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Samstag, 9. August 2025

Restaurant DUO Lenzburg

Adresse: Rathausgasse 13, 5600 Lenzburg

 


Im Juli waren viele Geburtstage angesagt. Einige davon habe ich erst im August mit den «Geburtstagskindern» zelebriert. Nach sehr vielem arbeiten hatte ich endlich ein langes, freies Zeitfenster. Ein wohlverdientes Frei von sieben Tagen am Stück. Da zog es uns nach Lenzburg. Das hörte ich nur vom Namen her, war mir ansonsten nicht bekannt. Lenzburg liegt im Kanton Aargau. Dort lud ich nebst Restaurant-Besuch für eine Ausstellung ein: «Hauptsache gesund. Eine Ausstellung mit Nebenwirkungen». Das war stimmig. Für mich als Pfleger war es etwa repetitiv, aber nicht uninteressant.

Wir hatten Glück: es waren keine Schulklassen dabei und das Wetter war sehr schön. Wir gingen mit dem Zug und ich konnte gratis fahren (da meine Begleitung noch ein GA-Tageskarte für mich hatte). Nach einigen Stunden liefen wir in die Altstadt. Lenzburg ist sehr klein und nicht weitläufig. Für Touristen ist vor allem das Schloss auf dem Hügel interessant. Dies gingen wir jedoch nicht anschauen. Wir schauten uns die Stadt an und gingen hier und da Kaffee und Kuchen essen. Ich kaufte zudem noch ein Mitbringsel für Freunde, bei welchen ich nächste Woche eingeladen bin. Diese wohnen neu in einem Haus und ich besuche sie dort das erste Mal.

Als ich Online diverse Restaurants checkte, fiel ich zuerst auf das Restaurant Satteltasche. Das ist das hauseigene Restaurant vom Hotel Ochsen. Zudem stiess ich auf das besagte Restaurant DUO Lenzburg. Das sah teuer und gut aus. Sehr gut sogar. Am Ende habe ich mich für das Restaurant DUO Lenzburg entschieden. Das Restaurant wird seit Sommer 2023 von zwei Kollegen geführt. Die machen alles selbst: kochen und bedienen. So werden Kosten gespart. Das Restaurant ist jedoch auch teuer. Es war an diesem Abend (ok, es war Mitte Woche Mitten im Sommerurlaub) nicht wirklich gut besucht. Ich hatte reserviert. Die Speisekarte wechselt regelmässig. Sie werden im Herbst z.B. auch Wild haben (nur Rehrücken für zwei Personen). Ich bestellte…

 

als Vorspeise

Stracciatella-Tomaten | Oliven | Frühlingszwiebel | Basilikum |

18.00 CHF

 

als Hauptgang

Luma Secret Cut Tagliata | Pilz Dashi | Belper Knolle | Chimi Churri |

56.00 CHF

+

 Bratkartoffeln als Beilage

8 CHF

 

als Dessert

Zitronen Tarte plus vom anderen Dessert dazu eine Pavlova (ohne Aufpreis)

16.00 CHF

 

 

 

Was die Wahl der Vorspeisen anging entschied ich mich, obwohl ich sowohl Tomaten wie auch Oliven nicht mag, für das Stracciatella-Tomaten | Oliven | Frühlingszwiebel | Basilikum Menü. Ich wusste nicht, was mich erwarten würde. Ich hatte keine Lust, keine Vorspeise zu nehmen und die anderen Vorspeisen mochte ich alle nicht (Gurken, Fisch etc.). Ich hatte Glück und vor allem in Kombination und zusammen gemischt war die Vorspeise toll. Super lecker und richtig erfrischend. Das Restaurant ist allgemein fleisch- und sehr fisch lastig. Der Hauptgang war sehr gut, aber nicht hervorragend. Ganz knapp nicht. Das Fleisch allein war gut, aber nicht überragend. Zudem war es nur noch wenig warm. Aber wenn ich das Fleisch mit den anderen Zutaten, die dabei waren, ass, war es sehr lecker. Die Portion war grösser, als ich es dachte. Als Beilage entschied ich mich für Bratkartoffeln. Letztere waren gut und solide, aber halt nicht Spezielles. Da wären mir Süss-Kartoffeln Pommes z.B. lieber gewesen. Hätte für meinen Geschmack besser gepasst. Das Dessert war gut. Da wurde zudem kein Aufpreis verrechnet. Ich wolle nämlich ursprünglich zwei Desserts nehmen und so packten sie die Pavlova gratis zur Zitronen Tarte dazu. Das war fein und sah auch optisch gelungen und ansprechend aus. Alles in allem eine tolle Erfahrung. Meine Begleitungen waren sehr begeistert. Sicher kein Restaurant, welches oft besucht werden wird, da teuer. Aber übernächstes Jahr dort einen Rehrücken testen gehen? Warum nicht!?

