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Dienstag, 26. August 2025

Eight Eyes

Eight Eyes

Story:

Ein Ehepaar (Emily Sweet und Bradford Thomas) gerät in ihrem Urlaub in Serbien an den lokalen Saint Peter (Bruno Veljanovski). Dieser bietet ihnen an, mit ihm zu kommen und sich das Land zeigen zu lassen. Das Ehepaar willigt spontan ein. Keine gute Idee…

Meine Meinung:

Eight Eyes wurde am vorletzten BRUGGGORE Filmfestival gezeigt. Da ich dieses nur sporadisch besuchen konnte, verpasste ich diverse Filme, die mich interessiert hätten. Titel wie Aberrance, Stopmotion (der sich leider im Nachhinein als wenig sehenswert erwies), How to Kill Monsters, Le Vourdalak, Minore, Vermines oder den hier nun besprochenen Eight Eyes. Letzterer ist der erste Spielfilm, der unter Mithilfe des US-Labels Vinegar Syndrome produziert, gedreht und veröffentlicht wurde.

Durch Zufall kam ich nun in den Genuss des Filmes. Wobei Genuss das falsche Wort ist. Leider hat mir Eight Eyes, eine serbisch-amerikanische Produktion, komplett in Serbien gedreht, nicht gefallen. Es handelt sich um das Spielfilmdebüt von Austin Jennings, der bis dato nur Kurzfilme realisiert hatte. Auch der Cast ist, mit Ausnahme von Emily Sweet, noch grün hinter den Ohren und mir unbekannt. Der Film ist ein Blutgericht in Texas Abklatsch. Leider ein wenig sehenswerter. Da waren andere Genre-Filme in letzter Zeit interessanter (z.B. Chainsaws Were Singing).

Der Film wurde bewusst mit 8mm und 16mm Kamera gedreht, um einen Retro-Look zu imitieren. Dennoch empfand ich die Optik als zu sauber, zu modern, zu steril. Das hat nicht hingehauen. Die Drehorte vor Ort in Serbien geben wenig her und der Plot ist stinklangweilig und die grosse Mehrheit der Darsteller schlecht. Das Ehepaar wirkt nicht authentisch und am schlimmsten war Bruno Veljanovski. Peinliche Darbietung. Auch die «Family» wirkt peinlich dargestellt. Dem The Texas Chainsaw Massacre Element am Ende noch eine künstlerische oder mystische (oder sozialkritische) Note (= Aufarbeitung vergangenen Kriege) zu geben, ist unglaubwürdig. Und auch in Sachen Gore gibt’s wenig zu sehen. So werden auch reine Gorehounds nicht befriedigt.

Fazit: Billig, langweilig, schlecht gespielt = Zeitverschwendung!

Infos:

O: Eight Eyes

Serbien, USA 2023

R: Austin Jennings

D: Emily Sweet, Bradford Thomas, Bruno Veljanovski, Nenad Mijatovic, Jovan Ristic

Laufzeit der Originalversion: Ca. 89 Min.

Gesehen am: 23.05.25

Fassungen: Den Film gab es bisher als US-Blu-Ray von Vinegar Syndrome. Uncut, O-Ton, Englische Subs, sehr viele Extras. Ich sah den Film via Stream. In Deutschland soll der Film am 24.07.25 von Donau Film erscheinen (DVD oder Blu-Ray).

Montag, 25. August 2025

Hotel Restaurant Bahnhof

Adresse: Bernstrasse 7, 3054 Schüpfen

 


Ende August arbeitete ich viel. Nach fünf Nächten (ich arbeite als Nachtwache in einem Pflegeheim) sollte ich nur zwei Tage (= praktisch nur 1.5 Tage) Frei haben. Obwohl ich fünf Nächte gearbeitet habe, konnte ich problemlos nach drei Stunden schlafen aufstehen. Im Moment genoss ich eine Serie, die auf einem Stephen King Roman basiert: The Outsider. Diese konnte mich bereits während der ersten Folge fesseln und Stephen King Vibes sind definitiv erkennbar. So schaute ich mir drei Folgen der Serie an, ehe es mich mit dem Zug nach Schüpfen zog.

