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Samstag, 30. September 2023

Dream Scenario

 
ZFF 2023 
Dream Scenario

Story:

Familienvater und Professor Paul Matthews (Nicolas Cage) wird über Nacht zum unfreiwilligen Star, als dieser plötzlich in den Träumen von unzähligen Menschen auftaucht. Was zunächst ganz spassig erscheint, nimmt mit der Zeit negative Formen an, als sich die Träume nach einer Zeit bei den Menschen zu Alpträumen formen…

Meine Meinung:

Dass ZFF 2023 hätte ich dieses Jahr fast verpasst. Kollege aus Zürich hat mich daran erinnert. Immerhin habe ich dort in den letzten Jahren auch gute Filme gesehen (Im Westen nichts Neues, The Lighthouse). Der Eröffnungsfilm vom ZFF 2023 stellt die A24-Produktion Dream Scenario dar. Ich mag A24 Produktionen, egal ob selbst produzierte Filme (X, Pearl, Men, Saint Maud, Under the Silver Lake, It Comes at Night), vertriebene (Under the Skin) oder aufgekaufte Titel (Talk to Me).

Dream Scenario, der vom Midsommar Regisseur Ari Aster (Hereditary) produziert wurde, wartet mit Nicolas Cage (Mandy, Windtalkers, Die Farbe aus dem All) in der Hauptrolle auf. Nach Toronto (Weltpremiere) feierte der Film am ZFF, nicht etwa in Zürich selbst, sondern in Winterthur, Europapremiere. Dies war die weltweit 2. Aufführung des Filmes, der allgemein (in Toronto) sehr gut angekommen zu sein scheint.

A24 hat meiner Meinung nach durch den Film Everything Everywhere All at Once, den ich persönlich nicht interessant finde (daher nie gesehen), einen zu grossen Bekanntheitsgrad erlangt. Der Film wurde viel zu sehr gehypt, was natürlich die Folge der Oscar-Gewinn-Serie war. Dream Scenario wird bereits als nächster Oscar-Kandidat angesehen. Spätere A24 Produktionen fand ich schlechter (Bodies Bodies Bodies) und/oder gar nicht mehr interessant (Beau is Afraid).

Dream Scenario ist an sich ein guter Film, der aber im Grossen und Ganzen weniger meinen Geschmack trifft. Der Film wird im Internet als Horrorkomödie oder gar Sci-Fi Komödie beschrieben. Ich würde den Film vor allem als bitterböse Satire auf Social Media und Cancel Culture sehen inklusive Sci-Fi Touch am Ende und viel sozialkritischem Humor, der vor allem die Woke-Generation durch den Kakao zieht. Hauptsächlich ein Drama, wenn man so viel. Aber echter Horror? Nö!

Dabei ist der Plot spanend und originell. Aber richtige Erklärungen gibt es nicht und über das Ende kann man streiten. Es zeigt aber schön auf, wie Social Media, Influencer und dessen Mob Leben zerstören und Personen vorverurteilen können. Man denke da nur an Namen wie Sion Sono, Richard Stanley, Mason Greenwood, Till Lindemann, Benjamin Mendy oder Kevin Spacey, die alle vor Gericht freigesprochen wurden und/oder es gar nicht zur Anklage kam. Von Persönlichkeiten, die seit Jahren tot sind (Klaus Kinski und aktuell auch Maximilian Schell) ganz zu schweigen, wobei es ja auch andere Beispiele gab, wenn ich da z.B. an Harvey Weinstein oder R. Kelly denke. Das Thema ist also aktuell und etwas, womit sich die Menschen auch die Zukunft noch auseinandergesetzt sehen werden, sowie im Guten wie auch im Schlechten.

Der Film ist optisch und technisch stark in Szene gesetzt, fesselt leicht und ist unterhaltsam. Der Film ist auch durchaus sehr lustig und zuweilen sehr komisch (die nachgespielte Sex-Szene war zum Brüllen komisch). Wo der Film auch stark punktet ist der Cast allen voran Nicolas Cage. Der Star einiger der besten Actionstreifen der 90er Jahre (Im Körper des Feindes, The Rock, Con Air) spielt den unglücklichen Softie- Professor enorm gut und oft genug wird die Marke Nic Cage selbst durch den Kakao gezogen. Ganz starke Leistung von ihm. Aber auch der restliche Cast passt wie die Faust aufs Auge zu ihren Rollen.

Fazit: Ein guter, nicht uninteressanter und sozialkritischer Film mit einem hervorragenden Nicolas Cage, der jedoch persönlich weniger meinem Filmgeschmack entspricht = ok für am Filmfest, aber nichts für meine Filmsammlung!

Infos:

O: Dream Scenario

USA 2023

R: Kristoffer Borgli

D: Nicolas Cage, Julianne Nicholson, Michael Cera, Tim Meadows, Dylan Gelula, Dylan Baker

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 100 Min.

