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Donnerstag, 8. Februar 2024

Blue Butterfly the Amazon

Blue Butterfly the Amazon

Story:

Der Kaiser der Ching Dynastie, Kun-ryung, geht durch seinen General (Lee Jae-yeong) brutal gegen die Bevölkerung von Joseon vor, die an der Grenze leben. Männer werden getötet, Frauen verschleppt. Pak Ok-hwa (Yu Mi) wird Zeuge, wie ihr Vater getötet wird. Daraufhin schwört sie Rache an den Tätern…

Meine Meinung:

Blue Butterfly the Amazon ist ein Kung-Fu-Film aus Südkorea aus dem Jahr 1984. Der Film hat mir sehr gut gefallen. Ich wurde durch meinen London-Dealer und durch den Film The Undertaker In Sohwa Province auf den Film aufmerksam - durch Schauspielerin Jin Noo-Ri, welche mich in The Undertaker In Sohwa Province zu überzeugen vermochte. Mein London-Dealer schrieb über Blue Butterfly the Amazon, Zitat: «But yeah, you wont be disappointed. Non-stop female fighting action».

Dem kann ich fast zustimmen. Ja, der Film von Choe U-hyeong (Shaolin Drunk Fighter) hat in der Tat "non-stop fighting" Action, aber nicht nur durch Frauen. Es gibt auch immer Mal wieder längere Kampf-Passagen, in denen nur die Männer am Kämpfen sind. Das tut dem Spass aber keinen Abbruch. Der Rache-Plot ist simpel und der Film wirklich unterhaltsam, actionreich und toll choreographiert und gefilmt. Es wird viel mit Farben gearbeitet und es gibt mehrere Frauenrollen, die dann als Rächerinnen auftreten.

Die Hauptrollen in Sachen Frauen spielen die bereits erwähnte Jin Noo-Ri, die auch in paar wenigen Filmen aus HK bzw. Taiwan zu sehen war (Ninja Vs Shaolin Guards). Ungesehen liegt mit seit vielen Jahren noch der koreanische Kung-Fu Film Deadly Shaolin Longfist vor, in welchem sie auch mitspielt. Die 2. Im Bunde ist Yu Mi. Beide machen ihre Sache ordentlich. Sehenswerte Frauenpower und sehenswerte Kampfszenen. Dass der Film mehr ernst statt lustig ist, gefiel mir auch wie auch die Wahl der Musik.

Lee Jae-yeong (Black Dragon's Last Warning, The Challenge of the Lady Ninja, South Shaolin Vs North Shaolin) spielt den brutalen, nahezu unbesiegbaren Bösewicht. Vor allem im Finale darf er so richtig aufdrehen und es bracht beide Frauen, um ihn zu besiegen. Er macht in den Kampfszenen eine starke Figur. Authentisch. Kim Ki-Hong (Dragon’s Claws) spielt einen betrunkenen Kämpfer im Penner-Look - nach Drunken Master (1979) in dem Genre nicht mehr wegzudenken. Seine Kampfszenen sind ebenfalls toll choreographiert worden. Es wird mit und ohne Waffen gekämpft. Teilweise kam auch etwas Samurai bzw. Italo-Western Stimmung auf (und so was wie Ninjas kommen in einer Szene auch vor).

Fazit: Für Kung-Fu-Film-Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Yeogeol cheongnabi, 여걸 청나비

Südkorea 1983

R: Choe U-hyeong

D: Yu Mi, Lee Jae-yeong, Jin Noo-Ri, Kim Ki-Hong

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 86:01 Min.

Gesehen am: 28.12.23

Fassungen: Mir lag das südkoreanische VHS von Dong Jang Production vor = Vollbild, solide Bild- und Tonqualität, O-Ton Koreanisch, Uncut. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Dez. 2023).