Dabei hatte ich das Buch Bullinger – Eine Familiensaga, welches ich bald zu Ende gelesen haben werde (habe ich während meiner ersten Nacht auf der Arbeit zu lesen begonnen). In Schüpfen, gerade direkt am Bahnhof, befindet sich ein Hotel mit Restaurant. Auf dieses wurde ich 2024 durch Erzählungen meines Göttis aufmerksam. Diese kennen das Wirtepaar und haben dort schon mehrfach gut gegessen. Da mein Götti diesen Monat Geburtstag hat, lud ich seine Frau und ihn dort zum Essen ein. Ich hatte auf 18.00 Uhr reserviert. Am Vortrag erhielt ich die Info, dass nur mein Götti kommen würde, da es seiner Frau gesundheitlich nicht gut geht.

Ich war um 17.45 Uhr vor Ort. Das Restaurant ist in der Tat nur wenige Meter vom Bahnhof entfernt. Das Restaurant ist schön eingerichtet, auch wenn ich denke, dass der Lärmpegel hoch ausgefallen wäre, wäre der Raum voll gewesen. Als ich kam, war aber noch niemand da. Ich entschied mich für einen Tisch innerhalb des Restaurants. Abends kühlt es inzwischen doch schnell ab. Mein Götti traf pünktlich ein. Wir sahen uns länger nicht, so dass es viele Gesprächsthemen gab. Die Karte habe ich studiert und ich nahm…

 

 

…als Vorspeise

Lyoner Wurst Salat mit Greyerzer Käse (CH) (eigentlich als Hauptgericht gelistet)

Essiggurken und Zwiebeln an französischer Sauce

(Ich nahm es ohne Gurken)

Kleine Portion, 16.50 CHF

 

…als Hauptgang

Nudeleintopf mit gemischten Pilzen, Zwiebeln Knoblauch und Cherry Tomaten

Safransauce

(Ich nahm es ohne Tomaten)

26.00 CHF

 

…als Dessert

Hausgemachtes Karamelköpfli mit Rahm

8.50 CHF

 

 

Als ich die Speisekarte studierte empfand ich keine der vorhandenen Vorspeisen als interessant. Als ich bei den «kalten Gerichten» auf den Lyoner Wurst Salat stiess, empfand ich diesen als spannend. Daher nahm ich diesen als Vorspeise statt als Hauptgang (jedoch als kleine Portion). Wünsche wurden angenommen. So wurden die Gurken weggelassen. Der Salat war in der Tat sehr gut. Ich wollte bewusst Mal was Anderes nehmen und war froh, diesen Salat probiert zu haben. Gleich verhielt es sich mit dem Hauptgang. Es hätte diverse leckere Menüs mit Fleisch gegeben. Aus den "vegetarischen Gerichten" hat mich jedoch der «Nudeleintopf» angesprochen. Warum? Vor allem aufgrund der gemischten Pilze, den Zwiebeln, dem Knoblauch und der Sauce (Safran). Safran kenne ich sonst nur von Risotto Gerichten (was ich sehr selten esse). Und auch hier kam mir das Restaurant entgegen und sie verzichteten auf die Tomaten. Der Hauptgang war sehr gut, aber, auch nach der Vorspeise, doch recht «mastig». Auf der anderen Seite stand ich auch erst um 12.15 Uhr am Mittag auf und lag nur auf dem Sofa und schaute mir Serienepisoden an = hatte ich auch noch nicht sonderlich grossen Hunger, am Abend. Die Dessertkarte war sehr Glace lastig. Weniger mein Fall. Es gab zwei Ausnahmen. Davon nahm ich das Karamelköpfli. Hausgemacht. Und das war eines der besseren Karamelköpfli welches ich genossen habe. Sehr fein. Vielleicht eine Spur zu wenig Schlagrahm. Auch der Cappuccino war sehr fein. Da das Restaurant etwas auf dem «Land» lag, hatten wir mit Fliegen zu kämpfen. Das war etwas unangenehm, aber lässt sich wohl nicht vermeiden. Danach ging es, am deutlich abgekühlten Abend, wieder nach Hause, wo ich mir weitere Episoden von The Outsider ansah.

