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Donnerstag, 1. März 2018

Strange Tales of Ghosts Review


Strange Tales of Ghosts

Story:

Kiu Wa’Er (Lin Hsiao-Lan) reist mit ihrem Meister im Lande umher und jagt Dämonen. Zwei Geisterschwestern werden von ihrer Grossmutter Jade Face Dämon und ihren Handlangern verfolgt. Diese geraten in Intrigen, von Menschenhand geschaffen. Kiu Wa’Er muss sich entscheiden, ob sie auch gegen Menschen kämpfen darf, um die zwei Geister-Schwestern, im Grunde keine bösen Geister, zu retten. Unerwartet erhält sie Hilfe von einem Poltergeist…

Meine Meinung:

Seltener taiwanesischer Fantasy-Film den ich höchstens, und allerhöchstens, Fans von Lin Hsiao-Lan empfehlen kann. Man sollte aber nicht zu viel erwarten, denn alles andere mit Lin Hsiao-Lan kann ich klar mehr loben und empfehlen! Soll heissen: der Film ist im direkten Vergleich schlechter als Kung-Fu Wonder Child, A Heroic Fight, The Child of Peach, Magic of Spell, Magic Warriors, Kung Fu Student, Emergency Police Lady, The Magic Amethyst, Haunted House Elf, The Twelve Fairies, Wandering Heroes oder The Dignified Killers. Aus der Liste ausgenommen sind ihre Rollen in Horrible High Heels (kann ich mich nicht erinnern) oder Thunder Cops II (nur Nebenrolle).

Der Film gefällt mir ausfolgenden Gründen nicht bzw. folgendes sagte mir nicht zu: wenig Action und Fantasy (vor allem im Mittelteil), folglich Längen im Mittelteil, die anderen Stars sind unbekannt bis wenig charismatisch (vor allem die Menschen) und vor allem gibt es für meinen Geschmack zu wenig von Lin Hsiao-Lan zu sehen (am Anfang, dann ab der 49. Min. und dann im Finale wieder). Die Fantasy-Szenen, alles was mit Magie, Dämonen und Kämpfen zu tun hat, haben mir hingegen gefallen wie auch jede Szene mit der sympathischen Lin Hsiao-Lan.

Fazit: Daher würde ich den Film auch wirklich nur Lin Hsiao-Lan Fans ans Herz legen! Ansonsten bietet der Film kaum Punkte, um einen Kauf in die Sammlung zu begründen.

Infos:

O: Mo Jie Guai Tan

Taiwan 1989

R: Szema Peng

D: Lin Hsiao-Lan, Fong Ching, Ku Kuan-Chung, Ying Hsiao-Wie

Laufzeit der Originalversion: 86:26 Min.

Gesehen am: 08.01.18

Fassungen: Es gibt keine DVD Fassung, keine dt. Fassung und keine Fassung im O-Ton mit englischen Subs (Stand: Jan. 2018). Das einzige was ich über eine taiwanesische Seite à la Ebay sah war das taiwanesische VHS oder sogar ein Betamax. O-Ton, ohne Subs. Doch der Verkäufer (von diesem habe ich durch einen Mittelsmann vor ca. einem Jahr Friendly Shock erhalten) meldet sich leider nicht mehr. Ist inaktiv. Der Mittelsmann von damals (Taiwan Dealer von Ebay) hat nicht geantwortet und ein deutscher, der in Taiwan lebt, hat vom Verkäufer des VHS / Betamax auch keine Antwort erhalten. Mit anderen Worten: so gut wie unmöglich eine offizielle Version zu kommen. Mir lag eine DVD-R von einem Deutschen vor für den privaten Heimgebrauch bestimmt: VHS Master in Mandarin mit chinesischen Subs und selbst erstellten und eingefügten englischen Subs (tolle Leistung), wahrscheinlich Uncut. Solide VHS Qualität. Das gleiche Master in etwas schlechterer Qualität und ohne die selbst erstellten englischen Subs gibt es auf YouTube zu sehen (man beachte die gelben, grossen chinesischen UT im Master). Nachtrag 12.09.18: in der Hoffnung, King of the Children als VHS aus Südkorea gekauft zu haben (befürchtete jedoch einen der Child of Peach Filme zu bekommen wegen der "2" auf dem Cover), staunte ich nicht schlecht, als im VHS von Best Production aus Südkorea Strange Tales of Ghosts enthalten war. Gleiches Master, welches mein deutscher Kollege für seine DVD-R brauchte (plus koreanische Subs versteht sich).

Outrage Beyond Review

Outrage Beyond

Story:

Nach Teil eins geht es wie folgt weiter:

Einem korrupten Polizisten ist die Macht der Yakuza ein Dorn im Auge. Er versucht die Clans gegeneinander aufzuhetzen, damit sie sich gegenseitig zerstören. Dies gelingt nicht. Also fasst sich dieser den Alt-Yakuza Boss Otomo (Takeshi Kitano) ins Auge – dieser wird entlassen (und wurde bis dahin für tot erklärt), tut sich mit seinem ehemaligen Feind zusammen, um die neue Bedrohung auszuschalten und selbst die Macht zu übernehmen…

Meine Meinung:

Dass es einen zweiten Teil gab (und ein dritter Film wurde, zumindest in Japan, bereits angekündigt) wusste ich lange gar nicht. Der erste Film stammt von 2012 und erst 2016 sah ich zufällig, dass es einen neuen «Outrage» Film mit und von Takashi Kitano (Violent Cop) gab.

