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Donnerstag, 16. Januar 2020

Devilman Volume 1: The Birth Review

Japanuary 2020
Devilman Volume 1: The Birth

Story:

High School Schüler Akira wird von einem alten Freund besucht, der ihm Schreckliches erzählt: er selbst sei in Lebensgefahr, sein Vater sei Tod, Dämonen wollen die Erde beherrschen – und Akira soll ihn im Kampf gegen die Dämonen unterstützen…

Meine Meinung:

Devilman ist ein japanischer Comic von Go Nagai (Nagai Gou no kowai zone: Kaiki). Daraus entstanden TV-Serien (Anime), Anime-Filme und u.a. zuletzt eine Real-Verfilmung (2004). Der erste Anime-Film von zwei Teilen, Devilman Volume 1: The Birth, läuft nur knapp 50 Minuten. Teil zwei schliesst nahtlos ans Ende von Teil eins an.

Devilman Volume 1: The Birth habe ich seit 15 Jahren oder länger nicht mehr gesehen. Der Anime hat mir jedoch auch heute noch gut gefallen, auch wenn es trotz kurzer Laufzeit die ein oder andere Länge zu verzeichnen gibt und auch wenn ich aktuell die Figur Ryo sehr wenig charismatisch und unsympathisch fand.

Auf der anderen Seite gefällt mir der Zeichentrick-Stil (als Kind guckte ich auf RTL2 und Co. viele japanische Serien in diesem Animationsstil = Nostalgie-Gefühl), der Soundtrack und vor allem der Fantasy- und Gewaltlevel sehr gut. Der starke Soundtrack stammt von Komponist Kenji Kawai (zwei Tracks die im Film abgespielt werden, stammen von der Band Anthem). 

Die Dämonen, die Dämonen Kämpfe und die vielen Mutationen und Verwandlungen (à la Das Ding aus einer anderen Welt), im echten Film kaum umsetzbar, haben mir sehr gut gefallen. Diese Szenen sind die Highlights des Filmes. Und auch mit Blut wird in diesen Szenen nicht gespart.

Fazit: Fans des Comics und Anime-Fans greifen zu! Bin gespannt auf die Neusichtung von Teil 2!


Infos:

O: Debiruman: Tanjou hen

Japan 1987

R: Tsutomo Iida

D: -

Laufzeit der US-DVD: Ca. 50 Min.

Gesehen am: Juli 2006 / Review überarbeitet am: Jan. 2020

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Manga Video vor = zusammen mit Teil zwei auf einer Disc = gute Bild- und Tonqualität, Englisch Dubbed, Uncut. Blu-Ray Fassungen (ohne englische Subs aber Jap. O-Ton) gäbe es in Japan und Frankreich. O-Ton mit englischen Subs Fassungen sind mir keine bekannt. Eine deutsche Fassung gibt es nicht (Stand: Jan. 2020).

Mittwoch, 15. Januar 2020

Battle Heater: Kotatsu Review

Japanuary 2020
Battle Heater: Kotatsu

Story:

Furuchi (Pappara Kawai) und Hama sammeln elektrische Geräte und versuchen, diese zu reparieren und/oder entsorgen. Furuchi findet einen Kotatsu («beheizter Tisch in japanischen Häusern») und nimmt diesen nach Hause. Beim Reinigen des Kotatsu löst sich ein Siegel – und eine dämonische Macht wird befreit. Während sich im Haus bald eine Party ausbreitet, erwacht der Kotatsu zu leben, wächst und giert nach Menschenfleisch…

Meine Meinung:

Battle Heater: Kotatsu stellt das gelungene, leicht verrückte Regie-Debüt* von Jôji Iida dar, der später für Genre-Werke wie Another Heaven oder Dragon Head inszenierte. * Und 1987 den Kurzfilm Cyclops. Er macht dabei einen guten Job.

Battle Heater: Kotatsu ist vor allem eine komische Komödie mit viel Slapstick, humorvollen Szenen und Running Gags (der Mönch am Anfang und Ende) die für westliche Zuschauer komisch wirken könnte da der Humor nicht für jedermann geeignet ist. Die Anwohner des Hauses sind alle zudem sonderbar und deren Probleme nehmen auch einen Grossteil des Inhaltes ein (Liebesgeschichte, Band, misslungene Entsorgung einer Leiche etc.).

Die Macher zitieren im Film viel (der Hauptdarsteller heisst im Film Lucio Fulci = Furuchi), auch anderen Filmemachern soll Respekt gezollt werden, was jedoch nur wenig verständlich ist, da man dafür schon der Japanischen Sprache mächtig sein sollte. Aber auch sonst erinnert man sich an andere Filme – ich fühlte mich z.B. sehr an Little Shop of Horrors erinnert, wobei es hier ein Kotatsu ist, der Menschen isst statt einer singenden Pflanze.

