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Sonntag, 9. Februar 2020

Caged Beauties Review

Caged Beauties

Story:

Das frisch verheiratete Paar Hin (Chui Ging-Sin) und Tai (Deric Wan Siu-Lun) werden von Gangstern entführt und in ein Lager gebracht. Dort werden Hin und Tai getrennt, da Frauen und Männer nicht zusammen gefangen gehalten werden. Dort müssen sie harte Arbeiten, Trainings und Folter über sich ergehen lassen. Tais amerikanischer Freund Jeff (Jeff Falcon) versucht die beiden aus den Klauen der Gangster (u.a. Chan Sing, Tu Kuei-Hua, Choi Jeong-Il) zu befreien…

Meine Meinung:

Caged Beauties ist ein Anfang 90er Jahre CAT. III Film und Mix aus Lager- und Actionfilm. Daneben kommen noch vor: Dschungel-Action und Komödie (deplatzierter Humor darf im HK Film der damaligen Zeit nicht fehlen). Der Film hat auch typische WIP (Women in Prison) Elemente (Folter, Rape-Szenen, Frauenkämpfe, Duschszenen) aber da auch die Männer ihr Fett abbekommen, muss ich von einem Lager- statt einem WIP-Film sprechen.

Der Film ist kein Kracher und dass er nicht teuer war, sieht man dem Film an. Trotzdem ist der Film kurzweilig, vor allem dank Seite B der LD macht der Film Spass, da Action aufkommend und zunehmend (plus blutige Dschungel-Fallen). Zudem war der Film blutiger als erwartet (Fallen, Messeraction, blutige Shoot-Outs). Die Folterungen bestehen aus Rape-Szenen, Demütigungen, Frauenkämpfen, dem Foltern von anderen vor anderen etc. Dabei sind einige Szenen sehr fies (in welchen Pistolen und lebendige Tausendfüssler vorkommen) und/oder welche das Schicksale von Hin und Tai angehen.

Vom Cast her kennt der Fan vor allem Chan Sing (The Ape Girl), der hier einen wunderbaren Fiesling und widerwärtigen Abschaum und Sadisten abgibt. Hübsch fies, eklig und schmuddelig. Er hatte an der Rolle sichtlich Spass. Der zweite Name wird von Gweilo Jeff Falcon (Lethal Contact) verkörpert – er spielt den amerikanischen Freund von Tai und kommt nebst Anfang dann erst in den 2. Filmhälfte vor. Ihm verdankt der Film jedoch spektakuläre und sehenswerte Martial Arts Einlagen.

Die Martial Arts Einlagen kommen in der 2. Filmhälfte und vor allem im sehenswerten Finale vor – nebst Jeff Falcon, Choi Jeong-Il und Tu Kuei-Hua packt sogar eine der weiblichen Gefangenen ihre Martial Arts Talente aus und hilft Jeff Falcon im Finalkampf – diese Szenen waren sehr stark und sehenswert. Da kommen dann auch (endlich) Martial Arts Fans voll auf ihre Kosten.

Hat man mit Lager/WIP-Inhalte keine Mühe (und erwartet keine echte Story), so kann man sich den Film gut ansehen, auch wenn kein Kracher aber Dank der 2. Filmhälfte und dem starken Finale durch und durch okay und gut.

Infos:

O: Chau Mooi Gwai

HK 1993

R: Yuen Ching Li

D: Chui Ging-Sin, Deric Wan Siu-Lun, Jeff Falcon, Chan Sing, Tu Kuei-Hua, Choi Jeong-Il

Laufzeit der HK-LD: Ca. 92 Min.

Gesehen am: 16.11.19

Fassungen: Mir lag die HK-LD von Golden Flare Video vor = Uncut, O-Ton, englische Subs, gute Bildqualität. Es gibt keine DVD, keine Blu-Ray, keine VCD und keine deutsche Fassung (Stand: Nov. 2019). Es gäbe noch eine VHS aus HK und einen Screener aus Südafrika (Englisch Dubbed). Die HK LD von einem chinesischen Sammler erworben. Sah den Film sonst nie zum Kaufen. Selten.

The Leg Fighters Review


The Leg Fighters

Story:

Ein Vater (Wang Hsieh) lässt seine schwierige Tochter Phoenix (Ha Kwong-Li) im Kampf unterrichten. Als der alte Meister wegen seiner Ehefrau die Gemeinschaft verlässt, bekommt Phoenix mit Tan (Dorian Tan Tao-Liang) einen neuen Meister spendiert. Auch diesen mag sie nicht und sie versucht, erfolglos, diesen zu vertreiben. Tan hat eine Vergangenheit: einst im Kampf tötete er einen Widersacher. Dessen Bruder, Peng (Peng Kang), ist nun hinter ihm her, um ihn und seine Studenten zu vernichten…

Meine Meinung:

The Leg Fighters von Lee Tso-Nam (The Green Jade Statuette) hat mir ausserordentlich gut gefallen. Wenn ich mit meinem alten Review von 2007 vergleiche, empfand ich den Film heute als deutlich besser als dazumal. Gewisse Dinge, die mich damals störten (Härten im Wechsel mit dem Humor, HK Klamauk), sind für mich nun absolut okay und stören nicht mehr, sondern sind in dem HK/Taiwan Kino der damaligen Zeit normal.

Die Story bietet zwei Sub-Plots, die erst kurz vor dem Ende zusammenlaufen. Das bietet dem Fan viel Klamauk, Figuren, die gut vorgestellt werden und ans Herz wachsen (wobei Dorian Tan Tao-Liang schon eine ziemliche Carter Wong Mimik hat – dafür halt superbes Fusswerk), viele schöne Naturaufnahmen aus Taiwan und vor allem viel spektakuläre Trainings- und Kampfszenen, die einfach rocken.

