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Samstag, 14. Juli 2018

Gonjiam: Haunted Asylum Review

 NIFFF 2018 Spezial
Gonjiam: Haunted Asylum

Story:

Um die Besucherzahlen ihrer Videoclips im Internet explodieren zu lassen, sucht eine Film-Crew eine ehemalige psychiatrische Einrichtung auf. Keine gute Idee…

Meine Meinung:

Ein südkoreanischer Film der unter zwei Stunden läuft? Gruselsetting? Am Freitag dem 13.? Sachen gibt’s, die gibt’s gar nicht. Gonjiam: Haunted Asylum, im Found Footage Genre einzuordnen ist und an Blair Witch erinnert (von der inhaltlichen Idee und den ganzen Kameras), konnte man gut einmal schauen.

Der Film hat es bei einigen im Kino geschafft, für Grusel zu sorgen. Bei mir hats leider nicht geklappt. Ich fand den Film okay aber nicht überragend, nichts für die Sammlung, landet nicht auf der Wunschliste. Dazu fand ich die Figuren zu wenig sympathisch, das ewige Gekreische der Figuren zu nervend und bis der «echte Horror» Mal beginnt dauert es ewig – so dass der Film stellenweise trotzdem wie ein zweistündiger Film wirkte…

Das letzte Viertel, in welchem der Horror dann langsam Fahrt aufnimmt, wurde dann besser und besser, weil einfach mehr Action angesagt ist, die Protagonisten um ihr Leben fürchten müssen, sie angegriffen werden und der Film in diesen Szenen auch geschickt und gekonnt originell wirkt zumindest in der ein oder anderen Szene. Als Zuschauer ist man Dank der Live Kameras auch immer mittendrin, so dass man sich teas überlegen musste, um den Zuschauer zum Fürchten zu bringen. Auf alle Fälle war das letzte Viertel sehr stimmungsvoll.

Fazit: Wer das Found Footage Genre und The Grudge mag, sollte sich diesen koreanischen Film nicht entgehen lassen! Ansonsten reicht eine einmalige Sichtung aus…

Infos:

O: Gon-ji-am

Südkorea 2018

R: Jeong Beom-sik

D: Seung-Wook Lee, Ye-Won Mun, Ji-Hyun Park

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 95 Min.

Gesehen am: 13.07.18 am NIFFF

Fassungen: Gesehen am NIFFF 2018 im O-Ton mit franz. / eng. Subs. Es gibt noch keine DVD / Blu Ray (Stand: Juli 2018). 01.06.19 Nachtrag: Inzwischen raus auf DVD oder Blu-Ray mit englischen Subs in: USA, Hong Kong, Malaysia oder Südkorea.

Blue My Mind Review

NIFFF 2018 Spezial
Blue My Mind

Story:

Die 15jährige Mia (Luna Wedler) hat nicht nur mit normalen Problemen eines pubertierenden Jugendlichen zu kämpfen (strenge Eltern, Suche nach Freunden, zur Clique dazugehören etc.) sondern sieht sich körperlichen Veränderungen ausgesetzt, die abnormal sind. Versuche, diese aufzuhalten, scheitern…

Meine Meinung:

Blue My Mind ist ein solider und technisch guter Film – ein Mix aus Coming of Age und Bodyhorror – was inhaltlich sehr schnell klar wird (und auch, wenn man den Trailer zum Film schaut wie ich es tat, als ich das Programm zusammengestellt habe). Und ein Schweizer Film - deshalb stand der auch in meiner Auswahl – Mal keine Untertitel lesen bei ca. 30 Filmen in neun Tagen ist das auch schon Mal eine nette Abwechslung.

Der Film ist gut gespielt aber an diesem NIFFF hat man schon viele Beiträge gesehen, die ins Coming of Age Genre fallen oder es an schweifen (When the Trees Fall, The Dark, Hanagatami). Deshalb hat mich der Inhalt auch nicht vom Hocker gehauen – und eine Spannung war leider nicht gegeben, da ich wusste, dass sich Mia verwandelt (warum verrät man so was im Trailer?), aber auch so wäre das sehr offensichtlich gewesen.

