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Sonntag, 14. Januar 2024

The Last Hunter

The Last Hunter

Story:

Captain Henry Morris (David Warbeck) begibt sich zusammen mit anderen Soldaten (u.a. Tony King, Bobby Rhodes) und einer Reporterin (Tisa Farrow) auf eine gefährliche Mission im Dschungel…

Meine Meinung:

The Last Hunter sah ich ewig nicht. Ich sah den Film zum ersten Mal im Jahr 2007 im April. Ob ich den Film seither überhaupt nochmal sah, wage ich sogar zu bezweifeln. Ausser der Tatsache, dass David Warbeck (Panic) eine der Hauptrollen spielt und der Vietnam-Krieg als Setting dient, wusste ich nichts mehr. Regie führte Antonio Margheriti (Höllenhunde bellen zum Gebet, Seven Deaths in the Cats Eye), der mit Asphalt-Kannibalen bereits in ähnliche Gefiele abdriftete.

Der Film wurde aufgrund des Ablebens und aus Respekt an Schauspielerin Tisa Farrow geschaut, die am 10. Januar dieses Jahres verstarb, und welche ich zunächst mit Cannibal Ferox Star Zora Kerova verwechselt habe. Wie Tisa Farrow, die später als Krankenschwester arbeitete und sich in den 80er aus dem Filmgeschäft zurückzog, in den Italo-Film rutschte, ist mir nicht bekannt. Ich kenne nur drei Produktionen, in welchen sie mitwirkte.

Zwei dieser Filme sind bekannt und legendär: Es handelt sich um Zombi 2 von Lucio Fulci und um Man-Eater. Beides Klassiker, die auf meinem Blog schon besprochen wurden - also fiel die Wahl der Neusichtung und des Respektzollens an Tisa Farrow auf den Vietnam-Actioner The Last Hunter, in Deutschland besser bekannt als Jäger der Apokalypse. Also guckte ich mir den Film abends nach einem leckeren Restaurant-Besuch noch an.

Ich mochte den Film und fand diesen besser und blutiger, als ich den in Erinnerung hatte. Nur mit der Fassung selbst war ich nicht mehr zufrieden. Die Bildqualität ist nur durchschnittlich, was sich auch in einigen Action- und Effekte-Szenen negativ auswirkt. Zu unscharfe und zu dunkle Bildqualität. Der Englische Dub überzeugte mich nicht. Zwar soll dies der «O-Ton» sein, aber bei einigen Nebenfiguren hört sich das Englisch nicht nach Original an. Die deutsche Synchro, nachdem ich in den deutschen Trailer guckte, macht einen ordentlichen Eindruck und dürfte den Film zusätzlich positiv aufwerten. Der Englische Dub war eine Mischung aus ok und billig/künstlich.

Abgesehen davon gefiel mir der Film: Echte Hubschrauber, echte Explosionen, ein hohes Tempo, wenig Füllszenen und blutige Splatter-Make-Up-Effekte runden den Film ab. David Warbeck sehe ich so oder so gerne im Italo-Kino und Tisa Farrow spielt ihre Rolle auch ordentlich. Beides sind die Hauptfiguren. An der Stelle sei noch John Steiner in einer ulkigen Nebenrolle erwähnt, der sich an Erbrochenem ärgert oder seine Soldaten ins Kreuzfeuer schickt, um (nach einem erfolglosen Rape-Versuch) eine Kokosnuss zu holen. Für die sehenswerten Splatter-Effekte zeichnete sich Apolonio Abadeza verantwortlich, der vor allem im philippinischen Kino zu Hause war. Seine wohl bekannteste Arbeit (nebst The Last Hunter) dürfte wohl Zuma, eine Comic-Verfilmung, sein.

Fazit: Für Euro-Cult Fans zu empfehlen

Infos:

O: L'Ultimo Cacciatore

Italien 1980

R: Antonio Margheriti

D: David Warbeck, Tisa Farrow, Tony King, Bobby Rhodes, John Steiner

Laufzeit der US-DVD: 96:07 Min.

