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Samstag, 8. März 2025

The Case of the Scorpion's Tail

The Case of the Scorpion's Tail

Story:

Lisa Baumer (Evelyn Stewart) erfährt vor Ort in London, dass ihr Ehemann bei einem Flugzeugunglück ums Leben kam. Lisa macht sich daraufhin nach Griechenland, Athen auf, um die hohe Lebensversicherung ihres Ehemannes zu kassieren. Dort stellt sie fest, dass auch andere Parteien ihren Anspruch fordern. Es geht so weit, dass Menschen getötet werden. Und dann sind da noch Privatdetektive, die am Recherchieren sind…

Meine Meinung:

Bei The Case of the Scorpion's Tail, einer Anfang der 70er Jahre Co-Produktion aus Italien und Spanien, soll es sich um den zweiten Giallo von Regisseur Sergio Martino (Mannaja - A Man Called Blade, Mountain of the Cannibal God, The Suspicious Death of a Minor, Der Killer von Wien) handeln. Mir hat The Case of the Scorpion's Tail sehr gut gefallen, auch wenn inhaltlich eigentlich nicht wirkliche was Neues geboten wird. Der Film war trotz des bekannten Inhalts nicht langweilig.

The Case of the Scorpion's Tail bietet einen soliden Euro-Cast mit Namen wie Evelyn Stewart (Der Vernichter, Weapons of Death), Janine Reynaud (Rote Lippen, Sadisterotica, Kiss Me Monster), George Hilton (Sartana’s Here…Trade Your Pistol for a Coffin, Gewalt über der Stadt), Anita Strindberg (Almost Human, Murder Obsession) oder Luigi Pistilli (The Great Silence). Etwas, was mir sehr gut gefallen hat, war der Soundtrack von Bruno Nicolai (Cosa avete fatto a Solange?, Der Gehetzte der Sierra Madre, A Pistol for Ringo).

Der Film, der vor Ort in London und Griechenland gedreht wurde, überzeugt desweitern mit speziellen und innovativen Kameraeinstellungen. Vor allem in den Szenen mit dem unbekannten Mörder machen diese Szenen viel Spass und wirkten neu, anders und speziell. Und dazu die stimmungsvolle, schöne und immer passende Musik von Bruno Nicolai. Ein Traum! Dazu kommt, dass viele schöne Frauen zu Opfern auserwählt werden und um ihr Leben fürchten. Perfekt. Denn die Messer- Attacken sind fies in Szene gesetzt.

Fazit: Klare Empfehlung für Giallo-Fans!

Infos:

O: La Coda dello scorpione

Spanien, Italien 1971

R: Sergio Martino

D: Evelyn Stewart, George Hilton, Anita Strindberg, Alberto de Mendoza, Luigi Pistilli, Luis Barboo, Janine Reynaud

Laufzeit der UK-Blu-Ray: 95:12 Min.

Gesehen am: 01.01.25

Fassungen: Mir lag die UK-Blu-Ray von Arrow Video vor = Wendecover, Booklet, Englisch/Ital. Ton mit englischen Subs, Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität. Es gibt exklusive Extras. In Deutschland gibt es den Film unter dem Titel Der Schwanz des Skorpions von filmArt auf Blu-Ray.

Freitag, 7. März 2025

Bloody Wedding

Bloody Wedding

Story:

Badrowi (Yoshep Hungan) tötet während einer Hochzeitsnacht den Ehemann seiner Traumfrau. Als Strafe wird Badrowi von den Dorfbewohnern verprügelt und in eine Schlucht geworfen. Dort erhält Badrowi durch eine Spinne magische Kräfte und terrorisiert danach das Dorf…

Meine Meinung:

Bloody Wedding ist ein sehr seltener Film aus Indonesien. Der Film stammt nicht von Rapi Films, den wohl bekanntesten und grössten Studios aus Indonesien. Ich bekam Bloody Wedding zusammen mit Red Devil Fight während meiner Wild-Season 2024 von meinem Kollegen aus Zürich verkauft. Während mir Red Devil Fight zusagte, empfand ich Bloody Wedding als zu schwach, um in meine Filmsammlung integriert zu werden. Innerhalb von 20 Minuten war die Betamax nach Amerika verkauft worden.

Der Film ist nicht grottenschlecht. Leider ist die Bildqualität sehr schlecht. Teilweise ist kaum was zu erkennen und obwohl ich über den Plot im Internet gelesen und mich vorab informiert habe, war der Plot doch relativ wirr. Der Film spielt im klassischen Dorf-Setting. Es gibt ca. zwei Kung Fu-Szenen und es gibt ein Spinnenmonster, welches im Finale auch in einer Kung Fu Sequenz zu sehen ist. Das Monster sieht in der Betamax-Fassung mehr wie ein Werwolf aus. Um was es genau ging, kann ich nicht sagen.