Die Figuren sind sympathisch und man hat eine echte Punk Band im Film integriert, um die Band im Film realistisch rüberzubringen. Die Effekte waren genau nach meinem Geschmack und das Ende ist das Highlight – auf Auftauchen, Wachsen und der Kampf gegen den menschenfressenden Kotatsu mit viel Humor und Massenpanik – davor bekommt der Kotatsu jedoch relativ wenig zu tun, dem sollte man sich bewusst sein.

Fazit: Mehr Komödie statt echten Horrors – der Kotatsu darf vor allem im Finale wüten. Wenn man die richtigen Einstellungen und Erwartungen an den Film anpasst, kann man an dieser skurrilen Komödie aus Japan grosse Freude haben!

Infos:

O: Batoru hîtâ

Japan 1989

R: Jôji Iida

D: Akira Emoto, Pappara Kawai, Shigeru Muroi, Sanplaza Nakano

Laufzeit der US-DVD: 92:53 Min.

Gesehen am: Jan. 2009 / Review überarbeitet: Jan. 2020

Fassungen: Mir lag die US-DVD von BCI Eclipse vor = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, Jap. mit englischen Subs, u.a. exklusiver Audiokommentar vom Regisseur als Bonus. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Jan. 2020).

Dienstag, 14. Januar 2020

Tetsuo: The Iron Man Review

Japanuary 2020
Tetsuo: The Iron Man

Story:

Ein Geschäftsmann (Tomorô Taguchi) infiziert sich, mutiert, wird von mysteriösen Wesen (Nobu Kanaoka) heimgesucht und tötet seine Freundin (Kei Fujiwara), welche sich danach auch zu mutieren beginnt, ehe sich beide verschmelzen, um am Ende einem weiteren Wesen (Shinya Tsukamoto) im Kampf gegenüberzutreten…

Meine Meinung:

Shinya Tsukamotos (Ichi the Killer) Kultfilm, stark inspiriert von David Lynch (Eraserhead) und David Cronenberg (Videodrome), ist eine abgefahrene Achterbahnfahrt, die seinesgleichen sucht! Experimental-Untergrund-Kino, wie es nur aus Japan kommen kann! Phänomenal!

Der Film gefiel mir schon früher sehr gut und tut es auch jetzt noch. Für mich die beste Arbeit von Regisseur Shinya Tsukamoto, der vor seinem Langfilm mit gleichem Cast schon ähnliche Kurzfilme drehte und auch für die zwei Fortsetzungen (1992 erschien Tetsuo II: Body Hammer, 2009 erschien Tetsuo: The Bullet Man) verantwortlich war.

Teil eins ist und bleibt jedoch der beste der Reihe, da abgedrehter, wirrer Arthouse Flick, dem die s/w Bilder grandios bekommen, was die Stimmung und Intensität angehen. Da der Film nur knapp etwas mehr als eine Stunde läuft, wird es nie langweilig. Auf Effekte-Szenen (Metall, Mutationen, Verschmelzungen) wird auch nicht verzichtet und die Effekte sind als grandios zu bezeichnen.

Diese, verbunden mit der starken Kameraführung, den wirren Schnitten, der mysteriösen Story und den s/w Bilder, bauen eine höchst surrealistische und temporeiche Atmosphäre auf, die sich auf den Zuschauer übertragt. Inhaltich bleiben Fragen offen, es gibt kaum Dialoge und man kann als Zuschauer viel in die Bilderwelt interpretieren.

Ein weiteres ganz grosses Plus war der passende und starke Soundtrack, der einfach perfekt zum Schnittgewitter- und zur Bilderflut passt. Die Musik wurde von Chu Ishikawa komponiert und geben gewissen Szenen erst recht den richtigen «Biss».

Fazit: Wer das japanische Kino liebt, sollte diesen Film zumindest gesehen haben!

Infos:

O: Testuo

Japan 1989

R: Shinya Tsukamoto

D: Tomorowo Taguchi, Kei Fujiwara, Nobu Kanaoka, Renji Ishibashi, Shinya Tsukamoto

Laufzeit der UK-DVD: 64:26 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Review überarbeitet am: Jan. 2020

Fassungen: Mir lag die UK-DVD von Tartan vor = sehr gute Bild- und Tonqualität, Uncut, reguläre Uncut-Fassung, O-Ton, englische Subs. Als Infos gibt es auf Texttafeln einige Hintergrundinfos zum Regisseur und der Entstehung des Filmes. Es gibt seit 2010 einen "First Cut" des Filmes, der länger läuft und der vom Regisseur selbst erstellt wurde (z.B. als Koch Media Blu-Ray).