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Dienstag, 22. Juli 2025

Yafa Restaurant

Adresse: Frutigenstrasse 1, 3600 Thun

 

Ab Juli gibt es viele Geburtstage zu zelebrieren. Eine Kollegin, die die arabische Küche mag, wollte ich daher zu ihrem Geburtstag ins Restaurant einladen. Sie war nach drei Jahren in Zürich nun wieder nach Bern gezogen. Neue Wohnung und neue Stelle. Plus Geburtstag = viel Stress. Also suchte ich für sie drei Restaurants aus, die ihrem Geschmack entsprechen würden. Zwei waren in Bern selbst, eines in Thun. Da sie zu dem Zeitpunkt bereits in Thun wohnte, einigten wir uns auf Thun. Das hatte von den drei Restaurants auch die beste Bewertungsnote (Google).

Ich war mit besagter Kollegin mind. schon drei Mal arabisch essen. Unter anderem einmal Küche aus Syrien in Winterthur und letztes Jahr in Zürich ins SHAM - CAFÉ RESTAURANT. Ab Mitte Juli sollte ich viel Arbeiten. Ich hatte wenig Frei. Aktuell sind mehr als 70 Stunden Überzeit angehäuft.  In meinem kaum vorhandenen Frei (= 1.5 Tage) haben wir abends um 18.30 Uhr in Thun reserviert. Wir haben abgemacht, uns schon am Nachmittag in Thun zu treffen. Nach meiner letzten Nacht (ich arbeite als Nachtwache) schlief ich bis um 12.30 Uhr. Danach zog es mich schnell Richtung Thun, da es regnerisch aussah und Gewitter gemeldet waren.

Daher war ich früher als abgemacht in Thun. Ich hatte noch ein Buch zum Lesen dabei, doch ich schaute auf dem Handy noch Fussball (das erste Pre-Season Spiel von Manchester United). Zumindest die erste Halbzeit und es war Zeitverschwendung. Zudem war es sehr regnerisch, sehr windig und überraschend kühl. Ich stand ca. eine Stunde vor dem Manor Haupteingang. Nebst Fussball studierte ich auch die Menschen, die ins und aus dem Manor kamen. Meine Kollegin kam pünktlich. Wir gingen im Manor ein Kaffee nehmen und ab 17.00 Uhr gingen wir noch, unter anderem an den See, laufen. Wir hatten uns dieses Jahr nur wenig gesehen und bei beiden ist viel passiert. Es fanden gute Gespräche statt.

Wir gingen schon nach 18.00 Uhr ins Yafa Restaurant. Wir hatten zwar erst auf die 18.30 Uhr reserviert, aber das war kein Prob. Inzwischen hat sich das Wetter stark beruhigt. Es war jetzt angehen warm und trocken. So nahmen wir einen Platz auf der Aussenterrasse. Das Restaurant liegt nur ca. vier Minuten vom Bahnhof Thun entfernt. Die Speisekarte ist gross. Es würde sogar Burger geben. Das finde ich spannend. Da ich im August die neue Wohnung der Kollegin anschauen gehe machten wir bereits ab, dann vom Restaurant zu bestellen (ich werde dann einen der Burger testen). Die Gerichte sind mir unbekannt. Mehrheitlich kenne ich die Zutaten und Namen nicht. Google schafft Abhilfe. So bestellte ich…

 

als Vorspeise

Falafel 6 Stück

Frittierte Bratlinge aus gehackten Kichererbsen, Kräutern und Gewürzen nach einem 30-jährigen

Familienrezept

 Die Vorspeise haben wir uns geteilt

15.00 CHF

 

als Hauptgang

Kafta Teller

Rinderhackfleisch mit Zwiebeln und Petersilie, serviert mit Tomatensauce oder Tahini-Sauce, Reis oder Pommes frites und Salat nach Wahl*

 (Ich nahm es mit Tahini-Sauce, mit Pommes statt Reis und ich nahm den Coleslaw Salat)