Der Film war mir zu langweilig. Meist herrscht repetitive Langeweile. Richtige Effekte, Bluteffekte oder mehr Kung Fu wären wünschenswert gewesen und hätten den lahmen Film aufgepeppt. So war der Film einfach uninteressant und öde. Das Gezeigte freute mich kaum, trotz Mitwirken von Billy Chong (als Willy Dozan). Er spielt wohl den jungen «Helden», der auch in den zwei Kampfszenen Einsatz zeigt. Billy Chong wirkte in einigen sehenswerten HK-Filmen wie Sun Dragon, Kung Fu Executioner, Kung Fu Zombie, Kung Fu from Beyond the Grave oder A Fist Full of Talons mit.

Fazit: Zwar ein seltener Genre-Beitrag, aber alles in allem ein relativ lahmer und wenig interessanter Film…

Infos:

O: Pernikahan Berdarah

Indonesien 1987

R: Torro Margens

D: Raja Ema, Billy Chong, Zainal Abidin, Yoshep Hungan

Laufzeit der indonesischen Betamax: Ca. 90 Min.

Gesehen am: 01.01.25

Fassungen: Mir lag die indonesische Betamax von Trio Video Tara vor = k.A. ob Uncut, Vollbild, schlechte Bild- und Tonqualität, O-Ton ohne Subs. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Jan. 2025).

Donnerstag, 6. März 2025

The Two Tigers

The Two Tigers

Story:

Big Boss (Tien Yeh) und seine Gang schmuggeln Drogen. Zwei Männer, Tong Lung und Yu Tien-Lung, nehmen den Kampf gegen die Gangsterbande, die ein Küstendorf terrorisieren, auf…

Meine Meinung:

The Two Tigers ist ein solider Basher aus Taiwan, der gleich von zwei Produktionsfirmen ins Leben gerufen wurde. Von Miramar Film Co., Ltd. sowie der grösseren Foo Hwa Cinema Co., Ltd., die u.a. Filme wie Gecko Kung Fu (liegt mir noch ungesehen vor) oder den Taiwan Black Movie The Nude Body Case in Tokyo produziert haben. Regie führte Chan Lit-Ban (The Virgin Sword), der ab Mitte der 60er Canto Swordplay Filme wie Paragon of Sword and Knife und Co. inszenierte. Ungesehen liegt mir von Regisseur Chan Lit-Ban noch Flyer & Magic Sword (1971) vor.

Die Swordplay-Filme, welche ich bisher von Chan Lit-Ban sah, waren für meinen persönlichen Geschmack interessanter als The Two Tigers. Letzterer ist ein herkömmlicher 08/15 Basher, wie es sie zu Hunderten gab. Und es gibt definitiv sehenswertere Titel als The Two Tigers. Inhaltlich gibt es kaum bis keine Überraschungen und die erste Hälfte ist relativ lahm. Und die Action-Momente und Kämpfe sind, bis vielleicht auf das Finale mit den Ausländern, auch relativ zahm. Es wird kaum gestorben und es gibt kein Blut zu sehen.

Von den Helden hat vor allem Tong Lung (Shaolin Chastity Kung Fu) durch seine Statur überzeugt. Der ehemalige Bodybuilder machte im Kung Fu Film daher eine gute Figur, auch wenn er nie an einen Bolo Yeung heranreichte, was seinen Bekanntheitsgrad anging. Der zweite Held der Stunde wird von Yu Tien-Lung (The King's Sword) verkörpert. Er war ok, aber ihm nahm man die Heldenrolle nicht ganz ab, was an seinem dünnen Körper liegt. Er sieht und wirkt nicht wie jemand, der hart kämpfen kann. Die Bösewichte waren solide. Tien Yeh spielte oft Killer oder Bösewichte (z.B. Beach of the War Gods). In einer kleinen Nebenrolle erkannte ich Shum Wai (4 Robbers, Hong Kong Godfather).

Fazit: Kein Kracher, aber ok. Nur für Basher-Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Liang zhi lao hu

Taiwan 1973

R: Chan Lit-Ban

D: Tien Yeh, Tong Lung, Yu Tien-Lung, Joan Lin Feng-Chiao, Chang Feng, Chin Chien, Chang Peng-I

Laufzeit der HK-VCD: 48:11 Min. (1. Disc) / 32:19 Min. (2. Disc)

Gesehen am: 30.12.24

Fassungen: Mir lag die HK-VCD von Worldtrade Entertainment vor = Mandarin O-Ton, keine Subs, solide Bild- und Tonqualität, störendes Vollbild, sah Uncut aus. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Dez. 2024).