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Samstag, 5. Juli 2025

Rusted Body: Guts of a Virgin III

Rusted Body: Guts of a Virgin III

Story:

Zwei Männer und zwei Frauen foltern einen Mann. Sie wollen an Geld und an ein Code gelangen. Nachdem sie die Info haben entführen sie den Manger der Bank und dessen Ehefrau. Sie vermuten, dass sich der Manager an dem Geld bereichert hat…

Meine Meinung:

Der dritte Teil nach Guts of a Virgin und Guts of a Beauty ist der schlechteste Teil der Reihe. Der Film bietet keine Splatter-Effekte und keine Monster mehr. Schade. Denn genau das hat den Reiz der vorherigen Filme und ihren «Erfolg» ausgezeichnet. Rusted Body: Guts of a Virgin III lohnt sich nur, wenn der Zuschauer auf japanische Soft-Sex-Produktionen steht. Der Film, erneut von Kazuo 'Gaira' Komizu, ist ein Mix aus Soft-Sex, Komödie, Sci-Fi/Mad Scientist und Folterfilm.

Am meisten dominieren die humorvollen, nicht ernstzunehmenden Sequenzen gepaart mit den unendlich vielen Soft-Sex-Szenen. Auf der einen Seite hatte der Plot, da so unfassbar komisch und frei- oder unfreiwillig lustig, etwas. Auf der anderen Seite war das Gezeigte vor allem, auch wenn es hier und da Mal einen erotischen Moment gibt, den die Kamera einfängt, langweilig. Der Film, der nur 70 Minuten Laufzeit bietet, langweilt von Anfang an.

Auch die Folterungen zu Beginn (ein Zahn und ein Zehnagel werden blutig gezogen), vermögen nicht zu «unterhalten». Die Dialoge sind komisch. Die Soft-Sex-Szenen sind natürlich typisch «Japanisch» d.h. mit Fesseln, Bondage oder Tieren (Eimer voller Aale) «verfeinert». Und nein, es gibt keine echte Zoophilie in dem Film zu sehen. Was stark war, war die Kameraarbeit und die Ästhetik. Die Bilder sind optisch schön eingefangen. Die japanische Fogging-Zensur war somit zum grossen Teil nicht notwendig.

Fazit: Lohnt sich nur für Erotikfans japanischer «Erotikfilme». Wer einen Mix aus Soft-Sex, Splatter und Monster-Horror erwartet, dürfte hingegen enttäuscht werden…

Infos:

O: Gômon kifujin

Japan 1987

R: Kazuo 'Gaira' Komizu

D: Asano Keiko, Kiduki Saeko, Kiyokawa Ayu, Sakanishi Ryouta, Yoshihara Hirokazu

Laufzeit der UK-Blu: Ca. 70 Min.

Gesehen am: 02.04.25

Fassungen: Mir lag die Gaira's Guts Trilogy aus England von 88 Films vor = alle drei Teile Uncut in einer Box, Japanischer O-Ton, englische Subs, exklusive Extras, Booklet, Wendecover. Zu Rusted Body: Guts of a Virgin III = hervorragende Bild- und Tonqualität, wenig Fogging-Zensur, im Vergleich zu den Vorgängern keine Extras. Wer Deutschen Ton (oder Untertitel) braucht, muss auf die Blu-Ray von Shock Entertainment ausweichen (Österreich).

Freitag, 4. Juli 2025

Crazy Boy & Pop-Eye

 

Crazy Boy & Pop-Eye

Story:

Gold Haired Lion (Kwan Hoi-San) will eine Kampfschule übernehmen und es kommt zum Kampf. Der Meister und dessen Familie sterben. Dessen Schüler Mo (Yuen Bo) und dessen Kumpel (Alan Chan Kwok-Kuen) wollen den Kampf gegen Gold Haired Lion aufnehmen…

Meine Meinung:

Crazy Boy & Pop-Eye ist eine weitere 1979er Kung Fu Komödie aus Hong Kong, wie so viele andere auch, die nach den Jackie Chan Erfolgsfilmen Die Schlange im Schatten des Adlers und Drunken Master gedreht wurden. Alle wollten vom Erfolg etwas abhaben. So ist es wenig überraschend, dass auch Phillip Kams Film auf die gleichen Prinzipien setzt: Kung Fu, Klamauk, Schüler-Meister-Rache-Plot. Interessanterweise war Crazy Boy & Pop-Eye die einzige Regiearbeit von Phillip Kam.

Der Film hält sich mehr oder weniger an die Vorgaben, die das damalige Old School Kung Fu Genre ausmachte. Viel Klamauk, ein episodenhafter Plot, Klischees, gestohlene Italo-Western Musik (nur wenig und nur auf der 1. Disc der VCD), viele Outdoor-Aufnahmen, Low-Budget-Produktion. Im Vergleich zu anderen Produktionsfirmen, die unabhängig und abseits von Shaw Brothers und Golden Harvest Filme produzierten, fehlen in Crazy Boy & Pop-Eye die wirklich grossen Namen.

Mir waren nur Kwan Hoi-San (Crocodile Evil) als Bösewicht (er spielt eine Nebenrolle), Fatty Kent Cheng (The Man from Vietnam, Spooky Family) und Chiu Chi-Ling (The Dragon on Fire, Twins) bekannt. Letztere haben sogar nur Gastauftritte. Die Hauptfiguren wurden von den mir nicht bekannten Alan Chan Kwok-Kuen (The Daring Kung-Fu Refugee, Shaolin Prince) sowie Yuen Bo (Martial Arts Director in Ghost Killer oder Shadow Cop) gespielt. Letzterer macht in den akrobatischen Kampfszenen eine solide Figur. Dennoch vermag er nicht, an Jackie Chan und Co. heranzureichen. Seine Karriere verbrachte er mehr als Action Director, statt als Actor.

Fazit: Kung Fu Klamauk von der Stange. Alles schon gesehen und vor allem schon besser gesehen. 

Infos:

O: Zhuang Ju Zai Yu Niu Gan Yan

HK 1979

R: Phillip Kam

D: Kwan Hoi-San, Yuen Bo, Alan Chan Kwok-Kuen, Lee Heung-Kam, Pak Man-Biu, Kent Cheng, Chiu Chi-Ling

Laufzeit der HK-VCD: 79:45 Min.

Gesehen am: Ende März 2025

Fassungen: Mir lag die HK-VCD von Ocean Shores vor = Canto/Mandarin mit englischen Subs, Vollbild, solide Bild- und Tonqualität. Mir ist keine DVD mit Originalton bekannt. Es gibt keine Blu-Ray und auch keine deutsche Fassung (Stand: Ende März 2025). Zufällig gesehen, dass mir unter dem Titel The Dragon, the Odds noch eine VHS aus Indonesien von Casa Vision vorliegt (Englisch Dubbed, indonesische Subs). Diese VHS bekam ich geschenkt.