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Dienstag, 12. Oktober 2021

A Public Cemetery of Wol-Ha Review

 Horroktober 2021

A Public Cemetery of Wol-Ha

Story:

Korea während der japanischen Besetzung: Wol-ha, eine ehemalige Gisaeng (à la Geisha), wird durch zwei Frauen in den Wahnsinn und später in den Selbstmord getrieben. Nun soll noch das Baby sterben. Doch der Geist von Wol-ha hat andere (Rache)Pläne…

Meine Meinung:

A Public Cemetery of Wol-Ha ist ein weiterer Geister-Grusel-Film, wie es sie dazumal oft im koreanischen Kino zu sehen gab. A Public Cemetery of Wol-Ha ist dabei kein Kracher, sondern solider Durchschnitt. A Public Cemetery of Wol-Ha hat eine kurze Laufzeit von theoretisch angenehmen 88 Minuten, jedoch fühlte sich das Schauen deutlich länger an.

Das lag am einzigen, grösseren Manko des Filmes: der Mittelteil ist nach einem starken Start relativ lahm, wirr, uninteressant und kommt ohne wahren Horror/Grusel aus. Es sind zu viele Figuren, Nebenfiguren und Nebenplots vorhanden, so dass das Schauen ab und an auch wirr erscheint. Zudem scheint auch nicht alles chronologisch erzählt zu werden und es gibt definitiv zu viel Drama.

Erst gegen Ende wird der Film stärker. Alles in allem ist das schade, da die stimmungsvollen Grusel-Szenen zu Beginn wie auch im und vor dem Finale stark und atmosphärisch dicht in Szene gesetzt werden. Links zu optischen Farben-Spielereien à la Mario Bava inklusive plus Einsätze von Knochen, Katzen oder der Geister-Frau. Amüsant war, dass der Film von einer missgestalteten Kreatur präsentiert wird – fühlte ich mich an der Cryptkeeper aus Geschichten aus der Gruft erinnert.

Regisseur Kwon Cheol-hwi ist mir unbekannt. Mit Spirits scheint er 1973 einen weiteren Horrorfilm gedreht zu haben, der, wenn ich mich nicht irre, noch als VHS aus Südkorea ungesehen in der Sammlung steht. Die Darsteller waren mir ebenso unbekannt. Sie waren solide und bemüht, wenn auch phasenweise etwas hölzern und steif in ihrer Darstellung.

Fazit: Erwartungen anpassen! Teilweise (Mittelteil) mehr Soap Drama statt Gruselfilm – dies könnte bei einer Zweitsichtung den Film besser erscheinen lassen. So landet A Public Cemetery of Wol-Ha nur knapp in der Sammlung…

Infos:

O: Wolhaui gongdongmyoji

Südkorea 1967

R: Kwon Cheol-hwi

D: Kang Mi-ae, Park No-sik, Do Keum-bong, Jeong Ae-ran, Hwang Hae

Laufzeit der koreanischen DVD: Ca. 88 Min.

Gesehen am: Okt. 2021

Fassungen: Mir lag die DVD aus Südkorea von Blue Media vor = Uncut, gute Bild- und Tonqualität, O-Ton und englische Subs. Andere Fassungen sind mir nicht bekannte (Stand: Okt. 2021).

Montag, 11. Oktober 2021

Nails Review

 Horroktober 2021

Nails

Story:

Ein Hitman der Regierung driftet in den kognitiven Wahnsinn ab. Realität und Fantasie verschmelzen. Gibt es einen Ausweg für die Stimmen in seinem Kopf? Ja, und zwar Nägel, die in den Schädel gehämmert werden…

Meine Meinung:

Andrey Iskanov hat sich mit drei Experimentalfilmen im Horror-Genre-Bereich im kleinen Fan-Kreis einen Namen gemacht. Angefangen hat alles mit Nails gefolgt von Visions of Suffering und dem mehrstündigen (über vier Stunden) Film Philosophy of a Knife. Ob mir Nails heuer noch zusagen würde?

Die Antwort lautet kurz und schmerzlos: leider nein. Nails hat mir nach Neusichtung gar nicht mehr gefallen. Der Mix aus Experimentalfilm, Arthouse und Tetsuo: The Iron Man Hommage kann nicht überzeugen. Dafür sind Plot und Inhalt zu billig, sinnlos, wirr und langweilig, um zu überzeugen. Viel Action darf man nicht erwarten und vor allem die Settings und digitalen Effekte waren billig.

Die Darsteller sind solide, reissen das Ruder aber auch nicht rum. Der Film hat eine eigentlich angenehme Laufzeit von nur einer Stunde. Trotzdem fühlen sich diese 60 Minuten gefühlt viel länger an. Und: Längen, Längen und Längen! Bevor der erste Nagel in den Kopf gehämmert wird, vergehen erst Mal 30 Minuten Laufzeit. Also bereits die Hälfte des Filmes…

Der Film wirkt teilweise wie ein Amateur-Werbefilm (oder Musikvideo oder Videospiel-Clip), was nicht verwundert, da Andrey Iskanov nebst Regisseur auch Fotograph ist und auch Ausstellungen in der Kunstszenen in Russland und China durchgeführt hat. Ggf. ist der Film für Kunstfans interessant, die den Film aus anderen Blickwinkeln ansehen…

Fazit: Nails kann ich nicht mehr empfehlen und fliegt aus der Sammlung da zu billig und langweilig!

