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Dienstag, 6. Juli 2021

The Feast Review

NIFFF 2021 Spezial

The Feast

Story:

Delyth (Caroline Berry) und Familie (Sion Alun Davies, Julian Lewis Jones, Steffan Cennydd) inklusive Haushaltshilfe Cadi (Annes Elwy) erwarten zum Abend Gäste (Rhodri Meilir, Lisa Palfrey) und bereiten sich auf den Anlass vor. Alles soll perfekt werden. Doch das Dinner endet nicht wie geplant…

Meine Meinung:

Auf The Feast (am NIFFF) war ich aus zwei Gründen gespannt: Erstens wusste ich nicht, ob der Film, der in walisischer Sprache gedreht wurde, englische Untertitel haben würde oder nicht (man las dazu unterschiedliche Angaben) und zweitens gibt es (zumindest Mitte Juni des Jahres, als das NIFFF Programm Online ging) keine Trailer zum Film und ich las ein Wort, welches meine Neugier weckte: Slow burner!

Und ja: The Feast ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Slow burner! Und was für einer! Nebst In the Earth der bisher beste Film am diesjährigen NIFFF. Es lohnt sich, weder Inhaltsangaben noch Trailer (sollte es sie jetzt geben) zu lesen und/oder zu sichten damit keine Überraschungen verloren gehen (meine Story-Angabe ist diesbezüglich ungefährlich).

The Feast ist ein interessanter, langsamer und packender slow burner der hervorragend gespielt ist. Cast und Crew sind mir total unbekannt. Die Auswahl war jedoch eingeschränkter als üblich, da die Darsteller der walisischen Sprache mächtig sein mussten. Der Inhalt ist nicht primär wichtig (und auch nicht, ob am Ende alles erklärt wird oder nicht = Neusichtungen lohnen um neue Details zu entdecken!). Einzelne Szenen sind wirklich komisch und schräg. Dasselbe gilt für die Charaktere und ihre Eigenschaften.

Optisch und schauspielerisch ist The Feast ein Genuss, ebenso von der Stimmung her. Die Bedrohung kommt näher und näher und näher. Das Ungewisse und nicht zu wissen, was auf den Zuschauer (oder die Figuren im Film) zukommt, ist ein tolles Gefühl. Dazu gibt es zwei-drei wirklich eklige Szenen, die mir ein Lächeln entlockt haben. Was hatte ich bei diesen Szenen für Freude! Seit gewarnt: das kann nur so empfunden werden, wenn dafür eine ganz tiefe Vorliebe für ganz derben Humor besteht (à la Edward Lee Romane).

Fazit: Ein langsamer Film. Aber das Warten lohnt sich!

Infos:

O: The Feast

Grossbritannien 2021

R: Lee Haven Jones

D: Caroline Berry, Sion Alun Davies, Julian Lewis Jones, Steffan Cennydd, Annes Elwy, Rhodri Meilir, Lisa Palfrey

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 93 Min.

Gesehen am: NIFFF 2021

Fassungen: Gesehen am NIFFF im O-Ton (Walisisch) mit englischen und franz. Subs. Es gibt noch keine DVD/Blu-Ray (Stand: Juli 2021). Nachtrag 18.07.23: für eine 2. Sichtung lag mir die US-Blu-Ray von IFC Midnight vor = Uncut, O-Ton, englische Subs, hervorragende Bild- und Tonqualität. Der Film gefällt auch nach der 2. Sichtung. Es gab mehr "Horrorparts" im Finale, als ich in Erinnerung hatte. Zudem fangen sie, zwar subtil und langsam, schon vor dem Finale, zu wirken an.

NIFFF 4. Tag

Heute schlief ich fast bis am Mittag da es gestern spät wurde (ca. 02.00 Uhr im Bett). Heute hatte ich ein lockeres Programm: nur ein Review schreiben und den Bericht. Dazu gabs auch heute nur einen Film am NIFFF – auch erst abends, wenn auch früher als gestern (gestern Start 22.00 Uhr, heute Start 19.00 Uhr).

Am Nachmittag blieb mir Zeit für:

eine VHS kopieren* und einen Film schauen** & den Weg auf die Post*** (plus einkaufen).

 

* Kopiert wurde The Informer, von welchem es vor paar Wochen ein Review gab = HIER KLICKEN! Leider hat das VHS zu Beginn einige Störungen. Ursache unbekannt.

