen passierte mir eben zu wenig. Die Stars sind mir bis auf Ivan Rassimov (Jungle Holocaust, Der Killer von Wien, Eaten Alive), der mir nicht Mal aufgefallen ist, unbekannt. Die Frauen sind immerhin hübsch anzusehen und die futuristischen Outfits geben dem Film die richtige Sci-Fi Würze.

Fazit: Optisch hui, inhaltlich lahm und pfui! Da bleibe ich lieber bei Filmen wie Kill Baby Kill, Blutige Seide und Co.

Infos:

O: Terrore nello spazio

Italien, Spanien 1965

R: Mario Bava

D: Norma Bengell, Evi Marandi, Barry Sullivan, Ángel Aranda, Stelio Candelli, Ivan Rassimov

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: Ca. 87 Min.

Gesehen am: Horroktober 2023

Fassungen: Mir lag die Collectors Edition von Plaion vor = UHD (der Ital. Fassung), Blu-Ray (der Ital. Fassung), Blu-Ray (US-Version), Schuber und Booklet. Die Restauration ist erste Sahne: Bild- und Tonqualität sind hervorragend. Die deutsche Synchronisation ebenso. Nebst dieser kann der Film auch in Ital./Englisch mit deutschen Subs geschaut werden.

Montag, 2. Oktober 2023

Hellraiser IV – Bloodline

Horroktober 2023

Hellraiser IV – Bloodline

Story:

Im Jahr 2127, auf der Raumstation Minos, versucht Paul Merchant (Bruce Ramsay) mit Hilfe neuster Technik und List, die Cenobiten (Valentina Vargas, Jody St. Michael, Michael Polish, Mark Polish) und deren Anführer Pinhead (Doug Bradley), zu beschwören, zu fangen und zu vernichten. Doch dann taucht das Militär auf und nimmt Paul gefangen. Dieser beginnt seine Familiengeschichte zu erzählen…

Meine Meinung:

Die ursprüngliche Idee von Hellraiser IV – Bloodline zu bewerten, fällt nicht einfach. Siehe dazu mehr unter Fassungen. Dass Effekte-Techniker Kevin Yagher (Bordello of Blood, Windtalkers, The Dentist, Alienkiller, A Nightmare on Elm Street 2, 3 & 4) Regie führte, ehe er durch Joe Chappelle (Halloween: The Curse of Michael Myers, Phantoms) und am Ende durch ein Pseudonym (Alan Smithee) ersetzt wurde, hatte ich gar nicht mehr gewusst. Er und sein Team waren auch für die Effekte in Hellraiser IV – Bloodline zuständig.

Hellraiser IV – Bloodline sah ich ewig nicht. Wenn ich mich recht erinnere, war das nebst Candyman 3 – Der Tag der Toten, Halloween: The Curse of Michael Myers und The Dentist 2 (oder war noch Die Killerhand dabei?) eine meiner ersten vier DVDs, welche ich kaufte. Der Film gefällt heute aber zu wenig, um in der Sammlung zu bleiben. Wohl ein Schicksal, welches auch die anderen Hellraiser Fortsetzungen nach Neusichtungen treffen wird. Immerhin fand ich den Film, schwache Weltraum-Szenen hin oder her, leicht besser als sein Vorgänger.

Die besten Szenen hat der Film, der in mehreren Zeit Epochen spielt, in der Vergangenheit. Die besten Szenen beinhalten vor allem die Figuren Angelique, Duc de L'Isle und Jacques. Der perverse Adel. Angelique gab zudem einen wunderbaren Bösewicht und Gegenstück zu Pinhead ab. Weiblich, aber tödlich und dabei erotisch und charismatisch. So gesehen, wer braucht da, als Link zum neuen Hellraiser, einen weiblichen Pinhead? Es wäre auch anders gegangen, wie die Figur von Angelique bezeugt…

Wo der Film hingegen schwächelt sind die digitalen CGI-Effekte, einige der Dialoge wirken lächerlich und alle Weltraum-Szenen waren billig. Auch die Figuren, die dort vorkommen (das ganze Militär war unglaubwürdig und schlecht gespielt) überzeugen nicht. Warum es in den 90ern die Filmemacher im Horrorgenre immer mehr in den Weltraum zog, ist mir nicht bekannt. Selten waren die Filme gut (siehe Filme wie Critters 4, Leprechaun 4: In Space und Jahre später noch Jason X). Die Szenen sorgen dafür, dass nur phasenweise Stimmung generiert wird. Die neuen Cenobiten sind cool und die Splatter-Effekte solide.

Fazit: Schlussendlich wie immer Geschmackssache – für mich hätte nach den ersten zwei Filmen (Hellraiser und Hellbound: Hellraiser 2) Schluss sein müssen!

Gefolgt von: Hellraiser: Inferno

Infos:

O: Hellraiser IV – Bloodline

USA 1996

R: Kevin Yagher, Joe Chappelle

D: Bruce Ramsay, Valentina Vargas, Jody St. Michael, Michael Polish, Mark Polish, Doug Bradley

Laufzeit der deutschen DVD: 81:26 Min.

Neusichtung: Horroktober 2023

Fassungen: Mir lag die alte deutsche 18er DVD von MAWA/Starlight vor = durch schlampige Arbeit in zwei Szenen «zensiert» (Schnitte fallen nicht auf), Deutscher Ton (kein O-Ton vorhanden), Vollbild, sehr gute Bild- und Tonqualität. Die deutsche Blu-Ray von '84 Entertainment bietet die unzensierte Kinofassung, den Workprint als Bonus, Deutsch/Englisch ohne Subs und das 1, 85:1 Bildformat. Der Film wurde vor Veröffentlichung stark verändert: Szene flogen raus der heute 85minütige Film hätte ursprünglich 110 Minuten laufen sollen, das Budget wurde gedrosselt, Kevin Yagher gefeuert und Joe Chappelle für Nachdrehs angestellt. Kevin Yagher wurde mit dem Pseudonym Alan Smithee ersetzt. Im Trailer sind Szenen zu sehen, welche in der Kinofassung fehlen. Arrow Video wird bald die Hellraiser: Quartet of Torment Edition veröffentlichen, in welcher auch der 4. Teil präsent sein wird. Auch diese haben eine Workprint Fassung angekündigt. Ob es dieselbe ist, welche auf der deutschen Blu-Ray zu sehen sein wird, ist noch unbekannt («Newly uncovered workprint version of the film, providing a fascinating insight into how it changed during post production»). Fans des Filmes sollten also schauen, was die kommende Arrow Video Fassung zu bieten haben wird.