Gesehen am: 28.09.23

Fassungen: Gesehen am Zürich Film Festival 2023 im O-Ton mit deutschen Untertiteln. Der Film dürfte in der Schweiz noch einen regulären Kinotermin erhalten (18.01.24). Also ist mit einer DVD/Blu-Ray erst deutlich später zu rechnen. 

Donnerstag, 28. September 2023

The Expendables 4

 

The Expendables 4

Story:

Bei einer Mission der Söldner-Truppe Expendables wird Barney (Sylvester Stallone) getötet. Christmas (Jason Statham) wird aus dem Team ausgeschlossen, da er einen Befehl missachtet hat. Das Team (50 Cent, Dolph Lundgren, Megan Fox, Randy Couture, Jacob Scipio, Levy Tran) ist nun hinter dem Mörder von Barney (Iko Uwais) her, Christmas ebenso…

Meine Meinung:

Der dritte Teil der Expendables-Reihe flog damals gleich nach der 1. Sichtung aus der Sammlung bzw. wurde nicht in diese integriert. Würde der vierte Teil wieder besser werden? Leider nein! Ich hörte vor dem Kinostart viel Schlechtes. Trotz angepasster Erwartungen muss ich eingestehen, dass The Expendables 4 wirklich in jeder Hinsicht grottenschlecht geworden ist. Der Film vom Hidden Strike Regisseur kann getrost links liegen gelassen werden.  Warum man immer wieder solche unbekannten No-Names als Regisseure verpflichtet, ist für mich unverständlich.

Mein Fazit zur Pause (in der Schweiz laufen Filme, je nach Kino, mit Pause) lautete:

«Erbärmlich, peinlich, in jeder Hinsicht grottenschlecht, zum Fremdschämen, Katastrophe»

Die 2. Hälfte des Filmes ist minim weniger schlecht, aber alles in allem auch nicht wirklich gut. The Expendables 4 ist eine Fortsetzung, auf die die Welt nicht gewartet hat. Völlig unnötig. Der schwache Start an den Kinokassen gibt mir Recht – R-Rating hin oder her (der 3. Teil bekam ja nur ein PG-13 Rating, was viele der Fans kritisiert haben). Na ja, so richtig viel Derbes gibt es in The Expendables 4 nicht zu sehen. Ein-zwei CGI-Blutmomente, paar Schimpfwörter (Fuck), sexuelle Themen (Golden Shower Witze) und die Nippel der Megan Fox waren wohl die Gründe für die R-Freigabe. Also, alles halb so wild. 

Der Plot ist an sich ok und die Zeit geht mehr oder weniger vorbei. Ex- Expendables sind nicht mehr dabei: Jet Li, Wesley Snipes, Antonio Banderas oder Terry Crews (kein Verlust). Jason Statham bekommt hier die meisten Szenen zu sehn. Sylvester Stallone hat eine kleine Nebenrolle und Dolph Lundgren wird total verschenkt. Die restlichen Neuzugänge um 50 Cent (sogar einer seiner Songs ist im Film zu hören), Megan Fox (sieht, wohl verunstaltet durch Schönheitsoperationen und Botox, wie ein Roboter aus, hässlich) oder Jacob Scipio (Humor zum Fremdschämen) sind allesamt schlecht und den Vorgängern der Reihe unwürdig. Dialoge und Humor zum Fremdschämen…

Zudem mag ich es nicht, wenn sich «Sänger» (50 Cent) als Schauspieler versuchen. Es gibt natürlich positive Ausnahmen, z.B. Canto-Pop-Sänger Andy Lau (Magic Crystal), der eine grossartige Film-Karriere dargelegt hat. Oder Grössen wie Alice Cooper in Die Fürsten der Dunkelheit oder Meat Loaf in Dario Argentos Pelts. Aber im Grossen und Ganzen bin ich davon kein Fan. Vor allem nicht, wenn es Rapper sind. 

Wo ich vor der Sichtung Hoffnungen hatte waren die Auftritte der asiatischen Stars wie Tony Jaa (Tom Yum Goong), Iko Uwais (The Raid) oder Dan Chupong (Born to Fight). Doch dank der miesen Action-Darstellung bleiben diese weit hinter ihren Möglichkeiten. Es gibt keine einzige gute Action-Szene. Furchtbares CGI, praktisch ein Greenscreen-Bild nach dem anderen, schlechte, miese, viel zu nahe dran und unübersichtliche Kameraführung zerstören praktisch jede Action-Szene. Die Verantwortlichen hätte man eigentlich feuern sollen. Im Grunde ist das Arbeitsverweigerung. Wer mag denn bitte solche CGI-Effekte und solche Action-Szenen?

