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Sonntag, 4. Mai 2025

Misoga

 

 

Als es mich vor vielen Wochen nach Zürich zog, ich ging die Kollegin besuchen, sah ich vom Tram aus ein koreanisches Restaurant: Misoga! Noch während der Tramfahrt habe ich die Speisekarte studiert und gesehen, dass diese u.a. ein Gericht mit Pork Belly anbieten. Dafür bin ich immer zu haben. Ich dachte dabei sofort an eine andere Kollegin, mit welcher ich u.a. schon drei Mal essen ging (Grund war immer Pork Belly) und auch in meiner Wild-Season 2023 und 2024 hat sie mich begleitet. Sie mag asiatische Küche und auch Länder wie Japan und Südkorea.

Kurz nachdem ich das Restaurant zufällig sah, fingen bald meine Ferien an. Da plante ich für die 1. Ferienwoche dass Brugggore Filmfestival zu besuchen. Noch vor diesem haben meine Kollegin und ich uns für Zürich verabredet. In der Woche nach dem Filmfest war es so weit: es ging nach Zürich. Wir hatten Glück. Das Wetter war super: warm und sonnig. Wir gingen schon am frühen Nachmittag nach Zürich, so konnte ich der Kollegin, die Zürich kaum kennt, noch etwas rumführen. Wir liefen dann auch via See zum Restaurant und führten tolle Gespräche. Ich ass, wie oft, praktisch den ganzen Tag nichts.

Vom Stadelhofen aus nahmen wir das Tram. Als wir vor Ort waren und die Karte studierten, musste ich mich zwischen zwei Menüs entscheiden. SO BULGOGI (BEEF BARBECUE) 불고기 oder eben das Menü mit Pork Belly. Ich entschied mich für letzteres, da dies der Grund des Besuchs und des Treffens mit der Kollegin war. Auf eine Vorspeise habe ich verzichtet, da hat mich nur wenig «angemacht», muss ich sagen. Das Restaurant war erstaunlich leer. Zu guten Gesprächen haben wir auf das Essen gewartet. Ich bestellte:

 


Als Hauptgang 

DOEJI GOGI KIMCHI DURUCHIGI (KIMCHI–PORK BARBECUE) 돼지고기 김치 두루치기

Gebratener Kimchi mit mariniertem Schweinebauch, Gemüse und Tofu

37.00 CHF

 


Ich verzichtete nicht nur bei der Vorspeise, sondern auch beim Dessert. Da war leider wirklich nichts für mich dabei. Relativ eintönig. Beim Kaffee haben wir auch verzichtet, da es diverse Getränke, die wir gerne getrunken hätten, nicht gab (z.B. Cappuccino). Wir haben uns dann entschieden, dass Kaffee an einem anderen Ort einzunehmen. Und wie war das Essen des relativ gut bewertenden Restaurants (03.05.25 = 4.5 bei Google)? Leider nicht wirklich toll. Es war ok, solide und gut, aber absolut nichts Besonderes. Die Portion war grösser als erwartet. Allerdings hatte ich auch länger, da ich alles mit Stäbchen ass und vor allem beim Reis hatte ich lange. Es war auch super heiss und etwas scharf. Ein Grund waren auch gute Gespräche, die wir führten, so dass wir nicht schnell essen konnten. Für meinen Geschmack stimmte das Verhältnis Fleisch zu Gemüse und Tofu nicht. Es gab sehr wenig Fleisch. Dieses musste ich fast mit der Lupe suchen. Es gab zu viel Gemüse und Tofu. Geschmacklich war es ok, aber leider wie gesagt, nichts Besonderes. Leider passte es zur Tatsache, dass mir die Vorspeise oder Dessertauswahl nicht sonderlich zusagte oder dass es keinen Cappuccino gab. So zogen wir weiter. Diesmal liefen wir zum Bahnhof Stadelhofen und schauten uns noch das Niederdorf an, ehe wir am Bahnhof noch ins Starbucks gingen. Die restlichen Tage meines Urlaubes verbrachte ich mit ungesundem Essen, Kino, Katzen-Geburi, Film-Verkäufen, Spaziergängen, Filme schauen, Fussball, Buch-Bestellungen und einer Game-Night.