Mittwoch, 7. Februar 2024

The Dragon Chronicles - The Maidens of Heavenly Mountains

The Dragon Chronicles - The Maidens of Heavenly Mountains

Story:

Siu Yiu Tze (Liu Kai-Chi) ist der Anführer der Tin San Sekte. Der Sekte gehören auch die Schülerinnen Mo Han-wen (Gong Li), Chiu-shui (Brigitte Lin) und dessen Zwillingsschwester Li Chong-hoi (Brigitte Lin) an. Die Freundschaft der Mädels zerfällt. Grund ist ein Mann - Sektenführer Siu Yiu Tze. Das hat zur Folge, dass Mo Han-wen und Chiu-shui eigene Sekten gründen und die Macht der Welt für sich beanspruchen.  Dazu kommt, dass auch Ting Chun-chou (Norman Tsui) nach Macht strebt. Und dessen Schülerin Purple (Sharla Cheung Man) spielt auch ein eigenes Spiel, welches einen jungen Shaolin-Mönch (Frankie Lam Man-Lung) beinhaltet…

Meine Meinung:

Aka The Dragon Chronicles - The Maidens. The Dragon Chronicles - The Maidens of Heavenly Mountains basiert auf dem Wuxia-Roman Demi-Gods and Semi-Devils. Die komplexe Story wurde schon mehrfach verfilmt, z.B. zu Shaw Brothers Zeiten (The Battle Wizard) oder zuletzt mit Donnie Yen (Sakra). The Dragon Chronicles - The Maidens of Heavenly Mountains lag lange ungesehen rum und der Film konnte mich nicht überzeugen. Der Original-Stoff dürfte auch viel zu komplex sein, um dies via Film zu präsentieren.

Denn der Plot ist in der Tat wirr, dünn und kompliziert. Es lohnt sich, die Inhaltsangabe vor der Sichtung zu studieren. Und wer die Darsteller kennt, kann dann auch die im Film vorherrschenden Figuren auseinanderhalten soll heissen, dem Plot kann man dennoch folgen. Dennoch sollte man sich mehr auf die Action und die Fantasy-Aspekte konzentrieren, und, sofern möglich, diese geniessen. Jedoch hat mich der Film auch rein von der Action und den Fantasy-Szenen zu wenig abgeholt.

Es gibt einige charmante Effekte, coole Fantasy-Szenen, rasante Kampfszenen, in denen Gegner auch Körperteile verlieren, aber davon gab es gesamthaft viel zu wenig. Meist wird mit öden CGI-Strahlen oder Feuerbällen aufeinander abgefeuert, ohne das gross was passiert. Zu wenig Abwechslung. Zudem fand ich die Musik grossenteils sehr fad und nervend und den Humor ebenso. Deplatziert. Längen gibt es auch. Die Füllszenen und Dialoge bremsen den Film immer wieder aus und sind uninteressant. Der Film fesselt wenig.

Sharla Cheung Man (Crystal Fortune Run) hat mich genervt und Brigitte Lin (Love Massacre) ist zwar solide, aber war nie mein Liebling, wenn es um Mädels aus Hong Kong ging. Da sagen mir Maggie Cheung (The Romancing Star), Kara Hui (Madam City Hunter), Moon Lee (Mr. Vampire), Michelle Yeoh (Wing Chung), Lin Hsiao-Lu (The Child of Peach), Angela Mao (The Swift Shaolin Boxer), Yukari Oshima (Brave Young Girls) oder Cynthia Khan (Tough Beauty and the Sloppy Slop) mehr zu. Frankie Lam Man-Lung als Mönch hat mich nicht überzeugt und Norman Tsui (Blood Ritual) allein kann den Film auch nicht besser machen.

Fazit: Ein Film mit Licht und Schatten. Kann man sich ansehen, aber nichts für meine persönliche Filmsammlung.

Infos:

O: Xin tian long ba bu zhi tian shan tong lao

HK 1994

R: Andy Chin Wing-Keung

D: Gong Li, Brigitte Lin, Norman Tsui, Sharla Cheung Man, Liu Kai-Chi, Frankie Lam Man-Lung

Laufzeit der HK-DVD: 96:44 Min.

