Dieses Blog durchsuchen

Montag, 18. August 2025

Neukauf

 

Garou

Nachdem ich vor kurzem Glennkill gelesen hatte, kaufte ich mir nun noch die Fortsetzung Garou. In dieser verschlägt es die Schafe nach Frankreich, wo sie erneut zwischen die Fronten diverser Parteien geraten und Detektivarbeit verrichten.  Und ich kann jetzt schon sagen: der Kauf der Fortsetzung hat sich sehr gelohnt!


Bullinger

Auf das Buch, dass den Zusatztitel «Eine Familiensaga» trägt, wurde ich durch die Freundin meines Vaters aufmerksam. Ein Bekannter von ihr hat es geschrieben und sie bekam ein Exemplar. Bullinger selbst war mir kein Begriff. Eine Kollegin von mir, die Theologie zu studieren begann, kannte ihn und die Hintergründe gut. Ich kaufe das Buch auch wegen Themen wie Schlachten, Pest und Hexenverfolgung. Inhaltlich erinnert mich Bullinger an den Roman Walliser Totentanz. Ich bin sehr gespannt und werde das Buch in einigen Tagen zu lesen beginnen.


Sonntag, 17. August 2025

The Brave Archer

Shawgust 2025

The Brave Archer

Story:

Kuo Tsing (Alexander Fu Sheng) wächst bei den 7 Seltsamen (u.a. Tsai Hung, Lam Fai-Wong, Lo Meng, Lu Feng) auf. Er macht sich nach einem Angriff auf den Weg zu einem Duell. Unterwegs trifft er auf neue Freunde (u.a. Dick Wei und Kara Hui) und trifft auf diverse Meister (u.a. Ku Feng und Phillip Kwok), welche ihn trainieren. Am Ende muss er gegen Ouyang Ke (Danny Lee) antreten, um das Herz seiner Liebe (Tien Niu) zu gewinnen…

Meine Meinung:

The Brave Archer stellt die Verfilmung chinesischer Literatur dar. Die Shaw Brothers verfilmten The Legend of the Condor Heroes. Insgesamt umfasst die Reihe vier Filme. Ende der 70er Jahre wurde Chang Cheh (Kuan - Der unerbittliche Rächer, Five Element Ninjas, Dancing King) beauftragt, den Stoff mit seinem damaligen Star Alexander Fu Sheng (Chinatown Kid, Heroes Two, Disciples of Shaolin) zu verfilmen. Der Film ist sehr komplex und konnte mich während der 2. Sichtung nicht 100% überzeugen. Es kommen etliche Figuren vor, die alle im Vorspann vorgestellt werden. Einige der Darsteller kommen nur im Vorspann vor und dessen gespielte Figuren sind nicht Mal im Film zu sehen. Schräg.

Nebst Alexander Fu Sheng tummeln sich hier Namen wie Phillip Kwok (einer der Meister, den Fu Sheng trifft), Ku Feng (Dito), Johnny Wang Lung-Wei (taucht nur im Finale auf und kämpft unspektakulär gegen Ku Feng), Danny Lee (mit ihm werde ich ihn Shaw Produktionen nicht warm), Dick Wei (Vater von Kara Hui), Kara Hui (Tochter von Dick Wei), Chan Shen (spielt fast immer die gleichen Rollen), Fan Mei-Sheng, Lo Meng (Venom-Star), Lu Feng (Venom-Star) oder Ti Lung (kommt nur im Vorspann vor). Tsai Hung sah durch seine Perücke doof aus und Ku Kuan-Chung und Lam Fai-Wong waren wenig sympathisch und (durch ihr Aussehen) fast schon nervend.

Für Chang Cheh Verhältnisse ist das Fazit eigentlich (vor allem in Sachen Action, Blutgehalt und Choreographie) enttäuschend. Die 1. Hälfte mochte ich mehr als die 2. Eigentlich geht es darum, dass sich Alexander Fu Sheng in die Welt auf macht, um sich zu duellieren. Zuerst denkt der Zuschauer noch, dass es eine Rache-Story gibt. Am Ende muss Fu Sheng dann gegen Danny Lee antreten, um das Herz seiner Liebe (Niedlich: Tien Niu) zu erobern. Zwischendurch lässt er sich von diversen Meistern weiter trainieren. Alexander Fu Sheng wirkt gehemmt/lustlos und viele der anderen Stars kommen viel zu kurz oder können kaum bis nichts von ihrem Können zeigen. Schade. Der Film wirkt überladen und verschenkt viel Potenzial. Die beste Szene ist jene mit der grossen Gummi-Schlange. Warum nicht mehr davon?

Fazit: Da wäre mehr möglich gewesen!

Gefolgt von: The Brave Archer 2

Infos:

HK 1977

R: Chang Cheh

D: Alexander Fu Sheng, Tien Niu, Phillip Kwok, Ku Feng, Johnny Wang Lung-Wei, Danny Lee, Dick Wei, Kara Hui, Chan Shen, Fan Mei-Sheng, Lo Meng, Ti Lung, Tsai Hung, Ku Kuan-Chung, Lam Fai-Wong, Lu Feng

Laufzeit der US-Blu: Ca. 122 Min.