Fazit: Schlecht, schlechter, The Expendables 4Sollte jemals ein 5. Teil kommen, wird der definitiv nicht mehr geschaut werden…

Infos:

O: Expend4bles

USA 2023

R: Scott Waugh

D: Sylvester Stallone, Jason Statham, 50 Cent, Dolph Lundgren, Megan Fox, Tony Jaa, Iko Uwais, Randy Couture, Jacob Scipio, Levy Tran, Dan Chupong

Laufzeit der Schweizer Kinofassung: Ca. 103 Min.

Gesehen am: 22.09.23

Fassungen: Im Schweizer Kino gesehen = Uncut, O-Ton, englische Subs, Freigabe 16/14. In Deutschland läuft der Film ab 18 Jahren (der Film ist so dumm, der hätte auch locker ne FSK12 bekommen können). Die deutsche Blu-Ray soll am 02.12.23 erscheinen.

Mittwoch, 27. September 2023

The Expendables 3

The Expendables 3

Story:

Barney Ross (Sylvester Stallone), Anführer der Expendables, bekommt es mit einem ehemaligen Mitglied seiner Bande zu tun: Stonebanks (Mel Gibson). Um ihn zu schnappen wird ein neues Team (Glen Powell, Kellan Lutz, Ronda Rousey, Victor Ortiz) zusammengestellt. Doch damit hat Barney keinen Erfolg. Stonebanks kann entkommen und Barneys Team gefangengenommen. Barney und sein altes Team (Dolph Lundgren, Jason Statham, Terry Crews, Randy Couture, Jet Li) plus neue Mitglieder und alte Bekannte (u.a. Antonio Banderas und Wesley Snipes, Harrison Ford, Arnold Schwarzenegger) schicken sich nun an, Stonebanks zu beseitigen und die jungen Kollegen zu retten…

Meine Meinung:

Der dritte Teil der bisher gesamthaften doch eher durchschnittlichen The Expendables Reihe (nur der 2. Teil ist noch in der Sammlung) ist der bis dato schlechteste Teil der Reihe und nicht mehr empfehlenswert! Der Film von Patrick Hughes bietet dem Zuschauer nicht mehr das, wofür die Reihe eigentlich Mal stehen sollte (Anlehnung an die US-80er Jahre Actionfilme) und enttäuscht auf ganzer Linie! Der dritte Teil wird nicht in die Sammlung integriert und ist in Sachen Action, Abwechslung / Story, Screen-Time der Stars, coole Sprüche (es gibt im Ganzen nur einen wirklich coolen Dialog), Gewaltlevel und Effekte schlechter als seine beiden Vorgänger (The Expendables und The Expendables 2).

Die Laufzeit ist zu lang, die Story und einige Wendungen oder Vorgehensweisen der Figuren absolut unlogisch, das Einbringen der neuen, jungen 08/15 Expendables ein grosses Desaster während die alten Stars kaum zu sehen sind (Dolph Lundgren z.B.). Jason Statham (The Meg) bekommt auch weniger Actionszenen und Jet Li (The One) kommt nur am Ende ca. fünf Minuten zum Einsatz, nachdem er bereits im Vorgänger kaum zu sehen war. Sehr schade! Harrison Ford war okay, Wesley Snipes (Blade) auch aber Antonio Banderas (Assassins – Die Killer) hat mit seinem Klamauk extrem genervt (Film ist so oder so viel zu zahm, harmlos und pseudo lustig). Aus der Negativität ragt nur Mel Gibson (Lethal Weapon) als Bösewicht heraus. Ordentlich, solide.

Dank der PG-Rating Freigabe, um mehr Zuschauer in die Kinos zu locken, darf nicht auf blutige Action gehofft werden. Diese gibt es schlicht nicht. Die Actionszenen am Anfang und Mittelteil waren allesamt schlecht, langweilig und total billig in Szene gesetzt. Die Effekte (vor allem das viele CGI) sind nochmals verschlechtert worden im Vergleich zu den Vorgängern und konkurrieren schon mit den alten The Asylum Produktionen. Nur im langen Finale ist die Action besser inszeniert, aber um ehrlich zu sein, auch alles andere als grandios: es gibt kaum Abwechslung, kaum Kämpfe, unblutige Shoot-Outs.

Fazit: Der bisher schlechteste «Expendables»!

Gefolgt von: The Expendables 4

Infos:

O: The Expendables 3

USA, Frankreich 2014

R: Patrick Hughes

D: Sylvester Stallone, Mel Gibson, Glen Powell, Kellan Lutz, Ronda Rousey, Victor Ortiz, Dolph Lundgren, Jason Statham, Terry Crews, Randy Couture, Jet Li, Antonio Banderas und Wesley Snipes, Harrison Ford, Arnold Schwarzenegger

Laufzeit der deutschen: DVD: 126:13 Min.

Gesehen am: 2015

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Splendid vor = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, O-Ton und deutsche UT vorhanden. Gibt es natürlich auch auf Blu-Ray. DVD schon lange entsorgt/verkauft, da mir Film nicht gefallen hat.