Die haben allesamt Spass gemacht und die Kameraführung, Innovation und Choreographie sind auf sehr hohem Niveau. Gewisse Szenen erinnerten an die Arbeiten eines Yuen Woo-Ping. Die Figuren sind schrill, bunt und abwechslungsreich – halt typisch für Regisseur Lee Tso-Nam. Am besten gefiel mir der, natürlich weisshaarige, Bösewicht. Es werden diverse Kampftechniken und Stile vorgestellt (z.B. schon im sehenswerten Intro, welches sofort Lust auf mehr macht), was mir ebenfalls gefiel.

Wer OId School Kung Fu Filme aus Hong Kong/Taiwan mag, macht mit The Leg Fighters nichts falsch. Unbedingt ansehen!

Infos:

O: Naam Bak Tui Wong

HK / Taiwan 1980

R: Lee Tso-Nam

D: Wang Hsieh, Ha Kwong-Li, Dorian Tan Tao-Liang, Peng Kang

Laufzeit der US-Blu: Ca. 90 Min.

Gesehen am: Juli 2007 / Review überarbeitet am: 15.11.19

Fassungen: Für die frühere Erstsichtung lag mit die Englisch Dubbed und Fullscreen US-DVD von Tai Seng vor. Jetzt, 2019, erschien in den USA von VCI / MVDvisual eine Blu-Ray – Pearl River Collection Titel Nr. 1. Fakten: DVD, Blu-Ray, neues Master in Widescreen, in einer hervorragenden Bildqualität in Englisch/O-Ton mit festen Subs. Dazu gibt es exklusive Extras. Ein Traum, einen solchen Film in einer solchen Qualität erleben zu dürfen. Ich hoffe, die Reihe wird im gleichen Format lange fortgesetzt. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Nov. 2019). Nachtrag 20.01.22: Als Geschenk erhielt ich das VHS aus Indonesien von Casa Vision = Englischer Dub. Behalte ich da schick und liebeswürdiges Geschenk von einem Bekannten.

Zerstört Buch Tipp

Zerstört

Story:

Zitat der Rückseite des Buches:

«Eine Leiche in einem ausgebrannten Auto. Unter Mordverdacht: Lena Adams. Dann eine zweite Leiche. Mit Lens Messer im Rücken. Chief Jeffrey Tolliver lässt alles stehen und liegen, um seiner besten, aber gefährlichen labilen Mitarbeiterin zu Hilfe zu eilen. Dabei macht seine Frau Sara Linton gerade selbst die Hölle durch: Sie soll Schuld tragen am Tod eines jungen Patienten. Sara und Jeffrey ermitteln in Lenas Heimatstadt Reese, wo Gewalt, Drogen und Lügen regieren. Und wo jeder, der sich einmischt, sein Leben riskiert…"

Meine Meinung:

Der 2. Roman und Thriller von Karin Slaughter nach Ein Teil von ihr, den ich, wie schon Ein Teil von ihr, vor 1-3 Jahren geschenkt bekommen habe. Erst jetzt gelesen, weil alles andere (was z.T. wichtiger war) zu Ende gelesen und weil mehrheitlich ruhige Nächte (arbeite als Nachtwache = findet man Zeit zum Lesen).

Der Roman ist, wie schon Ein Teil von ihr absolut okay und bietet einen soliden Unterhaltungswert und zum Teil schafft es die Story auch, zu fesseln und eine Spannung zu generieren. Das Buch mochte ich mehr als Ein Teil von ihr. Gründe:

ich mag Kleinstadt-Settings. Ich mag Krimis mit Aufklärungsversuch und das Setting mochte ich ebenso – zuerst eine Gerichtsverhandlung, dann Krankenhaus, dann Kleinstadt mit diversen Figuren, wo man nie sicher sein kann, wer Dreck am Stecken hat. Die Charaktere haben mir z.T. sehr gut gefallen (Jeffrey, Jake), z.T. empfand ich sie auch als nervend (Lena, Sara).

Der Film hat einige fiese und böse Inhalte, die nur schon beim Lesen weh tun, so z.B. der Start in die Geschichte mit der Frau, die im Auto verbrannt wird, bei lebendigem Leib oder später deren Autopsie, die mehr und mehr die schrecklichen und schmerzhaften Details ans Licht bringen. Später gibt es noch weitere Abläufe, die weh tun.

Auf alle Fälle fesselt die Story und wer gerne Krimis mag, wird den Roman sehr mögen, bis vielleicht auf das Ende. Das wird nicht jedem gefallen. Ich hätte es nicht so erwartet und war daher positiv überrascht. Herrlich fieses Ende und ein Schlag in die Magengrube! Schön! Das gibt Pluspunkte und half auch, dass mir Zerstört besser gefiel als Ein Teil von ihr.

Der Titel Zerstört passt wunderbar und vielfällig zur Handlung – zerstört werden nicht nur diverse Menschenleben, sondern auch Beziehungen, Angehörige, Häuser, Wünsche, Träume, illegale Machenschaften oder menschliche Körper (Folgen von Meth).

Fazit: Kein Kracher, aber lässt sich gut lesen. Kurzweilig und spannend. 

Infos:

Autor: Karin Slaughter

Herausgeber: blanvalet

Sprache: Deutsch

Buchart: Taschenbuch

Anzahl Seiten: 510

In Deutschland erschienen: Ja

Sachbuch/Roman: Roman