Gesehen am: April 2007 / Neusichtung am: 12.01.24 / Neusichtung als deutsche Blu-Ray: 24.03.24

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Dark Sky Films vor = US-Fassung (glaube die unterscheidet sich minim von der Ital. Fassung), Uncut in Sachen Gore, Englischer Ton, exklusive Extras, englische Subs. Die US-Blu-Ray von Code Red hat eine hervorragende Bildqualität. Um Welten besser, schärfer und heller als meine US-DVD. Die neue UK-Blu gilt es zu vernachlässigen, da extrem stark abgedunkelte Bildqualität.  Welchem Master die deutsche X-Rated Blu-Ray entspricht, konnte ich noch nicht klären. Die deutsche Synchro hört sich anhand des deutschen Trailers aber vielversprechend an d.h. der Film wird dadurch aufgewertet. Mein Plan: die US-DVD entsorgen/verkaufen und die US-Blu-Ray von Code Red oder die X-Rated Blu-Ray kaufen (falls das Master der Code Red Disc entspricht = schön hell). Nachtrag 24.03.24: Für eine weitere Sichtung lag mir nun die deutsche Blu-Ray von X-Rated vor = Uncut, Deutsch/Ital. mit Subs, hervorragende und vor allem sehr helle Bildqualität. Einige der Effekte kommen erst jetzt in ihrer vollen Klasse zur Geltung. Die deutsche Synchronisation ist ebenfalls hervorragend. So ist es angenehmer, den Film zu schauen. 

Samstag, 13. Januar 2024

Female Market

Japanuary 2024

Female Market

Story:

Frauen werden entführt. Das Ziel: sie auf dem Schwarzmarkt (in Afrika) zu verkaufen. Dafür werden sie trainiert, erniedrigt und gefoltert, damit den Frauen ihr Willen gebrochen wird. Doch eine Frau denkt an Flucht. Ob es ihr gelingen wird?

Meine Meinung:

Female Market bekam ich vom Kumpel geschenkt. Den Film fand ich jedoch relativ mässig, wenig interessant und vor allem, trotz seiner kurzen Laufzeit von nur 68 Minuten, langweilig. Mitte der 80er Jahre hatten die Nikkatsu-Produktionen definitiv nicht mehr das Budget und die Klasse älterer Produktionen wie Flower & Snake und Co. Das geringe Budget sieht man dem Film vor allem in den Settings an.

Der Film von Yasurô Uegaki hat kaum Plot. Es dauert bis zur ca. 50.-55. Minuten, bis etwas Plot erklärt wird und die Handlung einen kleinen Verlauf einlegt. Zuvor wird nur gefoltert, erniedrigt, vergewaltigt. Alle Frauen willigen ein bis auf zwei. Eine davon ist jene, die dann zusammen mit einem Typ, der drogenabhängig ist, flüchtet und ihr Infos Preis gibt. Ziemlich lahm, wie auch das total unspektakuläre Finale. Von Regisseur Yasurô Uegaki kenne ich noch Female Teacher: In Front of the Students. Der dürfte nach einer 2. Sichtung auch aus der Sammlung fliegen.

Ansonsten war Yasurô Uegaki vor allem im Erotik-Film zu Hause. Auch die «Stars» waren vor allem im Erotik-Kino der Nikkatsu-Studios zu sehen. In Filmen mit Titeln wie Wife to Be Sacrificed, Slave Contract, Beast-Man (Wolf), Subway Serial Rape, Beautiful Teacher in Torture Hell, Young Lady Ashiya: Sacrifice, Female Bank Teller: Rape Office, Wife Collector oder Rope Torture. Wer abfährt, wie Frauen missbraucht und erniedrigt werden, wird in Female Market voll auf seine Kosten kommen. Ich fand die Szenen wenig abstossend, da selbstzweckhaft, aber fand die Szenen auch alles andere als «erotisch».