Infos:

O: Gvozdi

Russland 2003

R: Andrey Iskanov

D: Alexandra Batrumova, Svyatoslav Iliyasov, Irina Nikitina, Igor Orlov, Alexander Shevchenko, Victor Silkin

Laufzeit der US-DVD: 62:08 Min.

Gesehen am: Aug. 2006 / Neusichtung am: Okt. 2021

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Unearthed Films vor = gute Bild- und Tonqualität, Uncut, diverse Extras, O-Ton und englische Subs. Die diversen deutschen Ausgaben mit unterschiedlichen Alternativtitel sind nicht zu empfehlen, da nur deutscher und/oder fehlende Subs zum Russischen O-Ton. Wer auf Deutsch mit Subs schauen möchte, muss zur österreichischen DVD von Shock greifen (nur Englische Subs aber immerhin). Eine Blu-Ray scheint es nicht zu geben (Stand: Okt. 2021).

Sonntag, 10. Oktober 2021

Curse of the Zombi Review


Horroktober 2021

Curse of the Zombi

Story:

Peter (Peter) besucht zusammen mit den beiden Hong Kong Chinesen Terrance (Lau Siu-Kwan) und Ching (Tsang Siu-Yin) Thailand. Das Ziel der Archäologen sind Ausgrabungen im thailändischen Busch. Dazu besucht das Trio das Dorf in welchem Peters Cousine Anna (Anna) lebt. Diese hilft dem Trio gerne und verguckt sich in Terrance, was dem Dorf-Macho Tiger (Kawee Sirikhanerut) nicht in den Kram passt. Dieser lässt mit Hilfe von schwarzer Magie einen Zombi auferstehen um seine Konkurrenz aus dem Weg zu räumen…

Meine Meinung:

Curse of the Zombi ist leider ein wenig empfehlenswerter «Horrorfilm» aus Hong Kong, der scheinbar in Thailand gedreht wurde. Die Sichtung lohnt eigentlich nicht und den Titel kann man, auch als Horrorfan, getrost vergessen. Kein Titel den man kennen müsse. Curse of the Zombi macht zwar nicht alles falsch, aber Highlights sind rar gesät.

Vor allem der Beginn des Filmes ist unendlich langweilig. Es passiert kaum etwas. Die trifft vor allem auf die ersten 40-50 Minuten zu. In der letzten halben Stunde wird es zwar weniger langweilig, aber dieser Umstand kann den Film nicht retten, aus der Sammlung entsorgt zu werden. Nebst den Längen passiert, wie gesagt, zu wenig.

Magie und Zauber-Szenen inklusive schwarzer Magie gibt es wenig. Der Zombie sieht billig aus, praktisch ohne jegliches Make-Up. Ich fühlte mich an den Kannibalen aus dem Jess Franco Film Devil Hunter erinnert. Die Martial Arts Einlagen in Curse of the Zombi sind okay, werden aber durch die billige Umgebung, Geräuschkulisse und den Humor zerstört. Zudem wirken die Szenen wie ein Fremdkörper. Der Härtegrad ist sehr gering (die 7/10 Punkte Härtegrad im Buch Die Angst sitzt neben dir kann ich nicht nachvollziehen).

Zudem waren einige der Hauptfiguren sehr unsympathisch und wenig gut in ihrer Darstellung, so z.B. Bösewicht Tiger. Peter sah aus wie Tai Bo und überzeugt haben eigentlich nur der Vater von Tiger und die Mädels Anna und Tsang Siu-Yin. Es gibt zweimal ekligen Tiersnuff zu sehen (eine kleine Eidechse und grosse Würmer/Maden werde bei lebendigem Leibe von den Bösewichten zwecks schwarzer Magie gegessen). Nebst diesen «Highlights» inklusive der Kung-Fu-Szenen und dem exotischen Thai. Setting überzeugte vor allem die geklaute Musik aus Filmen wie Hellraiser, Halloween oder Predator.

Fazit: Stinklangweilig und nicht zu empfehlen!

Infos:

O: Shi jiang

HK 1991

R: Lee Ho

D: Peter, Anna, Lau Siu-Kwan, Tsang Siu-Yin, Kawee Sirikhanerut, Ma On

Laufzeit der HK-VCD: 44:15 Min. (VCD Nr. 1) & 33:22 Min. (VCD Nr. 2)

Gesehen am: März 2008 / Neusichtung am: Okt. 2021

Fassungen: Mir lag die HK-VCD von Wing Artist Entertainment vor = Uncut (wahrscheinlich), Canto/Mandarin, durchschnittliche, unscharfe Bildqualität, englische Subs (wenn weisser Hintergrund schwer zu lesen). Manko: neues Cover, welches mit dem Film nichts zu tun hat und den Film quasi als «neuen, modernen» Film verkaufen möchte. Schade. Es gibt eine weitere VCD von Worldtrade wie auch ein VHS / LD von Universe.