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Samstag, 9. November 2024

Wild Nr. 17 (Restaurant Burgwies)

Adresse: Forchstrasse 271, 8008 Zürich

 

Wild Nr. 17 hätte eigentlich am Sonntag, meinem letzten Ferientag, stattgefunden. Die Kollegin sagte mir aber, schon ca. eine Woche zuvor, ab. So habe ich umorganisiert und verbrachte den halben Sonntag in Zürich. Ich traf die Kollegin, welche dort studiert. Wir gingen Süsses essen und an den See. Um 17.00 Uhr ging ich dort Smile 2 schauen. Das war mein neues Programm und die Alternative zu Wild Nr. 17. Am Montag, einen Tag später, hatte ich in Olten eine Fortbildung. Bis 16.15 Uhr.

Mich zog es danach zur gleichen Kollegin wie gestern nach Zürich. Sie startete heute ihr neues Praktikum und so machten wir ab, danach abends in Zürich essen zu gehen. Von Olten nach Zürich sind es ca. 30 Minuten mit dem Zug. Ich war seit dem Mittag relativ müde. Als Nachtwache (seit zehn Jahren) bin ich es nicht mehr gewohnt, z.B. um 05.00 Uhr aufzustehen und den ganzen Tag à la Schule, Infos zu konsumieren. Ab dem Mittag war ich nicht mehr aufnahmefähig. Dazu war sehr sonniges, fast Kopfweh auslösendes Wetter. Doch ich bekam zum Glück kein Kopfweh.

In der Fortbildung sah ich noch eine ehemalige Arbeitskollegin, mit welcher ich ca. 2008 und 2011-2014 zusammengearbeitet habe. Das war amüsant. Die Pflegewelt ist klein. Meine Kollegin hat diesmal das Restaurant ausgewählt und reserviert. Wir würden ins Restaurant Burgwies gehen. Das liegt zwischen dem Stadelhofen und ihrem Wohnort. Also praktisch, damit es für sie nicht spät wird. Und mir war es egal. Am Dienstag hatte ich meine erste Nacht nach dem Urlaub = ich konnte so oder so ausschlafen, egal wie spät es werden würde. Die Speisekarte studierte ich schon im Voraus, mit Ausnahme, wie so oft, der Dessertkarte. Die war Online nicht zu finden.

Das Restaurant macht einen rustikalen, schweizerischen und urchigen Eindruck. Viel Holz. Charmant und sympathisch. Auch das Begrüssen des «Empfangskomitees» war einladend. Macht Lust auf mehr. Wir hatten einen Tisch für uns und anfangs war noch nicht viel los. Aber auch das sollte sich ändern und auch das habe ich in den letzten zwei Wochen immer wieder erlebt. Ich nahm…

 

…als Vorspeise

Kürbissuppe mit Kernen (Schlagrahmhaube, Kürbiskernen, Kürbiskern-Öl)

13.00 CHF

 

…als Hauptgang

Rehrücken

Ab 1 Person

Mit Wild-Jus (Ich nahm es stattdessen mit Wild-Rahmsauce)

Rehrücken (Wildjagd – D), Apfelring mit Preiselbeer, hausgemachte Spätzli, hausgemachtes Rotkraut, Rosenkohl, karamellisierte Marroni

49.00 CHF

 

…als Dessert

Caramelköpfli

8.50 CHF

 


Ich habe damit gerechnet, gutes, solides bis höchstens sehr gutes Esser serviert zu bekommen. An hervorragende Küche dachte ich nicht. Die Suppe war gut, aber nicht mehr. Andere Suppen war klar feiner im Geschmack. Die Suppe war heiss und ich hatte länger als gedacht an dieser. Das tat gut, aber als dann der Hauptgang kam, hatte ich schon fast keinen Hunger mehr. Die Portion sah nicht nach viel aus. Da wurde mir gesagt, dass noch «supplements» kommen. Ich dachte an Spätzli, aber da kam noch mehr Fleisch. Cool. Als ich die Spätzli probierte, waren diese z.T. fast nicht mehr warm. Das Sauerkraut war qualitativ bisschen schwach, fand ich. Alles in allem, vor allem zusammen kombiniert, war das Menü aber doch sehr gut. Und die Menge dann doch mehr, als ich auf den ersten Blick wahrnahm. Ich war nach dem Hauptgang gut gefüllt. Ich dachte zuerst, kein Dessert mehr zu bestellen, da eigentlich keinen Hunger mehr. Doch die Lust überwog und ich verlangte die Dessert-Karte. Die war leider etwas 08/15 und sehr Glace lastig. So nahm ich mein geliebtes Caramelköpfli. Das war eines der besten, welches ich diese Season gegessen hatte. Danach hiess es für mich zurück nach Bern.

