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Sonntag, 26. März 2023

Stay Out Review

Stay Out

Story:

 

Albert (Ryan Francis), Imani (Morgan Alexandria) & Carlos (Bryce Fernelius) arbeiten als Umzug-Organisation. Für ihren neusten Auftrag sollen sie bis am nächsten Morgen fertig werden. Schon bald stossen sie im Haus von Vern Müller (Michael Flynn) auf mysteriöse Ereignisse, die die Umsetzung erschweren…

 

Meine Meinung:

 

Stay Out kaufte ich, nachdem ich ein vielversprechendes Review zum Film gelesen hatte. Leider hat mir der Film zu wenig gut gefallen, um in die Sammlung aufgenommen zu werden. Ich hatte zu hohe Erwartungen an den Film. Schlecht ist Stay Out, der im Original den dümmlichen Titel Stay Out of the F**king Attic trägt, aber auch nicht. Dank 81 Minuten Laufzeit ist der Film kurzweilig.

 

Die 1. Filmhälfte fand ich fast besser als die 2. Es baut sich doch eine gewisse Spannung auf. Teilweise erinnerte mich der Film an Killerhaus mit Klaus Kinski oder den Wes Craven Film Das Haus der Vergessenen. Der Film spielt sich nur im Haus des mysteriösen (Alt-Nazis) Vern Müller ab. Die Figurenzeichnung war angenehm passend und wenig nervend. Ungewöhnlich.

 

Wenn die Horrorparts dann liefern, dann meiner Meinung nach eher schwach und zu harmlos. Klar, das Thema ist krank und verstörend, aber das ist so plump und wenig effektiv in Szene gesetzt (bis vielleicht die Szene mit dem Auge), dass es nicht wirklich schockiert. Und da hätte ich mir (von irgendwelchen experimentellen Monstern, die im Haus versteckt sind) doch klar mehr erhofft. Mit der Spannung ist es dann auch definitiv weg.

 

Dass sich Figuren in solchen Filmen oft auch doof und nicht realistisch verhalten, ist klar und wird bis zu einem Grad auch erwartet. Aber hier war es in einzelnen Szenen sogar so unrealistisch, dass es wirklich fragwürdig ist, was die Drehbuchautoren da verbrochen haben. Das Finale war leider etwas enttäuschend und wird dem ruhigen, spannenden Aufbau zuvor nicht gerecht. Für ein Regie-Debüt ist der Film aber, gerade auch technisch, völlig ok.

 

Fazit: Kann man sich Mal anschauen, aber nichts für die Sammlung!

 

Infos:

 

O: Stay Out of the F**king Attic

 

USA 2020

 

R: Jerren Lauder

 

D: Ryan Francis, Morgan Alexandria, Bryce Fernelius, Michael Flynn

 

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: Ca. 81 Min.

 

Gesehen am: 10.03.23

 

Fassungen: Mir lag die deutsche Blu-Ray von Tiberius vor = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, Deutsch/Englisch mit deutschen Subs, kein Wendecover.

Samstag, 25. März 2023

Silip: Daughters of Eve Review

Silip: Daughters of Eve

Story:

 

Tonya (Maria Isabel Lopez) und Selda (Sarsi Emmanuelle) sind ungleiche Schwestern. Tonya ist streng religiös, hetzt gegen Männer und ersetzt den eigentlichen Priester, der aufgrund Krankheut ausfällt in ihrem Heimatdorf Ilocos an der philippinischen Küste. Besonders die Kinder und Jugendlichen will sie von den «bösen Männern» retten. Sehr zum Unwesen der Eltern der Kinder. Selda, die viele Jahre in Manila in der Stadt lebte, ist hingegen sexuell offen, modern und aufgeschlossen und besucht Tonya zusammen mit ihrem ausländischen Freund. Im Dorf angekommen beginnen alte Fehden zwischen den Beiden neu zu entflammen. Im Mittelpunkt steht dabei Metzger Simon (Mark Joseph), mit fatalen Folgen…

 

Meine Meinung:

 

Auf den philippinischen Film Silip: Daughters of Eve wurde ich nur dank Mondo Macabro und deren Blu-Ray Vö aufmerksam. Der Film hörte sich interessant an. Viel wusste ich nicht – kannte nur einige Bilder aus einem Blu-Ray Review und das sah vielversprechend aus. Silip: Daughters of Eve hat mir ausgezeichnet gefallen und war besser als erwartet. Obwohl von 1985, entflammt der Filme eine intensive Wirkung wie ältere (Zeitgeist)Klassiker aus den 70ern, wo nackte Tatsachen, Tabus und Tiersnuff im Kino nicht selten zu sehen waren.

 

Silip: Daughters of Eve wird oftmals als pure Exploitation abgetan. Aber der Film ist mehr als das. Eine Art sozialkritische Kunstform als Film. Das würde es gut treffen. Der Film bietet Themen wie Traumata, Rollenverteilung, Eifersucht, Wahn, religiöse/sektenähnliche Inhalte, Grundbedürfnisse wie Sexualität, Fehden und Gruppendynamik (Mob und Lynchjustiz). Der Film bietet viel nackte Haut und Sex. Ja. Aber dabei ist der Film in meinen Augen selten schmuddelig, sondern viel mehr ästhetisch und wirklich auch sexy und erotisch.