Fazit: Langweilig, billig und uninteressant! Nur ultimativen Nikkatsu-Erotik-Fans/Sammlern zu empfehlen…

Infos:

O: Ryôjoku mesu ichiba: kankin

Japan 1986

R: Yasurô Uegaki

D: Kaori Asô, Minako Ogawa, Kayo Kiyomoto, Tatsuya Aoki, Nobutaka Masutomi

Laufzeit der holländischen VHS: 68:36 Min.

Gesehen am: Jan. 2024

Fassungen: Mir lag die holländische VHS von Japan Shock vor = Uncut, Widescreen, O-Ton, englische Subs, gute Ton- und Bildqualität. Gibt es von Japan Shock auch auf DVD (sogar mit deutschen Subs). Eine Blu-Ray und eine deutsche Fassung gibt es nicht (Stand: Jan. 2024).

Freitag, 12. Januar 2024

Door

Japanuary 2024

Door

Story:

Hausfrau Yasuko (Keiko Takahashi) zeigt sich über Werbeanrufe und Verkaufsmänner genervt. Es kommt so weit, dass sie einem Verkäufer die Hand mit der Tür eingeklemmt. Danach kommt es zu einer Reihe von mysteriösen Vorkommnissen: Beschriftungen an der Haustüre, unseriöse Postsendungen, Telefonterror. Und es sollte nicht dabei bleiben…

Meine Meinung:

Ich wurde erstmals durch das Buch Japanese Cinema Encyclopedia - Horror / Fantasy / Science Fiction von Thomas und Yuko Mihara Weisser auf Door und Fortsetzungen aufmerksam. Umso erfreuter war ich, als ich sah, dass die Filme nun auf Blu-Ray und mit englischen Subs erscheinen = bestellt und Wunschliste abgearbeitet. Door hat mir gut gefallen. Der Film hat eine ganz spezielle, eigene Stimmung.

Der Aufbau des Plots ist langsam. Der Film ist ein Mix aus Drama, Thriller, Home-Invasion, Horror und Terrorkino. Regisseur Banmei Takahashi beweist ein gutes Händchen bei der Inszenierung. Die Kameraarbeit ist exzellent, die Wahl der Musik aussergewöhnlich und die Darsteller durch die Bank glaubhaft und authentisch. Man fiebert mit Yasuko mit. Keiko Takahashi (Uzumaki) ist übrigens die Ehefrau des Regisseurs. Regisseur Banmei Takahashi war bis zu Door im Sex-Film-Geschäftig tätig. Dies änderte sich erst mit Door.

Speziell im Finale geht im Film dann die Post ab. Nach einem langen Vorspiel eskaliert der Orgasmus, so zusagen. Die Kameraführung, spezifisch die aus der Vogelperspektive, in welcher Yasuko durch etliche Zimmer gejagt wird und sich gegenüber dem unerwünschten Besucher wehrt, war mehr als sehenswert. Der Bösewicht des Filmes wird stark von Daijiro Tsutsumi gespielt. Die wenigen Effekte sind stark getrickst. Der kammerspielartige Terror kommt gut zur Geltung. Teilweise fühlte ich mich aufgrund des Telefonterrors an den späteren Slasher Scream erinnert.

Gefolgt von: Door II

Infos:

O: Doa

Japan 1988

R: Banmei Takahashi

D: Keiko Takahashi, Daijiro Tsutsumi, Shirô Shimomoto

Laufzeit der UK-Blu-Ray: 93:55 Min.

Gesehen am: Jan. 2024

Fassungen:  Mir lag die UK-Blu-Ray von third window films vor = Schuber, Booklet, restaurierte Fassung, O-Ton, englische Subs (wohl erste Fassung weltweit die englische Untertitel bietet), Uncut. Ton- und Bildqualität sind sehr gut. Als Bonus gibt es ein Interview mit dem Regisseur und die Fortsetzung Door II ist auch mit an Bord.