 

Fazit:

 


Hervorragend

Sehr gut

Gut und solide

Enttäuschend























Freitag, 8. August 2025

Holy Flame of the Martial World

Shawgust 2025

Holy Flame of the Martial World

Story:

Das Schicksal führt Geschwister (Max Mok, Yeung Ching-Ching) nach dem Tod ihrer Eltern wieder zusammen. Gemeinsam wollen sie die Mörder ihrer Eltern (Jason Pai Piao, Leanne Lau Suet-Wah) töten und den Tod ihrer Eltern rächen…

Meine Meinung:

Holy Flame of the Martial World ist Shaw Brothers Antwort auf Tsui Harks Zu: Warriors from the Magic Mountain. Regie führte Lu Chin-Ku (The Haunted Madam, Dreaming the Reality, Lovers Blades). Holy Flame of the Martial World bietet Unmengen an Fantasy-Elementen, abgefahrenen Kamerafahrten, schnellen Szenenabfolgen, charmanten Effekten und extrem viel Wirework-Einsatz. Sehr viel. Der Film wirkte auf mich schon fast zu abgedreht, zu übertrieben und zu überladen, was fantastische Ideen und die Hülle und Fülle an Figuren angehen.

Einige Action-Szenen waren zu schnell und etwas zu unübersichtlich gefilmt und geschnitten. Zudem fand ich den Humor und speziell auch die Musik(Geräusche) teilweise etwas nervend und doof. Wäre der Film ernster und der Film etwas weniger überladen gewesen, hätte ein echter Kracher bei rauskommen können. So bleibt noch immer ein guter, solider und sehenswerter und vor allem zu keinem Zeitpunkt langweiligen Wuxia-Fantasy-Abenteuer, das von Beginn an bis zum Ende rasant und pausenlos zu überzeugen und unterhalten versteht. Die Kostüme, Effekte und Settings sind bunt, abwechslungsreich und könnten aus einem Märchen stammen.

Was den Cast angeht, haben mir vor allem die Mädels um Yung Jing-Jing (Little Dragon Maiden), Yeung Ching-Ching (Treasure Hunters) sowie ein junger Max Mok (Usurpers of Emperor's Power) gut gefallen. Auch Jason Pai Piao (Pursuit of a Killer) sehe ich immer gerne. Er spielt hier den Bösewicht. Etwas weniger Overacting wäre hingegen wünschenswert gewesen. Wo wir schon beim Overacting sind: Venom-Star Phillip Kwok (Hard Boiled) und seine Lach-Technik waren sehr «silly». Er war übrigens nebst Yuen Tak (Iron Angels II) der Action-Choreograph des Filmes. In kleineren Rollen sind ausserdem noch Namen wie Lam Wai (Visa to Hell), Chan Shen (Die 7 goldenen Vampire) und Elvis Tsui (Shaolin Prince) zu sehen.

Fazit: Wer fantasievolle Shaw Brothers Filme à la Bastard Swordsman, Demon of the Lute und Co. mag, kann bedenkenlos einschalten!

Infos:

O: Mou Lam Sing Foh Ling

HK 1983

R: Lu Chin-Ku

D: Max Mok, Jason Pai Piao, Phillip Kwok, Leanne Lau Suet-Wah, Chu Ko, Yung Jing-Jing, Yeung Ching-Ching, Lau Siu-Kwan, Elvis Tsui, Chan Shen, Lam Wai

Laufzeit der US-Blu: Ca. 90 Min.

Gesehen am: Okt. 2011 / Neusichtung am: Aug. 2025

Fassungen: Für die Neusichtung lag mir die US-Blu-Ray von Shout Factory vor = Shaw Brothers Classics Vol. Four. Der Film ist Uncut, kommt im O-Ton Kantonesisch daher und es gibt englische Subs. Die Bild- und Tonqualität sind hervorragend. Als Extras gibt es ein ca. 8:30minütiges Interview mit Chu Ko, der im Film auch mitspielt. Er liefert einige interessante Hintergrundinfos zum Film = Als Shaw von Tsui Harks innovativer Wire-Work und Fantasy Produktion erfuhr, die gerade gedreht wurden (Zu: Warriors from the Magic Mountain), wurde danach gleich Holy Flame of the Martial World ins Leben gerufen. Die Action-Choreographen Yuen Tak und Phillip Kwok (einer der Venoms, spielt im Film auch mit) sollen sich nicht vertragen haben und nie gleichzeitig am Set gewesen sein und Star Leanne Lau Suet-Wah soll während den Dreharbeiten angeblich erst 16 oder 17 Jahre alt gewesen sein. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Aug. 2025).