 
 


 
 
 **Geschaut habe ich T.N.T. Jackson, welchen ich gratis vom Kollegen erhalten habe.  Ein amüsanter und kurzweiliger Blaxploitation Film mit «Person of Color» bzw. Black-Chick Jean Bell. Sie macht vor allem in den Action-Szenen eine gute Figur! Braucht sich nicht hinter Pam Grier zu verstecken! Review folgt (habe ca. 60 in Reserve jetzt!!!).


 


 

***Blu-Ray verkauft = bringt mir Geld ein!
 
 

 

Am Abend dann die Frage aller Fragen:

Wird The Feast, der in walisischer Sprache gedreht wurde, franz. und englische oder nur franz. Untertitel haben? Die (NIFFF) Homepage sagt englische/franz. Subs während das NIFFF-Programmheft nur franz. Untertitel angibt. Mitte Juni fragte ich (via FB) beim NIFFF nach – ich bekam zwar eine Antwort, dass nachgefragt würde, aber ich erhielt danach keine weitere Antwort mehr. Doch das Karma schlug zu: Der Film hatte auch englische Subs! 

 




 

 

Zum Film: nebst In the Earth der bisher beste Film am NIFFF 2021!

Abends ging es gemütlich nach Hause mit dem Wissen, dass morgen ein freier Tag ohne NIFFF vorherrscht! 

 


 

Montag, 5. Juli 2021

The Spine of Night Review

 
NIFFF 2021 Spezial

The Spine of Night

Story:

«Sumpfhexe» Tzod (Lucy Lawless) und ihre Anhänger werden bei einem Ritual von bewaffneten Soldaten angegriffen. Alle ausser Tzod werden getötet. Tzod ist im Besitz einer blauen Blume mit magischen Kräften. Als ein Gelehrter dessen Mächte erkennt, tötet er Tzod um in den Besitz der Blumen und damit der Macht zu gelangen. Er baut eine Schreckensherrschaft über die Menschheit auf mit vielen Opfern und vielen Helden, die versuchen, den Gelehrten zur Strecke zu bringen…

Meine Meinung:

Auf The Spine of Night freute ich mich, seit ich in einem Forum über den Trailer stolperte. Als ich dann erfuhr, dass der Animationsfilm im Stil à la Heavy Metal am NIFFF laufen würde, war der Kinobesuch schnell beschlossene Sache. In letzter Zeit gab es hier und da einige interessante und vor allem gewalttätige Animationsfilme und/oder Serien (z.B. die Serie Primal).

Dennoch blicke ich mit gemischten Gefühlen auf The Spine of Night zurück. Ja, der Film ist im Grossen und Ganzen unterhaltsam. Ja, der Film bietet Unmengen an Gore (wobei, es hätte auch noch mehr sein dürfen für meinen Geschmack). Ja, der Film wartet mit prominenten Namen auf (Xena und Spartacus Star Lucy Lawless gab ihre Stimme).

Aber irgendwie fehlt es am gewissen Etwas. Der Funke sprang nicht wirklich über. Es gab auch zwei-drei Punkte, welche ich kritisch betrachte. Abzüge gibt es definitiv beim Soundtrack. Dieser war nämlich wirklich nichts Spezielles = verpatzte Chance. Genau dort, wo z.B. Heavy Metal punkten konnte, "versagt" In the Spine of Night. Mit einer anderen Musikuntermalung hätte das Gezeigte wohl möglich viel intensiver gewirkt.

Und der Plot und wie die Story erzählt wird, war relativ lahm und unspektakulär. Teilweise auch zu langsam erzählt. Die Geschichte wird in Rückblenden erzählt. Leider wirken die Plot-Kapitel immer sehr repetitiv. Für meinen Geschmack hätte es auch mehr Fantasy- und Monster-Elemente haben dürfen. Da gab es dann doch gar wenig zu sehen.

Fazit: Wäre mehr möglich gewesen. Dennoch kurzweilig und hübsch blutig. Für einmal schauen absolut okay…

Infos:

O: The Spine of Night

USA 2021

R: Philip Gelatt, Morgan Galen King

D: Richard E. Grant, Lucy Lawless, Patton Oswalt

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 93 Min.

Gesehen am: NIFFF 2021

Fassungen: Gesehen am NIFFF im O-Ton mit franz. Subs. Es gibt noch keine DVD/Blu-Ray (Stand: Juli 2021).