 

 

Fazit:

 

Hervorragend

Sehr gut

Gut und solide

Enttäuschend

















Freitag, 8. November 2024

Die Eroberung Amerikas

Die Eroberung Amerikas

Inhalt:

«Der spanische Eroberer Ferdinand Desoto hat Gegenden durchquert, in denen niemals zuvor ein Europäer gewesen war, unbekannte Flüsse durchschifft, Indianer getroffen, die zuvor keinen Weissen gesehen hatten, und den Mississippi entdeckt. Mit ihm begann die Globalisierung. Es waren Männer wie er, die den weissen Menschen und dem Christentum die Vorherrschaft über die Welt sicherten.»

Meine Meinung:

Nachdem ich das Buch Das Floss der Medusa verschlungen hatte, startete ich mit Franzobels neustem Roman Die Eroberung Amerikas. Zwischenzeitlich las ich noch Family Tradition sowie Jetzt auf Video - Als das Kino nach Hause kam, so dass Die Eroberung Amerikas warten musste. Das bestellte Erlernte Hilflosigkeit habe ich links liegen gelassen. Das hat während des Lesens nicht überzeugt. Ein Flop. Kompliziert, repetitiv, langweilig. Vielleicht lese ich es dann doch noch Mal zu Ende. Als ich mit Die Eroberung Amerikas startete, hatte ich kurz darauf Urlaub = da habe ich weniger gelesen. Sonst lese ich vor allem auf der Arbeit (ich arbeite als Nachtwache im Pflegeheim).

Und meine Ferien (plus viel Frei auf Arbeit) waren von unzähligen Restaurant-Besuchen besetzt: ich ging 24x essen, davon 23x Wild (siehe Wild Season 2024, Berichte werden alle zwei Tage hochgeladen). So schaute ich Filme, ging essen und schrieb Reviews von Filmen und Berichte für die Wild-Abendessen. Gelesen habe ich weniger. Ich war aber auch mehrfach ausserhalb Berns d.h. in Basel oder Zürich. Und da waren längere Zugfahrten geplant inklusive eine Reise nach Olten (Fortbildung Job) und ein weiterer Ausflug nach Zürich (Smile 2) oder Brugg (Terrifier 3). Daher hatte ich den Roman dann doch fast zu Ende gelesen. Am Tag X, wo das letzte Wild-Dinner anstand (Nr. 23), habe ich den Roman zu Ende gelesen.

Auf Die Eroberung Amerikas freute ich mich. Inhalte wie der Inkakönig, der Sklavenhandel, Inquisition oder Expeditionen hörten sich vielversprechend an. Vor allem dann, wenn der Autor Franzobel heisst und dies grotesk bis satirisch zu erzählen und auszuschmücken weiss. Franzobel hat gewissenhaft recherchiert. Zu vielen der Themen hat er selbstverständlich auch hier und da fiktive Rahmenhandlungen integrieren müssen. Dennoch besuchte er (für seine Recherche) Schauplätze wie Spanien, Panama, Kuba, Florida, Texas oder Algerien. Am Ende des Romans (Danksagung) informiert er zudem über die geschichtlichen Wahrheiten und wie gewisse Quellen davon abweichen. Spannend.

Ich empfand den Roman als weniger gut als Das Floss der Medusa. Das war mir aber vor vornerein klar, dass der Roman nicht getoppt werden wird. Das Setting (in Das Floss der Medusa) gefiel mir besser, der Plot war gradliniger. In Die Eroberung Amerikas brauchte ich länger, bis ich mich inhaltlich zurechtfand und die vielen Figuren vor dem geistigen Auge hatte. Das liegt auch daran, dass der Roman, der zu 80% in der Vergangenheit und zu 20% im heutigen Amerika spielt, nicht immer chronologisch erzählt wird. Da wird viel hin und her gesprungen, was am Anfang etwas verwirrend war und den Lesefluss störte. So richtig toll wurde es, als die Expedition startete. Zu dem Zeitpunkt wurde auch weniger die Zeitebene gewechselt. Der Wortwitz, abstruse Vergleiche, Grausamkeiten und viel schwarzer Humor sorgen dann für amüsante, spannende und fesselnde Unterhaltung.