Ein Film, der mehr oder weniger unterhält und nicht langweilt – aber auch nicht so recht zu fesseln vermag. Dazu sind die Figuren im Film zu unsympathisch, der Inhalt kaum spannend. Dazu ist der Film am Ende zu sinnlos. Das Ende gefiel mir nicht. Lisa Brühlmann, die Regisseurin, soll, als sie das Skript zum Film schrieb, schwanger gewesen sein. Wer weiss schon, welche Hormone da auf das Skript und den Inhalt eingewirkt haben…

Fazit: Stark Geschmackssache. Kein schlechter Film. Kann man gut einmal ansehen. Inhaltlich hätte ich mir aber mehr erwartet.

Infos:

O: Blue My Mind

Schweiz 2017

R: Lisa Brühlmann

D: Luna Wedler, Zoë Pastelle Holthuizen, Regula Grauwiller, Georg Scharegg, Lou Haltinner

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 97 Min.

Gesehen am: 13.07.18 am NIFFF

Fassungen: Gesehen am NIFFF 2018 im O-Ton mit franz. Subs. Es gibt noch keine DVD / Blu Ray (Stand: Juli 2018). 01.06.19 Nachtrag: Inzwischen in D raus auf Blu-Ray (auch mit Schweizerdeutsch und deutschen Subs).

When the Trees Fall Review

NIFFF 2018 Spezial
When the Trees Fall

Story:

Kleine Ortschaft in Ukraine: die Jungen sind ohne Perspektiven. Es zieht sie weg in die weite Welt. Auch die jugendliche Larysa träumt davon, mit ihrer grossen Liebe, Scar, der als Krimineller arbeitet, abzuhauen. Doch nichts läuft wie geplant: Scar schickt sie weg, für ihre Mutter und Grossmutter ist Larysa nur eine «Schlampe», Scar wird nach einem missglückten Raub von Killern gejagt und Larysa willigt «einer Zwangsheirat» zu während Romas die Gegend unsicher machen…

Meine Meinung:

Von diesem Film habe ich wenig erwartet da nicht mein Setting und Genre. Und genau das habe ich auch bekommen. Der Film, ein sozialkritisches Coming of Age Drama mit Märchen / Mystery-Elementen (vor allem das doofe Ende mit dem Pferd über den Wolken), ist sicherlich kein schlechter Film, aber nichts für mich.

Es lief zu der Zeit alternativ am Filmfest aber nichts Besseres (und/oder schon gesehen), so dass ich mir den Film trotzdem anschauen ging. Die mir unbekannten Darsteller machen einen guten Job und die Story zeigt gut auf, mit welchen Problemen die Menschen in der Gegend zu kämpfen haben. Aber ihr Drama, zumindest im Film, hat mich nicht berührt oder gefesselt. Das, weil einige Figuren einfach auch sehr naiv gehandelt haben. Gespielt haben sie aber gut.

Auch technisch ist der Film gut gemacht. Da merkt man, dass ein gewisses Budget vorhanden war und ein Talent kann man der Regisseurin, immerhin stellt der Film ihr Spielfilm Debüt dar (machte, wie so viele vor ihr auch, Kurzfilme), nicht absprechen.

Fazit: Kein schlechter Film aber nichts für mich, nicht meinen Geschmack treffend, Funke sprang nicht rüber, hat mich nicht gefesselt.

Infos:

O: Koly padayut dereva

Ukraine, Polen, Mazedonien 2018

R: Marysia Nikitiuk

D: Marysia Nikitiuk, Eugen Grigoriev, Sofia Halaimova, Vadym Kovaliov, Aelita Nazarenko

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 88 Min.

Gesehen am: 13.07.18 am NIFFF

Fassungen: Gesehen am NIFFF 2018 im O-Ton mit eng. / franz. Subs. Es gibt noch keine DVD / Blu Ray (Stand: Juli 2018).