 

 

Fazit:

 

 

Hervorragend

Sehr gut

Gut und solide

Enttäuschend













Sonntag, 24. August 2025

Challenge of the Gamesters


Shawgust 2025

Challenge of the Gamesters

Story:

Im Auftrag von Lieutenant Guo Sheng (Melvin Wong) plant Gambler Luo Sihai (Patrick Tse) den mächtigen Spieler-Meister Zhang Lie (Chen Kuan-Tai) aufzuspüren um ihm eine politisch wichtige Liste abzunehmen. Beide sind Meister ihres Fachs und Meister des Betrugs. Luo Sihai nimmt sich den jungen Lei Li (Wong Yue) zum Schüler. Mit diesem hofft er, Zhang Lie knacken zu können…

Meine Meinung:

Challenge of the Gamesters hat die 2. Sichtung bestanden. Den Film sah ich seit Ewigkeiten nicht mehr (es muss vor dem Jahr 2006 gewesen sein). Es handelt sich nicht nur um einen Shaw Brothers Film, sondern auch um das Regie-Debüt von Wong Jing (High Risk, Magic Crystal, The Romancing Star). Auch er startete seine Karriere bei den Shaw Brothers. Er sollte später mit God of Gamblers (mit Chow Yun-Fat) einen Riesenerfolg feiern und dem Gambler-Genre ein Revival bescheren.

King Gambler dürfte 1976 wohl einer der ersten Gambler-Filme aus Hong Kong gewesen sein. Auch mit Chen Kuan-Tai (Return of Bastard Swordsman, The Master, Gang Master) und ebenso eine Shaw Brothers Produktion. Chen Kuan-Tai spiele dort wie auch hier in Challenge of the Gamesters eine der Hauptrollen. In Challenge of the Gamesters spielt er den Bösewicht. Der Mix aus Gambling, Komödie und Kung Fu funktioniert ausgezeichnet.

Auf jeden Fall ist ein Challenge of the Gamesters ein starkes, fantasievolles, originelles und unterhaltsames Regie-Debüt, in dem Chen Kuan-Tai, Patrick Tse Yin (The Raiders) als Held und Wong Yu (Thirteen) als dessen Schüler perfekt miteinander harmonieren. Natürlich sind auch noch paar andere bekannte Gesichter in Nebenrollen dabei (Melvin Wong, Yang Chi-Ching, Chan Shen). Auch Cecilia Wong Hang-Sau (Die Schlitzaugen mit dem Superschlag) als Chen Kuan-Tais Filmtochter war überzeugend.

Die Gamble-Szenen sind toll anzusehen. Das Highlight war für mich das Mahjong Duell zwischen den Parteien. Köstlich. Einfach amüsant anzusehen. Aber auch andere Details sind äussert gelungen, z.B. dass das ganze Haus von Chen Kuan-Tai nachgebaut wird oder die fotografierenden Augen von Yang Chi-Ching. Die Kampfszenen sind toll anzusehen und etwas nackte Haut und blutige Shoot-Outs dürfen auch nicht fehlen. Was Kämpfe angehen, ist mehrheitlich Wong Yue integriert. Das Finale in einer Lagerhalle bietet dann Feuer-Stunts und besagte Shoot-Outs.

Fazit: Starkes Debüt, toller Film und einfach super unterhaltsam!

Infos:

O: Qian Wang Dou Qian Ba

HK 1981

R: Wong Jing

D: Chen Kuan-Tai, Wong Yue, Patrick Tse, Melvin Wong, Yang Chi-Ching, Chan Shen, Wong Jing, Lam Wai, Cecilia Wong Hang-Sau, Pei Ju-Hua, Chan Sze-Kai

Laufzeit der HK-DVD: 99:17 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Neusichtung am: Aug. 2025

Fassungen: Mir lag die HK-DVD von IVL vor = Uncut, O-Ton, englische Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. Die DVD wurde von Chen Kuan-Tai signiert. Am 30.09.25 erscheint in den USA eine Blu-Ray von Shout Factory. Der Film wird in der Box Hong Kong Gamblers & Gangsters zu finden sein.