Fazit: Wer Das Floss der Medusa mochte, kann einen Blick riskieren. Franzobel ist ein nicht uninteressanter Autor, dessen Erzählweise mir zusagt. Ein Autor, dessen zukünftige Werke ich weiterhin im Auge behalten werde…

Infos:

In Deutschland erschienen: Ja

Sprache: Deutsch

Verlag: Paul Zsolnay Verlag

Anzahl Seiten: 542

Roman/Sachbuch: Roman nach wahren Begebenheiten

Art: Gebunden

Autor: Franzobel

Erschienen: 3. Auflage 2021

Donnerstag, 7. November 2024

Wild Nr. 16 (Restaurant zur Stynlera-Ranch)

Adresse: Steinler 2, 3186 Düdingen


Der Besuch im geplanten Restaurant zur Stynlera-Ranch im Kanton Freiburg wäre vor zwei Wochen gewesen. Ich musste aber verschieben, da meine Begleitungen was anderes geplant hatten. Dies war zum Glück kein Problem. Das Restaurant fand ich via Google. Es war auf der (Online Karte) nicht extrem weit von meinem Wohnort entfernt. Als ich das Restaurant in meine Wild-Season hinzufügte, was natürlich noch keine Wild-Speisekarte bekannt. Das Restaurant zur Stynlera-Ranch machte aber, auch von den Bildern her, einen sympathischen Eindruck.

Ich ass 24h nichts. Heute habe ich einen gemütlichen Tag verbracht: wenig geputzt, Berichte geschrieben, Broforce gezockt, einen wunderbaren Shaw Brothers Film und immerhin die ersten 65 Minuten vom Manchester United Spiel gesehen. Danach wurde ich vom Kumpel und seine Frau abgeholt. Ohne Auto ist das Restaurant zur Stynlera-Ranch nicht erreichbar. Es liegt sehr abgelegen. Kein Zug/Bus fährt dorthin.  Es gibt eine Verbindung, wo das Restaurant in 21 Minuten Fussweg erreichbar ist. Auf dem Weg ins Restaurant passiert man eine Kiesgrube.

Als wir ankamen, waren wir die ersten. Das Restaurant war leer. Das hat mich überrascht. Es war 17.50 Uhr, als wir dort angekommen sind. Das Restaurant hat uns gefallen. Charmant. Urchig. Viel Holz. Sympathisch. Hier fühlt man sich wohl. Ich hatte noch einen Sack voller Filme für meinen Kumpel und sie hatten noch mein Geburtstagsgeschenk dabei: eine Godzilla-Fussmatte, die ich meinen Katzen geben würde, eine Karte und eine Katzen-Tasse. Schön. So machten Restaurant-Abende Spass.

Ich bestellte mir:



Als Vorspeise

Kürbiscrème-Suppe

9.50 CHF

 

Als Hauptgang:

Reh-Medaillon (vom Entrecôte)

Pilzrahmsauce

Rosenkohl, Rotkraut, Büschelibirnen, ½ Apfel mit Preiselbeeren, Kastanien (Marroni), Spätzli

48.00 CHF

 

Als Dessert:

Meringues Glace Rahm (ich nahm es ohne Glace dafür mit wenig Vermicelles)

10.50 CHF

Ich hatte die Speisekarte schon Zuhause studiert und wusste, was ich nehmen würde. Die Ausnahme war die Dessert-Karte. Diese ist Online nicht zu finden. Die Vorspeise und Hauptgang wurden sehr schnell gebracht. Für das Dessert mussten wir dann ewig warten. Das lag an zwei Gründen: das Restaurant war inzwischen voll = viele Bestellungen und Gäste, die bedient werden mussten, und scheinbar gab es ein Unglück (Dessert fiel zu Boden). Das hörten wir sogar, wie das Teller zerschlug. So mussten wir lange warten. Das wurde uns aber auch kommuniziert. Mich selbst störte das nicht, auch wenn mein Cappuccino kalt war, als das Dessert kam. Extra-Wünsche wurden erfüllt. Ich habe vom Niveau mind. eine sehr gute Qualität erwartet und auch das erhalten. Die Erwartungen wurden erfüllt. Die Kürbiscrème-Suppe war gut, aber da ass ich doch mehrere bessere in den letzten zwei Wochen. Der Hauptgang war sehr gut. Nur das Rotkraut war etwas schwach. Das Fleisch war sehr zart und die Menge war perfekt. Danach war ich voll. Das Dessert befriedigte die Lust, auch wenn die Karte mehrheitlich fast «nur» Glace-Desserts anbot.

 

Fazit

 

Hervorragend

Sehr gut

Gut und solide

Enttäuschend