 

 

Fazit:

 


 

Hervorragend

Sehr gut

Gut und solide

Enttäuschend



















Samstag, 3. Mai 2025

Prosperous of Family

Prosperous of Family

Story:

Hsueh Tzu-Chi (Tien Yeh) zieht los, um Banditen zu bekämpfen. Er wird gefangen genommen. Durch ein Missverständnis glaubt seine Familie (drei Ehefrauen, ein Butler und ein kleiner Junge) er sei tot. Die Banditen fordern eine Zahlung, um Hsueh Tzu-Chi freizulassen. Die Ehefrauen Nr. 1 und 2 fliehen zusammen mit dem Geld und lassen die 3. Ehefrau (Tinny Ng Sau-Fong) und den Butler (Ko Hsiang-Ting) mit dem verwöhnten, schwer erziehbaren Sohn von Hsueh Tzu-Chi zurück. Die Banditen brennen das Haus ab und sorgen für mehr Sorgen im Leben der 3. Ehefrau, die sich mit viel Mühe und Hürden, durch das Leben schlägt. Und obwohl der Sohn (You Long) ihr das Leben zur Hölle macht, hält sie an den Tugenden von Konfuzius fest…

Meine Meinung:

Ting Shan-Hsi (Blood Reincarnation, Whiplash, Imperial Tomb Raiders), der viele Filme mit Superstar Jimmy Wang Yu realisierte (Showdown, Furious Slaughter, The Fast Fists), war der Mann hinter diesem Schwertkampf-Drama um die Lehren des Konfuzius. Die Produktion aus dem Jahr 1970 legt mehr Wert auf Figurenentwicklungen, Drama und Plot statt auf Kampfszenen, was nicht bedeutet, dass nicht auch gekämpft wird. Ting Shan-Hsi hat einige aufwändige Filme realisiert. Nicht selten auch mit geschichtlichem Hintergrund (Eight Hundred Heroes, The Story of Dr. Sun Yat Sen).

Der Film, der auch viel Wert auf Ausstattung und Bilder legt, ist optisch gelungen. Das sieht hochwertig aus: Kostüme, Waffen, Requisiten, brennende Gebäude und später folgt sogar eine Sintflut durch einen Tornado verursacht. Das wurde effektiv umgesetzt und sieht wirklich toll aus. Teilweise hatte das fast Kaiju-Momente, wenn Monster dafür sorgen, dass es zu Überschwemmungen kommt. Es geht Regisseur Ting Shan-Hsi in dem Film aber wirklich um die Lehren des Konfuzius. Es gibt vielleicht 2-3 Schwertkampfszenen.

Um Erziehung und wie viel ein Mensch aushalten muss, ohne z.B. das freche Kind einmal zu schlagen. Wird gutes Tun belohnt? Der Film treibt das teilweise, aber ohne lustig zu sein, auf die dramatische Spitze. Die ersten zwei Frauen sind egoistisch und herrisch, der Sohn frech, lernresistent und ein echtes Nervenbündel. Eigentlich wirkt das Balg so, wie die heutige Generation Z. Da war der Film seiner Zeit weit voraus. Die Szenen mit dem Kind sind dann auch wirklich nervend und schwer zu ertragen.

Der Plot und die darin gelebte Dramatik werden aber im Verlauf immer besser und besser. Man beginnt, mit der 3. Ehefrau mitzufühlen und wünscht ihr, dass es sich am Ende für sie auszahlt und die anderen für ihr Verhalten nicht belohnt werden. Dass die Gerechtigkeit obsiegt.  Tinny Ng Sau-Fong (The Adventure) spielt das auch sehr überzeugend. Gefallen haben mir auch Ko Hsiang-Ting (Gambling for Gold) als Butler und Tien Yeh (Beach of the War Gods) als Ehemann, der in eine lange Gefangenschaft gerät. Die Banditen haben auch gut gespielt. Die anderen zwei Frauen und der Sohn waren da deutlich schwächer, da zu viel Overacting.

Fazit: Für sich allein gesehen sicher kein Must Have Titel, in einer 3er DVD-Box aber absolut ok und in der Form wird der gerne mitgenommen!

Infos:

O: San Niang Jiao Zi

Taiwan 1970

R: Ting Shan-Hsi

D: Tien Yeh, Xiu-Fang Wu, Yu Lung, Lee Hung, Ko Hsiang-Ting, Tinny Ng Sau-Fong

Laufzeit der TW-DVD: 103:05 Min.