30.00 CHF

 

als Dessert

Arabischer Pudding

Milch /sahne mit orientalischen Aromen, Kokos & Pistazie

5.00 CHF

 

 

Zum Trinken nach ich eine Sprite, da es leider kein Cola gab (nur Pepsi, und das finde ich echt hässlich). Als sie die Vorspeise brachten, war auch ein Salat dabei. Den habe ich auch mit der Kollegin geteilt. Erst später wurde uns klar, dass das der Salat war, den ich eigentlich zum Hauptgang hätte bekommen sollen. Der Salat war sehr gut und die Falafel waren auch fein. Frisch zubereitet und sehr heiss. Den Hauptgang bekam meine Kollegin sicher fünf Minuten früher gebracht, als dies bei mir der Fall war. Und ich war mit der Vorspeise noch gar nicht fertig. Aber im arabischen Raum scheinen sie mehrheitlich nicht so zu essen wie wir (Trennung von Vor- und Hauptgang), sondern es scheint alles aufgetischt zu werden und jeder isst von jedem. So wie das z.B. auch in China oder Hong Kong der Fall ist.

Ich wusste nicht, was mich beim Hauptgang erwarten würde. Als kein Salat kam, war uns klar, dass wir den schon gegessen hatten. Zuerst dachte ich, es sei ein Fehler gewesen, nicht den Reis, sondern die Pommes genommen zu haben. Aber die Pommes waren super. Extrem fein gewürzt. Und eine perfekte Grösse (die Portion) d.h. nicht zu wenig und nicht zu viel. Mein Hauptgang, der aussah wie «ein Gehirn in Sauce», war ein Mix aus solide und fein (das Fleisch) und aus einer der feinsten Saucen, welche ich je gekostet hatte (die Sauce). Da ich mit dem Fleisch irgendwann durch war, habe ich den Rest der Sauce noch mit Pommes und danach noch mit Fladenbrot beendet. Die Sauce war wirklich toll. Ich probierte noch vom Hauptgang der Kollegin, und das war ein Traum. Hätte ich ihres genommen, hätte ich dafür die Höchstnote gegeben (sie nahm Geschnittenes Poulet Fleisch, Olivenöl, Kreuzkümmel, Zimt & Sumach im Fladenbrot serviert mit Hummus & Mutabal = den Musakhan Teller). Ich plante, zwei Desserts zu nehmen. Leider war eines davon ausverkauft. Der Arabischer Pudding war fein und lecker. Nichts Aussergewöhnliches, aber leicht, nicht zu viel und erfrischend. Zwar übersah ich, dass es Kokos dazu gab, was ich gar nicht mag, aber es war nur eine klitzekleine Menge. Meine Kollegin fand es super und sie hatte an den palästinensischen Bier grosse Freude. Danach gingen wir nochmals spazieren (zur Burg und nochmal an den See). Abends schaute ich mir zu Hause noch eine Folge von Dexter an und freute mich auf meinen einzigen freien Tag am Sonntag. 


 

Fazit:

 

Hervorragend

Sehr gut

Gut und solide

Enttäuschend




















Montag, 21. Juli 2025

Update

Zu Ehren von Taylor Wong, der am 16.07.25 verstorben ist, gab es eine Sichtung und damit ein Review zu:


Sentenced to Hang







RIP



Sentenced to Hang

Sentenced to Hang

Story:

Drei «Blutsbrüder» (Elvis Tsui, Kent Cheng, Tony Leung Ka-Fai) planen den Sohn (Stuart Ong) ihres reichen Bosses (Tien Feng) zu entführen und Lösegeld zu erpressen. Doch es läuft nicht wie geplant, mit fatalen Folgen…

Meine Meinung:

