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Dienstag, 7. Februar 2017

Vengeance Is Mine Review

Vengeance Is Mine

Story:

Krankenschwester Jane (Rosamund Kwan) wird von einer Männergruppe vergewaltigt. Taxifahrer Kao (Derek Yee) kann den Alptraum vorübergehend beenden. Der Fall kommt vor Gericht, als Jane später einen der Vergewaltiger in Notwehr tötet. Sie wird freigesprochen, die Täter jedoch nicht verurteilt. Diese wollen Rache an ihrem Getöteten Bruder und machen Jane das Leben zur Hölle - doch diese schlägt zurück...

Meine Meinung:

Vengeance Is Mine ist ein waschechter Rape & Revenge Film in der Tradition von An Eye for an Eye oder Her Vengeance. Wer diesen beiden HK Streifen nicht abgeneigt war, kann sich auch diesen Film ansehen.

Der Film kommt ohne grössere Überraschungen daher (ausser vielleicht einem Schicksal einer Filmfigur gegen Ende des Filmes) aber bietet dem Film genug das, was er erwartet: eine harte Story, harte und fiese Szenen die dann in noch viel mehr psychischem Terror (Terrorkino vom Feinsten) enden. Für westliche Zuschauer mag dies unbefriedigend sein (z.B. warum wurden die Vergewaltiger nicht verurteilt? Warum können sie Jane nach dem Gerichtsverfahren weiterhin terrorisieren?), aber auch in grossen Vorbildern (z.B. I Spit on Your Grave, der Klassiker und Urvater des Rape & Revenge Kinos) war dies nicht anders.

Die Story dient schliesslich dazu, die Bastarde alle per Selbstjustiz um die Ecke zu bringen. Reisserisch, brutal, innovativ. Hiermit lässt sich der Film Zeit und Jane wird fast dazu genötigt, da die Bande sie weiter und weiter terroririsiert und auch andere Mitmenschen, welche um sie herum sind, in die Story mit ein beziehen und quälen. Der Film ist von der rohen Gewalt kaum graphisch, doch man kann den Szenen eine nihilistische Grundstimmung, Psychoterror und eine hohe Härte nicht absprechen. Am Ende erhalten die Täter was sie verdienen, wobei vor allem die Szene mit dem Feuer sehr hart wirkt.

Die Darsteller machen einen guten Job. Die Bösewichte sind unmenschlicher Abschaum und deren Overacting ist man vom HK Kino her gewöhnt. Derek Yee, ehemaliger Shaw Brothers Star, spielt den tragischen Helden des Filmes während Rosamund Kwan (mutige Rolle) und Pat Ha Man-Jik schlagfertige Frauen abgeben, die zuerst viel einstecken müssen um am Ende dann auszuteilen. Da hat mir persönlich das Krankenhaus Setting sehr gut gefallen, da das Finale dort stattfindet. Rosamund Kwan spielt sehr gut!

Abwechslung wird auch durch die Gerichtsverhandlung geboten, so dass die Story doch noch mehr bietet als nur reines Rachekino wie auch das Einbringen verschiedener Nebenfiguren.

Wer das Rape & Revenge Genre mag kann sich diesen CAT. III Streifen gut ansehen! Bietet alles, was der Fan solcher Filme wünscht! Intensiv, dreckig, brutal und tolle Leistung von Rosamund Kwan!

Infos:

O: Xue yi tian shi

HK 1988

R: Lee Chi Ngai

D: Rosamund Kwan, Derek Yee, Pat Ha Man-Jik

Laufzeit des US VHS: Ca. 91 Min.

Gesehen am: 28.08.16

Fassungen: Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Aug. 2016). Es gibt in HK keine DVD, nur in China (zensiert) und in Frankreich (NIX Englisch). In HK gibt es eine VCD (zensiert), eine 2. VCD (NIX Englisch) und eine LD (wäre Uncut, mit O-Ton und in Englisch). Anfang Jahr wurde mir das VHS aus Taiwan angeboten, mit englischen Subs. K.A. ob dieses Uncut wäre - jedoch wäre es wohl in Mandarin Dubbed und nicht im O-Ton und zu teuer. Mir lag das VHS aus den USA von Pan-Asia (Tai Seng) vor = Uncut, durchschnittliche Bildqualität, O-Ton, feste englische UT. Ca. 20 Dollar. Wird hier und da auf Ebay angeboten. Titel ist auf dem Cover falsch geschrieben - anstatt Mine Mind.

Auf brennendem Eis Review

Auf brennendem Eis

Story:

Alaska: Ein korrupter Öl-Konzern sorgt bei den Ureinwohnern und Umweltschützern für Aufsehen, da illegale Mittel und unsichere Methoden. Der oberste Boss, Jennings (Michael Caine), will einen Mitarbeiter aus dem Weg räumen, da dieser Beweise hat, welche das Unternehmen in Bedrängnis bringen könnten. Dies wird getan. Desweitern soll Mitarbeiter Forrest (Steven Seagal) beseitigt werden – doch dieser überlebt den Anschlag und sinnt auf Rache während Jennings einen Trupp Söldner aufstellt, welche Forrest endgültig beseitigen sollen…

Meine Meinung:

Im Vergleich zu den anderen Seagal Filmen, die ich kenne, eine Nummer schlechter. Damit meine ich vor allem Vergleiche mit Nico, Deadly Revenge, Alarmstufe: Rot 1 u 2, Hard to Kill und Zum Töten freigegeben.