Musste ich natürlich zuschlagen, auch wenn ich von Teil eins kaum mehr was wusste. Die Handlung spielt nach dem Ende von Teil eins. Die Geschichte entwickelt sich interessant und spannend. Noch spannender ist das offene Ende, welches dann wohl im dritten (und Letzen?) Teil zu Ende erzählt wird.

Der Film entwickelt sich langsam. Action kommt erst später und gegen Ende etwas mehr vor. Der Film lebt aber nicht Mal von den Actionszenen, sondern von der Story, den Figuren und wie sich diese entwickeln. Wie sich die Clans ausspielen und die Yakuza im Film dargestellt werden (alte gegen neue Generation, Versuch ins legale Geschäft einzusteigen, Einfluss der auf beiden Seiten des Gesetzes stehenden Cops) war sehr gut dargestellt. Ich fühlte mich mehr als einmal an die grossen Klassiker von Kinji Fukasaku erinnert (seine Battles Without Honor & Humanity Streifen) beim Schauen, was ich als gutes Zeichen werte.

Die wenige Action ist gut, und wie man es aus früheren Kitano Streifen her kennt, teilweise fies und schmerzhaft in Szene gesetzt (nebst regulären Shoot-Outs beisst sich ein Yakuza selbst einen Finger ab, in einer Folterszene kommt ein Bohrer zum Einsatz oder Baseball Bälle) und stehen im krassen Kontrast zum sonst sehr ruhigen Film.

Die Darsteller und Figurenzeichnungen haben mir sehr gut gefallen. Vor allem der Hauptboss, Takashi Kitano, sein Erzfeind und der korrupte Cop haben mir sehr zugesagt. Bin sehr gespannt wie es weitergeht, da der Film an einem spannenden Ort endet und eine wichtige Figur das zeitliche segnet.

Fazit: Für Fans von Teil eins und Takashi Kitano unbedingt zu empfehlen! Schönes Yakuza Kino, welches an alte Klassiker erinnert! 

Gefolgt von: Outrage Coda

Infos:

O: Autoreiji: Biyondo

Japan 2012

R: Takeshi Kitano

D: Takeshi Kitano, Ryô Kase, Toshiyuki Nishida, Ken Mitsuishi, Hirofumi Arai

Laufzeit der deutschen Blu Ray: 111:57 Min.

Gesehen am: 08.01.18

Fassungen: Mir lag die deutsche Blu Ray von Capelight vor = Uncut, erstklassige Bild- und Tonqualität, Jap. Ton und deutsche Subs an Bord wie auch ein Wendecover.

KM 31 Review

 
NIFFF 2016 Spezial
KM 31

Story:

Catalinas Zwillingsschwester hat einen schweren Verkehrsunfall und liegt seitdem im Koma. Ein kleine Junge soll involviert gewesen sein. Catalina ist geschockt und sucht den Tatort ab. Sie ist überzeugt, dort einen Jungen gesehen zu haben. Doch niemand schenkt ihrer Geschichte Glauben...

Meine Meinung:

KM31 ist ein zehnjähriger Film, der in der Retro Reihe am NIFFF gezeigt wurde wegen seinem Herstellungsland (Mexiko). Der Film ist durchschnittlich. Die ersten zwei Viertel sind gar gut und fesselnd: der Film unheimlich, stimmungsvoll und leicht spannend.

Die Figuren machen ihre Sache gut. Die Krankenhausszenen sind ebenfalls eindrücklich und schockierend (die ganzen Geräte, Apparate, Koma, Operation, Amputation...), doch umso mehr sich die Story zu erklären versucht, umso mysteriöser das Ganze wird, umso abstruser und unspektakulärer wird die Story und das Gezeigte.

Vor allem das Finale ist dann wirklich nicht mehr spannend, da ja alles möglich scheint. Das Ende (immerhin kein Happy End) ist auch Geschmacksache, mir war es nach dem letzten, schwachen Viertel des Filmes gleichgültig. Und Gleichgültigkeit ist nie ein gutes Zeichen. Lieber etwas hassen oder lieben…

Daher: KM 31 kann man sich gut einmal ansehen, aber nur die erste Filmhälfte ist als gut zu bezeichnen. Die 2. Hälfte und das Ende hieven den Film dann auf den 08/15 Durchschnitt hinunter. Kein Film für die Sammlung...

Gefolgt von: Km 31-2

Infos:

O: Kilómetro 31

Mexiko, Spanien 2006

R: Rigoberto Castañeda

D: Iliana Fox, Adrià Collado, Raúl Méndez

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 105 Min.

Gesehen am: NIFFF 2016 / Juli 2016

Fassungen: Habe den Film am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest) 2016 gesehen in Spanisch mit englischen UT. Gibt es bereits in D Uncut auf DVD.