Gesehen am: 28.12.23

Fassungen: Mir lag die HK-DVD von Mei Ah vor = nicht anamorph, solide Bild- und Tonqualität, O-Ton und feste englische und chinesische Subs (soll eine sehr schlechte Übersetzung sein), Uncut. In Südkorea auch auf Blu-Ray zu haben. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Dez. 2023).

Dienstag, 6. Februar 2024

File of Heroes

File of Heroes

Story:

Brother To (Chang Yi) gewinnt einen Wettkampf, der von den Japanern organisiert wurde. Sein Gegenüber, in Wahrheit ein chinesischer Spion (ein Jason Pai Piao Lookalike namens Charles Heung Wah-Keung), der sich als Japaner ausgibt, liess Brother To extra gewinnen um mit ihm zusammen den japanischen Aggressor bekämpfen zu können…

Meine Meinung:

Ein Basher aus Taiwan (eine Datenbank gibt auch noch Hong Kong als Herstellungsland an) aus dem Jahr 1974. Anfang der 70er dominierten nebst Swordplay-Streifen solche Basher. Vor allem billig in Taiwan oder Hong Kong inszeniert. File of Heroes scheint ein eher seltener Titel zu sein. Ich finde nur auf Youtube und Douban (Datenbank aus China) Infos zum Film (plus eine ofdb Besprechung). Andere Datenbanken (imdb, Letterboxd) sind ohne Reviews.

Wer gerne solche 70er Jahre Kung Fu-Filme mag, wird mit File of Heroes von Daniel Lau bestens bedient. Dieser hat, wie es scheint, nur wenige Filme realisiert. Zwei von ihm liegen mir noch ungesehen rum, nämlich Dragon and Tiger (US-VHS) und The Magnificent Kick (US-DVD). File of Heroes bietet eine wenig originelle Story: Böse Japaner, gute Chinesen, ein Kampfturnier und einen Undercover-Agenten. Alles schon gesehen. Aber bei dieser Art Film stört mich das nicht.

Was File of Heroes sehenswert macht sind die grosse Anzahl von Kampfszenen und der Cast. Langweilig wird es nie und es wird extrem viel gekämpft. Fans kommen daher voll auf ihre Kosten und Längen sind Mangelware. Freude hatte ich vor allem an Chang Yi (The War of the Boundary, Kung Fu Zombie - Der Gorilla mit der stählernen Klaue, Phantom Kung Fu, The Thundering Sword) als Held. Dazumal schlüpfte er nebst Shaw Brothers Produktionen oft in die Rolle des Helden, z.B. in Gambling for Gold. Und der Tatsache, dass auf Klamauk verzichtet wird.

Chang Yi macht seine Sache mehr als ordentlich. An seiner Seite gefallen die kämpfenden Mädels. Cecilia Wong Hang-Sau (Dirty Kung Fu) und Nancy Yen Nan-See (The Six Directions Boxing) sind das.  Charles Heung Wah-Keung (The Mysterious Foot-works of Kung Fu), der im Film vom Aussehen her Jason Pai Piao ähnelt, überzeugt als Agent. Er macht in den Kampfszenen eine fast noch agilere Figur als Held Chang Yi. Als böser Japaner (einer der Kämpfer) ist ein junger Blacky Ko Shou-Liang (My Father Is a Hero) zu sehen.

Fazit: Solide und sehenswert!

Infos:

O: Ying Xong Bang

Taiwan, HK 1974

R: Daniel Lau

D: Chang Yi, Charles Heung Wah-Keung, Shih Chung-Tien, Miao Tian, Blacky Ko Shou-Liang, Nancy Yen Nan-See

Laufzeit der indonesischen Betamax: Ca. 85 Min.

Gesehen am: 27.12.23

Fassungen: Mir lag die indonesische Betamax von Pan Video vor = Englisch Dubbed (schlecht), Vollbild und damit an den Seiten beschnitten, wahrscheinlich Uncut. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Dez. 2023).