Jedoch ist der Film, vor allem zu Seagals neusten Werken, eine wahre Wohltat. Ich fand den Film nun, nachdem ich ihn ein zweites Mal gesehen habe, klar besser als noch vor zehn Jahren.

Steven Seagals Karriere ging jedoch danach bergab. Nach seinen Erfolgen, die er zuvor feierte, durfte er hier auch gleich selbst Regie führen und hat sich selbst inszeniert – wo es nur ging. Als Held, als Unbesiegbarer, als Umweltschützer und er schreckte auch nicht davor zurück, viele seiner eigenen Interessen, Weltveranschaulichenden etc. in die Story zu tragen und dies der ganzen Welt zu verkünden. Seine Botschaft.

Das sorgt für unfreiwillige Komik (seine Rede zu dem Typ in der Bar, nachdem er diesem die Nase platt geschlagen hat, die Rede am Ende mit kritischen Szenen zur Umweltverschmutzung) und für Längen im Mittelteil (das gefunden werden durch die Eskimos und seine «Auferstehung»). Diese Ökobotschaften sind der negative Teil des Filmes. Wenn man das aber weiss und sich darauf einstellt, sind sie nur noch halb so schlimm. Ausserdem regen die Szenen zum Schmunzeln an und sind lustig. Vielleicht wollte das Seagal sogar genauso haben?

Dann sieht man auch die positiven teile des Filmes: Wunderschöne Naturszenen, wechselndes, willkommenes, neues Setting (verschneites Alaska) weg von US Grossstädten, tolle Filmbösewichte (Michael Caine als Boss und auch alle anderen Nebendarsteller als Bösewichte), eine fiese Folterszene, echte Filmexplosionen und vor allem coole Steven Seagal Action! Da gibt es z.B. die Barfight Szene (jedoch eher harmlos, keine gebrochenen Knochen ausser vielleicht die Nase beim letzten Typen), Shoot-Outs und Fallen im Wald, der Tötungsversuch via Explosion, die Folterszene (war noch hart, auch wenn nicht explizit, dies bringt manchmal mehr den gewünschten Effekt) und natürlich das lang andauernde, aufwändige und abwechslungsreiche Finale (Stunts, Kämpfe, blutiger Einsatz von Messern, blutige Shoot-Outs…) welches Action- und vor allem Steven Seagal Fans zufrieden stellend sollte.

Fazit: Auch, wenn nicht perfekt kann ich den Film jedem Steven Seagal Fan nur empfehlen!

Infos:

O: On Deadly Ground

USA 1994

R: Steven Seagal

D: Steven Seagal, Michael Caine, Joan Chen, John C. McGinley

Laufzeit der deutschen DVD: 97:35 Min.

Gesehen am: 29.04.07

Überarbeitet am: 01.02.17

Fassungen: Die deutsche DVD ist zu empfehlen = tolle Bild- und Tonqualität, O-Ton und Subs vorhanden, deutsche Synchro ist jedoch gut geworden, Film Uncut.

Hard to Kill Review

Hard to Kill

Story:

Polizist Mason Storm (Steven Seagal) ist an einem heissen Fall dran an welchem hohe Politiker (William Sadler) und korrupte Cops ihre Finger im Spiel haben. Dies wird sein Todesurteil. Im Gegensatz zu seiner Frau überlebt Mason, aber landet für ca. sieben Jahre im Koma während die Presse und die Bösewichte meinen, Mason sei tot. Als er nach vielen Jahren aus dem Koma erwacht sind die Bösewichte bereits wieder hinter ihm her und er versucht, aus dem Krankenhaus zu entkommen…

Meine Meinung:

Souveräner und guter Steven Seagal Film den ich Fans seiner alten Filme oder Neueinsteigern sehr ans Herz legen kann. Das waren noch echte Actionfilme!

Der Film fällt im Vergleich zur Nico und Deadly Revenge jedoch etwas ab, aber ist noch immer gut. Hauptgrund ist, dass es im Film und der an sich originellen «Koma» Story Längen gibt und die Action, vor allem bei einigen der Shoot-Outs, unblutig und uneffektiv in Szene gesetzt sind. Die Action nimmt vor allem erst gegen das letzte Viertel zu und dort gibt es dann wie gewohnt blutige Shoot-Outs, Verfolgungsjagden und harte Kampfszenen zu sehen! Der Actionfan wird am Ende doch noch befriedigt sein, muss aber die ein oder andere lahme Füllszene in Kauf nehmen.

Dazu kommt, dass mir William Sadler als Bösewicht nur bedingt gefallen hat. Er war okay, aber auch etwas blass und unmotiviert. Da fand ich ihn z.B. in Stirb langsam 2 oder Ritter der Dämonen (auch wenn er dort den Helden mimte) klar besser und eindrücklicher. Zudem gab es somit keinen echten Finalkampf. Da wäre ein anderer Martial Artist wünschenswert gewesen. Kelly LeBrock spielt Seagals Filmfrau und war damals auch im echten Leben seine Frau.

Fazit: Für Actionfans der alten Schule (Arnie, Stallone, Norris, Bronson etc.) uneingeschränkt zu empfehlen!

Infos:

O: Hard to Kill

USA 1994

R: Bruce Malmuth

D: Steven Seagal, William Sadler, Kelly LeBrock

Laufzeit der deutschen DVD: 91:43 Min.

Gesehen am: 13.04.05

Überarbeitet am: 30.01.17

Fassungen: Die deutsche DVD von Warner kann ich nur empfehlen = Uncut, Deutsche Synchro i.O., O-Ton und Subs enthalten, Bild- und Tonqualität sind sehr gut.