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Sonntag, 24. Januar 2021

Urotsukidōji Review

Japanuary 2021

Urotsukidōji

Story (OVA 1-3):

 

Es gibt drei Welten: Die Menschen-Welt, die Dämonen-Welt und eine Welt, in welcher Menschbestien existieren. Amano aus der Menschbestien-Welt sucht in der Menschenwelt zusammen mit seinem Sidekick Kuroko und seiner Schwester Megumi nach Chojin. Dieser verbirgt sich im Jungen Nagumo. Hinter Nagumo sind auch die Dämonen her, welche dafür Nagumos Freundin Akemi entführen, um damit Chojin aus der Reserve zu locken…

 

Meine Meinung (OVA 1-3):

 

Auf einem Comic basierende Animations-Serie (OVA = Original Video Animation) aus Japan und Mutter aller Adult-Animes: die berühmt-berüchtigte Urotsukidōji Serie bietet alles, was man sich aus dem Stoff nur wünschen kann: sympathische Charaktere, coole Monster, Dämonen, Verwandlungen, viel Splatter, einen tollen Animationsstil (vergleichbar mit Anime Serien, die in den 90ern auf RTL2 und Co. liefen), Sex und viel Fantasy und Endzeit-Stimmung!

 

Der oben genannte Mix sorgte dafür, dass Urotsukidōji auch ausserhalb Japans, namentlich in England, den USA und auch in Deutschland bekannt wurde. Urotsukidoji besteht aus mehreren OVA, wobei hier die ersten drei besprochen werden (36 Min., 57 Min. & 46 Min.). Die Story ist zusammenhängend und es wird immer am letzten OVA angeknüpft inklusive kurzer Rückblende zu Beginn und jede OVA hat ihren eigenen Abspann.

 

Die Geschichte ist komplex und fantasievoll. In der ersten Folge geht es um die Einführung der Figuren und das Erwecken von Chojin. Horror, Fantasy und Sex (Tentakel-Sex) sind hier oft zu sehen. Es sei zu sagen, dass die Filme eigentlich auch ohne den Sex perfekt funktionieren würden. Die Story spielt sich im modernen Japan im High School / Jugend-Setting.

 

In der zweiten Folge geht es darum, dass ein Mitschüler durch die Dämonen in ein Biest verwandelt wird, welches gegen Chojin antritt und zuvor dessen Freundin entführt inklusive einem langen Kampf von Amano gegen einen ehemaligen Feind. In dieser Episode gibt es etwas weniger Sex, dafür lange und spektakuläre Dämonen-Kämpfe zu sehen. Die 3. Story ist dann jene mit der meisten Endzeit-Stimmung, in der kurz Mal die ganze Welt zerstört wird.

 

Nebst viel Splatter, extrem coolen Dämonenkämpfen und Verwandlungen inklusive viel Sex kommt dabei auch der japanische Humor und Klamauk nie zu kurz. Sicher eine Mischung, die einigen vor den Kopf stossen – mir gefielen all drei OVA trotz dem nicht wirklich abgeschlossenen Ende sehr!

 

Fazit: Für Adult-Anime Fans absolutes Pflichtprogramm! Sehr gespannt, wie es in OVA 4 weitergeht (Sichtung ewig her…)

 

Gefolgt von: Urotsukidōji II (OVA 4-5)

 

Infos:

 

O:  Chôjin densetsu Urotsukidôji

 

Japan 1989

 

R: Hideki Takayama

 

D: -

 

Laufzeit der deutschen DVD (OVA 1-3): 140:23 Min.

 

Gesehen am: Jugendzeit / Review überarbeitet: Jan. 2021

 

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Manga Video vor = O-Ton, deutsche Subs, gute Bild- und Tonqualität, Ungeschnitten und unzensiert. Die Fassung ist länger als z.B. die UK oder US-Box. Als Blu-Ray gibt es eine US-Box.

Samstag, 23. Januar 2021

Crest of Betrayal Review

Japanuary 2021

Crest of Betrayal

Story:

 

Es werden zwei komplexe Geschichten miteinander verbunden: Tamiya Iyemon (Kōichi Satō) plant seine Rache an Lord Kira (Takahiro Tamura) und tritt dafür dem Asano Clan unter der Herrschaft von Lord Asano (Hiroyuki Sanada) bei. Dies hat viele Intrigen, Reaktionen und Tote zur Folge. Unter anderem wird eine Frau (Saki Takaoka) vergiftet, welche sich selbst umbringt und danach als rächender Geist zurückkehrt, um Rache an Tamiya Iyemon zu nehmen…

 

Meine Meinung:

 