Gesehen am: Jan. 2013 / Neusichtung am: Aug. 2025

Fassungen: Mir lag die US-Blu-Ray von Shout Factory vor (The Brave Archer Collection) = O-Ton, englische Subs, Uncut, hervorragende Bild- und Tonqualität, 15minütiges Extra mit David West. In Deutschland lief der Film als Der Schwur des Karateka in einer stark zensierten Form im Kino. Es gibt in Deutschland keine VHS, DVD oder Blu-Ray (wohl, weil ca. 50 Min. an Handlung entfernt wurden).

Samstag, 16. August 2025

Man of Iron

Shawgust 2025

Man of Iron

Story:

20 Jahre nach den Ereignissen in The Boxer from Shantung:

Qiu Lian Huan (Chen Kuan-Tai) taucht in Shanghai auf und sorgt für Unruhe. Er behauptet sich gegen diverse Gangs, demonstriert eindrücklich seine Kampfkünste, gewinnt im Casino und verliebt sich in Shen Ju-Fang (Ching Li). Dumm nur, dass diese von einem Gangster als seinen Besitz angesehen wird und dieser hat gar nicht Freude, dass Qiu sich in Shen verguckt hat…

Meine Meinung:

Man of Iron ist zwar eine Fortsetzung von The Boxer from Shantung und wartet wieder mit Star Chen Kuan-Tai (Killer Constable, Butcher, Ambitious Kung Fu Girl) in der Hauptrolle auf, doch dieser spielt eine andere Figur als im Vorgänger. Natürlich tut er das, immerhin starb sein Charakter im Finale von The Boxer from Shantung. Man of Iron erklärt zu Beginn, dass der Plot 20 Jahre nach dem Vorgänger spielt. Chen Kuan-Tais Leiche wird entfernt und mehr Bezug als das Shanghai-Setting gibt es zum Vorgänger nicht.

Ich würde sagen, dass das Budget etwas kleiner war. Vor allem die Aussenaufnahmen von Shanghai wirkten lustlos und billig. Menschenleer. Keine Statisten, kein wirkliches Leben, keine Stimmung. Abgesehen davon macht Man of Iron trotzdem Spass. Der Film, in welchem nebst Chang Cheh noch Pao Hsueh-Li (Tough Guy, The Heroes, Finger of Doom) als Regisseur geleistet ist, überraschend (speziell für einen Chang Cheh Film) mit einer grösseren Frauenrolle, die für den Plot dramatisch (aber wenig überraschend) enden sollte.

Chen Kuan-Tai macht als Titelheld (mit cooler Lederjacke im Finale, die nicht so Rest zum restlichen Setting passen möchte) eine tolle Figur. Selbstsicher, charismatisch und auch in den Kampfszenen absolut überzeugend. Die Kampfszenen wirken dank der Choreographie von Liu Chia-Liang (Martial Club, Martial Arts of Shaolin, Dirty Ho) realistischer als in anderen Filmen aus der Zeit. Und im Finale wird auch definitiv mit Blut nicht gespart. Dabei ist die von Chen Kuan-Tais Figur bei Leibe nicht unzerstörbar, sondern menschlich und verletzlich (die Szene mit der Kopfverletzung zeigt dies eindrücklich).

Allgemein gibt es einige epische Momente in dem Film: Chen Kuan-Tai im Regen, das blutige Finale oder die Exekution von Wang Chung (The Delinquent, Police Force, Mobfix Patrol). Letzterer ist nebst Chen Kuan-Tai, Bloodsport Star Bolo Yeung (Bolo, Chinese Hercules) als Bösewicht und Yang Chi-Ching (The One-Armed Swordsman) inklusive Chiang Tao (Revenge of Shaolin Kid) der einzige mir bekannte Name im Film und spielt eine wichtige Nebenrolle. Nebst dem Gamble-Szenen darf auch ein Motorrad, eine Fahrradkette als Waffe und ein fetziger Soundtrack nicht fehlen.

Fazit: Für Shaw Brothers, Chang Cheh und Chen Kaun-Tai Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Chou Lian Huan

HK 1972

R: Chang Cheh, Pao Hsueh-Li

D: Chen Kuan-Tai, Ching Li, Wang Chung, Chu Mu, Chiang Tao, Yang Chi-Ching, Tin Ching, Bolo Yeung

Laufzeit der US-Blu: Ca. 99 Min.

Gesehen am: Sept. 2011 / Neusichtung am: Aug. 2025

Fassungen: Mir lag die US-Blu-Ray von Shout Factory vor (Shaw Brothers Classics Vol. Two) = Uncut, O-Ton, englische Subs, hervorragende Bild- und Tonqualität. Als Extras gibt es ein über 60mintügies Feature mit Meredith Lewis, einer australischen Autorin, die vor paar Jahren ein Buch über die Shaw Brothers schrieb (Ask For The Moon). Sie erzählt in dem 77minütiugen Feature über das Shaw Universum. Ich habe das Feature nebenherlaufen lassen. Ich fand es zuerst nicht uninteressant, aber doch sehr monoton vorgetragen. Und spätestens als sie Chang Cheh als sexistisch betitelt, habe ich die Sichtung vorzeitig abgebrochen. Den Film gibt es in Deutschland von filmArt auf Blu-Ray (Titel: Der Mann mit der Tigerpranke).