 

Das liegt nicht nur an den hübschen (aber auch talentierten) Schauspielerinnen Maria Isabel Lopez, Sarsi Emmanuelle und Myra Manibog, sondern auch, wie die Szenen stimmungsvoll gefilmt und eingefangen wurden. Die Settings in der einsamen und trostlosen Wüste sind eine Wucht, ebenso die Bilder und Musik. Trotz über zwei Stunden Laufzeit wird es zu keiner Sekunde langweilig und der Film schreitet langsam aber grauenvoll dramatisch einem herrlich fiesen und bösen Ende zu inklusive Who Can Kill a Child? Vibes entgegen. Der Film bietet einige Szenen die eine tolle Schockwirkung haben (Mischung aus Gewalt und Sex, Kinder, Tiersnuff).

 

Mit anderen Worten: der Film hat eine intensive Wirkung, die mir gut gefällt wie sein Inhalt, die Machart oder das mutige Schauspiel = klare Empfehlung von meiner Seite her!

 

Infos:

 

O: Silip

 

Philippinen 1985

 

R: Elwood Perez

 

D: Maria Isabel Lopez, Sarsi Emmanuelle, Mark Joseph, Myra Manibog

 

Laufzeit der US-Blu-Ray: Ca. 125 Min.

 

Gesehen am: 10.03.23

 

Fassungen: Mir lag die Region All US-Blu Ray von Mondo Macabro vor = Englisch/Tagalog mit englischen Subs, Uncut, exklusive Extras (Interviews, Audiokommentare), erstklassige Bild- und Tonqualität. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: März 2023).

Freitag, 24. März 2023

Silver Maid Review

Silver Maid

Story:

 

Silver Maid (Wu Hsiao-Hui) sucht ein Heilmittel für ihren kranken Grossvater (Chang Feng). Sie gerät dabei zwischen die Fronten von zwei verfeindeten Clans (u.a. Wan Jie, Wu Pin-Nan)…

 

Meine Meinung:

 

Silver Maid ist ein seltener Film und Mix aus Wuxia und Fantasy-Streifen aus Taiwan aus dem Jahr 1969. Selten heisst z.B. in der ofdb.de nicht gelistet, auf Youtube nicht zu finden (ausser dem Intro) und sämtliche Film-Datenbanken oder Shops (amazon.com) verzeichnen keine Reviews (hkmdb, imdb, Letterboxd). Das will schon was heissen! Mir war das Cover / Originalplakat schon länger bekannt und ich hoffte auf tolle Kaiju-Momente/Effekte (siehe unten bei Fassungen).

 

Nun gesehen muss ich sagen, dass es ausser einer Szene keine wirklichen Kaiju/Monster-Effekte zu sehen gibt. Da täuscht das Plakat leicht – zwar kommen in einer Szene ein Frosch, ein Tausendfüssler und eine Spinne vor, aber die verwandeln sich sofort in menschliche Kämpfer, so dass ohne Kaiju-Effekte, welche ich ansonsten so gerne mag, gekämpft wird. Der Plot ist leicht wirr. Für den Inhalt war ein bekannter Name zuständig: der letztes Jahr verstorbene Ni Kuang (The Seventh Curse, Demon of the Lute, The Cat).

 

An der Schlange hatte ich Freude, auch wenn die Szene extrem unspektakulär ist. Cool war hingegen Lead Wu Hsiao-Hui (The 7 Grandmasters). Das junge Mädel war sympathisch und hat nicht genervt. In anderen solchen Filmen empfand ich Kinder oft als nervend, wie auch viel doofer Klamauk (z.B. The Boy and a Magic Box). Wu Hsiao-Hui hat mich irgendwie an den späteren Child of Peach Star Lin Hsiao-Lu erinnert. Der restliche Cast ist mir sonst unbekannt.

 

Die Kampfszenen sind solide, aber nicht mehr. Nichts Neues und unblutig. Jedoch trübt die Vollbild-Fassung (= an den Seiten stark beschnitten) den Spass sichtlich ein. Der Film bietet zwar nicht wirklich Spektakel in Sachen Martial Arts, dafür sind wenig Längen zu verzeichnen. Der Film hat ein hohes Tempo und wird in seinen 92 Minuten eigentlich nie langweilig. Der fast gänzliche Verzicht auf Klamauk war auch eine gute Entscheidung.

 

Fazit: Kein Kracher, aber für Fans des Taiwan-Fantasy Kinos und weil selten, interessant!

 

Infos:

 

O: Yin gu

 

Taiwan 1969

 

R: Fu Nan-Du

 

D: Wu Hsiao-Hui, Chang Feng, Wu Pin-Nan, Wan Jie, Sally Chen Sha-Li, Su Chen-Ping

 

Laufzeit der US-DVD: 92:00 Min.

 

Gesehen am: 09.03.23

 

Fassungen: Ausser dem seltenen VHS aus Taiwan, welches ich nur einmal bei einer Auktion sah, ist mir nur die US-DVD von Tai Seng bekannt. Im Gegensatz zu älteren Tai Seng Scheiben ist diese Disc auch selten. Es handelt sich um die Mandarin with English Subtitles Fassung. Statt 2,35:1 nur Vollbild und stark an den Seiten beschnitten. Dafür im O-Ton und mit englischen Subs. Bild- und Tonqualität waren angenehm gut. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: März 2023). 

 

Schade, dass die US-DVD nicht das Artwork der TW-VHS verwendet hat: