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Mittwoch, 9. Oktober 2024

Wild Nr. 2 (Restaurant Süder)

Adresse: Weissensteinstrasse 61, 3007 Bern

Auf das Restaurant Süder wurde ich indirekt durch meinen Kumpel und dessen Ehefrau aufmerksam. Wir waren vor ca. vier-fünf Jahren dort essen. Nun war es genau dieser Kumpel und seine Ehefrau, die unser geplantes Wild-Essen für am Samstag verschieben mussten. Dies war kein Problem. Ich konnte unser Datum um zwei Wochen schieben und ging stattdessen mit meiner Schwester in den Süder. Sie kam vor paar Tagen aus dem Ausland (Urlaub) zurück und im Sept. hatten wir beide keine Zeit (und ich kein Geld), zusammen essen zu gehen. Also holen wir das diesen Monat doppelt nach.

Letzte Nacht kehrte ich spät aus Zürich (Zürich Film Festival) zurück. Es war ca. 01.45 Uhr, als ich zu Hause ankam. Heute erledigte ich viel: Zahlung auf das PayPal-Konto, putzen, weitere Wild-Anfragen, etwas zocken (Broforce) und einen Film habe ich mir gegönnt (Payback mit Mel Gibson = Review folgt nach den Horroktober Titeln). Zudem bekam ich eine überraschende Info kommuniziert: Terrifier 3 würde Ende Okt. in Brugg laufen. Mit wenig Restgeld auf meiner Debit-KK konnte ich mir ein Ticket sichern. Ich freue mich sehr, den Film, zumal noch in Englisch mit Untertiteln, im Kino geniessen zu dürfen. Es ist eine einmalige 17.00 Uhr Vorstellung.

Ich muss zwar eine «Game Night» absagen, aber es ist halt so. Ggf. gehe ich nach Terrifier 3 in Brugg noch spontan Wild essen. Mal schauen. Hinter der Vorstellung stehen die Hintermänner des BRUGGGORE Filmfestival. Am späten Nachmittag, ich ass heute bewusst nur wenig (1/4 Schokoladen-Tafel), zog es mich hungrig ins Restaurant. An den Süder konnte ich mich nicht mehr erinnern. Ich ging mit folgenden Erwartungen ins Restaurant: dass es sehr gut, aber nicht hervorragend sein würde. Ich kann nicht sagen, warum ich dieses Gefühl hatte. Die Wild-Karte war nicht besonders gross und leicht schade war, dass die von mir geliebte Kürbis-Suppe nur mit einer Kokos-Variante gab. Ich hasse Kokos. In meiner Patientenverfügung steht, dass wenn ich mal im Koma liege, dass man mich ja nie mit einem Duschgel oder Shampoo waschen/duschen/pflegen soll, welche Kokos beinhaltet. Kein Witz…

Die Karte hatte ich zuvor studiert. Als wir kamen, war es im Restaurant noch praktisch leer. Der Saal ist relativ klein. Man ist anderen Gästen ausgeliefert und nicht wirklich für sich. Der Lärmpegel sollte im Verlauf steigern. Ich konnte mich diesbezüglich gut abgrenzen, meine Schwester hatte damit mehr Mühe. Unser Tisch war nur bis 20.00 Uhr, also zwei Stunden, gebucht. Da wir beide schon wussten, was wir nahmen, bestellten wir rasch. Ich nahm…

 

 

Als Vorspeise

Nüsslersalat mit Ei, Speck und Croûtons

18.00 CHF

 

Als Hauptgang

Reh- Entrecôte mit Wildrahmsauce, Kartoffelstock und klassische Wildbeilagen (ich nahm Spätzli statt Kartoffelstock)

54.00 CHF

 

Als Dessert

Lauwarmer Schokoladenkuchen mit Früchten und Tonkaeis

14.00 CHF

  

 

Wir blieben am Ende bis ca. 20.06 Uhr. Das lag aber auch daran, dass das Restaurant total voll war und die Kellnerinnen viel zu tun hatten und zuerst falsche Desserts brachten, statt die korrekten. Und es wurde wirklich etwas laut. Wie war die Qualität des Essens? Liess mich meine Wahrnehmung und meine Vorahnung im Stich? Definitiv! Weil das Essen und die Qualität war nicht nur sehr gut, sondern schlicht unglaublich toll, hervorragend und einfach super lecker. Ein absoluter Genuss. Auch Wild Nr. 2 bekommt die Bestnote. Auch meine Schwester war begeistert. Ein Ort, der sich für Wild definitiv lohnt, auch wenn nicht eine extrem grosse Auswahl an Wildgerichten. Und schön, werden Extra-Wünsche der Gäste erfüllt. Ich assoziiere Spätzli mit Wild, nicht Kartoffelstock. Hätte sie dem Wunsch nicht entsprochen, hätte ich sogar ein Vegi-Wild-Menü genommen (Waldpilz-Birnen-Ravioli).

 

 

Fazit:

 

 

Hervorragend

Sehr gut

Gut und solide

Enttäuschend










Dienstag, 8. Oktober 2024

LouLou - French Grill & Raw Bar Zürich

Adresse: @ The Home Hotel, Kalandergasse 1, 8045 Zürich 

Vor meinem Urlaub und Mitten in dem Horroktober und meiner Wild-Season war auch ein Abend am ZFF in Zürich geplant. Der Kumpel hatte jedoch keine Zeit, vor dem Film, der um 21.00 Uhr starten sollte, essen zu gehen, da er bereits an einem anderen Ort einen weiteren Film schauen würde. Also fragte ich meine Kollegin, welche in Zürich studiert und sie hatte spontan Zeit. Am heutigen Tag machte ich nicht viel: etwas putzen, Bankbesuch und dann via 1. Klasse und Sparticket ab nach Zürich. Zuerst wollte ich ins HongKong Food Paradise gehen, aber das sieht mehr wie ein Fast Food Restaurant aus, an welchem der Gast nicht bedient wird. Die Rüsterei kenne ich. Da war ich schon mit besagter Kollegin, daher wollte ich was Neues probieren. In der weiteren Umgebung (ca. 15-20 Min. zu Fuss) fand ich noch drei Restaurants, welche Wild anbieten. Zu weit weg, für heute Abend.

Als ich auf die Kollegin gewartet habe, lief ich an diesem Restaurant, welches ich zuvor mit Google nicht sah, vorbei: LouLou - French Grill & Raw Bar Zürich. Die Karte sah gut aus. Also gingen wir dort essen. Sie hätten sogar ein Wild-Angebot gehabt, welches aber nicht zu meinen Favoriten zählte. Also entschied ich mich für was Anderes. Die Karte war z.T. auch relativ teuer und ich hatte nur ca. 140 CHF in bar dabei, keine (Bezahl)Karte. Inzwischen war es kurz vor 19.00 Uhr. Zum Glück hatten sie noch zwei Plätze für uns Frei, so dass wir auch ohne Reservation in den Genuss des Restaurants kamen. Das Restaurant wirkt auf mich modern, stimmungsvoll und trendy. Wie ein cooleres Noah Lyssach. Und das Essen war zudem auch noch besser. Wir hatten genug Zeit, da der Kollege erst ca. 20.45 Uhr eintreffen sollte, bevor es um 21.00 Uhr dann in die A24-Produktion Heretic gehen sollte. Der Kumpel hat die Tickets schon gekauft und hatte mir noch drei Filme und ich schuldete ihm noch das Geld dafür.

 

Ich schaute daher etwas aufs Geld und nahm:

 

 

Als Vorspeise:

Falsche Schnecken ¦ Rindfleischwürfeli (CH) mit Café de Paris gratiniert

18.00 CHF

 

Als Hauptgang:

Hausgemachte Schweinsbratwurst (CH) ¦ Jus ¦ Zwiebeln ¦ Pommes frites Maison

38.00 CHF

 

Als Dessert:

Creme Brûlée

14.00 CHF

 

 

Die «hausgemachten Ravioli» hätten mich noch interessiert, welche «je nach Saison gefüllt» sind. Ich hoffte auf Pilz, da Wild-Season. Aber sie waren mit Mais gefüllt = nein danke! Ich muss sagen, dass das ganze Menü extrem gut war. Wirklich toll, was ich nicht erwartet hätte. Die falschen Schnecken waren super, auch die Bratwurst mit der feinen Sosse und auch die Pommes waren sehr lecker. Und seit Brüssel (Berichte) kam ich nun endlich wieder in den Genuss einer Creme Brûlée, welch Traum. So kann ich das trendige Restaurant nur empfehlen!

 

 

Fazit:

 

 

Hervorragend

Sehr gut

Gut und solide

Enttäuschend













Montag, 7. Oktober 2024

Heretic

ZFF 2024 / Horroktober 2024

Heretic

Story:

Zwei Bibelverkäuferinnen (Sophie Thatcher, Chloe East) klingeln am Haus von Mr. Reed (Hugh Grant), der ihnen Einlass gewährt. Beide nehmen an und treten ein. Keine gute Idee…

Meine Meinung:

Heretic ist eine neue A24-Produktion. Die Firma, die für Filme wie Love Lies Bleeding, MaXXXine, Talk to Me (= nur aufgekauft) oder Dream Scenario verantwortlich ist. Immer guter Stoff für Filmfeste und Filmfans. Als ich den ersten Trailer zu Heretic sah, war ein Kinobesuch schon beschlossene Sache. Und dank des ZFF in Zürich kam ich nun schon früher in den Genuss des Filmes. Heretic ist ein Kammerspiel, welches in seinen 110 Minuten zu keiner Sekunde langweilig wird.

Heretic ist ein spannendes und stimmungsvolles Kammerspiel, welches vor allem durch seinen tollen und überzeugenden Cast liefert. Hugh Grant, ehemaliger Frauenschwarm, macht in der Rolle des Psychopathen extrem viel Spass. Pures Kino, ihm zuzusehen. Sein Overacting ist klasse. Da kommen mir andere Schauspieler in den Sinn, die selten Bösewichte spielten, dass aber stark gemeistert haben, z.B. George Clooney in From Dusk Till Dawn oder Leslie Nielsen in Creepshow oder Day of the Animals.

Was Hugh Grant angeht, kenne ich nur einen Film. The Lair of the White Worm. Der war jedoch nicht meine Kragenweite. Das Alter bekommt ihm aber gut: er spielt wunderbar creepy. Aber auch die Mädels machen ihre Sache gut. Sophie Thatcher fällt etwas ab, aber Chloe East wirkt in ihrer Rolle als Mormonin glaubhaft. Der Plot ist spannend. Es geht um Glauben und Unglauben inklusive um Religionen. Wo der Film hinführt? Dies sei an dieser Stelle nicht verraten. Allerdings hätte ich mir gegen Ende hin einen grösseren Knalleffekt versprochen und das Ende selbst lässt Interpretationen zu. Geschmackssache.

Fazit: Nur schon aufgrund Hugh Grants tollem Schauspiel sehenswert!

Infos:

O: Heretic

USA 2024

R: Scott Beck Bryan Woods

D: Hugh Grant, Sophie Thatcher, Chloe East, Elle McKinnon, River Codack, Carolyn Adair

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 110 Min.

Gesehen am: 04.10.24

Fassungen: Am Zürich Film Festival 2024 gesehen = Uncut, O-Ton, deutsche Subs. Der Film bekommt Ende Dez. 2024 auch noch einen regulären Schweizer Kinostart spendiert. Eine DVD/Blu-Ray/UHD ist noch nicht angekündigt (Stand: Okt. 2024).