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Montag, 14. Oktober 2019

Evil Dead II Review


Horroktober 2019
Evil Dead II

Story:

Ash (Bruce Campbell) schlägt sich in einer Waldhütte gegen Dämonen, heraufbeschworen aus dem Buch der Toten, dem Necronomicon, herum und kämpft um sein Leben. Zu seiner Person stösst später eine Gruppe dazu…

Meine Meinung:

Teil zwei der kultigen «Tanz der Teufel» Reihe ist weniger gut als Teil eins. Dies ausfolgenden Gründen: Teil eins war bedrohlicher, ernster, unheimlicher. Man spielte mit den Erwartungen des Zuschauers. Es wird mehr Stimmung und Nostalgie geboten und es gibt deutlich mehr Splatter als im 2. Film.

Trotzdem ist Teil zwei alles andere als ein schlechter Film. Im Gegenteil: er hat mir aktuell besser denn je gefallen! Zwar handelt es sich fast mehr um ein Remake als um eine Fortsetzung (Story aus Teil eins wird quasi nur neu aufgelegt), doch der Unterhaltungswert des Fun-Splatters ist sehr hoch. Dasselbe gilt für das Tempo. Der Film hat eine Laufzeit von knapp etwas mehr als 80 Minuten (mit Abspann) und die Handlung und Action legen sofort los. Keine lange Einleitung, keine Längen. Ash ist praktisch permanent den Dämonen, dem Wahnsinn und skurrilen Gegnern ausgesetzt. Das macht enorm viel Spass und Bruce Campbells Karriere wurde danach so richtig lanciert (im B-Film).

Andere Namen sind wenig bekannt und interessant. Bruce Campbell hat den Film mit produziert. Auf dem Regiestuhl nahm erneut Sam Raimi Platz. Wo die zwei auftauchen, dürfen Namen wie Ted Raimi (spielt einen der Dämonen), Rob Tapert (Produzent von Teil eins oder der Ash Vs. Evil Dead Serie, die viel später erscheinen sollte) oder Scott Spiegel (Bruce Campbell legte in dessen Intruder einen Gastauftritt hin) nicht fehlen.

Nebst weniger Längen, mehr Ash, grossem Unterhaltungswert sieht man dem Film das höhere Budget deutlich an – vor allem die Effekte sind stark geworden und genug nach meinem Geschmack (nur der von Ted Raimi gespielte Dämon sieht doch arg billig aus). Das gilt nicht nur für Splattereffekte sondern für die Dämonen-Make-Up Masken, Stop-Motion Effekte und sonstige Effekte (die Monster-Bäume, die Baum-Hand, die lebenden Gegenstände wie Stühle, Lampe, Hirsch-Kopf) waren Spitzenklasse. Das farbige Blut (wegen der Freigabe) passte aber auch wunderbar dazu, da herrlich surreal. Für die Effekte war die KNB FX Group zuständig.

Fazit: Wer Teil eins mochte, kann sich Teil 2 bedenkenlos ansehen! Fun-Splatter vom Feinsten!

Gefolgt von: Die Armee der Finsternis

Infos:

USA 1987

R: Sam Raimi

D: Bruce Campbell, Sarah Berry, Dan Hicks, Kassie Wesley DePaiva, Ted Raimi

Laufzeit der US-DVD: 84:12 Min.

Gesehen am: Jugendzeit / Review überarbeitet: Okt. 2019

Fassungen: Mir lagen die US-DVD von Anchor Bay vor (Book of the Dead Edition* und die Tin Box) = * Uncut (Kinofassung), Englischer Ton, keine Subs, exklusive Extras, sehr gute Bild- und Tonqualität. Für die Kinofreigabe wurde der Film zensiert. Es gibt Bootleg, Workprint- und Alternative-Fassungen (mexikanische TV-Fassung). Auf der deutschen Blu-Ray befindet sich eine Fassung mit mehr Szenen (die z.T. aus dem Making of stammen).

Sonntag, 13. Oktober 2019

Dark Waters Review

Horroktober 2019
Dark Waters

Story:

Elizabeth (Louise Salter) reist nach dem Tod ihres Vaters an die russische Küste. Dort befindet sich ein Kloster, welches ihr Vater jahrelang finanziell unterstützte und auch im Erbe bedachte. Elizabeth will herausfinden wieso und kommt einem mysteriösen Geheimnis auf die Spur…

Meine Meinung:

Dark Waters vom Ital. Regisseur Mariano Baino ist eine kleine, vergesse Euro-Cult Perle, die leider weitaus weniger bekannt und geschätzt wird, als Arbeiten von anderen Ital. Regisseuren wie Dario Argento, Mario Bava, Lucio Fulci und Michele Soavi. Das ist schade und wird dem grossartigen Dark Waters, einem echten Geheimtipp (wobei der Film heute doch aktueller ist als noch vor 10+ Jahren), nicht gerecht.

Der Film, der von der Stimmung, den Settings, den Inhalten und Bildern an H.P. Lovecraft erinnert, ist eine spannende und mysteriöse und höchst unterhaltsame Angelegenheit. Schon im Vorspann beginnt der Film zu fesseln. Sehr stimmungsvoll, dichte und intensive Atmosphäre, welche die Bilder aus der Küstenregion und die Ausstattung des Klosters (und die Tunnelsysteme darin) vermitteln.