Crest of Betrayal ist nicht der erhoffte Kracher, den ich mir unter dem Titel von Kinji Fukasaku vorgestellt habe. Eine Art-Comeback-Versuch des Samurai-Settings (unter anderem) und Anlehnung an seine alten Klassiker wie The Legend of the Eight Samurai und Co. Interessant ist, dass Kinji Fukasaku (Graveyard of Honor) zwei bekannte japanische Legenden im Film vereint und kombiniert:

 

1. Tokaido Yotsuya Kaidan (Ghost Story of Yotsuya):

Typische Story, in der eine Person, meist eine Frau, wegen niedrigen Beweggründen den Tod findet und als rächender Geist zurückkehrt.

 

2. Chushingura Gaiden" (The Loyal 47 Retainers): Ein Clan- Anführers wird durch Seppuku zum Tod verurteilt, während 47 loyale Männer des Clan Anführers heimlich einen Rachepakt schmieden, um ihren Meister zu rächen.

 

Diese beiden Geschichten werden vereint und durch die Figur Tamiya Iyemon zusammengehalten. Er ist quasi der 48. loyale Ronin, der jedoch mehr auf seine Bedürfnisse aus ist, statt seinen Meister zu rächen. Seine Bedürfnisse befriedigen bedeutet: seine Frau töten, damit er sich in eine reiche Familie einheiraten kann. Dumm nur, dass diese als Geist zurückkehrt…

 

Ich bin ehrlich: die Story war kompliziert, vor allem da keine englischen Subs und da viele Haupt- und Nebenfiguren und viele Zeitsprünge in den zwei Plots. Dazu kommt, dass ich keinen der Stars (ausser Hiroyuki Sanada) kenne d.h. Mühe hatte zu wissen, wer nun zu wem gehört. Identifikationsfiguren fehlen. Dass ich eine Fassung ohne Subs schaue, dafür kann der Film nichts und damit tue ich Kinji Fukasakus Werk auch etwas Unrecht.

 

Ich fand, aber auch losgelöst davon, dass der Film von beiden Settings zu wenig Action bot. Da wäre mehr besser gewesen. Es gibt zu wenig Samurai- aber auch zu wenig Ghost-Action. Teilweise hatte der Film auch hier und da einen gewissen Anflug von Humor, der nicht wirklich passte. Dies in Kombination mit der superben Ausstattung lässt das Wort Edel-Trash vor meinem geistigen Auge aufkommen, da Kinji Fukasaku krampfhaft versucht ist, an seine glorreichen, alten Samurai-Klassier-Zeiten anzuknüpfen was ihm jedoch nur teilweise gelingt.

 

Womit der Film punktet sind Budget, Musik (alleine der Vorspann ist schon ein absoluter Genuss!) und die Bilder, Effekte und Settings: farbenfroh, aufwändig, abwechslungsreich, authentisch, stimmungsvoll (die Geister-Szenen)! Besonders die Geister-Szenen fand ich stark (beginnen auf Seite B der LD). Davon hätte ich gerne etwas mehr gesehen. Vielleicht wäre es besser gewesen, nur eine der Folkloren zu verfilmen, statt zwei Geschichten miteinander zu verschmelzen (da wird man keiner der Geschichten so wirklich gerecht, besonders bei einer Laufzeit von nur knapp 100 Minuten).

 

Fazit: Nicht der erhoffte Kracher aber auch kein wirklich schlechter Film! Könnte mir in Zukunft besser gefallen, da ich weiss, was mich erwartet und für zukünftige Sichtungen hole ich mir ein Bootleg mit verständlichen Subs zur Original-LD dazu…

 

Infos:

 

O: Chushingura gaiden yotsuya kaidan

 

Japan 1994

 

R: Kinji Fukasaku

 

D: Kōichi Satō, Saki Takaoka, Keiko Oginome, Hiroyuki Sanada, Takahiro Tamura, Renji Ishibashi, Eriko Watanabe, Shōhei Hindo

 

Laufzeit der jap. LD: Ca. 105 Min.

 

Gesehen am: Jan. 2021

 

Fassungen: Den Film gibt es offiziell nur in Japan d.h. ohne englische Subs, die aber für die Story wichtig wären, sofern man kein Japanisch spricht/versteht/lesen kann. Mir lag die LD aus Japan von Shochiku vor = O-Ton, keine Subs, Uncut, erstklassige Bild- und Tonqualität. Technisch sicher einer der besten LDs, welche ich je sah/hörte. Wer englische Subs möchte, muss in den USA eine Bootleg-DVD erwerben. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Jan. 2021).