Gesehen am: 10.02.25

Fassungen: Gesehen via Retro Martial Arts Classic Box. In dieser sind drei Filme enthalten. Darunter der hier besprochene Prosperous of Family = nicht anamorph, gute Bild- und Tonqualität, Uncut, O-Ton, englische Subs. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Feb. 2025).

Freitag, 2. Mai 2025

Witch from Nepal

Witch from Nepal

Story:

Joe (Chow Yun-Fat) macht zusammen mit seiner Freundin (Yammie Lam Kit-Ying) in Nepal Urlaub, als er auf eine mysteriöse Frau (Emily Chu) trifft, die ihm magische Kräfte überträgt. Beide beginnen eine Affäre. Doch ein Katzen-Krieger (Dick Wei) ist hinter Joes Affäre her und trachtet ihr und ihrem Umfeld nach dem Leben. In den Strassen Hong Kongs kommt es zum finalen Duell…

Meine Meinung:

Aka Nepal Affair. Nachdem das US-Label Vinegar Syndrome den Film als Blu-Ray angekündigt hat (wie auch das UK-Label 88 Films), wollte ich meine HK-DVD, eine relativ alte Scheibe, verkaufen. Doch der Deal schlug fehl. So nutzte ich diese Chance, um mir den Film nochmals anzusehen, statt Witch from Nepal, eine Mitte der 80er Jahre Produktion aus Hong Kong, blind neu zu kaufen. Und das war eine korrekte Entscheidung. Denn der Film konnte mich eigentlich nicht mehr wirklich überzeugen und ein Neukauf ist ausgeschlossen und eigentlich müsste ich den Film auch aus der Filmsammlung verbannen.

Witch from Nepal, teilweise wirklich vor Ort in Tibet gedreht, ist nämlich vor allem eins: uninteressant und langweilig. Sehr langweilig. Wenn man bedenkt, welche Namen und welches Filmstudio hinter mit dem Projekt standen (Ching Siu-Tung, Dick Wei, Chow Yun-Fat, Alan Chui Chung-San, Phillip Kwok Chun-Fung, Golden Harvest) kann man eigentlich nur enttäuscht sein. Das dürfte zusammen mit The Scripture with No Words oder Naked Weapon der uninteressanteste Film von Regisseur Ching Siu-Tung (Duel to the Death, A Chinese Ghost Story, Wonder Seven) sein. Auch die kaum vorhandene Action ist im Grossen und Ganzen enttäuschend. Trotz bekannter Namen wie Alan Chui Chung-San (The 7 Grandmasters) und Venom Star Phillip Kwok (Hard Boiled).

Der ähnlich gelagerte (Filmstudio, Herstellungsjahr, Herstellungsland, Chow Yun-Fat) The Seventh Curse war da um Längen besser. In jeder Hinsicht. Chow Yun-Fat (Wild Search, City War, Scared Stiff) war solide. Aber allein durch seine Präsenz kann er die Qualität des lahmen Filmes und des lahmen Plots nicht verbessern. Dick Wei (No Way Back, Rosa, To Kill a Mastermind) als Katzen Geist-Krieger bekommt nur im Finale paar coole Szenen spendiert. Allgemein gibt es nur im Finale und vor dem Finale die besten Szenen zu sehen, die u.a. Zombies und einen Kampf zwischen Dick Wei und Chow Yun-Fat auf menschenleeren Strassen in Hong Kong beinhalten, inklusive eines sehenswerten Abganges von Dick Weis Figur.

Fazit: Kein Must See Titel. Dazu ist der Film viel zu langweilig…

Infos:

O: Qi Yuan

HK 1986

R: Ching Siu-Tung

D: Chow Yun-Fat, Dick Wei, Emily Chu, Lam Kit-Ying

Laufzeit der HK-DVD: 88:51 Min.

Gesehen am: Nov. 2008 / Neusichtung am: 10.02.25

Fassungen: Mir lag die HK-DVD von Universe vor = Uncut, O-Ton, englische Subs, Code Free, nicht anamorph, durchschnittliche Bild- und Tonqualität. Wer den Film mag, sollte die Vinegar Syndrome Blu-Ray (Double Feature zusammen mit The Seventh Curse) kaufen. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Feb. 2025).