Schon erstaunlich, wie viele Stars des HK-Kinos an Krebs verstorben sind. Oft zu jung. Egal ob Lam Ching-Ying (Vampire Vs. Vampire, Her Vengeance, Forced Nightmare), Anita Mui (Rouge, Scared Stiff, A Better Tomorrow 3), Suet Nei (A Mysterious Weapon, Paragon of Sword and Knife) oder Shing Fui-On (Hong Kong Adam's Family, Return of the Evil Fox, Enemy Shadow). Nun hat es auch Taylor Wong getroffen. Der hat vielleicht nicht so viele Regie-Arbeiten wie andere Regisseure aus Hong Kong vorzuweisen, aber seine Auswahl bietet an breiteres und interessantes Spektrum.

In seinen Anfängen drehte er die Indie-Produktion Return of the Deadly Blade, ehe er zu den Shaw Brothers ging. Dort heuerte er an, Jahre bevor diese ihre Kinoproduktionen einstellen sollten. Es entstanden Titel wie Buddha's Palm (1982), Behind the Yellow Line (1984) sowie Pursuit of a Killer (1985). Danach waren seine und die Zeit von Shaw vorbei. Danach folgten Filme wie Tragic Hero (Chow Yun-Fat), Triads - The Inside Story (liegt mir noch ungesehen vor), Deadly Dream Woman, No More Love, No More Death (Michael Chan Wai-Man), The Three Swordsmen (Andy Lau) oder Girls Unbutton (CAT. III).

Ich hätte Taylor Wong zu Ehren einige Filme schauen können, aber aktuell hatte ich kaum Zeit. Viel Arbeit, wenig Frei. Es blieb daher bei nur einer Sichtung. Ich entschied mich für die True-Crime Verfilmung Sentenced to Hang. Der Plot wurde schon durch die Shaw Brothers verfilmt (Kidnap mit Lo Lieh). Beim Fall handelt es sich um einen Entführungs- und Mordfall (bzw. mehrere Morde), die sich Ende der 50er und Anfang der 60er in Hong Kong zugetragen haben. Im HK-Trailer des Filmes werden echte Menschen auf der Strasse zu ihren Ansichten zum Fall (inklusive der Todesstrafe) gefragt. Spannend.

Der Film, der in HK eine CAT. III Freigabe bekam (angeblich einer, wenn nicht sogar der erste Film mit diesem Rating), sah ich bisher nur einmal im Juli 2012. Der Film hat die Zweitsichtung bestanden. Sentenced to Hang ist ein durch und durch eindrücklicher Film. Vor allem die letzten 20-30 Minuten gehen unter die Haut und gehen am Zuschauer nicht spurlos vorbei. Wenn es einem Film gelingt, solche Emotionen im Zuschauer zu wecken, haben die Filmemacher schon alles richtig gemacht. Stark gespielt von Elvis Tsui (Shaolin Intruders), Kent Cheng (Crazy Boy & Pop-Eye) und Tony Leung Ka-Fai (The Twins Effect 2), den ich sonst nicht sonderlich mag. In weiteren Rollen sind noch Carrie Ng (Thrilling Story), Stuart Ong (Robotrix) und Tien Feng (My Son) zu sehen.

Fazit: Eindrückliches Drama! Sehr zu empfehlen!

Infos:

O: San Lang Qi An

HK 1989

R: Taylor Wong

D: Elvis Tsui, Kent Cheng, Tony Leung Ka-Fai, Carrie Ng, Stuart Ong, Tien Feng

Laufzeit der HK-DVD: 104:42 Min.

Gesehen am: Juli 2012 / Neusichtung am: 16.07.25

Fassungen: Mir lag die Code Free-HK-DVD von Joy Sales / Fortune Star (The Legendary Collection) vor = Uncut, O-Ton, englische Subs vorhanden. Jedoch ist die Bildqualität nicht mehr zeitgemäss. Nur durchschnittlich und sehr oft viel zu dunkel und unscharf. Da bräuchte es dringend eine bessere, hellere und restaurierte Fassung. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Juli 2025).