Donnerstag, 7. August 2025

Thirteen

 

Shawgust 2025

Thirteen

Story:

Die 13jährige Lu Chih-Pai (Tien Niu) verguckt sich in «ihren Onkel» Shih Hsin-Chiao (Ling Yun). Sie beginnt für ihr zu schwärmen. Doch Shih Hsin-Chiao ist nicht interessiert. Da trifft Lu Chih-Pai auf den Macho Hung Sen (Wong Yu). Letzterer vergewaltigt und schwängert sie. Lu Chih-Pai will abtreiben, doch ihr fehlt das Geld. Dazu kommt, dass ihr Vater im Krankenhaus im Sterben liegt. Soll sie Shih Hsin-Chiao um Hilfe bitten?

Meine Meinung:

Auf der Suche nach Titeln für meinen «Shawgust» wollte ich auch Titel integrieren, die ich nur via ZiiEagle-Box schauen kann. Da gibt es noch Filme aus Genres abseits des Kung Fu Kinos = Musicals, Dramen, Komödien oder Erotik-Filme. Ich stiess auf den Film Thirteen von Regisseur Sung Tsun-Shou. Letzterer hat in seiner Karriere vor allem Dramen gedreht und war eigentlich kaum für die Shaw Brothers aktiv. Ein-zwei Filme stechen aus seiner Karriere jedoch heraus und sind untypisch für seine Genre-Wahl. Zum einen der taiwanesische Schwertkampffilm Iron Petticoat, zum anderen Filme mit Ghost (Ghost of the Mirror = mit Brigitte Lin drehte er mehrfach) oder Fantasy-Inhalten (The Legend of the Parrot = gibt es als VHS in Südkorea). Ungesehen (und als US-VHS) liegt mir noch sein Hard Man with Guts vor.

Bei Thirteen handelt es sich um einen Mix aus Drama, Love-Story und Coming of Age-Film. Anhand einiger Infos, welche ich im Netz finde, handelt es sich um eine Verfilmung eines Romans einer Frau. Das Ende wurde für den Film abgeändert (im Roman schlägt sich das junge Mädel am Ende allein durch, im Film braucht sie am Ende die Hilfe ihres Onkels). Das Originalende hätte mir mehr zugesagt. Der Film ist solide, aber nichts für die private Film-Sammlung (auf DVD, Blu-Ray etc.). Tien Niu (Lackey and the Lady Tiger, City War, Just Heroes), damals 15 oder 16 Jahre alt, spielt eine 13jährige. In ihrer Sex/Nacktszene (in der ZiiEagle Fassung zensiert) kam ein Body-Double zum Einsatz. Sie spielt das naiv und gut. Mit gekonnt gewolltem Lolita-Effekt.

Abgesehen von dieser einen Szene ist der Film in keiner Art und Weise explizit und wirklich nur ein harmloses Drama. Ling Yun (Eagle Flying in September, The Beauty Escort), in diversen Shaw-Arbeiten zu sehen (Killers on Wheels), war solide. Aber nicht erwähnenswert gut oder eine Leistung, die in Erinnerung bleiben wird. Sehr überzeugt und interessant empfand ich hingegen die Rolle des jungen Wong Yu (Executioners from Shaolin, Dirty Ho, The Young Avenger). Er, der mich in vielen Shaw-Filmen aufgrund seines Comic-Charakters nervte, überzeugt hier als «Playboy», der sich dem jungen Mädel annimmt, sie zum Sex zwingt und sie schlussendlich schwängert. Er war in dieser für ihn ungewohnten Rolle überzeugend und eine gute Wahl.

Fazit: Solides Drama!

Infos:

O: Zao Shou

HK 1974

R: Sung Tsun-Shou

D: Tien Niu, Ling Yun, Wong Yu, Gigi Wong Suk-Yee, Teresa Ha Ping, Chin Han

Laufzeit der ZiiEagle Fassung: Ca. 90 Min.

Gesehen am: Aug. 2025

Fassungen: Gesehen via ZiiEagle Box = gute Bild- und Tonqualität, O-Ton, englische Subs aber nicht ganz Uncut. In der Sexszene zwischen Tien Niu und Wong Yu fehlen ca. sechs Szenen (Nackt-Szenen und die Vergewaltigung und weitere Szenen nach dem Akt). Uncut dürfte die DVD aus Taiwan von Deltamac und die aus Hong Kong von IVL sein. Es gibt keine Blu-Ray und keine deutsche Fassung (Stand: Aug. 2025).