Freitag, 22. Januar 2021

Orgies of Edo Review

Japanuary 2021

Orgies of Edo

Story:

 

Japan während der Edo-Zeitspanne:

 

Ein Arzt erlebt sonderbare Abenteuer:

 

Story 1:

In dieser behandelt der Arzt die verletzte Oito. Diese erzählt ihm seine Geschichte: Oito wurde von einem Mann vor der Yakuza, denen sie Geld schuldet, gerettet = am Ende wartet trotzdem das Verderben auf ihn und sie.

 

Story 2:

Eine Frau mit Vorliebe für sexuelle Perversionen (S/M-Spiele mit Kleinwüchsigen, Sex mit Entstellten etc.) lässt ihren Trieben freuen Lauf. In einer Rückblende sehen wir, wie sie als junge Frau auf den «Geschmack» kam…

 

Story 3:

Ein sadistischer Lord mag es, Frauen zu quälen. Dazu sind ihm originelle Mittel und Wege recht (Stiere). Doch einer Frau gelingt es zu überleben und das Interesse und Vertrauen des Lords für sich zu gewinnen – doch hegt sie ein tödliches Geheimnis…

 

Meine Meinung:

 

Orgies of Edo gehört zur berühmt berüchtigten «Tokugawa» Film-Reihe, die solch Klassiker wie Tokugawa – Gequälte Frauen, Tokugawa II - Das Freudenhaus von Nagasaki oder Tokugawa - Joy of Torture 2: Oxen Split Torturing beinhalten. Je nach Quelle gehören auch noch andere Filme dazu, z.B. Yakuza's Law, Der Wüstling oder Love and Crime. Und laut anderen Quellen gehören nochmals andere Filme zur Reihe (z.B. Bohachi Bushido: Code of the Forgotten Eight).

 

Orgies of Edo kommt in der Tradition von Tokugawa – Gequälte Frauen daher, auch wenn weitaus zahmer und harmloser. Teruo Ishii (Sex & Fury, Japanese Hell), der in vielen der oben genannten Filmen Regie führte, tat dies auch hier. Der Episodenfilm hat mir deutlich besser als früher gefallen: da war ich halt ein «Gorebauer» und wollte vor allem Gore sehen. Dazu kam, dass die damalige Fassung nur zensiert war.

 

Obwohl harmloser als andere Teile der Reihe hat mir Orgies of Edo sehr gut gefallen. Vor allem der Ideenreichtum, die Optik und Bilder waren einfach der Wahnsinn! Teruo Ishii hat einfach das Auge für surrealistische, stimmungsvolle, erotische und psychedelische Bilder. Das beste Beispiel nebst der Szene, die viele Stiere beinhaltet oder eine nackte Frau, die goldenen angemalt wird (im Spiegelraum), war der Vorspann: sehenswert und abgefahren!

 

Dazu ist der Film einfach gut gespielt, wirkt aufwändig und auch die wenigen Blut-Effekte sind toll in Szene gesetzt! Vor allem die dritte Episode bietet diesbezüglich einige Härten und abgefahrene Szenen mit Stieren und halbnackten Frauen und im Finale die Szene mit dem Baby. Der Film bietet auch viel Härte im Bezug auf das Schicksal der Figuren und die Handlungen, die sie durchmachen. Teilweise fühlte ich mich an De Sade (Justine oder vom Missgeschick der Tugend) erinnert (dieser hätte sicher Freude am Film gehabt).

 

Fazit: Wer die Tokugawa Filme mag, sollte dich diesen sehenswerten Klassiker von Teruo Ishii nicht entgehen lassen!

 

Gefolgt von (je nach Quelle unterschiedlich): Tokugawa IV: Der Shogun - Ein Mann für 1000 Frauen oder Bohachi Bushido: Code of the Forgotten Eight

 

Infos:

 

O: Zankoku · ijô · gyakutai monogatari: Genroku onna keizu

 

Japan 1969

 

R: Teruo Ishii

 

D: Mitsuko Aoi, Akira Ishihama, Yuki Kagawa, Asao Koike, Masumi Tachibana

 

Laufzeit der UK-Blu: 93:41 Min.

 

Gesehen am: Jugendzeit / Review überarbeitet am: Jan. 2021

 

Fassungen: Nach der Erstsichtung zu Jugendzeiten (als deutsche und zensierte Bootleg DVD) sah ich nun zum ersten Mal die Uncut Fassung im O-Ton mit Subs = Arrow Video UK Blu-Ray = erstklassige Bild- und Tonqualität, Wendecover, Booklet, exklusive Extras. Top Vö! Alle deutschen Fassungen sind zensiert.