Die Optik und Bildersprache bleiben weiterhin tadellos schön – eine Pracht fürs Auge. Das Ganze ist auch unheimlich toll eingefangen und gefilmt worden. Im Zusammenhang mit dem spannenden, unheimlichen und mysteriösen Inhalt (coole Auslösung), den starken Effekten (nur einige, aber die haben es in sich!) und den starken Leistungen der mir unbekannten Darsteller (allesamt mit starker Performance) macht dies Dark Waters zu einem phänomenalen Genre-Beitrag, der, berücksichtigt man das Herstellungsjahr 1993, fast seines gleichen sucht!

Interessant ist, dass weder Star Louise Salter noch Regisseur Mariano Baino (drehte sonst praktisch nur Kurzfilme) auf eine grosse Karriere zurückblicken konnten. Es handelt sich um eine russisch-englische Co-Produktion. Der Film wirkt aber, wohl wegen Mariano Baino und dessen Talent, sehr «italienisch». Dass man Mariano Baino wegen Dark Waters kennt, seinem einzigen Feature Film, spricht ebenso für das Talent des Italieners. Schade, dass er nicht mehr solche Filme gedreht hat!

Fazit: Absolut zu empfehlender Genre-Beitrag aus Europa!

Infos:

O: Temnye vody

Großbritannien, Russland 1993

R: Mariano Baino

D: Louise Salter, Venera Simmons, Mariya Kapnist, Lubov Snegur, Alvina Skarga

Laufzeit der US-DVD: 92:06 Min.

Gesehen am: Nov. 2006 / Review überarbeitet: Okt. 2019

Fassungen: Mir lag die limitierte DVD aus den USA von NoShame Films vor = Uncut, zum ersten Mal DC vom Regisseur bearbeitet & restauriert (= sehr gute Bild- und Tonqualität). Zum Englischen Ton gibt es auch englische Subs. Die Bildqualität ist mir ausreichend. Es gäbe seit ca. 2018 auch Blu-Ray Neuauflagen von Severin Films (USA) und Wicked-Vision Media (Deutschland).

Samstag, 12. Oktober 2019

Stepfather 2 Review

 Horroktober 2019
Stepfather 2

Story:

Vorgeschichte siehe: The Stepfather

Jerry Blake (Terry O'Quinn) entkommt einer psychiatrischen Einrichtung, nimmt eine neue Identität an und versucht erneut, eine perfekte Familie zu Gründen. Dass das nicht für alle gesund endet, ist selbstverständlich…

Meine Meinung (X-Rated Fassung):

Teil zwei fand ich immer von allen drei Teilen der Reihe am schlechtesten. Ob dies aktuell noch der Fall ist, kann ich nicht sagen. Dazu muss zuerst eine Neusichtung zu Teil drei her. Für sich gesehen funktioniert der Film natürlich, mit der Grundidee, der Kleinstadtstimmung und einem erneut stark agierenden Terry O'Quinn als «Stepfather» auch so gut. Stepfather 2 ist also kein schlechter Film.

Den ersten fand ich aber angenehmer, spannender, packender. Ein Teenager-Girl konnte man im Drehbuch auch gegen den Stepfather besser einbringen als ein kleiner Junge wie in Teil zwei. Dafür gibt es hier eine bissige Nachbarin, die früh den Braten riecht und Jerry verdächtigt, Geheimnisse und Dreck am Stecken zu haben.

Nebst Terry O'Quinn wartet der Film mit zwei weiteren bekannten Namen auf: Meg Foster (The Lords of Salem) als seine «neue Frau» und Caroline Williams (The Texas Chainsaw Massacre 2) als herumschnüffelnde Nachbarin. Regie führt der horrorfilmerfahrene Jeff Burr (From a Whisper to a Scream, Leatherface: Texas Chainsaw Massacre III), der dies sehr gekonnt und solide tut.

Die von Terry O’Quinn gespielte Figur, Psychopath hin oder her, bleibt natürlich der Sympathieträger, so dass all seine Szenen, sein Auftreten, sein Versteckspiel und seine Dialoge, mehr als nur einmal zum Schmunzeln anregen. Er ist eine Figur, wessen sich der Inhalt als Film bereits lohnt. Verstärkt wird dies durch sein Schauspiel.

Fazit: Wer Teil eins mochte, kann sich den zweiten Teil bedenkenlos ansehen, auch wenn nicht mehr so stark in Sachen Intensität und Spannung wie der Vorgänger! 

Gefolgt von: Vatertag

Infos:

O: Stepfather II

USA 1989

R: Jeff Burr

D: Terry O'Quinn, Meg Foster, Caroline Williams, Jonathan Brandis, Henry Brown

Laufzeit der deutschen DVD: 88:59 Min.

Gesehen am: Jugendzeit / Review überarbeitet: Okt. 2019

Fassungen: Mir lag die Stepfather Box von Marketing Film vor = alle drei Teile enthalten. Teil 2 liegt nebst US-Kinofassung auch mit einer eigenständigen erstellen Langfassung vor = man hat die zensierten Szenen, die es z.B. auf der US-DVD als Bonus gibt, in den Film geschnitten. Die Szenen haben eine schlechtere Bildqualität und in der X-Rated Fassung, die auch mehr Handlung hat, fehlen jedoch auch zwei Morde komplett im Gegensatz zur Kinofassung – dafür gibt es in anderen Morden mehr Gewalt und Effekte zu sehen. Beide Fassungen sind daher nicht optimal. Allgemein fehlt es dem Film an einer anständigen Fassung…Eine Blu-Ray scheint es auch noch nicht zu geben (Stand: Okt. 2019).